Die Zeit - Weimarer Republik

Fahne/Flagge Gösch Kriegsflagge der Weimarer RepublikDie Weimarer Republik

                                   Die Jahre 1920 bis 1932

Die Goldenen Zwanziger Jahre sind geboren in der Nachkriegszeit und gewachsen durch die revolutionären Unruhen. Der Kaiser musste abdanken, die kommunistische Räterepublik wurde zerschlagen und in Weimar wurde die Verfassung formuliert, die der Republik seinen Namen gab.
In der instabilen Republik wuchsen das Elend sowie die soziale Verbitterung und radikalisierte Millionen Menschen. Ständig wechselten die Reichsregierungen und wirkten mitunter inkompetent. Für die Bevölkerung war die Weimarer Republik eine „Demokratie ohne Demokraten“, zumal die Regierung im Sumpf von den sich bekämpfenden linken und rechten Extremisten versank. Erst zwischen 1924 und 1929 gab es eine Zeit der relativen innenpolitischen Ruhe, wirtschaftlichem Aufschwung und kultureller Blüte. Doch die Weltwirtschaftskrise stürzte das Land erneut ins Chaos, deren Folgen wieder Armut und Verzweiflung waren. Einer ohnmächtigen Regierung fehlten nun die Argumente gegen ihre radikalen Gegner von Links und Rechts. Als Sieger sollte die rechte NSDAP hervorgehen.

Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse verdienen nicht das Prädikat „Goldene Zwanziger“, sondern damit war eher der Freigeist gemeint. Nach dem Ende der Monarchie schien so vieles möglich, ein völliger Umbau der Gesellschaft und der Neudefinierung der Begriffe Sitte, Moral, Ehre und Gerechtigkeit. Doch die Realitäten waren ernüchternd und so flackerte die Ära nur golden (=grenzenlos), solange die Sonne (der Freigeist) darauf schien. 
(Bild: Paul von Hindenburg)                                   

Am 11. August 1919 verabschiedete die Nationalversammlung (Parteienparlament) die neue Reichsverfassung (erarbeitet in Weimar) und gab der Republik den entsprechenden Rahmen. Die SPD blieb stärkste Fraktion, die es zusammen mit der bürgerlichen Zentrum Partei und der liberalen DDP auf eine Dreiviertel-Mehrheit brachte. Bei der Reichtagswahl 1920 blieb die SPD zwar stärkste Fraktion verlor jedoch über 15 % und war ein deutliches Signal der Unzufriedenheit. Insbesondere war das Volk über den unterschriebenen Versailler (Friedens) Vertrag sehr verstimmt. Territoriale Abtretungen, Verlust der Kolonien und hohe finanzielle Entschädigungen rührten nicht nur an der Ehre der Bürger, sondern zogen ein soziales Elend mit sich. Da die Reparaturleistungen zulasten des Volkes gingen, war hier auch der Nährboden für radikale Parteien und extremistische Bewegungen. Allerdings erteilte das Volk dem militärischen Kapp-Putsch eine Absage und zwang mit einem Generalstreik das Militär zum Rückzug.
In Mitteldeutschland eskalierte die Streikbewegung zum Aufstand wegen der prekären Lebensbedingungen. Die KPD wurde zum Anführer der Revolte und blieb damit ein politischer Unruheherd, trotzdem kam ein Verbot der Partei nicht in Betracht. Nach der Ermordung der beiden Parteiführer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (15./16. 01. 1919), hatte es schon genügend Unruhen gegeben.
1921 wurden der Finanzminister Matthias Erzberger und ein Jahr später der jüdische Außenminister Walter Rathenau bei einem Attentat erschossen. Das politische Chaos
wertete das Ausland als Bankrotterklärung. Als dann Deutschland die Reparationsleistungen verzögerte, sah Frankreich seine Entschädigung gefährdet. Französische und belgische Truppen besetzten daraufhin das Ruhrgebiet und sicherten sich das Herz der deutschen Wirtschaft. Als Gegenmaßnahme wehrte sich Deutschland mit dem passiven Widerstand und zahlte Geld für die Arbeitsverweigerung im Ruhrgebiet. Dafür mussten neue Kredite aufgenommen werden und die seit 1914 stetig wachsende Inflation geriet nun völlig außer Kontrolle.
Im November 1923 hatte die deutsche Währung seine Funktion als Tauschmittel verloren.

Die Ersparnisse waren plötzlich wertlos und traumatisierten Millionen von Menschen, und zugleich war das Vertrauen in den Staat endgültig dahin. Galt bisher der 1.000 Mark Schein als der höchste, wurden nun Billionen-Scheine (100.000.000.000.000 M) ausgegeben und der Wertverfall änderte sich täglich und verschärfte Not und Elend. Dem Reich drohte ein unkontrollierbarer Bürgerkrieg. Neben ein paar kleineren Aufständen wuchs die Rechtsbewegung in Bayern zur eigentlichen Gefahr heran. Bayern, die sich ohnehin von Preußen annektiert fühlten, standen dem berliner Parlamentarismus reserviert gegenüber. Diese Grundhaltung machte sie zu Nationalisten und behaarten auf eine Diktatur, um das Inflationsproblem zu lösen. Die bayrischen Nationalisten planten einen Marsch nach Berlin, aber ohne die NSDAP. Die Partei um Adolf Hitler, mit ihrem Hauptsitz in München, war den Heimatverbänden zu radikal. Daraufhin putschte die NSDAP in München, scheiterte jedoch und verhinderte unbewusst den Marsch.
Im Parlament setzten sich die bürgerlichen Kräfte unter Gustav Stresemann (DVP) durch. Seine Maßnahme einer Währungsreform fruchtete und stabilisierte das Land. Bei den Wahlen 1924 verlor die SPD weiter an Boden und die Ära der bürgerlichen Parteien brach an.
1925 starb Reichspräsident Friedrich Ebert, dem der umstrittene Paul von Hindenburg folgte. Der bekennende Royalist stellte nicht, wie befürchtet, die Monarchie wieder her, sondern verhielt sich loyal zur Weimarer Verfassung. Beim bürgerlichen Parlament wurde der Posten des Außenministers für Gustav Stresemann zur festen Größe. Er betrieb eine Politik der Aussöhnung, wodurch die politische Isolation Deutschlands endete und sogar einen Sitz im Völkerbund erhielt. Bis 1929 ging es spürbar aufwärts und radikale Parteien konnten kaum parlamentarische Gewinne erzielen. Die SPD hatte ihre Talsohle überwunden und erreichte bei den Wahlen fast 30 %. Doch dann kam der 25. Oktober 1929.
Der Absturz der New Yorker Börse löste die Weltwirtschaftskrise aus. Kredite, die den deutschen Wirtschaftsaufbau finanzierten, brachen zusammen, wodurch die Arbeitslosigkeit gigantisch anstieg. Anfang 1931 waren schon 5 Millionen Menschen arbeitslos registriert.
Ein soziales Absicherungsnetz wurde vernachlässigt und wieder waren Not und Elend die Folge. Resignation und Katastrophenstimmung prägten das Alltagsleben.
Die Bevölkerung hatte genug von der Weimarer Demokratie und bei den Wahlen 1930 erreichte die NSDAP 18,3 % (ein Plus von über 15 %) und die KPD 13,1 %. Alle anderen Parteien verloren, aber dennoch erreichten sie gemeinsam die parlamentarische Mehrheit. Im Reichstag zerbrach die Koalition im Streit, um die Regierungsbildung. Der Präsident Paul von Hindenburg berief deshalb Heinrich Brüning (Zentrum) zu sich und beauftragte ihn eine Minderheitsregierung zu bilden. Nach zwei Jahren Sparpolitik folgten erneut politische Querelen um die Macht. Zudem waren die Wahlen zum Reichspräsidenten 1932 fällig. Erst im 2. Wahlgang erreichte Paul von Hindenburg eine knappe Mehrheit, vor Adolf Hitler (NSDAP) und Ernst Thälmann (KPD).
Das politische Hickhack und die inzwischen auf 6 Millionen angewachsene Zahl der Arbeitslosen quittierte die Bevölkerung bei den Wahlen 1932 mit 37 % aller Stimmen für die NSDAP und die KPD konnte sich auf 14 % steigern. Durch das Machtgerangel von 1930 wurde das Präsidialkabinett gegründet. Paul von Hindenburg beauftragte den parteilosen Kurt von Schleicher ein Regierungskabinett zu gründen und hoffte damit die Republik zu retten. Vor dem Wahlgang für 1933 verschärften sich die Saal- und Straßenschlachten der konkurrierenden Kommunisten und Nationalsozialisten. Die Skepsis gegenüber den Kommunisten veranlasste die Mehrzahl der Bürger sich für das Dritte Reich zu entscheiden.
Es wurden zu viele Horrorgeschichten über die Bolschewiken verbreitet, die angeblich gnadenlos und blutig Russland drangsalierten, und erteilte deswegen dem Experiment Sowjet-Deutschland eine Absage. Mit fast 44 % wurde die NSDAP deutlicher Wahlsieger und Präsident Paul von Hindenburg blieb nichts anderes übrig, als Adolf Hitler zum Kanzler zu ernennen. Mit der Vereidigung von Adolf Hitler zum Kanzler endete am 30. Januar 1933 die Weimarer Republik. Für die Bevölkerungsmehrheit fand eine instabile Republik sein Ende, die dem Volk nur eine Last nach der Anderen bescherte und wenig eine wirkliche Demokratie war.

Alltag in der Weimarer Republik

Die Folgen des Weltkriegs waren überall im Alltagsleben deutlich zu spüren. Kriegskrüppel und unterernährte Kinder und verwahrloste Männer prägten das Straßenbild, die sehnsüchtig auf eine ausreichende Mahlzeit hofften. Der Mangel an Grundnahrungsmitteln förderte den Schwarzmarkt, bei dem sämtliche Arten von Wertgegenständen gegen Zucker, Eier, Kartoffeln oder Mehl getauscht wurden. Arbeitslosigkeit, Hunger und soziales Elend ließen die Kriminalität spürbar anwachsen. Im Kampf ums nackte Überleben nahmen Diebstähle von Lebensmitteln und Plünderungen von Geschäften gravierende Ausmaße an.
Die galoppierende Inflation verschärfte 1923 die Situation und machte über Nacht Millionen von Bürgern zu Bettlern. Große Teile der Mittelschicht verloren ihr Vermögen, während Spekulanten und Geschäftsleute ihren Reichtum in Amüsierbetrieben zur Schau stellten.
Das Trauma der Kriegsniederlage war noch nicht überwunden, da kam mit der Geldentwertung der nächste Schock. Das nationale Selbstwertgefühl lag am Boden und verlangte eine Neuorientierung. Die Einen schlossen sich paramilitärischen Verbänden an und glaubten die Geschichte korrigieren zu können. Und die Anderen wurden Pazifisten und auf Kundgebungen erteilten sie dem Kampf (Krieg, Revolution) eine Absage. Die tiefe Unzufriedenheit mit der Weimarer Republik sorgte stets für Unruhen und die häufigen Regierungswechsel trugen wenig dazu bei, den Staat zu stabilisieren. Fortdauernd drohte die Gefahr eines Bürgerkriegs.
Wichtigste Informationsquelle für die Bevölkerung waren die Tageszeitungen. Die Berliner Morgenpost war mit 400.000 Exemplaren die Auflagenstärkste. Wegen der illustrierten Bilder wurden Zeitschriften beliebt und Werbung ersetzte den Bekanntmacher. In den ländlichen Gegenden verkündete der Bekanntmacher (mit einer Handglocke) noch sehr lange, Wissenswertes, Amtliches, Neuigkeiten und anderen Informationen.
Die Werbung zielte nun direkt auf Kaufangebote, lud zu Veranstaltungen ein oder weckte die Neugier. Wohlhabende Geschäftsleute leisteten sich schon Leuchtreklamen für ihr Geschäft, Hotel, Restaurant oder Ähnliches.
Weite Bevölkerungskreise wurden zunehmend von einer konsumorientierten Massenkultur verführt, die ihr schwer verdientes Geld für die Freizeit ausgaben. Zudem umschwirrte das Denken die Frage, was ist mein Geld morgen noch wert?

Jeder wollte deshalb lieber ein Hauch von Unterhaltung und Entspannung genießen. Dazu gehörten auch die neuen Medien. Mitte der Zwanziger gingen täglich etwa zwei Millionen Menschen in die Kinos. Ein finanzkräftiges Bürgertum besuchte die Opernhäuser und die Theater oder amüsierte sich in den zahlreichen Revuen der Großstädte.
Ab 1923 setzten sich Rundfunkgeräte durch und erreichten zeitgleich ein Massenpublikum. Zusammen mit den verbesserten Schallplatten förderte der Rundfunk die Verbreitung von Schlagern und machte Tänze, wie den Charleston populär.
Im Zuge dessen wuchsen die Städte weiter an, auf Kosten einer Landflucht.
Obwohl auch auf dem Lande die Elektrifizierung erfolgte und Telefon und Radio Einzug hielten, trieb es die Jugend in die Stadt. Trotzdem die Dorfeinwohner abnahmen wurden Verkehrswege ausgebaut und erste Lastkraftwagen konkurrierten mit den Pferdefuhrwerken. Melkmaschinen und Mähdrescher sollte die Landarbeit erleichtern, aber das konnten sich nur reiche Gutsherren leisten, doch sie zogen es vor, mit billigen polnischen Saisonarbeitern die Felder zu bewirtschaften.
In der Stadt griff indes ein Trend zur Natur um sich. Jugendliche verließen den Mief der Stadt und wanderten Gitarre spielend durch die Lande. Es bildeten sich Pfandfindergruppen, die der Amerikanisierung des Alltagslebens entfliehen wollten. Es setzte zudem eine Vermischung der Klassenschichten ein. In den Kinos saßen Bürgerliche neben Arbeiter, kauften dieselben Zeitungen und sangen auf den Straßen die gleichen Schlager. Die Kleidung der Reichen war zweckmäßiger geworden und die Arbeiter kopierten sie.
Beliebt war bei Damen der Strohhut und in Arbeiterkreisen die Schiebermütze, die zudem ein konkretes Klassenbewusstsein demonstrierten. In der Weimarer Republik dominierten soziale und ideologische Klassengegensätze. Die Arbeiterschaft war auf 45 % aller Werktätigen angestiegen und ihr politisches Fundament war zunächst die SPD und KPD.
Aufgrund dessen entstand ein sozialistisches Milieu und begriff sich als Alternative zur bürgerlichen Gesellschaft. Der 8-Stundentag wurde eingeführt und erhöhte die Freizeit.
Es bildeten sich Gesangsvereine, die überwiegend Kampflieder sangen, Sportverbände, wie den ATSB oder Interessenverbände, wie dem Taubenzüchterbund. Bei sozialen Notsituationen sollte die Arbeiterwohlfahrt helfen, die oftmals überfordert war. In der Arbeitswelt stiegen die Stundenlöhne, aber auch die Lebenshaltungskosten. Erst ab 1928 blieb den unteren Schichten mehr Kleingeld für die Freizeit übrig. Sie konnten sich allerdings weiterhin nur enge dunkle Mietskasernen als Wohnung leisten. Die Zuwanderung in den Städten sorgte für eine verheerende Wohnungsnot. Zur Beseitigung des Problems gründete Walter Gropius das Bauhaus-Projekt und schuf Großsiedlungen mit funktionalen und bezahlbaren Wohnräumen. Zunächst nur für die Mittelschicht erschwinglich, gehörten Elektrizität und Kachelöfen zum Standard. Wer konnte, leistete sich einen Staubsauger oder Bügeleisen.
In Berlin stieg zwischen 1925 und 1930 die Zahl stromversorgter Haushalte von 27,4 auf 76 %. Mit 500.000 Anschlüssen hatte Berlin (4,3 Mio. Einwohnern) die höchste Telefondichte der Welt. Berlin war jedoch die Hauptstadt, anderenorts sah es finster aus. Die Zeit machte es notwendig, dass die Frauen einer Arbeit nachgingen, wie Hausangestellte, Fließbandarbeiterin, Verkäuferin oder Sekretärin. Die moderne Frau trug einen kurz geschnittenen Bubikopf und brach in Männerdomänen ein, sie trieb Sport, fuhr Auto und rauchte. Die meisten Frauen (besonders auf dem Lande) fügten sich jedoch der dominanten Männergesellschaft, waren wenig emanzipiert und hatten sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Als Schande galt ein uneheliches Kind (Bastard). Viele Ehen wurden deswegen aus Anstand geschlossen, statt aus Liebe, denn auch der Mann hatte eine moralische Pflicht, die Frau vor der Erniedrigung zu bewahren.
Frauen die keinen Bräutigam fanden, trieben meistens illegal ab und zogen sich oft schwere gesundheitliche Schäden zu. Die Regierung machte deswegen, einen legalen Schwangerschaftsabbruch möglich. Wegen des Krieges wuchsen viele Jugendlichen ohne Väter auf oder deren Erzeuger suchten resignierend Trost im Alkohol. Während der Wirtschaftskrise vergrößerten sie das Arbeits-losenheer. Sie fühlten sich nutzlos und chancenlos als untere Gesellschaftsschicht, denen nur das Elend blieb. Die Zahl der Selbstmörder stieg ebenso rapide, wie die der Kriminellen oder suchten Halt in politischen Organisationen.
Die Kommunisten versprachen eine gerechte Gesellschaft, aber die Sowjetunion war kein Vorzeigestaat, sondern schreckte eher ab. Die Nationalsozialisten versprachen verheißungsvoller die Gesellschaft radikal zu reformieren. Adolf Hitler wurde als letzte Hoffnung für ein besseres Leben gesehen. Und es konnte nur noch besser werden. Grauenvoll waren die Folgen von Hunger, an dem bisher täglich Hunderte Menschen starben. Und die Inflation verschärfte die Not und machte die Menschen im Überlebenskampf ver-zweifelt und aggressiv. Sie klammerte sich an die Hoffnung, die Adolf Hitler hieß, denn von der Weimarer Demokratie kam nur heiße Luft.
Die Unterschicht setzte die Republik gleich mit Entbehrungen, gesellschaftlichem Zerfall und soziale Not. Die Amerikanisierung der Gesellschaft (Tanz/Musik) werteten sie als Angriff auf die nationale Identität und den traditionellen Geist. Die Werte von Sitte und Moral erlebten ihren Niedergang und Berlin war zu einer verruchten Lasterhöhle verkommen. Galt bisher Paris, als die Stadt des leichten Lebens, so war Berlin die Stadt der Grenzenlosigkeit. Leicht bekleidete Damen schlenderten von einem Tanzsalon in den anderen, tranken Alkohol und rauchten. Solche Dinge wurden als Indizien für den Verfall der Gesellschaft gesehen. Der Nationalsozialismus fruchtete auch deshalb bei der Bevölkerung, da sie die nationalen Werte und Tugenden betonten und eine gesellschaftskulturelle Reinigung ankündigten. Die Begriffe Zucht und Ordnung definierte Adolf Hitler neu und sprach der Mehrheit des Volkes aus dem Herzen und sie teilten seine Ansicht, dass nur so ein starkes Deutschland erblühen konnte.

Kunst und Kultur

„So grau die politische Wirklichkeit der Weimarer Republik war, so glanzvoll waren ihre Kunst und Kultur, die frei von Zensur zur Entfaltung gelangen konnten und in den 1920er Jahren einen rasanten Aufschwung erlebten… Kinos erlebten einen stürmischen Aufschwung und Sportveranstaltungen zogen erstmals ein Massenpublikum an. Vor allem Musik und Tanzvergnügen gehörten zum Lebensstil der "Goldenen Zwanziger", die allerdings so golden nur für wenige Reiche waren.”  
(Quelle: www.dhm.de/lemo/html)

Der neue Zeitgeist animierte zum Experimentieren mit avantgardistischen Stilrichtungen. Expressionistische Maler stellten Menschen als Marionetten, Maschinen oder als Masse dar. Künstler der wilhelminischen Ära konnten endlich mit der Monarchie abrechnen und waren provokant und schonungslos, wie George GroszHeinrich Zille dagegen malte die grausige Wirklichkeit von Armut, von Hunger und vom Elend. Neue Kunstformen, wie der Surrealismus und der Dadaismus wurden populär und die Impulse aus der Malerei beeinflussten die anderen Kulturbereiche, wie die der Musik, Literatur oder dem Theater.
Neben skurrilen Stücken begeisterten im Theater Carl Zuckmayers Stücke „Der fröhliche Weinberg“ (1925) und „Der Hauptmann von Köpenick“ (1930) das Publikum und das gesellschaftskritische Werk „Die Dreigroschenoper“, von Berthold Brecht, wurde über die Grenzen hinaus bekannt. In der Literatur wurde „Der Zauberberg“ (1924), Thomas Mann, zum Renner und „Der Steppenwolf“ (1927) machte Herrmann Hesse weltbekannt. Mit sozialkritischen Aspekten machten sich Egon Erwin Kisch mit „Der rasende Reporter“ (1925) und Arnold Zweig mit „Der Streit um den Sergeanten Grisha“ (1927) einen Namen. Ludwig Renn widmete sich 1928 dem Thema „Der Krieg“ und Erich Maria Remarque gelang es mit „Im Westen nichts Neues“ (1929), die Schrecken des 1. Weltkrieges eindrucksvoll zu schildern. 
In der freiheitlich wirkenden Phase setzten sich langsam die Frauen durch, die sich unter anderm auch schriftstellerisch versuchten. Häufig geschah das in der Anonymität der Großstadt, weil sie dort vor Anfeindungen sicherer waren. Eine der selbstbewusstesten Protagonistin war Vicki Baum, die in ihren Romanen das Bild der Neuen Frau zeichnete.
Neu in der Literatur war es, dass sexuelle Thematiken offen angesprochen wurden.
Charleston Kleid 20er Jahre Kostüm Kleidung schwarzSpeziell das Bild der Frau pendelte stark zwischen Traum und Wirklichkeit. Nach den verbreiteten religiösen Moralvorstellungen fand Sex im Dunkeln unter der Zudecke statt. Propagiert wurde aber das Bild von wollüstigen Frauen, die ihre Nacktheit zur Schau stellten oder mit aufreizender Kleidung die Männer verführten.
Wurde der Schlager, „Ich hab das Fräulein Helen baden seh’n“ (1925), noch als skandalös bezeichnet, so wurden in den Varietés zunehmend frivolere Lieder gesungen. Sexualität wurde zu einem wichtigen Ventil gegen einen tristen Alltag. Da die Mehrheit der Frauen eher sittsam war, suchten die Männer das erotische Abenteuer. Die Untreue der Ehemänner nahm rapide zu und auch die Zahl der Mädchen, die auf falsche Liebesschwüre herein-fielen. Nicht selten wurden Kinder ehelos geboren und deren Mütter wurden als Schlampe an den Rand der Gesellschaft gedrückt. Oftmals blieb jenen Frauen nur die Prostitution, um zu Überleben.
Überhaupt bot das horizontale Gewerbe für die Frauen die besten Möglichkeiten, um aus dem Elend zu entfliehen. Zudem verdrängte die sexuelle Hingabe die Realität und wurde für die Psyche zum Gegenpol, die mit einem hohen Amüsierbedürfnis einherging. Eine beliebte Form der Unterhaltung wurden die bewegten Bilder in den Kinos. Qualitativ wurden die Stummfilme immer besser. 1927 gelang der UFA mit dem Film „Metropolis“ ein internationaler Klassiker, der durch seine Tricktechnik und Illusionen begeisterte.
1930 flackerte der erste große deutsche Tonfilm „Der blaue Engel“ über die Leinwand und machte Marlene Dietrich zum Weltstar. Fortan sollten Revuefilme zu Kassenschlagern werden. Neben den Kinos lockten Sportstätten die Massen an. Wurde Fußball bislang belächelt und als Proletenrauferei verspottet, so wuchs die Zahl der Anhänger steil an. Weiterhin begeisterten Rad- und erste Autorennen die Bevölkerung und wenn der Boxer Max Schmelling im Ring stand, war der Saal stets überfüllt. Das Radio übertrug ebenfalls kommentierend solche Kämpfe. Die Geburtsstunde des Radios begann 1923 und stieg schnell zum erstrebenswerten Luxusgut auf. Verfügten 1923 nur etwa 10.000 Haushalte über ein Gerät, so waren es 10 Jahre später 5,4 Millionen. Neben Sport und Politik war die Musik ein wesentlicher Bestandteil des Radioprogramms.
Über den Rundfunk wurde der Charleston zum beliebtesten Modetanz in Deutschland. Mitverantwortlich dafür war der Auftritt des ersten US-Jazzorchesters in Berlin 1925.
Die Chocolate Kiddies spielten das Repertoire vom Orchester Duke Ellington, unter anderem den Charleston. Den eigentlichen Durchbruch erlebte der Tanz dank dem Revuestar Josephine Baker. 1927 trat sie in Berlin auf, deren Show gefilmt wurde und dann in manchen Kinos (Wochen-schau) zu sehen war. Mit ihrem freizügigen Auftritt (nur ein Bananenröckchen) sorgte sie für Aufregung. Moralwächter und die NSDAP wetterten über die Unkultur und brachten ihren rassistischen Unmut über die dunkelhäutige Sängerin zum Ausdruck. Dem Gegenüber legalisierten die Befürworter die Nacktdarbietungen von J. Baker als Kunstform. Eine hemmungslose Vergnügungssucht setzte daraufhin ein und ein sündiges Amüsieren wurde legitim. Die Varietés ließen darüber hinaus ihre Tänzerinnen barbusig tanzen und eingebaute Stripteasenummern wurden zur Normalität.
Bei Tanzveranstaltungen in Ballhäusern trugen die Frauen knielange Hemdkleider mit Seitenschlitz und Schnurträgern. Typisch wurden Absatzschuhe und Glamourmütze mit farbiger Federverzierung. Die einengende Unterwäsche wurde durch leichte Slips ersetzt und auf den BH wurde häufig verzichtet, wodurch die Brüste beim Charleston im Kleid deutlich wippten. Es galt als schick Sekt zu trinken und Zigaretten in langen schmalen Halterungen zu rauchen.
Die Männer bevorzugten helle Sakkos ohne Schlips und Kragen. Der Spaß sollte durch einengende Kleidung nicht gebremst werden. Beim Tanzen und Singen sollte hemmungslos der Alltag kompensiert werden. Vorwiegend in den Tanzklubs wurde eine amerikanische Lebensweise zelebriert und äußerte sich speziell in den Tanzformen.
Neben Charleston gehörten Shimmy, Cakewalk und der Foxtrott zu den beliebtesten Tänzen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich die moderne, als unmoralisch geltende Lebensweise vorwiegend in den Großstädten abspielte. In den ländlichen Gegenden wurden allein durch den Einfluss der Kirche, die alten Vorstellungen von Sitte und Moral durchgesetzt.
Jedoch in den Großstädten schossen Vergnügungstempel wie Pilze aus dem Boden und Berlin wurde als Höhle des Lasters bezeichnet. Die drittgrößte Stadt der Welt lockte zudem zahlreiche Menschen aus aller Welt an. Das Sündenbabel war durch die multikulturelle Ausrichtung eine Inspirationsquelle für zahlreiche Künstler.
Im Bereich des Schlagers dominierte Claire Waldoff, mit ihrer markanten Stimme im Berliner Dialekt, die unverblümt ihre Lieder sang. Otto Reuter machte sich mit seinen Chansons und einer unverwechselbaren Interpretation einen Namen. Zu den großen Sängerinnen gehörte auch stets die Schauspielerin Fritzi Massery und später sollte Richard Tauber mit seiner Tenorstimme und die frivole Marlene Dietrich die Zuhörer begeistern.
Die Schlagertexte reflektierten häufig die Gesellschaft und die Themen der Zeit.
Neben den zunehmenden frivolen Liedern verfielen Schlager in eine groteske Überzogenheit, in der dadaistische Tendenzen deutlich wurden. Lieder, wie „Was machst du mit dem Knie lieber Hans“, „Ausgerechnet Bananen“, „Eine Miezekatze hat’ se“ oder „Was macht der Maier am Himalaja“ spiegeln eine Begeisterung für den Wortwitz wieder, die sinnfrei am besten vom Alltagsleben ablenkten.
„Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen“, versteht sich als Trotzreaktion auf die Inflation und tröstet zugleich die Betroffenen. Allerdings endete der empfundene Trost oft in der Trinksucht, statt einfach den Spaß am Leben über den Frust zu stellen. Das Liebeslied „Warte, warte nur ein Weilchen“ wurde vom Volk umgedichtet und bezog sich auf den Massenmörder Fritz Haarmann, der mindestens 22 Menschen ermordete und sie zu Konservenfleisch verarbeitet haben soll. In einer Textstelle heißt es dann auch, „mit dem kleinen Hackebeilchen und macht Leberwurst aus dir.“
Neben den grotesken Liedern sind Illusionen von einer heilen Welt immer wieder beliebt. Letztmalig erreichen Operettenlieder einen hohen Erfolg. Es ist das Eintauchen in eine fremde Welt, die „Gräfin Mariza“ (Emmerich Kalman) und „Land des Lächelns“ (Franz Lehar), so populär machten. Die Suche nach einer neuen Identität in einer maroden Republik findet im Schlager Zuflucht. Kurzzeitig schien es, als würde es mit der Republik aufwärtsgehen.
Die Weltwirtschaftskrise ließ alle Träume zerplatzen und nun steigerte die Arbeitslosigkeit das Elend. 
Alfred Döblin gelang mit dem Roman „Berlin Alexanderplatz“ eine eindruckvolle Milieustudie und Erich Kästner („Fabian- die Geschichte eines Moralisten“-1931) und Hans Fallada („Kleiner Mann was nun“) thematisierten ebenso das Thema der Zeit. 
Die Unterhaltung bot dazu eine Parallelwelt an. Der Musikfilm „Die Drei von der Tankstelle“ (1930) wurde zum Kassenschlager und auch „Der Kongress tanzt“ (1931) zogen das Publikum in eine heile Welt einer kaputten Realität. Lilian Harvey und Willy Fritsch wurden als Traumpaar gefeiert und verdrängten die eigentlichen Probleme.
Der Schlager wurde zu einer wichtigen Quelle für das seelische Gleichgewicht. Sie ließen sich von Marlene Dietrich in die Sexualität verführen („Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“), frönte Heimatverbundenheit „Im Weißen Rößl am Wolfgangsee“ oder lauschten dem A capella  Gesang der Comedian Harmonists.

Aufgrund der deprimierenden Wirklichkeit war der Schlager eher heiter angelegt („Ich hab für dich nen Blumentopf bestellt“, „Was kann der Sigismund dafür“ oder „Veronika der Lenz ist da“) oder vermittelte Durchhalteparolen („Irgendwo auf der Welt“, „Ein Freund ein guter Freund“). Der Schlager hatte in der Weimarer Republik wohl den höchsten Stellenwert in seiner Geschichte, weil er den Menschen als Gegenpol in einem grauen Alltag diente. Darüber hinaus unterstrich das Einarbeiten der amerikanischen Musik die Hoffnung auf eine bessere Zeit und der Schlager wurde zum eigenständigen Genre und löste sich von den Operettenliedern.

Ausgesuchte Kulturereignisse

1921:
US-Stummfilm „The Kid” mit Charlie Caplin  - - - US-Stummfilm „Der Scheich“ mit Rudolph Valentino - - -  Aufführungsverbot „Der Reigen“ von Arthur Schnitzler wird aufgehoben - - - Operette „Der Vetter aus Dingsda“ von Eduard Künneke

1922: 
Oper „Sancta Susanna“ von Paul Hindemith  - - -  Operette „Madame Pompadour“ von 
Leo Fall - - - Aufführung des Dramas “Trommeln in der Nacht” von Bertold Brecht

1923: 
Operette „Mädi“ von Robert Stolz - - -  Aufführung des Dramas „Baal“ von Bertold 
Brecht löst Skandal aus und wird abgesetzt - - - Operette „Marietta“ von Walter Kollo

1924:
Orchesterstück „Rhapsody in Blue” von George Gershwin (USA) wird aufgeführt - - - 
US-Stummfilm „Der Dieb von Bagdad“  - - - Aufführung der „Nullten Sinfonie“ von Anton Bruckner - - - Musical „Lady, Be Good” von George Gershwin

1925
Oper „Doktor Faust“ von Ferruccio Busoni - - - US-Stummfilms „The Gold Rush” von 
Charlie Chaplin - - -  Operette Paganini“ von Franz Lehar  - - -  Oper „Wozzek“ von Alban Berg - - -  Stummfilmklassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergei Eisenstein (SOW)

1926:
Operette „Adrienne“ von Walter Wilhelm Goetze - - -  Oper „Turandot” von Giacomo Puccini  - - -  (GBR) Kinderbuch „Winnie-the- Pooh“ von Alan Alexander Milne  - - - USA-Oper „A Witch of Salem” („Die Hexen von Salem”) von Charles Wakefield Cadman 

1927:  
Aufsatz „Wert und Ehre deutsche Sprache“ von Hugo von Hofmannsthal - - -  Stumm
filmklassiker „Metropolis“ von Fritz Lang - - - Operette „Der Zarewitsch“ von Franz Lehar - - -  Songspiel und spätere Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, Musik von Kurt Weil und Text von Bertold Brecht - - - USA-Musical „Funny Face” von George Gershwin

1928:  
Zeitung veröffentlicht Roman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque 
mit großem Erfolg  - - -  Novelle „Aufstand der Fischer von St. Barbara“ von Anna Seghers erhält Kunstpreis  - - -  Aufführung „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ von Jaroslav Hašek  - - - Aufführung „Dreigroschenoper“ von Berthold Brecht  (Text) und Kurt Weill (Musik)  - - -  Die erfolgreiche Vokalgruppe Comedian Harmonists geben ihr Debüt   - - - Operette „Frederike“ von Franz Lehar  - - -  USA-Musical „Ein Amerikaner in Paris“ von George Gershwin

1929: 
Science-Fiction-Comic „Buck Rogers“ erscheint in USA Tageszeitung - - -  Urwald-
Comic „Tarzan“ erscheint ebenfalls in Tageszeitungen der USA und Kanada - - - In Belgien erobern die Comicfiguren „Tim und Struppi“ die Tageszeitungen - - - Elzie Crisler Segar kreiert die Comicfigur Popeye, der Seemann - - - Nach dem Erfolg in der Zeitung wird das Buch „Im Westen nichts Neues“ (E.M. Remarque) ein Bestseller - - -  Feministisches Essay „Ein eigenes Zimmer“ von Virginia Woolf  - - -  Roman „Berlin, Alexanderplatz“ von Alfred Döblin  - - -  Kinderroman „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner - - - Operette „Die drei Musketiere“ von Ralph Benatzky

1930:  
Walt Disney (USA) veröffentlich Zeichentrick-Tonfilm mit Micky Maus und Pluto 
- - - Milieufilm „Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich  - - - Filmkomödie „Die Drei von der Tankstelle“ - - -  Die „tönende Wochenschau“ wird in deutschen Kinos eingeführt  - - -  „Im Westen nichts Neues“ nun auch als Film  - - -  der surrealistische Tonfilm „Das goldene Zeitalter“ von Luis Bunuel, wird nach Aufführung sofort verboten, durfte in Frankreich erst 1982 gezeigt werden  - - - der Erster Krimiroman mit Hobbydetektivin Miss Marple von Agatha Christie  - - - Singspiel „Im weißen Rössl“ von Ralph Benatzky  - - - Operette „Der verlorene Walzer“ von  Robert Stolz

1931:
USA-Film „Lichter der Großstadt“ von Charlie Chaplin - - - Slapstick-Spielfilm 
„Pardon Us“ mit Laurel und Hardy - - - Revuefilm „Der Kongreß tanzt“ - - -  Gruselfilm „Frankenstein“, „Dracula“ und „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“  - - -  Spielfilm „Emil und die Detektive“  - - -  Filmrevue „Der Kongress tanzt“ - - -  Krimi „M - eine Stadt jagt einen Mörder - - - Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham  - - - gesellschaftskritischer Film „Geschichten aus dem Wiener Wald“

1932 :
mit der USA-Urwaldfilm „Tarzan, der Affenmensch“ beginnt eine Serie erfolgreicher T
arzan-Filme mit Johnny Weissmüller  - - - US-Film „Ärger im Paradies” (Trouble In Paradise) und „Menschen im Hotel“ (Grand Hotel) - - - Gruselfilm „Mumie” - - - Krimi "Das Testament des Dr. Mabuse“ - - - Revuefilm „Ein blonder Traum“ - - - Singspiel „Wenn die kleinen Veilchen blühen“ von Robert Stolz - - - Operette „Glückliche Reise“ von Eduard Künneke