6.2. Verbreitung des Menschen

 Verbreitung des Menschen im Quartär

Der Frühmensch (vor 1 800 000 bis 10 000 Jahren)

Erd-Urgeschichtlich begann vor 1,8 Millionen Jahren das Zeitalter des Quartärs und der Altersphase (Unterstufe) des Pleistozäns. Das pleistozäne System endet etwa vor 11.700 Jahren und umfasst die Epoche der Frühmenschen. Mit dem Homo erectus begann eine qualitative und kulturelle Phase des Menschen, der sich rasant zum Homo sapiens entwickelte. Der Mensch benutzte und fertigte bewusst Werkzeuge und Waffen an, lebte in Gemeinschaften, kultivierte Nahrungsressourcen (Fischfang, Tierhaltung, Getreideanbau) und verbesserte seine Lebensbedingungen durch den Umgang mit Feuer, keramischen Behältnissen und der Übermittlung von Wissen.
Der Begriff Kultur definiert zunächst eine Gemeinschaftsform, die ein Mindestmaß von schöpferischen Fähigkeiten in sich vereint. Die erste Kulturepoche ist die Steinzeit und die erste primitive Lebensqualität nennt sich Jäger & Sammler
In kleineren Sippen schufen sie sich Hilfsmittel, nutzen das Feuer, entwickelten die Sprache (Kommunikation), regelten das Leben und fanden effektivere Jagdstrategien bzw. alternative Ernährungsmöglichkeiten. Die Steinzeit orientiert sich als zeitliche Richtlinie an die geologische pleistozäne Phase. Die Steinzeit (Paläolithikum) wird dabei in drei prägnante Epochen festgelegt.
 
Abteilungen des Pleistozän
Altsteinzeit (Paläolithikum) vor  1.810.000  bis   781.000
Mittelsteinzeit (Mesolithikum)   vor     781.000  bis   126.000
Jungsteinzeit (Neolithikum) vor     126.000  bis     11.700
 
Als Maßstab hierfür gelten nicht die kulturelle Qualität, sondern die kennzeichnenden natürlichen und klimatischen Veränderungen. Die Steinzeit und erst recht das kulturelle Niveau, hat sich in der Welt sehr unterschiedlich durchgesetzt. So fand man in Afrika steinzeitliche Relikte die 2,5 Millionen Jahre alt waren, wogegen in Europa die ältesten Funde nur 1,2 Millionen Jahre alt waren. 
Im Prinzip wird in der Erd-Urgeschichte die Kulturform in afrikanische, asiatische und europäische Steinzeit unterschieden. Eine allgemeine zeitliche Bewertung der Kultur wird daher in eine Rahmenzeit ausgedrückt. Die Rahmenzeit umfasst die dominierende Zeitspanne, seit wann eine Kultur weltweit vorherrschte, und bis zu jenem Zeitpunkt, wo sie durch etwas Neues ersetzt wurde. Für die Steinzeit gilt der Homo erectus als menschliche Evolutionsqualität, mit besonderen kulturellen Fähigkeiten und sein Erscheinen wurde als Beginn dieser Kultur festgelegt. Vor 1,8 Millionen Jahren hatte sich die Steinzeitkultur weltweit durchgesetzt. Anders als das Ende der geologischen Jungsteinzeit (v.11.700 J.) wird das Ende der Kulturphase auf vor 10.000 Jahren festgelegt. Die Steinzeit ist zwar noch nicht beendet, da die Menschen noch weiterhin Steinzeitliche Werkzeuge und -Waffen benutzten, dennoch ist eine umfassende qualitative Epoche abgeschlossen.
Geologisch begann vor 11.700 Jahren die Altersphase Holozän, die bis heute gilt und deren Anfang zugleich eine Übergangsphase ist, die Epipaläolithikum genannt wird, bevor sich 2.000 v.Chr. die Bronzezeit durchsetzte. Kulturell gesehen gab es einschneidende und typische Veränderungen beim Menschen. Die Evolution hat einen vorläufigen Endpunkt gefunden in dem heutigen Neumenschen. Aus dem Homo erectus wurden der Homo heidelbergensis, der Homo neanderthalensis und der Homo sapiens. Global formierten sich Gemeinschaften zu Stämmen und wurden sesshaft oder zogen als Nomaden mit ihrem Vieh durch die Lande. Sie bauten sich stabile Häuser, betrieben Ackerbau und Viehwirtschaft, und organisierten das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Der damit verbundene Aufbau einer gesellschaftlichen Rang- und Werteordnung kennzeichnete eine neue Qualität. Der Neumensch (Homo sapiens sapiens) löste den Frühmenschen ab.
Das Nahrungsproblem wurde zweitrangig (Nahrungsüberfluss) und dafür erwachten Wohlstandsbedürfnisse. Der Neumensch strebte nach Besitz und Macht, und die Kunst streichelte die Sinne. Damit verbunden strukturierten sich Herrscher und Beherrschte heraus. Da es ständig neue Funde, Entdeckungen und Fakten gibt, die die jüngere Urzeit betreffen, wird der Zeitrahmen für den Frühmenschen immer wieder korrigiert. Somit versteht sich der Zeitrahmen für den Frühmenschen (1.800.000 bis 10.000 v.Chr.) als Orientierungsrichtlinie und der Begriff als Evolutionsqualität, für die ersten zielgerichteten Wohlstandskulturen.
 

Menschenrassen

Ausgehend von der multiregionalen Theorie entwickelte sich der Frühmensch in drei Hauptregionen, deren markanten Merkmale den Hauptrassen der Menschheit entsprechen. Somit liegen die drei Hauptzentren des Frühmenschen in Südostasien, Ostafrika und im Nahen Osten. Auffällig hierbei ist die prägnante Hautfarbe, welche die Verfechter der „Out of Afrika“ Theorie als klimatisch bedingt werten. Eine Anerkennung von unabhängigen Rassen würde ihrer These widersprechen, dass sich der Mensch von Afrika aus über die Welt verbreitete. Demzufolge muss nach ihrer Ansicht das prägnante Merkmal der Hautfarbe eine natürliche Ursache haben. Dagegen sprechen Fakten aus der Gegenwart.
Über mehrere Generationen hinweg änderten englische Siedler in Südafrika nicht ihre Hautfarbe. Selbiges trifft für die Generationen von Chinesen in San Francisco zu und den ehemaligen afrikanischen Butlern, die in England ihren Herren dienen mussten. Gern wird mit dem Wandel der Hautfarbe in den USA argumentiert. Hier müssen aber historische Abläufe bedacht werden, die es heute sehr schwer machen reinrassige Menschen afrikanischen Ursprungs zu finden. In den ehemaligen rassistischen USA wurden Sklavinnen, wie Freiwild behandelt und oft vergewaltigt. Ihr Los änderte sich später (als Freie) nur wenig, da sie die US-Gesellschaft an den Rand des Existenzminimums drängte und viele junge Frauen zur Prostitution zwang. In keinem anderen Land der Welt gibt es daher so viele Mischformen, wie in den USA. Inzwischen setzen sich weltweit multikulturelle Gesellschaften durch, die ein rassistisches Denken eine Abfuhr erteilten und es schwierig machen die ursprüngliche Rasse zu definieren.
Als Menschenrasse definiert sich eine Gruppe von Menschen mit gleichen typischen Merkmalen in einer Region und meint speziell Hautfarbe, markante Kopf- und Gesichtsform und Auffälligkeiten im Körperbau. Wegen der zunehmenden Vermischung der Arten gelten die älteren Analysen aus der kolonialen Zeit. Leider ist der Begriff Menschenrasse dadurch vorbelastet, da er kolonialistische und rassistische Denkweisen assoziiert. Die Wissenschaft versucht das Wort zu umgehen und spricht eher von Artenmerkmalen. Deren Analyse entspricht den Hauptarten der Rassen, lediglich bei der Betrachtung der Unterarten gibt es mitunter erhebliche Differenzen. 
Im folgenden Ausschnitt ist die bisher geläufigste Version über die Menschenrassen aufgelistet und wurden maßgeblich nach der „Out of Afrika“ These geordnet. Die Menschenrassen werden demnach in 4 Hauptgruppen und 42 Unterarten eingeteilt, wobei eine Hauptgruppe Sonderformen umfasst.

Die derzeit geläufigste Version über Menschenrassen
1. Europide       = 13 Unterarten
2. Mongoloide  = 14 Unterarten   
3. Negride         =   5 Unterarten   
4. Sonderformen = 10 Unterarten
z. B: Nordide, Orientalide, Indide, Alpinide, Dinaride
z.B.: Sinide, Palämonogolide, Eskimide, Indianide
z. B: Sudanide, Bantuide, Palänegride, Nilotide
z. B: Pygmide, Hottentotten, Melaneside, Australide

genauere Auflistung mit typischen Merkmalen siehe: www.my-career.de/wissen/menschenrassen.php

Besonders bei den Sonderformen gibt es neuere Gesichtspunkte, dass heute, die meisten Unterarten bei den Negriden einordnen würden. Die strittigen Ansichten über das Benennen oder Einordnen einer Menschenrasse resultieren auf Schlussfolgerungen. Das heißt, die erforschten Merkmale (Fakten) müssen in eine stimmige Aussage gebracht werden. Vorzugsweise müssen Beweise in ein urgeschichtliches Schema passen und hierzu werden spezifische Merkmale als Richtlinie hervorgehoben (z. B.: Kopfform). 
So werden nach der vorherrschenden „Out of Afrika“- Schablone die australischen Aborigines als Sonderform (Australide) bezeichnet, obwohl sie klare negride Merkmale besitzen. Die Aborigines müssten aber nach dem propagierten Schema mongoloide Züge tragen, und weil das nicht so ist, werden sie zur Sonderform deklariert. Ebenso passen die kleinwüchsigen Pygmäen nicht zur dominierenden Menschenart in Afrika und wurde deshalb zur Sonderform erklärt. Der Grund hierfür liegt darin, dass eine Mehrheit von Wissenschaftlern eine Evolution von mehreren Menschenarten zur gleichen Zeit bestreitet. Die Forschung neigt eher zur Ansicht, dass die Pygmäen durch eine genetische Krankheit entstanden sind. Demgegenüber werden die wenigen Liliputaner erst gar nicht als Menschenart angesehen, sondern gleich als Gen-Defekt (körperbehindert) eingestuft.
Diese Beispiele machen deutlich, wie sehr wissenschaftliche Sichtweisen Ergebnisse (Bewertungen) verfälschen können. Mit der regionalen Theorie lassen sich die Merkmale ganz anders darlegen und die Menschenrasse in ein stimmigeres System bringen. Neuere Analysen der Rassen zeigen prägnante Gemeinsamkeiten (Verwandtschaft), die eine ganz andere Verbreitungslinie vermuten lassen. Zudem erhärtet sich bei einigen Rassen die Ansicht, dass sie zwar regional zu einer Hauptrasse gehören, aber einer eigenen separaten Menschenart entsprechen. Gerade neuzeitliche Funde von urzeitlichen Hominiden fundamentieren die Wahrscheinlichkeit von der Existenz mehreren Menschenarten zur selben Zeit in derselben Region. Warum sollte auch die Natur beim Menschen gegenüber den Tieren eine Ausnahme machen?
Die Natur regelte letztlich welche Art oder welches Experiment sich durchsetzen kann. Bestimmte Formen von Menschen konnten somit nicht langfristig überleben und wiederum andere, schafften es ein Schattendasein zu führen. Wer weiß, vielleicht waren einige der zahlreichen afrikanischen Hominiden solche Arten? Möglicherweise ließen sich die afrikanischen Fossilien zwar in eine logische Entwicklungsreihenfolge bringen, aber eventuell hat es sie in der Wirklichkeit gar nicht gegeben?
Andererseits wäre es denkbar, dass es Zwerge und Riesen gegeben hat, wenn man die übertriebenen Darstellungen wegstreichen würde. In der Kernaussage könnte es überdurchschnittlich kleine und übergroße Menschen gegeben haben und Liliputaner gibt es ja schließlich. Der mittelalterliche Durchschnittsmensch fürchtete sich seiner Zeit vor abnorme Wesen und neigte dazu, sie fortzujagen oder zu töten. Es ist noch gar nicht lange her, da bewertete die Kirche eine Körperbehinderung als Gottes Strafe und Nervenkranke standen mit dem Teufel im Bunde.
Wie erst reagierten die Menschen auf Wesen, die wir heute Fabelwesen nennen?
So gesehen wäre sogar die Existenz von mystischen Zyklopen möglich. Die einäugigen, riesenhaften Horrorwesen der griechischen Mythologie, waren vielleicht ohne die grausige Fantasie nur bedauernswerte Missgestalten. Eine Laune der Natur, wie die siamesischen Zwillinge.

Für viele Menschen sind Andersartige unheimlich, unnatürlich und nicht einzuordnen. Sie fördern eine ängstliche Verunsicherung und neigen dazu Erklärungen zu folgen, die jene Ängste unterstreichen und dazu motivieren Abnormes zu beseitigen (töten, wegsperren). Es ist wie mit den unerklärbaren Naturgewalten, die den Göttern, Dämonen oder dem Teufel zugeschrieben wurden, so werden abnorme Menschen abwertend beurteilt. Im Gegensatz zu den übernatürlichen Wesen (Götter u.ä.), sind Andersartige greifbar und können bekämpft (ermordet) werden. Selbst in der heutigen Zeit sind die Menschen nicht frei von solchen Bewertungen und stehen zum Beispiel behinderten Menschen sehr reserviert gegenüber. Die Rassisten machten sich diese Veranlagung zunutze und degradierten in der Vergangenheit Völker mit anderer Hautfarbe zu Untermenschen. Besonders die Afrikaner waren wegen ihrer schwarzen Hautfarbe als Teufelswesen verschrien, denen ihre satanische Herkunft erst ausgetrieben werden musste. Mit dieser Betrachtungsweise rechtfertigten die Rassisten ihr grausames und menschenverachtendes Vorgehen. Extremrassisten sahen sogar die Ausrottung der Schwarzfarbigen vor, doch Unternehmer entdeckten sie als billige Arbeitskräfte, die ihnen nicht nur auf den Plantagen einen hohen Reichtum einbrachten. Aufgrund der Profitgier blieb den Schwarzen (Afrikaner, Amerikaner) glücklicherweise die Ausrottung erspart.
In der Geschichte der Menschheit waren es besonders die Europäer, die rücksichtslos und brutal gegen Andersartige vorgingen. Beispielsweise versuchten die USA die Prärieindianer auszulöschen, statt mit ihrer Kultur in Einklang zu leben. Die Weißen (Amerikaner) nahmen sich ihr Land, und weil sie es verteidigten, wurden sie zum Sicherheitsrisiko. Ein Umdenken in der Vernichtungspolitik machte ihr Schicksal nicht besser, sondern man sperrte sie in Reservate, die einem Vernichtungslager gleichkamen. Die Angst vor Andersartigen und Unbequemen zog eine blutige Spur durch die Geschichte der Menschheit. Wer die Macht und die Mittel dazu hatte, entledigte sich ihrer, meistens unter den verblendeten Jubel der Bevölkerung. Abnorme Minderheiten (Arten) wurden ausgerottet und so manche Volksrasse befand sich vor der Vernichtung (Aborigines, Indianer).

Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass Andersartige als Bedrohung empfunden werden. Daher gilt es als wahrscheinlich, dass sich bereits in der Urzeit Menschenrassen bekämpften oder die Natur mindestens einer Form die Lebensbedingungen entzog.D ennoch kann davon ausgegangen werden, dass sich bereits in der Urzeit mehrere vonein-ander unabhängige Menschenarten (Rassen) bildeten und sich bis zur Gegenwart gebildet haben.
Mit den Überlegungen zu den Menschenrassen findet sich ein weiteres Argument gegen die Afrikathese. Die vielfältige und wachsende Kritik machte es nötig die bisherigen Knochenfunde neu zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass das Einordnen der Fossilien fehlerhaft verlaufen und die Dominanz einer Art nicht sicher ist. Viele der hominiden Arten, vor zwei Millionen Jahren, könnten demnach jeweils eine separate Evolution gewesen sein. Daher könnte der vorherrschende Frühmensch in Afrika vielleicht ein bis zwei direkte Vorgänger gehabt haben. Die renommierte Wissenschaft hatte bislang die Knochenfunde in eine ihrer entsprechenden Sichtweise angepasst. Modernere Techniken wiesen nach, wie Abweichungen ignoriert bzw. geschönt oder solange untersucht wurden, bis sie stimmig waren. Nachteil der neueren Untersuchungen ist allerdings eine starke Verunsicherung. Fast alle Fossilien lassen sich nicht eindeutig einer Menschenart zuordnen und selbst die Datierung gilt nicht als sicher.
In der folgenden Betrachtung der einzelnen Rassen der Frühmenschen beruht die Benennung einer Art auf die anerkannten Hauptmerkmale, die zu einer Orientierung dienen sollen. Der Begriff Rasse bezieht sich deshalb auf die Verbreitung einer typischen Menschenart, ausgehend von einem spezifischen Entwicklungszentrum. Das heißt letztendlich, dass es in einem Zentrum verschiedene Menschenarten gegeben haben könnte und relativ sicher ist, dass sich eine Spezies durchsetzte. Der in der Wissenschaft bezeichnete archaische Homo sapiens ist so ein anerkannter Sammelbegriff, bei denen es sich um Funde handelt, die nicht eindeutig einer Homoart zugerechnet werden kann. Es handelt sich hierbei um frühmenschliche Knochen, die jünger als der Homo erectus (1,8 Mio. J.), aber älter als der Homo sapiens (ab vor 125.000 J.) sind. Aus diesem Grunde lässt sich der Weg des Frühmenschen nur als wahrscheinliche Variante darstellen, auf der Basis des derzeitigen Wissens bzw. einer logischen Interpretation.

Gesellschaftsordnung
Durch die ursprünglichen Gegebenheiten einer Region bildeten die Urmenschen spezifische Fertigkeiten und Fähigkeiten heraus. Grundsätzlich fixieren Menschen ihr Denken auf ein Problem, dass es zu lösen galt, und entwickeln sich dementsprechend weiter.
Urmenschen in sonnigen Regionen brauchten keine wärmende Kleidung anfertigen, für die nordischen Menschen war das sogar überlebenswichtig. In diesem Zusammenhang war ebenso die gesellschaftliche Weiterentwicklung vorgegeben und typische Merkmale bildeten sich heraus. Übergeordnet strukturierten sich die lokalen Menschenansammlungen, die dem Rassenbegriff entsprechen. Das heißt, Europide, Negride und Mongoloide haben nicht nur ordnende körperliche Unterschiede. Über ihre jeweilige Kultur wurde ihr Grundwesen (Psyche, Seele) geprägt. Neben den natürlichen Instinkten kann jeder Mensch auf die Anlagen der kulturellen Herkunft zurückgreifen und viele Menschen tun das auch heute noch. Wenn man diese Zusammenhänge begreift, so werden historische Abläufe verständlicher, erklären gegenwärtige Problematiken und erschließen zukunftsorientierte Wege. Europäer würden ihre Arroganz gegenüber anderen Völkern erkennen, dass ihr Verständnis von Recht und Ordnung nicht auf andere Staaten übertragbar ist. Das, was wir hier Humanismus nennen, ist häufig ein Einmischen in fremde Kulturkreise.
Damit die wesentlichen Besonderheiten und Vorzüge der Rassen deutlich werden, ist es notwendig, den steinzeitlichen Weg der Urgesellschaft zu beleuchten. Sie umfasst die quantitativen Abschnitte Sippe (Jäger& Sammler), Stamm und Volk (=Volksgemeinschaft). Hinzu wird auf die Konsequenzen für die nachfolgende Sklavenhalterordnung eingegangen und generelle geschichtliche und gesellschaftliche Abläufe erklärt. In einer kurzen Betrachtung folgen prägnante Entwicklungen, die die spezifische Wesensart unterstreichen. Zentraler Leitfaden ist das Sein des Menschen, als Folge natürlicher Abläufe und der Hypothese, dass die Erde den Hominiden absichtlich einen bestimmten Weg gewiesen hat. Um nicht bei der Einzelbetrachtung der Rassen zu verwirren, wird an dieser Stelle eine allgemeine Betrachtung der Gesellschaftsphase vorangestellt. In der Einzelbetrachtung der Rassen kann so besser auf die Unterschiede eingegangen werden.

Sippe (Jäger & Sammler)

Anzahl etwa 10 bis 20 Personen
Lager in der Natur, an ungefährlichen (Sümpfe) oder leicht zu schützenden Orten (Höhlen)
Bedrohung Raubtiere, Naturgewalten
Ernährung Jagen von Kleinwild (Rehe, Hühnervögel, Fische, Ratten, Vogeleier)
Sammeln von essbaren Früchten, Pflanzen und Wurzelgemüse
Alternativ: Käfer, Würmer, Spinnen, Insekten und Aas (verwesende Tiere)
Gemeinschaft Sippenmehrheit nominiert den Anführer (meistens der Kräftigste)
Kultur kannten und nutzten das Feuer - - - kommunizierten über Laute und Gesten - - - entwickelten einen Gemein-schaftssinn - - - waren fremden Sippen feindlich gesinnt (Nahrungskonkurrenten) und dennoch gab es erste zweckgebundene Kontakte (Jagd)
Glaube Furcht vor dem Unerklärlichen, Unnormales ⇒ kräftige Unwetter (wie heftige Stürme und Gewitter); Naturkatastrophen (Erdbeben, Vulkanausbruch) und vermeintliche Monster (waren in der Regel untypische Tiere in einer Region) // der Glaube an eine überirdische Macht betraf alles, gegen das sich der Mensch nicht wehren konnte oder ihn überraschte, auch Krankheiten zählten dazu; ⇒ der Intelligenteste fühlte sich berufen die Zeichen der Götter zu deuten und bemerkte zugleich seinen Einfluss, als Schamane
Fortschritt fertigten Verteidigungs- und Jagdwaffen an; stellten Schutzkleidung für die Intimzone und gegen die Kälte her (Tierfell)

 

 Stamm (Jagdgemeinschaften)

Anzahl etwa 50 bis 150 Personen
Lager bauten Hütten in Wassernähe (Flüsse, Seen) aus Ästen, Ruten, Weiden, Röhricht und Blättern und sicherten die Siedlung mit Zäunen = Spieße gegen wilde Tiere
Bedrohung zunehmend menschliche Bedrohungen (feindliche Sippen)
Ernährung durch Jagdgemeinschaften konnte jede Tierart erlegt werden (Elefanten, Büffel, Pferde und jegliche Raubtiere) // sie begriffen welche Früchte, Gemüsepflanzen und -Wurzeln einen Hohen Nährwert besaßen bzw. welche
Pflanzen (Kräuter) eine bestimmte Wirkung besaßen (Medizin) // Kleintierhaltung (Hühner) in den abgeschlossenen Dörfern
Gemeinschaft ein gewählter Häuptling leitete den Stamm, in Abstimmung mit dem Ältestenrat (Senat) und der Billigung des Schamanen (Kräuterwissen, Götterdeutung), sie bildeten mit ihren Familien die Oberschicht und räumten sich Wohlstandsprivilegien ein // die Jäger (nun häufiger Krieger) mit ihren Familien stellten die Mittelschicht dar //
in der untersten Schicht wurden Schwache, Kranke und Alte geduldet, sofern sie von Nutzen waren (bauen von Häuser, reparieren von Waffen & Werkzeug, Tongefäße herstellen u.s.w.)
Kultur das Denken (Wissen) und die Sprache wurden weiter intensiviert, sowie die örtlichen Lebensbedingungen verbessert // es wurden Gefäße (Tonkrüge, Holzbecher, Teller u.ä.) hergestellt; Lebensmittel konnten durch Kochen, Grillen und Pökeln (Salzlauge) haltbarer gemacht werden und waren zudem wesentlich bekömmlicher // die veränderte Ernährung und Lebensweise führte zu einem Rückgang der Körperbehaarung, wodurch Kleidung notwendiger wurde (neben Tierfelle, Stoffe aus Pflanzenfasern) // mehr Freizeit förderte den kreativen Geist, um sein Umfeld und sich selbst zu verschönern (auch darzustellen), u.a. Schmuck, Körperbemalung, Holzschnitzereien und Höhlenmalereien // nach außen wurden die Vorteile des Handelns (andere Nahrung, Kunstgegenstände) erkannt, jedoch durch das vorherrschende Mistrauen zu einander löste der kleinste Konflikt ein Blutvergießen aus
Glaube Für die unnormalen Naturgewalten wurden nun übermächtige Götter verantwortlich gemacht, die im Himmel wohnten und eine Gemeinschaft strafen konnten // deren irdische Helfer waren Dämonen, die Einzelne bestraften und sichtbare Ungeheuer (meist untypische Raubtiere, z. B.: Bären); für ungewöhnliche Krankheiten allerdings galten unsichtbare Dämonen (Geister) und in so mancher Kultur entwickelte sich eine reiche Geisterwelt, mit durchaus positiven Wesen (Elfen, Nixen, Feen); ⇒ der Schamane definierte die Götterwelt (gab ihnen Namen und Funktion), deutete in den Zeichen deren Willen, erkannte sein Machtpotenzial und entwickelte einen Glaubenskult (Opfergaben) // in der Regel verfügte der Schamane über das medizinische Wissen (Kräuterkunde) und konnte durch seine Heilungen seinen göttlichen Status untermauern
Fortschritt Sie entdeckten den großen Vorteil der Tierhaltung und bewirtschafteten kleine Gemüsebeete // die gelbliche Farbe von Gold entsprach der Sonne und symbolisierte daher etwas göttliches; schnell herrschte das Verständnis vor,
dass Stämme mit viel Gold von den Göttern begünstigt wurden; mit Edelsteinen ließ sich das Gold verschönern // der Mensch hob sich aus der Natur heraus, strebte nach Wohlstand und danach den eigenen Status zu verbessern;
es entwickelte sich ein Darstellungsgehabe und eine Kunstform basierend auf  Gold, Diamanten, Silber und Bronze

Begriff-Stamm (Ethnie): Wird unterschiedlich definiert, ist gesellschaftlich mit dem Begriff Volk verbunden. Geschichtlich bezieht sich Stamm auf Menschen einer Region mit gleicher Lebensart (archäologische Funde), wird aber dadurch mit dem Begriff Volk verwechselt. Daher wird hier Stamm, als Jagdgemeinschaft einer Siedlung interpretiert.

Volk  (Stammesgemeinschaft)

Anzahl 200 bis 1.000 Personen
Lager unterschiedlich nach Ressourcen; meist ⇒ feste Lehm-/Holzhütten, und für die Paläste von Herrschern und Heiligtümer wurden Feldsteine verwendet; vielerorts wurden Steine noch für den Bau von Schutzanlagen verwendet, einige kleineren Mauer bestanden völlig aus Stein // typisch war eine Hauptstadt mit mehreren tributpflichtigen Versorgungs- (Neben-) Siedlungen // im Gegensatz dazu zogen die Nomadenvölker mit ihren Zeltkonstruktionen
von einem Ort zum anderen, so dass es eigentlich keine Nebenorte gab
Bedrohung ausschließlich der Mensch, verstärkt innerhalb der Gemeinschaft (Machtkämpfe)
Ernährung die Tierhaltung wurde zum Ernährungsgarant (Hühner, Schweine, Schafe, Rinder, Pferde); die Jagd war nur noch Zusatzversorgung; desweiteren wuchsen Beete zu kleinen Feldern heran mit Gemüse und Getreide; zudem reicherte
Obst die Speisekarte an und Kräuter verbesserten den Geschmack (Esskultur)
Gemeinschaft 1. klare Klassengesellschaft entstand ⇒ Herrschende (Königshaus und Günstlinge; sowie einflussreiche Personen,
    Priesterschaft); Mittelstand (Handwerker, Händler, Offiziere, Künstler); Unterschicht (Angestellte, Bauern,
    Rechtlose, Kranke, Bettler)

2. Hauptort war vom Wohlstand bevorzugt und Nebensiedlungen waren tributpflichtig
3. Söldner setzten den Willen der Herrschenden durch, auch gegen das eigene Volk (bekämpften Unruhen, trieben
    Abgaben ein und jagten
Gesetzlose (Räuber, Rebellen)
4. Für Mittellose und rechtlose Neubürger waren Dienststellungen begehrt, denen als Lohn eine Mahlzeit genügte =
    Vorstufe zur Sklavenhaltung
Kultur 1. Handel mit anderen Völkern steigerte den Wohlstand, primär den Luxus des Adels
2. allgemeines Handwerk (wie Bäcker, Fleischer, Töpfer, Koch, Schmied, Schneider)
3. spezifisches Handwerk (wie Kunstschmied, Baumeister, Bildhauer, Kunstmaler)
4. Kunst (wie Musiker, Tänzer, Sänger, Dichter, Philosophen, Wissenschaftler)
Glaube der Schamane prägte einen umfassenden Glaubenskult und sicherte ihn mit Hilfe einer unterwiesenen Priesterschaft ⇒ die Lehren über die Götterwelt mussten stimmig gehalten werden, damit der Machteinfluss auf das Volk erhalten blieb; im Zusammenspiel zwischen Herrschern und Oberpriester wurde das Volk über den Glauben untertänig gehalten; für das Volk waren Götter launische und rachsüchtige Wesen, deren Gunst nur über Opfergaben und eine gottgefällige Herrschaft erreicht werden konnte
Fortschritt 1.großflächiger Ackerbau (Getreide, Gemüse) sichert Ernährung
2. Machtdarstellung, durch Goldbesitz, prächtigen Palästen und übergroße Heiligtümer, als Beleg für die wohl-
    wollende Gunst der Götter (bzw. sie besaßen den wahren Gott)

3. Sklaven; die Herrschenden fanden gefallen an die rechtlose Dienerschaft; es waren Personen, die bestimmt waren,
    Tributschulden
abzuleisten (z. B.: Bauern die die geforderte Ernteabgabe nicht leisten konnten, sie mussten ihren 
    Sohn oder ihre Tochter in die Sklaverei geben ⇒ nach den abgegoltenen Schulden sollte der Herrscher eigentlich
    den Sklaven wieder freigeben, fand aber neue Gründe dagegen

4. Neid und Missgunst entfachten Kriege mit anderen Völkern; oft konnte der Herrscher des eroberten Volkes weiter
    regieren, war jedoch 
zu hohen Tributleistungen verpflichtet; immer häufiger wurden Sklaven verlangt, die nun
    auf Lebenszeit dienen mussten

5. Forschungs- und Wissensaufschwung in allen Bereichen