Die Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts

              Zeitreise durch die Musik

         Die Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts  (Online-Version)

In Popmusik 1 erhalten Sie einen umfassenden und dennoch kompakten Einblick in die Unterhaltungsmusik von Deutschland. Die Ausführungen bieten Ihnen zunächst umfassende Informationen zur Musikgeschichte (Vorwissen) und Wissenswertes zur Musik., bevor die Zeitepochen beleuchtet werden. In Popmusik 1 werden die Jahre 1900 bis 1979 betrachtet und finden neben der Auflistung der populären Lieder jener Zeit, auch eine kontroverse Betrachtung zur Musikgeschichte und dem Zeitgeschehen. Popmusik 2 knüpft an Popmusik 1 an und setzt bei den Jahrescharts der 70er Jahre ein, über die 80er Jahre bis heute.

Beachten Sie !!! Aufgrund des Umfangs, sind die Informationen in Popmusik 1 und Popmusik 2 aufgeteilt, wodurch die 70er Jahre geteilt wurden. In Popmusik 1 finden Sie Informationen zur Zeit (Politik, Musikarten, Zeitgeist), wogegen sich in Popmusik 2 die Hitlisten der 70er Jahre (Jahrescharts) befinden.  

Bitte lesen Sie nach der Themenübersicht „Das Vorwort zur Unterhaltungsmusik“.

 

Themenkomplexe -Popmusik 1

A. Vorwissen / Wissenswertes

Musikgeschichte bis 1900 - - - Betrachtung über die Musikformen Oper, Konzerte, Ballett, Operette und Musical - - - Entwicklung der USA-Musik (Country, Ragtime, Jazz, Swing) - - - Geschichte der Tonaufzeichnung - - - wichtige Informationen zu den Tonträgern, Hauptkäuferschicht und Verkaufscharts

B. Unterhaltungsmusik bis 1945

Historische, kulturelle Einblicke und Beschreibung des Lebensgefühls in der ⇒ Kaiserzeit ⇒ der Weimarer Republik ⇒ der Hitlerzeit und im 2. Weltkrieg - - - Auflistung der populärsten Schlager und US-Hits

C. Der Kalte Krieg (1945 bis 1959)

Lebensgefühl in den Nachkriegsjahren und den 50er Jahren - - - politische Kernthemen, z.B.: Berlin-Blockade; Gründung der deutschen Staaten; Unruhen in der DDR - - - Entstehung und Geschichte des Rock’N’Roll - - - Jahresübersicht über die Hits des Jahres (International, Schlager der BRD und DDR), mit zusätzlichen Kurzinformationen über die Ereignisse des Jahres, Sport, Kultur, Kino und der Popmusik

D. Die wilden 60er Jahre (1960 bis 1969)

Lebensgefühl und Zeitgeist der 60er Jahre, mit Betrachtung der Technik und der Medien - - - politische Kernthemen, z.B.: Berliner Mauer; Studentenunruhen - - - musikalische Betrachtung über Soul, Folk, Beat, Hippies und Hardrock - - - Jahresübersicht über die Hits des Jahres (International, Schlager der BRD und DDR), mit zusätzlichen Kurzinformationen über die Ereignisse des Jahres, Sport, Kultur, Kino und der Popmusik, sowie Albumcharts und Grand Prix de Eurovision

E-1. Die 70er Zeitbetrachtung (1970 bis 1979)

Intensivere Betrachtung des Lebensgefühls und des Zeitgeistes der 70er Jahre in der BRD und DDR, mit den Kernthemen, wie Planwirtschaft und Bürgerrechtsbewegung in der DDR; Geiseldrama von München, RAF Terror und Entspannungspolitik in der BRD - - - Popmusik in Deutschland - - - musikalische Betrachtung über Hardrock, Glamrock, Punkrock, New Wave, Discostil und Heavy Metal

E-2. Die 70er Jahrescharts (1970 bis 1979)

Siehe unter (wechseln Sie bitte zu)  Popmusik 2 !!!!

 



 

                                 Vorwort zu Unterhaltungsmusik  

           „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder!“

So heißt es in einer alten umgangssprachlichen Weise. Wie die Liebe gehören Lieder zum zentralen Punkt unseres Seins. Und genau, wie die Liebe, ist Musik eine emotionale Größe, nur Liebe wirkt von innen und Musik von außen auf die Seele. Beides lässt sich nicht in feste Regeln pressen und ist deshalb unberechenbar, weil Gefühle nun mal nicht rational sind.
So haben Menschen, die heftig gegen die Unterhaltungsmusik wettern, vielleicht die Bedeutung von den seichten Klängen nicht verstanden oder haben nicht erkannt wie Schlager und Popsongs tiefe Gefühle auslösen. Es ist dabei völlig egal, welche Art von Musik man mag, sie gehört zum Leben des Menschen, weil sie Leben bewirkt. Früher waren es Volkslieder oder nannte sich Folklore, doch heute nennen wir sie Schlager. Es sind Lieder die eine große Menschenmenge begeistern, wenn auch die Jugendlichen ihre Songs Hits nennen, um sich abzugrenzen. Letztendlich sind es auch nur Schlager, mal aussagekräftig, mal Nonsens oder mal einfach nur schön.
Beim Schlager ist es völlig belanglos, ob der Text ausgefeilte Dichtkunst ist oder die Musik einem akustischen Wohlklang entspricht.
Wesentlich ist, ⇒ dass sie unsere Seele begleitet, Schmerzen lindert, Herzen tröstet und unser Sein wieder aufrichtet, ⇒ dass sie uns mitnimmt auf eine Reise in ferne Welten, irreale Fantasien oder einer gewünschten Wirklichkeit, ⇒ dass sie helfen die Liebe zu bewahren oder davon träumen lassen und Sehnsüchte sowie Wünsche wecken und Hoffnungen neu beleben, ⇒ dass sie uns zum Lachen bringen und dafür sorgen allen Alltagskummer für kurze Zeit zu vergessen.
Im Schunkeln und Singen tankt die Seele neue Kraft, weil sie sich einen Kurzurlaub gönnt. Und beim Tanzen verreisen unsere Sinne durch den Zauber der Musik und lädt die Lebenszellen neu auf. Somit ist es nicht wichtig, wie oder was ein Lied sagt, ob die Musik melodisch oder provokativ ist, entscheidend ist das Gefühl, dem individuellen Empfinden, dass man zu einem Lied hat.
Wie in der Liebe sind dabei die ungesagten Worte intensiver, als Wohldurchdachte, da sie in der Regel ehrlicher und herzlicher sind. Und wenn es ein Lied schafft, bei so vielen unterschiedlichen Emotionen auszulösen und zum Schlager wird, sollte niemand versuchen dem Song einen abfälligen Stempel zu verpassen, weil er damit Gefühle verletzt. Natürlich kann und sollte ein Song kritisch beurteilt oder Zusammenhänge zur der Zeit erkannt werden. Zur besseren Orientierung dient ein Genre und eine fundamentierte Meinung ist legitim. Doch ein Standpunkt kann nur rational sein, denn das persönliche Empfinden ist bei jedem anders und lässt sich häufig nicht in Worte fassen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, Respekt vor den Emotionen Anderer zu haben. Deshalb sollte keiner ein Lied schänden und sich niemand ein Lied zerstören lassen, weil ein Loch in der Seele zurückbleiben würde.
Wenn zwei Ähnliches zu einem Lied empfinden, kann das der Beginn einer Liebe sein. Leider wird der Wert der Unterhaltungsmusik unterschätzt.
Es gab einst eine Oberschicht, die meinte sich mit Kunstmusik von den niederen Ständen abheben zu müssen und wird heute klassische Musik genannt. Aber wollte Mozart nicht auch nur Schlager komponieren? Natürlich lebt die Klassik vom Anspruch eines besonderen Klanggenusses und außergewöhnlichen Gesangsstimmen. In Chansons oder bei Liedermachern werden treffendere Worte gesucht, um etwas konkret auszudrücken und die Volksmusik pflegt alte Traditionen. Haben nicht alle auch Schlager hervorgebracht? Also! Wer kennt nicht Mozarts „Kleine Nachtmusik“ oder Smetanas „Moldau“? Sind nicht Reinhard Mey’s „Über den Wolken“ oder Joe Dassin’s „Les Champs-Elysées“ zu Evergreens geworden? Und werden bei feuchtfröhlichen Feiern nicht häufig „Herzilein“ und „Rosamunde“ gesungen? Vielleicht liegt es ja daran, dass die Medien dem Wort Schlager ein irreführendes Image gegeben haben und hierzulande als deutschsprachige Liederschnulzen abgestempelt werden. Versuchen wir es mit dem Begriff Hits. Leider suggerieren viele TV-Chartsshows stets die gleichen Songs und orientieren sich an fraglichen Verkaufscharts. Dabei ist die Musik des 20. Jahrhunderts so vielfältig und abwechslungsreich.
Obendrein sind Verkaufscharts oftmals nicht der optimale Gradmesser, was die verschiedensten Ursachen hat. Deswegen ist es bedeutend, bei einer umfassenden Betrachtung, neben den musikgeschichtlichen Ereignissen, ebenso die historischen Hintergründe zu beleuchten. Sie werden beispielsweise Antwort auf die Frage finden, warum der Schlager der 20-er Jahre stark ins Groteske abglitt? Weshalb der Rock’n Roll nur in den USA und der Beat in Großbritannien entstehen konnte? Warum einige Schlager in ihrer Zeit enorm gesellschaftskritisch waren und warum einzelne Lieder oder bestimmte Musik verboten war?
Reisen Sie mit mir durch ein Jahrhundert, lernen Sie den Zeitgeist, deren Lieder und dessen Umfeld kennen. Sie finden zu den jeweiligen Abschnitten die entsprechenden Listen der populären Lieder und/oder Charts. Bei der Auswertung der Lieder war es mir wichtig den Bekanntheitsgrad und bestimmte Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Beachten Sie also bitte die Anmerkungen zu den Chart in den einzelnen Themenabschnitten.
Ich empfehle Ihnen, sich die aufgelisteten Lieder im Internet anzuhören, obendrein bieten zahlreiche Anbieter von CD-Samples eine Hörprobe an und bei „You Tube“ können Sie die meisten Lieder auch komplett anhören (zumindest als Coverversion). Sie könnten überrascht davon sein, wie schön die Musik in den 50-er oder 20-er Jahren war. Neben der Musik war es mir wichtige die Zeit zu beleuchten, die mitunter von der popularisierten Meinung abweicht. Schwerpunkt sind dabei die musikalischen Themen (z. B.: Musikrichtungen der Popmusik, Entwicklung der Musik) und die Zeitgeschichte (besonders DDR), gewürzt mit zusätzlichen Informationen über Film, Fernsehen, Sport und Kultur. Augenmerk dabei ist, dass Sie bei der Zeitreise in der Vergangenheit das Leben Ihrer Eltern und Großeltern besser verstehen lernen. Ich wünsche ihnen viel Spaß beim Lesen!  

Übrigens: Vorsicht beim Kauf einer Sampler CD! Häufig sind die Musik-CDs wahllos zusammengestellt und täuschen eine Best-of-Sammlung vor.

                          Anmerkungen!   

Die Betrachtung der Abschnitte, zur Geschichte der Unterhaltungsmusik, unterteilt sich in zwei Richtungen und unterscheidet sich in Sachtexten und Infomaterial. In den jeweiligen Abschnitten sind die relevanten Quellen aufgeführt, die mir bei den Recherchen halfen.

Sachtexte umfassen alle Ausarbeitungen zu Zeitthemen (Politik & Lebensgefühl) und spezifischen Musikthemen (Zeitgeist & Musiksound)

Konkret: Bei den Sachtexten fließen eigene Erinnerungen ein, von meinem Leben in der DDR (ab 1970), sowie Notizen zu Fernsehsendungen über die Geschichte (von ARD, ZDF, arte, N24), Erzählungen von Eltern und Verwandten, Freunden und der Darstellung von Geschichte in der DDR. Ziel war es, ein möglichst objektives Bild von Ereignissen zu entwerfen. Letztendlich konnte nur eine subjektive Sichtweise daraus resultieren, weil sich in jedem Sachtext unterschwellig immer eine Meinung widerspiegelt. Dennoch hoffe ich, dass es mir gelungen ist, die Vergangenheit realistisch nachzuzeichnen. Grundlegend war für mich stets die Frage, was haben die Menschen in ihrer Zeit gedacht („Es war nicht alles schlecht“).

Infomaterial bietet Ihnen die Jahrescharts der Musik an (vor 1945 Zeitabschnitt) und stichpunktartig Informationen über Politik, Kultur, Sport, Film und Musikschlagzeilen

Konkret: Das Infomaterial wurde anhand der Quellen analysiert und nach dem Grad der Wichtigkeit herausgefiltert. Zwecks der Übersichtlichkeit habe ich die Informationen überschaubar gehalten. Das größte Problem war die Datierung (Jahr) von Liedern. Speziell vor 1960 bin ich auf erhebliche Differenzen im Quellenmaterial gestoßen.

Die Gründe dafür lesen Sie bitte in den entsprechenden Anmerkungen der Zeitkomplexe nach. In Bezug zu glaubwürdigen Quellen habe ich in der Datierung den Bekanntheitsgrad der Schallplattenproduktion vorgezogen. Ziel dabei war es, die wirklichen Hits in die entsprechenden Jahrescharts zu ordnen.
 

   Mehrmals verwendete Länderkürzel
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