7.2. Die drohenden Szenarien

Die drohenden Szenarien 

Die Klimakatastrophe
Im Gegensatz zu den medialen Horrorversionen droht der Menschheit weniger ein Ansteigen der Weltmeere, sondern eher ein extremes feuchtwarmes Klima.
Nach den bisherigen Erkenntnissen reduzieren sich die Zeitabschnitte von Warm- und Kaltzeit. Die letzte Kaltzeit dauerte etwa 65.000 Jahre und die Warmzeit etwa 50.000 Jahre. Wir befinden uns in der Warmzeit, die vor etwa 12.000 Jahren begonnen hat. Es spricht einiges dafür, dass wir uns derzeit in der Mitte der Warmzeit befinden. Das heißt, der natürliche Höhepunkt steht uns noch bevor. Diese These soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Menschheit mit ihren Umweltsünden den Vorgang beschleunigt. Konkret gesagt steigen die Temperaturen drastisch an, aber nicht überall bedrohen sie den Menschen, weil eine hohe Luftfeuchtigkeit die Hitze herabmildert.
 
Das Abtauen der Arktis: 90% des arktischen Eises befindet sich unter Wasser. Da Eis ein größeres Volumen hat als Wasser, wird durch die Arktis der Meeresspiegel kaum steigen. Das gilt auch dann, wenn das Eis im Meer langsamer schmilzt, als an der Oberfläche. Zu bedenken ist außerdem, dass das Eis einen bestimmten Druck aufs Meer ausübt und mit dem Schmelzen verringert sich der Druck. Das heißt, die kompakte Eismasse wird leichter und ragt an der Meeresoberfläche hinaus.
Das Abtauen der Gletscher: Das ewige Eis der Berge (Himalaja, Alpen usw.) wird tauen und die Berge instabil machen. Ein großer Teil des Wassers wird in der Umgebung versickern, da ein wärmeres Klima einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf besitzt. Trotzdem werden die Gebirgsflüsse mehr Wasser mit sich führen als normalerweise. In Gebieten, in denen die Flussläufe künstlich verändert wurden, sind daher Überschwemmungen sehr wahrscheinlich. Insgesamt wird die Wassermenge, die ins Meer fließt, kaum den Meeresspiegel ansteigen lassen.
Das Abtauen der Antarktis: Auf dem Festland würde der Erdboden den größten Teil des Wassers aufsaugen, zumal die Erde unter dem Eis kaum gefroren sein dürfte, da das Eis die Kälte abhält (Iglu-Prinzip). Außerdem könnten sich riesige Höhlen gebildet haben, die einem internen Treibhaus entsprechen. Möglicherweise wachsen dort schon niedere Pflanzen inklusive einer entsprechenden Tierwelt. Lediglich das Packeis an den Küsten könnte die Weltmeere gering ansteigen lassen. Bedingt durch den Temperaturanstieg resorbiert die Sonne auf der südlichen Halbkugel mehr Wasser als im Norden. Hierfür sind die ruhigeren Strömungsverhältnisse verantwortlich, die insgesamt für ein ausgeglichenes Klima sorgen.
Die Globalen Auswirkungen: Die eigentliche Bedrohung durch die Erderwärmung ist die Zunahme einer extremen Luftfeuchtigkeit. Speziell auf der Nordhalbkugel werden sich die Strömungsverhältnisse von Luft und Wasser drastisch verändern. Insgesamt wird die Intensität von Unwettern zunehmen und demzufolge auch Extreme. Lange heiße Trockenphasen könnten durch tagelang anhaltenden Regen abgelöst werden. Wirbelstürme und Hurrikans (Taifun) werden heftiger als gewohnt über das Land fegen und auch dort, wo es sie vorher nicht gab. Die Vulkantätigkeit und die Erdbeben werden zunehmen und gigantische Ausmaße erreichen, somit werden sich ebenso gewaltige Tsunamis auftürmen. Die Sommertemperaturen werden gebietsweise etwa 50°C erreichen und ein völliger klimatischer Wandel könnte einsetzen. Der Norden Südamerikas könnte zur Wüste werden, genauso wie Ostafrika. Dafür verwandelt sich die Sahara wieder in ein Sumpfgebiet. Der extremste Wandel würde jedoch Europa bevorstehen.
 
Europa - Szenario
Im nördlichen Europa (z. B.: Norddeutschland, Skandinavien) werden Sommertemperaturen um die 30 bis 40°C keine Seltenheit sein, verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Das schwüle Klima beschert den Norden häufig Regen, meistens mit Unwetter verbunden. Neben zahlreichen Gewittern besteht die Gefahr von kräftigen Wirbelstürmen und es könnten sich kleinere Hurrikans bilden. Aufgrund des vielen Regens werden viele Senken und Täler mit Wasser zu kleinen Seen oder Sümpfen volllaufen. Trotzdem wird es immer mal wieder lange und trockene Hitzeperioden geben, die jedoch zunehmend zur Ausnahme werden. Natürlich können Pflanzen prächtig gedeihen und holen sich das Nutzland zurück, und zudem werden neuartige Pflanzen wachsen. So wird in den Städten der Beton durch die Feuchtigkeit anfällig sein, wodurch die Pflanzen genügend Kraft entwickeln, um die Betonflächen (Straßen, Plätze, Gehwege) aufzubrechen. Das modrige Klima bringt größere Insektenarten (Wespen, Mücken) hervor, die für den Menschen nicht ungefährlich sind. In den Wintermonaten ist alles möglich. Neben milden Temperaturen und Regen sind extreme Kälteperioden bis zu -30 °C möglich. Wahrscheinlicher ist ein schneereiches Wetter um den Gefrierpunkt herum (10 bis -10°C). Insgesamt werden die Veränderungen sich nachhaltig negativ auswirken. Viele Nutzflächen können nicht mehr genutzt werden und allgemein wird der Ernteertrag sinken, wodurch auch der Lebensraum der Menschen enger wird. Das zentrale Europa (z. B.: Süddeutschland, Puszta, Ukraine, Mittelrussland) wird dagegen von langen und trockenen Hitzeperioden heimgesucht. Dabei wird das Gletschereis der Gebirge (Alpen, Karpaten) vollständig abtauen und die Berge instabil machen. Bei Temperaturen an die 40°C, muss der Mensch sein Leben drastisch umstellen und sich an die Wüstenvölker der Sahara orientieren. Zwischendurch werden gigantische Unwetter die Gebiete heimsuchen. Kräftige Blitze entladen sich, wie bei einem Fotoshooting und kräftige Regenschauer werden zu reißenden Flüssen, da der ausgetrocknete Boden keine Feuchtigkeit aufnimmt. Die Unwetter besitzen dadurch eine ungeheure Zerstörungskraft, wobei in den Gebirgen besonders Schlammlawinen, Steinbrüche, oder Erdrutsche zur Bedrohung werden.
Je östlicher die Gebiete sind, desto mehr wird sich die Landschaft in eine Wüste verwandeln. Wie der Sommer wird auch der Winter trocken sein, doch Kälteperioden um die -20°C sind denkbar. In der Nähe von Gebirgen (Alpen) ist auch heftiger Schneefall möglich oder beschert dem Gebiet eine Regenzeit. Letztendlich wird sich die Flora und Fauna drastisch verändern und ostwärts vegetationslos werden. Das bedeutet, die bisherigen Felder können nicht mehr genutzt werden und das Nutzvieh kann auf Dauer dort nicht existieren. 
In Südeuropa (Mittelmeerraum) wird sich die karge Landschaft nur geringfügig verändern, dafür steigt das Risiko von gewaltigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Speziell der Vesuv kann eine gigantische Katastrophe auslösen. Durch die Hitze bedingt wird das Mittelmeer langsam austrocknen und alle Wasserreserven auf den Inseln (Mallorca, Malta, Kreta) werden versiegen.
Es würden sich kaum noch Regenwolken bilden, zumal der Wasserstand des Mittelmeeres sinkt. Regional werden unerträgliche trockene Temperaturen bis 50°C erreicht. Lediglich auf der Iberischen Halbinsel werden veränderte Strömungsverhältnisse des Atlantischen Ozeans extrem viel Regen bringen. In Spanien wird also ein Klima herrschen, wie es derzeit für Deutschland typisch ist, allerdings ohne Winter. Grundsätzlich ist Europa abhängig von den sich verändernden Strömungsverhältnissen. Wurde bisher Europa von Naturkatastrophen weitgehend verschont, so wird sich der Klimawandel, umso heftiger auf den Kontinent austoben.
 
Die Bodenschätze
Nur an den Profit interessiert bedienen Unternehmer die Wohlstandsgesellschaften mit unnötigen Produkten und verschwenden unverantwortlich die Ressourcen. Und anstatt Müll zu recyceln, zerstören und vergiften sie und wir selbstmörderisch unseren Lebensraum.
Leider ist es heutzutage billiger Rohstoffe für die Endprodukte abzubauen, statt nicht mehr benötigte Erzeugnisse mühsam und teurer als Sekundärrohstoffe aufzuarbeiten. Zudem wird der Markt der Wohlstandsstaaten mit Produkten überschwemmt, die in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf stehen. Im Gegenteil, es werden häufig Dinge produziert, die dem Anbieter viel Geld einbringen, aber teilweise nutzlos sind oder nach kurzer Zeit nicht mehr funktionieren bzw. auseinanderfallen.
Die Wohlstandsgesellschaften produzieren dadurch gigantische Müllberge, deren Zerfall die Natur vergiftet. Im Prinzip handelt die Menschheit, wie ein Vulkan, und holt das Erdinnere an die Oberfläche. Im Gegensatz zum Vulkan türmt der Mensch seinen Müll berechnend auf, aber dafür entsteht kein neues Land, sondern nur ein verseuchtes Gelände. Hinzu kommt, dass die Bodenschätze bald verbraucht sind und es ist absehbar, dass die mächtigen Nationen um die letzten Ressourcen Kriege führen werden. Somit wird der Mensch in seiner Gier den Lebensraum in Schutt und Asche verwandeln.
 
Abbau der Bodenschätze
In den Medien werden lediglich die großen Umweltsünden publik gemacht. Dazu gehört der Braunkohle Tagebau der Quadratkilometer große Flächen zu Mondlandschaften machen. Doch insgesamt richten die vielen Bergwerke einen noch größeren Schaden an. Tonnenweise Abraum (Erde, Gestein) werden an den Hängen abgekippt. Für eine große Wirtschaftsfläche wird ebenfalls die Natur betoniert. Es müssen Zwischenlager, Wirtschaftsgebäude, Ladestellen, Parkplätze, Straßen und Ähnliches in nächster Nähe gebaut werden. Dazu wird der umgebende Wald von Lärm belästigt, und Abgase oder toxischer Staub machen die Pflanzen krank. Ob Tagebau oder Bergbau, in jedem Fall werden Pflanzen vernichtet und Tiere verjagt.
Hinzu kommt das Aushöhlen der Erde, deren Folgen unabsehbar sind. Ein Höhlenwerk hat zumindest sekundäre Auswirkungen auf die Oberflächenvegetation (z. B.: verändertes oder umgeleitetes Wassersystem) und führt zur Instabilität (Einsturz- oder Abrutschgefahr). Durch den Transport und der verarbeitenden Industrie entstehen weitere Risiken. Zahlreiche Unfälle verursachen häufig irreparable ökologische Schäden. Und damit sind nicht nur die Katastrophen im Zusammenhang mit Erdöl (Ölpest) gemeint. Es sind auch die vielen kleinen Unfälle (vergiftete Pflanzen, Tierseuchen u.ä.) die keine Medienmeldung wert sind, aber in ihrer Summe enorm zerstörerisch sind.
Der Faktor Endfertigung ist ein weiterer Naturkiller, obwohl viele moderne Staaten ihre Industrie zu Filteranlagen verpflichteten. Aber was ist mit den ärmeren Staaten? Sie leiten giftige Nebenprodukte ins Wasser oder pusten es in die Luft. Auch so mancher Unternehmer der reichen Staaten zahlt lieber eine Umweltstrafe, statt Geld für Filteranlagen zu investieren. Und schließlich stellt ich die Frage: „Was wird mit den Filtern?“
Das fördern von Bodenschätzen, dessen Transport und die industrielle Endfertigung, sind die schleichenden Faktoren, die letztendliche unseren Lebensraum bedrohen.
 
Arten der Rohstoffe / Bodenschätze
Irdische Rohstoffe
1. Agrar-Rohstoffe = Ackerbau und Viehzucht, wie Getreide, Fleisch und Fisch ⇒ für Nahrungs-, Genuss- und Futtermittel à und Nebenprodukte Biogas, Leder, Fell usw.
2. Natur-Rohstoffe = Pflanzen, wie Bäume, Gebüsche, Heilpflanzen oder Baumwolle ⇒ für Möbel, Kleidung, Medizin, Obst, Kautschuk oder Essenzen u.a.
3. Natürliche Energieträger = Wasser, Luft (besonders Sauerstoff) und Sonne ⇒ sie werden je nachdem, als grundlegende Elemente überall gebraucht und dienen speziell der Energiegewinnung bei Windkrafträdern, Wasserkraftwerken und in der Solartechnik

Fossile Bodenschätze (unterirdisch)
4. Energierohstoffe = Kohle, Erdöl und Erdgas, aber auch Uran (= Kernenergie) ⇒ Wärmegewinnung und Brennstoffe, sowie Nebenprodukten, speziell beim Erdöl Kunststoffe
5. Chemische Rohstoffe = Kalk, Salz, Schwefel, Phosphor usw. ⇒ für Düngemittel, Reinigungsmittel, Schädlingsbekämpfung, Hygieneartikel, Geschmacksstoffe, Pharmazie, Klebstoffe, Farben, Textilien, Kosmetik, Sprengstoffe, Foto- und Medientechnik u.v.a.
6. Metallrohstoffe = Erze wie Eisen, Aluminium, Kupfer, Zinn, aber auch Gold, Silber, Platin (speziell Schmuckindustrie) u.ä. ⇒ Maschinen- und Schiffsbau, der Fahrzeugindustrie und viele technische Geräte, wie Computer, Fernseher, DVD-Rekorder, Telefon, Kühlschränke, Waschmaschinen, Rasenmäher, Rasierapparate usw.
7. Bau- und Keramikrohstoffe = Sand, Kies, Ton, Kalkstein, Schiefer oder Marmor ⇒ für die Bauindustrie (Zement, Ziegel), den Straßenbau (Bitumen) und der Keramikherstellung (Porzellan), dient vorrangig dem Bau von Gebäuden, Straßen, Behältnissen
 
Verwendung, Verarbeitung
Rohstoffe und Bodenschätze dienen einem vielfältigen Verwendungszweck in privaten und gesellschaftlichen Bereichen, der in den Wohlstandsstaaten deutlich über den Bedarf hinaus produziert wird und vieles als unnötiger Luxus gilt. Ein Überfluss an Waren verführt den Käufer dazu sich von unmodernen Sachen zu entledigen, wie Kleidung, Möbel oder technische Geräte.
Das ist die profitorientierte Grundlage für eine erhöhte Nachfrage. Durch den Absatzmarkt entstehen neue Werke und Verkaufseinrichtungen,
speziell weil der Markt den Käufer/Kunden dazu ermuntert Altes zu entsorgen (nicht mehr Gebrauchtes, Unmodernes). Das freie Marktwirtschaftssystem lässt konkurrierende Unternehmen zu, die um die Gunst des Käufers buhlen und ein profitables Geschäft mit einem ähnlichen Produkt wittern. Das bedeutet, dass große Areale von Nutzflächen für Konkurrenzunternehmen von der Natur abgezwackt werden. Zudem muss sich die verarbeitende Industrie vergrößern, die für die Fertigungsindustrie benötigt werden, um die steigende Nachfrage an Bedarfsmitteln zu erfüllen. In dieser marktwirtschaftlichen Konkurrenz erhofft sich jedes Unternehmen seinen Anteil am Profit, wodurch sich das Sortiment vergrößert und größere Verkaufseinrichtungen zwingend machen. ⇒ Beispielsweise für Möbel, Kleidung, Teppiche, Medien- und Haushaltstechnik, Spielzeug, Lebens- und Genussmittel, sanitäre Erzeugnisse, Reinigungsmittel, Kosmetik, Kommunikationsgeräte, Heimwerker- und Gartenbedarf, Fahrzeuge, Büroartikel, und auch diverse Freizeiteinrichtungen gehören dazu.
Mit der höheren Freizeit des Wohlstandsbürgers und einem guten Verdienst (Lohn) sind Freizeitangebote zum lukrativen Geschäft geworden. So werden beispielsweise Gaststätten, Sportanlagen (Stadion, Schwimmhalle) und Kultureinrichtungen (Theater, Museum, Kino) neu gebaut oder bestehende Gebäude restauriert und vergrößert. Bei alledem, kommen noch Verwaltungsgebäude hinzu und somit entstehen riesige Einkaufscenter oder –Parks, die viele Angebote intergrieren und alles muss chic und modern sein. 
Glamouröse Gebäude aus Glas und Stahl entstehen und natürlich müssen dazu Straßen erweitert oder erneuert, Parkplätze gebaut und Gehwege glattbetoniert werden. Insgesamt werden der Natur verantwortungslos gewaltige Flächen entrissen, und Bäume, Sträucher, Gräser vernichtet und Tiere vertrieben. Wozu brauchen Wohlstandsstaaten drei oder vier konkurrierende Supermärkte in unmittelbarer Nähe, wenn die entsprechende Käuferschicht nicht gegeben ist? 
Sie locken die Kunden mit ihren Angeboten und hoffen damit auf den besseren Absatz (Profit), als ihre Rivalen. Dafür müssen besonders Lebensmittel in Folie eingeschweißt, damit sie nicht so schnell verderben, verlängern chemisch die Haltbarkeit und außerdem müssen riesige Kühlanlagen aufgestellt werden. 
Trotzdem müssen tonnenweise verfallene Lebensmittel entsorgt werden, ganz zu Schweigen von den Artikeln, deren Umsatz nicht mehr profitabel ist. Deshalb würde real ein Supermarkt in einem Einzugsbereich ausreichen, mit einem reduzierten Angebot, für den tatsächlichen Bedarf. Und statt Naturflächen zu bebauen, sollten baufällige oder nicht mehr benutzte Gebäudeflächen genutzt werden. Es ist höchste Zeit ein ökologisches Denken über die Profitgier zu stellen.
Keine betonierten Gehwege, auf denen das Regenwasser schnell in den Abfluss gelangt und den Bäumen somit das Wasser entziehen. Keine neuen oder verbreiterten Straßen, die nur zu einer erhöhten Lärm- und Schadstoffbelästigung führen. Stattdessen sollten Innenstädte autofrei werden und durch ökologische Nahverkehrsmittel (Straßenbahn, O-Bus, E-Taxis) ersetzt werden und am Stadtrand wäre ein Autoverleih für Überlandfahrten denkbar. 
Ebenso sollten in der ländlichen Natur keine weiteren Werke mehr gebaut werden und erst recht keine neuen Straßen. Viele Waldgebiete sind jetzt schon von Straßen zerschnitten und rauben den Tieren den Lebensraum. Zahlreiche platt gewalzte Eichhörnchen, Igel, Füchse und Hasen auf den Straßen sind ein Beleg dafür, ganz zu Schweigen von den unzähligen Kleintieren (Frösche, Schnecken). Von der Öffentlichkeit kaum registriert, wird dagegen das überfahrene Großwild (Wildschweinen, Rehe) schnellstens weggeräumt, damit sie nicht den Autoverkehr gefährden.


Jagdsaison 2012/2013 in Deutschland

- 210.000 Wildunfälle (nicht alle Bundesländer haben ihre Wildunfälle gemeldet)
- Es starben 180.000 Rehe (Steigerung zum Vorjahr um 5%), 22.000 Wildschweine (+ 29 %) und 7.000 Damm- oder Rotwild (+11 %)
- Das heißt, alle 2,5 Minuten stirbt ein Reh auf den Straßen, somit wird jedes 6. Reh nicht mehr vom Jäger erlegt, sondern stirbt auf der
   Straße. Geht die Entwicklung so weiter benötigen die Wälder bald keine Förster mehr. Seit 1975 hat sich die Zahl der Wildunfälle 
   verfünffacht.

- die Statistik bezieht sich auf gemeldete Unfälle, die Dunkelziffer dürfte um ein vielfaches höher liegen und insgesamt etwa 1 Million Tieren
   betragen.
  Nicht berücksichtigt sind dabei die aber Millionen Kleintiere (Eichhörnchen, Frösche)

- Übrigens starben bei Wildunfällen 20 Personen und 3.000 Autofahrer wurden verletzt, die Meisten davon rasten mit überhöhter
   Geschwindigkeit       
                                                                     (aus der Statistik des Deutschen Jagdverbandes und dem ADAC)



Angesichts der Zahlen wird es wohl bald einheimische Tiere nur noch im Zoo geben. Tiere sind aber die Gärtner des Waldes und der Gewächse, ohne sie würde das ökologische Gleichgewicht zusammenbrechen und der Wald vermodern. Faulende Pflanzen würden ihre Giftstoffe freisetzen und könnten ein Baumsterben verursachen. Also sollte das bestehende Straßennetz ausreichen, Straße und Wald mit Schutzhindernissen getrennt werden, Unterführungen für Wild gebaut werden und das Fahrtempo auf ungeschützten Straßen auf mindestens 60 km/h reduziert werden. Damit der luxuriöse Wohlstand nicht zur tickenden Zeitbombe wird, sollte sich die Menschheit zurücknehmen und die Natur in seinem vollen Umfang begreift und respektiert. Tun wir es nicht werden wir zu Selbstmördern, wenn wir weiter dem tatsächlichen Bedarf ignorieren und die Natur vernichten.

Wohlstandsmüll
Der Abfall der Wohlstandsgesellschaften nimmt gigantische Ausmaße an und benötigt immer mehr Platz und bedroht die Gewässer und die Luft mit toxischen Stoffen. Tonnenweise landen Plastikartikel, Hölzer, Metalle sowie organische (Lebensmittel) und chemische (Kosmetik) Elemente auf Mülldeponien. Mitunter werden riesige Waldtäler mit Müll zugeschüttet und man hofft die Natur könnte den Abfall verarbeiten. Normalerweise verwittert Holz, aber nicht wenn diese imprägniert sind. Eisen rostet, wenn nicht die Farbe das verhindert. Und Lebensmittel verfaulen, jedoch die Konservierungsstoffe raffen die Zersetzungsbakterien dahin.
Noch problematischer sind Kunststoffe, wie Spielzeug oder Plastikgeschirr, das nicht verrottet. Aus Farben, alte Düngemittel, Kosmetik, Sprühdosen, Batterien lösen sich Gifte heraus, die ins Grundwasser gelangen oder sich als Schadstoff in die Luft mischen. Mülldeponien sind somit exquisite Pflanzenkiller und wirken auf Kleinstlebewesen (Käfer, Insekten) tödlich. Lediglich Ratten haben es gelernt sich mit dem Wohlstandsmüll zu arrangieren.
Alternativ ist man dazu übergegangen Müll zu verbrennen, was die Abfallmenge deutlich verringert. Trotz Filteranlagen ist das Risiko der Luftverschmutzung und -Vergiftung stets gegeben. Die größte Umweltbelastung sind allerdings die Industrieabfälle. Seit einiger Zeit wird versucht, sie unterirdisch zu lagern. Nukleare Brennstäbe oder hochgiftige Stoffe werden in Tonnen in Stollen alter Bergwerke gelagert. Trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen besteht jeder Zeit ein Restrisiko, dass zu einer Katastrophe führen kann (rostende Tonnen oder unkalkulierbare Erdaktivitäten). Wie bereits erwähnt, könnte mit einem sparsamen Umgang der Ressourcen und einer Warenproduktion nach dem tatsächlichen Bedarf das Müllproblem drastisch reduziert werden. Der dann noch anfallende Abfall ließe sich weiterhin halbieren, wenn die weggeworfenen Produkte aufbereitet werden könnten. Das heißt, Metalle, Glas oder Holz als Sekundärrohstoffe wiederzugewinnen und möglichst nur das zu produzieren, was sich aufbereiten lässt.



Einige Denkansätze dazu:
Keine eingeschweißten Wurst- und Fleischwaren mehr und einen Einheitspreis einführen damit sich die Qualität durchsetzt ⇒ wirkt sicherlich marktregulierend und fördert das Fleischerhandwerk

- auf unnötige Verpackungen verzichten und wenn, dann mit ökologisch abbaubaren Materialien (Schokoladenstückchen müssen nicht noch einzeln verpackt sein)

- jedes Glas, Dose und Plastikflasche sind mit einem Ökopfand zu belegen, damit der Käufer animiert wird sich den Pfand wiederzuholen, statt ihn unbedacht in den Müll zu werfen.
Vorschlag: möglichst einheitliche Pfandflaschen (Bier, Limonade) durchsetzen und für Artikel unter 0,5 l = 
 0,30 € und über 0,5 l = 50 € verlangen; für Einwegmaterial unter 0,5l (also auch Fläschchen 20 ml) eine Ökogebühr von 0,50 € erheben, bei einem Rücknahmeentgelt reis von 0,30 € und Einwegbehältnisse über 0,5 l eine Ökogebühr von 0,70 € und einem Rücknahmeentgelt von  0,50 €. ⇒ Nur über die Geldbörse kann der Mensch zum ökologischen Bewusstsein motiviert werden.  

- Grundsätzlich sollten recycelte Produkte finanziell gefördert werden und das heißt, dass entsprechende Produkte die Ressourcen verschwenden mit einem Ökozuschlag zu Belegen sind. 
Beispielsweise: A4-Papier/ Weiß/ 500 Blatt kostet derzeit 2,50 €, dagegen kostet das gleichwertige Ökopapier 4,00 €, also sollte das Neupapier mit 2 € Ökozuschlag belegt werden (kostet dann 4,50 €).

- Bei der Produktpalette regionalen Anbieter bevorzugen und ansonsten übersichtlich und einheitlich drei Gütesiegel durchsetzen (Vorschlag: A= kontrollierte regionale Produkte;  B= überprüfte bundesweite Produkte; C= Stichproben von internationalen Produkten) // hinzu kommt der Qualitätsvermerk (z. B.: 1. Wahl = ausgesuchte Früchte) // darüber hinaus sollte grundsätzlich wieder ein Einheitspreis eingeführt werden, um die „Spreu vom Weizen“ zu trennen und somit automatisch den Markt reguliert

- Recycelfähige Kunststoffe oder wiederverwendbare Plastikartikel, dies könnten durchsichtige Plastikschalen mit Schraubdeckel sein, oder Produkte sein, die einem alternativen Verwendungszweck dienen (z. B.: alte Autoreifen schreddernd und als Belag für die Straßen verwenden)

- Weniger Beton verwenden! ⇒ für Gehwege lieber Pflastersteine verwenden und überlegen, ob nicht natürliche Wege belassen werden können, damit Gewächse über die Wurzeln genügend Feuchtigkeit aufnehmen können; ⇒ selbiges gilt für Parkplätze und in den Städten sollten Parkhäuser als alternative gebaut werden, um nicht unnötig große Flächen zu betonieren; ⇒ bei Abrissgebäuden sollte der Beton vor der Entsorgung zermalen werden, damit die Natur das Granulat zersetzen kann oder beim Bau wiederverwendet werden kann; ⇒ ähnliches gilt für alle Materialien, die nicht recycelfähig sind; ⇒ selbst das Schreddern von alten Computer oder Handys ist möglich und lassen sich aufbereiten 

- Grundsätzlich sollte die Gesellschaft zu einer ökologischen Servicegesellschaft umgebaut werden und sich von der marktwirtschaftlichen Wohlstandsgesellschaft verabschieden; wesentlich ist hierbei der Gemeinschaftssinn, der jedem Menschen ein zufriedenstellendes Leben ermöglicht und den Umweltschutz als höchstes Kriterium definiert

Die Überbevölkerung
Die Qualität des Lebens verursacht einen rapiden Anstieg der Weltbevölkerung und wird in diesem Jahrhundert zu einem existenziellen Problem. Der Mensch beseitigt zudem dezimierende Faktoren und steigert somit die Lebenserwartung. Noch kann die Erde jeden Menschen ausreichend mit Lebensmittel und Trinkwasser versorgen, aber die Zukunft sieht düster aus.

Entwicklung der Weltbevölkerung
1804
1931
1960
1974
1987
1999
2011
1 Milliarde
2 Milliarden
3 Milliarden
4 Milliarden
5 Milliarden
6 Milliarden
7 Milliarden
2022
2043
Prognose
8 Milliarden
9 Milliarden

Vor dem 2. Weltkrieg stieg die Weltbevölkerung nur stetig an. Es waren besonders Kriege, Unruhen, gewalttätige Auseinandersetzungen, Seuchen und Krankheiten die zahlreich die Menschen dahinrafften. Hunger, Unterernährung, schlechte hygienische Zustände, unzureichende ärztliche Betreuung und an den Folgen von Unfällen, starben genau so viele Menschen, wie bei einem Krieg. Nicht zu vergessen die vielen Opfer der Inquisition, von Folterungen oder brutalen Übergriffen der Herrschenden, sowie die zahlreichen willkürlichen Todesstrafen.
Die schlechten Lebensumstände drosselten zudem die allgemeine Lebenserwartung und führten zu einer hohen Kindersterblichkeit. Das die Weltbevölkerung dennoch stetig anstieg, liegt darin begründet, dass eine Frau viele Kinder gebar (Durchschnitt in Europa = 4 und in Asien = 8). Je mehr Kinder gezeugt wurden, desto besser war man im Alter abgesichert und gestorbene Kinder wurden durch eine erneute Schwangerschaft ersetzt. Diese Denkweise ist heute noch präsent in Staaten mit einer hohen Armut und einem ungenügenden sozialen Netz der Altersabsicherung. In den heutigen Wohlstandsstaaten haben sich dagegen die Lebensverhältnisse radikal verändert. Die sozialen Bedingungen, die medizinische Versorgung und ein Überangebot an Nahrung und Luxus steigert erheblich die Lebenserwartung. Die Kindersterblichkeit sank gen null, hygienische Richtlinien verhindern Krankheiten und die Medizin beugt Epidemien vor. Ein hohes Freizeitangebot, Erkenntnisse über die gesunde Ernährung, sportliche Fitnessmöglichkeiten und der Kulturgenuss stützen die seelische Zufriedenheit. Alle jene Faktoren fördern ein hohes Lebensalter. Zudem hat der gegenwärtige humanistische Geist über die UNO die Menschenrechte formuliert und den Krieg und die Todesstrafe geächtet.
Jedoch gerade in den armen Ländern führen die existenzielle Missstände zu einer spirale der Gewalt und fördern Unruhen und die Kriminalität, bis hin zu Bürgerkriegen und der anwendung der Todesstrafe. Trotzdem sich auch in diesen Staaten ein sozialer Wandel vollzogen hat, so muss die Bevölkerung weiter ums Überleben kämpfen. Es sind aber auch genau die Nationen in denen der Bevölkerungszuwachs explodiert.

Staat Bevölkerungszahl
(in Tausend)
Wachstumsrate
(in %)
Fruchtbarkeit
(Geburten pro Frau)
Zuwachs
(Tausend pro Jahr)
Bangladesch 133.405 2,02 3,6 2.695
Brasilien 172.564 1,24 2,2 2.140
China 1.279.200 0,73 1,8 9.338
Indien 1.033.390 1,51 2,6 15.604
Indonesien 213.638 1,26 2,4 2.692
Nigeria 129.881 2,53 5,6 3.286
Mexiko 99.415 1,45 2,6 1.442
Pakistan 141.450 2,44 5,2 3.451
Philippinen 77.015 2,36 3,4 1.818
Vietnam 79.527 1,35 2,3 1.074
Deutschland 82.537 0,07 1,4 58

Die Tabelle ist dem „Der Spiegel“ 2004, S.38ff. entnommen, mit der Entwicklung im Jahr 2003.

Besonders Indien, Bangladesch, Nigeria und Pakistan steuern, gemessen an ihren territorialen Möglichkeiten, derzeit auf eine Ernährungskatastrophe zu. Die drastische chinesische 1-Kind-Politik zeigt dagegen erste Erfolge, jedoch im Gegensatz zu Europa steigt die Bevölkerung dennoch zu stark an. Wie in allen europäischen Wohlstandsstaaten steigt in Deutschland die Wachstumsrate nur gering an. Emanzipierte Frauen setzen auf Karriere bei denen Kinder stören und viele Frauen sind meistens schon mit einem Kind überfordert. Bei einer genaueren Analyse fällt auf, dass vorallem die Geburtenrate der deutschstämmigen Bevölkerung sinkt, dafür aber die der Frauen mit ausländischen Wurzeln (speziell Türken) steigt. Wenn man dann noch bedenkt, dass in Osteuropa mehr Menschen sterben, als geboren werden, dann scheinen die Europäer langsam auszusterben oder sind nur noch als Rentner präsent. Im Jahr 2014 ergab eine statistische Erhebung, dass von den 80 Millionen Bürgern in Deutschland inzwischen 7,6 Millionen davon mindestens einen Migrationshintergrund haben. Damit liegt Deutschland als Zuwanderstaat auf Platz 3, hinter den USA und Russland, nur diese Staaten sind bedeutend größer.
Für die stark anwachsende Bevölkerung in Asien, Afrika und Lateinamerika muss nun ein entsprechender Lebensraum geschaffen und die Versorgung gesichert werden. Das heißt, der Natur müssen abermals große Flächen entrissen werden, um blutige Unruhen zu vermeiden. Doch die Natur ist unsere Lebensader, die Lunge und das Herz. Wir haben die Grenzen des Machbaren erreicht. Wenn wir der Natur noch mehr Land entreißen, zerstören wir uns selbst.
Außerdem werden Scharen von Flüchtlingen nach Europa und die USA drängen. Die soziale Infrastruktur wird nicht mehr zu halten sein und der Lebensstandard wird sinken. Eine Eskalation der Gewalt wir unvermeidlich. Wenn die Überbevölkerung nicht gebremst wird, werden sich die Menschen in blutigen Kämpfen selbst dezimieren und dabei weitere areale der Natur zerstören. Letztendlich werden die wenigen Überlebenden wieder bei Null (Steinzeit) anfangen müssen.

Signale einer Eskalation:

I. Unzufriedenheit: Ist eine deutliche Abkehr des Bürgers zu den Regierenden und wird durch Maßnahmen hervorgerufen, die zulasten der Bevölkerung gehen und den Lebensstandard senken. In demokratischen Staaten zeigt sich das an der geringen Wahlbeteiligung, ansonsten entsteht schleichend eine gefährliche Parallelgesellschaft (Korruption).

II. Beschaffungskriminalität: Ist für die notleidende Minderheit die einzige Möglichkeit mit ungesetzlichen Mitteln zu Überleben und meint ursprünglich den Diebstahl von Lebensmitteln. Dazu kommen heute sämtliche Straftaten, die die eigene Lebenssituation aufbessern helfen. Das meint auch die Mitläufer, die als Vollstrecker den Drogenbossen dienen. Sie werden zu Dealern, Zuhälter und Mörder. Die Motivation liegt im Elendsniveau begründet und unterscheidet die Straftaten gegenüber der Wohlstandskriminalität (egoistischer Gier).

III. Übergriffe: Sind ein deutliches Indiz dafür, dass sich eine größere Gruppierung aufgrund existenzieller Nöten mit Gewalt entlädt. Sie wagen meistens keine offene Konfrontation mit der Regierung, sondern stürzen sich auf schwache Konkurrenten im sozialen Gefüge und sind meistens eine Minderheit die im Brennpunkt steht. In den Wohlstandsstaaten sind es häufig mittellose Ausländer. Früher standen Juden und Zigeuner im Fokus. In den ärmeren Ländern brechen häufig Stammes- oder Glaubensrivalitäten aus.

IV. Unruhen: Eine Mehrheit fühlt sich existenziell bedroht und macht seinen Unmut offen Luft. Streiks, Demonstrationen, Angriffe auf Politiker oder terroristische Aktionen sind die Folge und eine führende Oppositionsbewegung baut sich auf. In den ärmeren Staaten der Welt setzt zudem eine Flüchtlingsbewegung in die Wohlstandsländer ein.

V. Rebellion/Aufstand: Die Bevölkerung fordert den Rücktritt der Regierung und hofft auf eine Lebensverbesserung durch eine neue Regierung. Entsprechend können bewaffnete Unruhen ausbrechen. Übernimmt dann eine zerstrittene Opposition das Land oder das alte Regime wird nur durch neue Namen ersetzt, kann sich daraus ein langjähriger Bürgerkrieg entwickeln oder kriminelle Banden sowie Terrorristen treiben verstärkt ihr Unwesen und übernehmen regional die Kontrolle. Infolge einer instabilen Staatsstruktur würde ein ohnmächtiges Volk den Preis dafür zahlen und zu Opfer wechselnder Banden werden (Terroristen, Piraten, Militär, Drogenkartelle). Rechtlos und ohne soziale Sicherheiten währen sie der Willkür der jeweiligen Herrscher ausgesetzt, begleitet von Krankheiten, Hunger und Elend.

 VI. Krieg: In ärmeren Staaten verbessert sich meistens die Infrastruktur nach einem Umsturz nicht. Die Versorgungsressourcen der bisherigen Privilegierten sind schnell aufgebraucht oder das neue Regime behält sie für sich. Aufgrund der instabilen Situation ziehen sich Unternehmen zurück und verschärfen den Zustand. Damit die neue Regierung sich an der Macht halten kann, muss sie sich entweder ausländischen Unternehmen ausliefern, damit eine schnelle Hilfe das Volk befriedigt oder einen Krieg gegen einen Nachbarstaat führen. Mit einem fingierten Grund wird damit zwar nicht das Grundproblem gelöst, aber dem Volk wird ein Sündenbock für das Leid präsentiert. Oftmals wird auch ein Krieg dadurch provoziert, indem Ausländer ausgewiesen werden oder einer ethnische Säuberung zum Opfer fallen.

Derzeitige Realität
Das Gefälle zwischen armen und reichen Staaten nimmt stetig zu und ist ein Resultat der sogenannten Globalisierung. Auf dem Rücken der wirtschaftsschwachen Staaten wird ein Wirtschaftskrieg der Unternehmen ausgetragen und vernetzt die Staaten der Welt miteinander. Die Globalisierung zielt auf eine kostengünstige Produktion, das Ausbeuten von Rohstoffen und die politische Kontrolle (über die Wirtschaft). Die neue Art der Kolonialisierung soll dem Unternehmer ein Monopol sichern und die Konkurrenz beseitigen. Jene Strategie entpuppt sich zur Utopie und entwickelt sich zum Fluch für die Wohlstandsstaaten und zieht die Bevölkerung von armen Staaten immer weiter ins Elend. Darüber hinaus ignoriert die Wirtschaft die globalen Probleme und führt die Welt in ein unverantwortliches Chaos. Über die Politik sorgt die militärische Überlegenheit der Wirtschaftsmächte dafür, dass umbequeme Regime oder Zustände in den wirtschaftsschwachen Ländern beseitigt werden. Aber die Welt der Armen hat Möglichkeiten gefunden, wogegen die modernste Waffentechnik nichts nutzt. Das Ausbeuten der Staaten Asiens, Afrikas und Amerikas kehrt als Boomerang zurück.

1. Terrorismus: Solche Bewegungen rächen sich an der reicheren Welt, weil deren Reichtum auf die Armut ihrer zerstörten Heimat basiert. Unberechenbar schlagen Terroristen zu, um eigentlich die verhaßte Regierung und deren Wirtschaft zu treffen. Der einfachste Weg ist dabei, der Bevölkerung zu Schaden (Menschen zu töten), um sich an den hilflosen Reaktionen zu ergötzen und letztendlich so oder so, der Regierung und der Wirtschaft schadet.

2. Zuwanderer: Neben einer wirtschaftlich gewollten Zuwanderung, drängen nun verstärkt Heerscharen von Flüchtlingen illegal in die Wohlstandsstaaten. Da sie sich häufig auf die humanistischen Grundrechte der Wohlstandsstaaten berufen und die Wirtschaft an ihre billige Arbeitskraft interessiert ist, strömen sie ins Land und gefährden langfristig die soziale Infrastruktur und verursachen dem Staat immense Unkosten und fördern kriminelle Probleme (Diebstahl, Ausländerfeindlichkeit). 

3. Machtstrategie: Untergrundbewegungen und Regierungen nutzen den Konkurrenzkampf der Multiunternehmen. ⇒ Aufstrebende Staaten unterstützen zielgerichtet den terroristischen Widerstand oder einen Machtwechsel in wirtschaftlichen Vasallenstaaten. Die Wirtschaftsmächte nutzen zudem jene Kräfte, um Rivalen auszubooten. So unterstützen auch sie insgeheim Terroristen und bilden sie für ihre Ziel aus (auch computertechnisch).

4. Wirtschaftskrise: Der internationale Konkurrenzkampf ist mit hohen finanziellen Risiken verbunden. Im Kampf um die Vormacht müssen Unternehmer Kredite in Milliardenhöhe bei den Banken aufnehmen. Geht so ein Kampf verloren, hat sich ein gigantischer Schuldenberg angestaut, der ein Unternehmen in den Konkurs treibt. ⇒ Da solche Multiunternehmen im erheblichen Maße die Basis für den Staatshaushalt sind, muss die Regierung eine Insolvenz verhindern, um langfristig sein Staatsbudget zu retten. Eine finanzielle Hilfe durch den Staat hilft meistens angeschlagene Firmen wieder auf die Beine und die Unternehmen können mit neuem Konzept starten. Letztendlich ist der Staat zu Sparmaßnahmen gezwungen und lässt den Bürger die „Zeche“ bezahlen, um die gestiegene Staatsverschuldung auszugleichen. 

5. Bankenkrise: Im Wirtschaftskrieg der Unternehmen spielen Banken die wichtigste Rolle. Sie investieren in alles, was profitabel wirkt, also auch in ausländische Unternehmen und haben auch keine Skrupel mit Terroristen oder Diktatoren Geschäfte zu machen. So fließen Milliarden in spekulative Geschäfte. Firmen- oder Staatspleiten, sowie Fehlinvestitionen können Bankenpleiten nach sich ziehen. In den meisten Industriestaaten wirkt sich ein Konkurs von Banken dramatisch aus. Bei einer Bankenkrise verlieren oftmals die Kunden ihr Vermögen und die Inflationsrate steigt kräftig an. Doch noch gravierender ist dies für den Staatshaushalt, da entweder ausländische Gläubiger auf Zahlung drängen oder Schuldner zahlungsunfähig sind. Auch hier muss die Regierung in Vorkasse gehen, um die Auswirkungen zu begrenzen, um den sozialen Frieden zu sichern. Jedoch auch in dem Fall, muss der Staat Sparmaßnahmen durchsetzen, damit die Neuverschuldung nicht in einer Staatspleite endet.

Im Gegensatz zu der Bevölkerung in wirtschaftsschwachen Staaten, die schon am Existenzminimum leben, genießt die Mehrheit der Bürger in den Wohlstandsstaaten ein hohes Lebensniveau. Der gewohnte Lebensstandard ist hier das Potenzial für gesellschaftliche Konflikte. Auf den vier Säulen, soziale Sicherheit, Arbeitswelt, Lebensniveau und demokratische Ordnung, basiert die Gesellschaft. Bröckelt nur eine Säule, dann sind Spannungen unvermeidlich. Das heißt, eine Eskalation zwischen Regierung und Volk findet hier auf einer höheren Ebene statt. Bislang glättet das demokratische Wahlsystem die Wogen und das Volk hofft durch einen Regierungswechsel auf Verbesserung. Die Mehrheit in den Wohlstandsstaaten kann zwar stark verärgert auf soziale Abstriche reagieren, aber eine existenzielle Betroffenheit ist nicht gegeben. Somit kann und wird sich keine ernst zu nehmende Führungskraft durchsetzen, um die Gesellschaft zu reformieren. Die Wirtschaft kann daher weiterhin ihr politisches Marionettenspiel ungefährdet fortführen. Aber die Schmerzgrenze kann schnell erreicht sein, wenn die Arbeitslosigkeit drastisch steigt, sich Lebenshaltungskosten bei sinkenden Löhnen erhöhen und soziale Errungenschaften gefährdet sind. Alarmierende Signale sind eine steigende Armut und Kriminalität, die in eine zunehmende Ausländerfeindlichkeit mündet.

Mögliche Eskalationen
- Ausländer organisieren sich gegen die Einheimischen = gewalttätige Konflikte
- Bandenkriminalität steigt an = Kontrolle von Stadtteilen oder ganzen Regionen
- extremistische Aktionen, die auch mit ausländischen Terroristen zusammenarbeiten = 
  Terroranschläge auf die Wirtschaft und Politik; Computerhacker; Geiselnahme usw.
- diverse Gewaltakte entladen sich gegen die Regierung = Proteste die in Krawalle und Randale
  ausarten und den direkten Konflikt mit der Polizei suchen 

Allein diese Beispiele können sich zu einem unkontrollierbaren Zustand entwickeln, gegen die moderne Waffen nichts ausrichten können. Den Wohlstandsstaaten droht eine schleichende Revolte. Begünstigt wird das Ganze durch die Meinungsvielfalt, die auf keinen gemeinsamen Nenner kommt. Somit kann sich eine Regierung noch nicht einmal auf die bewaffneten Organe verlassen. Sie stände einer eskalierenden Lage machtlos gegenüber und selbst eine Militärdiktatur würde scheitern. Eventuell könnten die Spannungen zwischen Einheimischen und Ausländern zu einer Einheitsfront führen. Eine weltweite Kettenreaktion würde drohen und zu langen blutigen Kämpfen führen. Die vielfältigsten Szenarien sind dann möglich, die in vielen heutigen Filmen und Büchern schon beschrieben werden.
Letztendlich werden mehrheitlich die einfachen Menschen zur Schlachtbank geführt. Daher muss ein zeitgemäßes Umdenken her. Zumindest sollte die Versorgung der Menschen weltweit gerechter sein, damit jeder Mensch ein zufriedenstellendes Leben führen kann. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der Übervölkerung entgegenzutreten, damit überhaupt die Grundlage dafür gegeben ist, dass die Erde den Menschen ernähren kann.