4.5. Die Katastrophe

Die Katastrophe vor 65 Mio. Jahren

In den letzten 550 Millionen Jahren gab es mindestens fünf große Massenaussterben, bei denen mehr als 40 % aller Gattungen ausstarben. Das Sauriersterben an der Kreide-Tertiär-Grenze vor etwa 65 Millionen Jahren war jedoch etwas Besonderes. Über die Ursache jenes Ereignisses gibt es einige abwegige Behauptungen, die unter anderem die Marsmenschen beschuldigen, von einer globalen Sintflut ausgehen oder von einem Gott. Mit dem Anspruch einer wissenschaftlichen Logik sind die folgenden drei Theorien am geläufigsten.

Die drei bisher geläufigsten Katastrophentheorien

1. Sonnenaktivität:

Eine gigantische Sonneneruption wirkte sich demnach dramatisch auf die Erde aus und hat eine vernichtende Kette von mächtigen Erdbeben, gigantischen Vulkanausbrüchen und extremen Unwettern ausgelöst. Die Reaktionen der Erde gingen mit einem außergewöhnlichen Klimawandel einher, auf den sich weder Pflanzen noch Tiere einstellen konnten, und am allerwenigsten die monströsen Dinosaurier. Im Abwägen der These wird dagegengehalten, dass es öfter Sonneneruptionen gab und noch gibt bzw. weiter geben wird. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine unvorstellbare Sonneneruption ereignet haben könnte. Obwohl eine verhängnisvolle Kettenreaktion möglich gewesen wäre, wird die Theorie von vielen Paläontologen verworfen und kaum noch publiziert.

2. Fressgier: 

Lange Zeit wurde diese These für den Untergang der Dinosaurier vertreten. Der gigantische Bedarf an Grünfutter überforderte die Natur. Es wurde angenommen, dass ein einzelner Brachiosaurus in kürzester Zeit eine Fläche von der Größe Berlins kahlfraß. Die Giganten zerstörten das ökologische Gleichgewicht. Schad- und Stickstoffe konnten nicht mehr verarbeitet werden und die Sauerstoffproduktion war arg gehemmt. Großflächig verbrannten fruchtbare Gebiete zu Wüsten oder gigantische Unwetter folgten. In deren Folge verhungerten oder erstickten die Riesenechsen und die Erde reagierte obendrein mit Vulkanausbrüchen und Erdbeben.
Die dezimierten Dinosaurier bekämpften sich im Überlebenskampf gegenseitig, wodurch die kleineren Säugetiere ihre Dominanz verstärken konnten. Ihre Größe entpupte sich dabei als Vorteil. Die mächtigen Fleischfresser konnten die flinken Winzlinge kaum sehen und wenn, dann verschwanden die Rattentiere ruckzuck in ihren Erdhöhlen. Schnell und geschickt raubten sie die Saurier-Eier und minimierten den Nachwuchs. Obwohl die Theorie zunächst keinen Zeitrahmen des Aussterbens der Saurier vorgab, legten sich die Anhänger der These nun auf vor 65 Millionen Jahren fest. In der Zeit sollen die Säugetiere dem letzten Saurier den gar ausgemacht haben. 
Zu der Theorie passt, dass die Meisten großen Dinosaurier in der oberen (älteren) Kreidezeit lebten, wogegen in der unteren (jüngeren) Kreidezeit die Zahl deutlich abnahm und der Tyrannosaurus Rex seine Glanzzeit hatte. Der gewaltige Fleischfresser wird er als König der Saurier bezeichnet. Nach neueren Erkenntnissen hatte er großen Respekt vor den pflanzenfressenden Kolossen, die sich wirksam verteidigen konnten. Er griff sie deshalb nur im Notfall an und bevorzugte ansonsten kranke und alte Tiere und Aas. Wesentlich erfolgreicher waren die Velociraptoren und Pyroraptoren. Die hüfthohen (60 cm), 20 kg schweren Karnivoren jagten in Rudeln ihre Opfer. Der gefährliche Schwanz der Sauropoden nutzte nicht viel, gegen die strategischen Angriffe und selbst ein T. Rex suchte lieben das Weite, wenn ihm solch ein Rudel begegnete. Insgesamt nahm die Zahl der Pflanzenfresser dramatisch ab und Karnivoren mussten auf pflanzliche Kost umzusteigen.
Das heißt, die neue Saurierspezies war sowohl Pflanzen-, als auch Fleischfresser und Arten kamen hinzu, die sich den Gegebenheiten anpassten. Höchstwahrscheinlich waren vor 65 Mio. Jahren die Dinosaurier noch sehr gut in der Lage sich umzustellen und die Erde mit effizienteren Wesen zu bevölkern. Die Säugetiere erlitten einen herben Rückschlag, zumal nun die kleineren Karnivoren jagt auf sie machten. Im Wesentlichen führte zwar die erneute Fressgier zum Exodus, aber die Natur erholte sich erneut. Durchaus sorgte ein Umstrukturierungsprozess bei den Sauriern dafür, dass die Giganten wirklich ausstarben. Grundsätzlich kann zum Zeitpunkt, des vermuteten Sauriersterbens, die Fressgierthese ausgeschlossen werden.   

3. Meteoriteneinschlag:

Luis Alvarez fand eine Anreicherung des seltenen Schwermetalls Iridium auf der Erde, die ihn 1980 zu dieser Theorie veranlasste. Die These wurde 1990 durch den Fund des 170 km breiten Chicxulub-Kraters, am Rande der Yukatan-Halbinsel, im Golf von Mexiko untermauert. Der Meteorit könnte etwa einen Durchmesser von 10 km gehabt haben und löste wohlmöglich schwere Folgen auf die Ökosysteme der Erde aus. Vermutlich gab es starke Temperaturschwankungen und eine Staubwolke, die das Sonnenlicht für mehrere Jahre um circa 15% verringerten und damit stark die Photosynthese der Pflanzen reduzierte. Weiterhin wären gigantische Tsunamis, sauren Regen, Erdbeben und gewaltige Vulkanausbrüche denkbar. Durch eine verminderte Sonneneinstrahlung würden enorme Mengen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gelangen, die einen Treibhauseffekt auslösten. Inzwischen ist auch diese Theorie umstritten. Hauptargumente dagegen sind Funde von Dinosaurierknochen jüngeren Datums (vor 64 Mio. Jahren) und, dass in der Vergangenheit wesentlich voluminösere Meteoriten die Erde trafen. Einschläge von Himmelskörper, welcher Größe auch immer, waren zudem überwiegend ein lokales Ereignis. Hinzu kommt die plattentektonische Struktur der Erde zu jener Zeit, die Zweifel nähren. Eine solche Katastrophe konnte zwar großflächige Auswirkungen gehabt haben, aber auf mindestens 50% der Erdoberfläche waren die Einflüße weniger bis kaum zu spüren. Speziell die Saurier auf Australien und der Antarktis wären von dem Ereignis weitgehend verschont geblieben.

Die Mondtheorie

In den vorangegangenen Abschnitten hat sich gezeigt, dass die Erde Entwicklungsphasen mit Artensterben beschließt und einen qualitativ höheren Neubeginn wagt. Zunächst reichten Eiszeiten, später Klimawandel aus, um eine neue Entwicklungsstufe zu beginnen. Es sei hierbei nochmals unterstrichen, dass Tiere als Gärtner der Erde fungieren. Unserer Erde geht es einzig und allein um die Sauerstoffproduktion, die den Abkühlungsprozess beschleunigt, wodurch ihre Entwicklungsreife steigt.
Mit den Dinosauriern entwickelte sich Lebewesen, die zunehmend den Reifeverlauf störte und behinderte, indem sie das ökologische Gleichgewicht gefährdeten. Die bisherigen Mechanismen dezimierten kurzzeitig die Anzahl und bildeten effizientere Wesen, lösten aber nicht das Problem. Ob sich mit den Säugetieren etwas ändern würde, war zu dem Zeitpunkt fraglich. Wenn es nun mehrere Artensterben in der Saurierepoche gab, die mit einem Entwicklungsschub der Säugetiere einhergingen, dann reifte eine besonders intelligente Tierart heran. Nach jedem Artensterben erlangten die Saurier die Dominanz zurück und die Säugetiere gingen wie angeschlagene Boxer zu Boden. Ein Kraftprotz neigt dazu von der Macht seiner Kraft zu zehren, aber ein Schwächling wird sich mit List und Tücke überlegen das Muskelpaket mit anderen Mitteln niederzustrecken. Das heißt, ein Säugetier erlernte im Schattendasein überlebenswichtige Denkstrukturen und das sollte sich als gewaltiger Vorteil gegenüber den Sauriern herausstellen. Drehte sich die Intelligenz bei den Sauriern nur ums Fressen, so waren Säugetiere zu komplexerem Denken fähig.
Neben der Arterhaltung entwickelten sie sicherlich erste sozialen Verhaltensweisen, einen Gemeinschaftssinn, Gefühle, verbesserte Gefahreninstinkte und waren zu variablen Aktionen fähig. Vor 65 Mio. Jahren war eine Pattsituation zwischen Sauriern und Säugetieren gegeben, die nicht mehr auf die herkömmlichen Vernichtungsmechanismen reagierten. Die Erde benötigte Hilfe von außen, aus dem Weltraum. Ich nehme an, dass unser Planet zu jener Zeit noch keinen Mond besaß, und zog sich deshalb einen Himmelstrabanten in seine Laufbahn. Fraglich ist dabei, ob die Mondanziehung geplant oder zufällig geschah. Zumindest dauerte der Prozess mehrere Tausend, wenn nicht sogar Millionen Jahre.

Auslöser

Neben den Dinosaurier gefährdeten die ständigen Meteoriteneinschläge die Natur der Erde. Schadstoffen konnten nicht effektiv umgewandelt und die Luft gereinigt werden, und der kühlungsfördernde Sauerstoff wurde nicht mehr ausreichend produziert. Das entspricht der Pubertätsphase eines Jugendlichen, der an seine Grenzen gestoßen ist und für seine Verwirklichung neue Wege sucht. Die Kinderwelt entspricht nicht mehr der realen Welt und das Elternhaus hemmt die Persönlichkeitsentfaltung. Es genügt nun ein kleiner Impuls von Außen, der einen revolutionierenden Vorgang einleitet, der mitunter sehr heftig verläuft.

Anziehung

Regelmäßig durchqueren Himmelskörper das Sonnensystem und könnten von Planeten als Mond eingefangen werden. Der Asteroidengürtel, mit seinen Milliarden Körpern, ist hierfür die Brutstätte neuer Himmelskörper. Hier könnte der Erdenmond produziert worden sein bzw. wartete dort abrufbereit auf seinen Einsatz. Diese Annahme erhärtet sich mit dem jüngst entdeckten Zwergplaneten Ceres. Auch er wartet einsatzbereit im Asteroidengürtel. In naher Zukunft könnte er aus dem Asteroidengürtel herausgeschleudert und im inneren Sonnensystem ein neuer Planet oder Mond werden. Fatal wäre es, wenn Ceres als Mond für die Erde vorgesehen wäre. Eine Vernichtung alle Lebewesen würde sehr wahrscheinlich sein.
Vermutlich reifte der Erdtrabant im Asteroidenfeld oder/und wurde sogar zeitgleich mit der Erde konstruiert, verblieb aber noch dort. Für die Erde kam nur ein Himmelskörper in Betracht, dessen atomphysikalische Grundstruktur zur Erde passte. Bei einem magnetischen Anti-Verhältnis (Polungsverhältnis) würde der Planet vom Mond nur zusätzlich gereizt werden und ihn über kurz oder lang abstoßen. Schlimmstenfalls wäre eine Kollision denkbar, die zu einer Explosion beide Körper führen würde. Das Einfangen eines Mondes verlangt zudem gefestigte und stabile Gravitationskräfte. Zur Zeit der Erdentstehung war unser Planet dafür zu schwach. Vor 65 Millionen Jahren war die Erde kräftig genug, um sich einen schützenden Mond anzuziehen.
Möglicherweise flog der gelöste Himmelskörper, aus dem Asteroidenfeld häufig an der Erde vorbei. Das würde den grundsätzlichen Strudelgegebenheiten des Sonnensystems und der Galaxie entsprechen. Das heißt, bei jedem Vorbeiflug näherte sich der Mond der Erde, bis das Gravitationsfeld den Mond in seine Umlaufbahn zwingt. Der Vorgang bis hierher könnte Millionen von Jahren gedauert haben. Der eigentliche Anziehungsakt war bedeutend kürzer. Und der Supergau vor 65 Millionen Jahren dauerte vielleicht nur wenige Stunden oder Tage, doch deren Auswirkungen lösten ein Katastrophenszenario von mehreren Tausend Jahren aus. Beim Tag X kam der Mond der Erde am nächsten, riss die Atmosphäre auf, bevor der Erdtrabant seine Umlaufbahn um den Planeten fand. Ähnlich einem Jo-Jo-Effekt könnte sich die gefährliche Annäherung, in stetig abschwächender Form wiederholt haben. Bis der Mond seine endgültige Position fand, dürften Tausende Jahre vergangen sein. Übrigens mit der ersten Wucht, lösten sich sicherlich Tausende Teilchen vom Mond und regneten auf die Erde. Einer der größten Brocken könnte der Meteorit gewesen sein, der bei Mexiko niederging. Vermutlich gingen weltweit noch wesentlich mehr Meteoriten nieder. Das spiralförmige Annähern zweier Körper verhindert letztendlich eine Kollision. Dennoch musste die Erde zunächst enorme magnetische Kräfte entfalten, um den Neukörper Mond auf Sicherheitsabstand zu halten und ihn in eine optimale Umlaufbahn zu zwingen.

Auswirkungen 

Im Vorfeld der tatsächlichen Mondanziehung kam es bereits zu heftigen Reaktionen auf der Erde. (Meteoritenhagel, extreme Klimaschwankungen, erhöhte Vulkantätigkeit). Schon durch die Vorboten wurde Saurier scharenweise Opfer der Naturgewalten. Die Katastrophe verlangte von der Erde, vom Startpunkt weg absolute Höchstleistungen. Unser Planeten reagierte wie ein Sportler ⇒ motiviert sich zum Start (aufgeregtes, angespanntes Vorbereiten) ⇒ lauert hellhörig auf den Startmoment (angeregte Konzentration) ⇒ Start (explosionsartiges freilegen aller Kräfte) ⇒ erbringt seine Höchstleistung bis zum Ziel (einteilen & halten der Kräfte). Ein Sportler setzt große Mengen Adrenalin frei, entwickelt eine Überhitzung des Körpers und kühl ihn durch Schweiß. Die Erde wartete ebenso gespannt auf den Zeitpunkt, bis der Mond in das Gravitationsfeld gelangte. Als der Mond die optimale Nähe erreicht hatte, muss die Erde seine gesamten Kräfte freilegen, damit der Himmelskörper in eine angemessene Umlaufbahn gebracht und dort gehalten wird. Bis zum Ziel (mehrere Tausend Jahre) gab es so manchen Schweißausbruch (Katastrophenketten), bis sich im Ziel die Anspannung legte.

Die speziellen Auswirkungen in der Katastrophenphase könnten so ausgesehen haben

  • Vulkane: Bei einem Ausbruch boten Dinosaurier besonders gute Ziele beim Asche- und Feuerregen, dagegen fanden Säugetiere bessere Unterschlupfmöglichkeiten oder verkrochen sich in ihren Erdhöhlen. Zudem wirkte die schadstoffreichere Luft tödlich und Säugetiere waren bevorteilt, da im erdnahen Bereich die Luft noch sauerstoffreicher war. Gewächse verbrannten zwar, aber deren Wurzeln konnten das Inferno gut überstehen. 
  • Erdbeben: Die großen und behäbigen Dinosaurier rutschen in die aufgerissenen Abgründe oder wurden Opfer von umherfliegenden Steinblöcken und verloren das Gleichgewicht, dass sie zu wehrlosen Zielen machte. Die Säugetiere konnten sich besser in Sicherheit bringen, waren flinker und fanden für sich mehr Schutzmöglichkeiten. Die Pflanzen standen der Naturgewalt wehrlos gegenüber, aber auch hier sorgten die Wurzel dafür, dass sich die Gewächse wieder erholten.
  • Tsunami:  Bei einer Megawelle hatten die Dinosaurier nicht die geringste Chance und ertranken jämmerlich. Säugetiere konnten sich in geschlossenen Objekten verstecken (Höhlen, Löcher), kurzzeitig schwimmen oder sich auf bzw. in Gegenständen (Holz, Blätter) treiben lassen. Die Wucht der Wassermassen knickte besonders große Pflanzen um, jedoch grundsätzlich erholten sich die Gewächse recht schnell.
  • Saurer Regen: Die hohe Konzentration ätzender Stoffe durch vulkanische Aktivitäten lag in der Luft und verbrannte die Atmungsorgane der Saurier. Regenwasser spülte jene Stoffe als Säuren heraus und fraß sich in die schutzlosen Körper der Giganten. Für die Säugetiere war der erdnahe Bereich weniger gefährlich und der saure Regen perlte vom Fell der Tiere ab und hinterließ bestenfalls Brandflächen. Letztendlich hatten die Felltiere mannigfaltige Unterschlupfmöglichkeiten. Für die Pflanzen hatte der saure Regen schon einen vernichtenden Effekt, jedoch ihre Wurzel waren erneut Garant fürs Überleben.   
  • Klimawandel – primäre Phase: Durch die Kettenreaktionen der Erde wurde die Pflanzenwelt stark geschädigt. Ein dunkler Schleier (Aschewolken) verminderte zudem über Jahre das notwendige Licht und in der Atmosphäre bremsten Staubpartikel die Schutzfunktionen. Plötzliche globale Eiszeiten wechselten mit extremer Hitze und die Luft war enorm mit Stick- und Giftstoffen angereichert. Die Pflanzenwelt konnte sich in einigen Gebieten über Jahre nicht mehr erholen. Kleine Oasen reichten jedoch aus für einen späteren Neubeginn. In dieser Phase starb der größte Teil der Lebewesen, wahrscheinlich aber auch alle Giganten. Die wenigen überlebenden kleinen Säugetiere und Saurierarten wurden zur Basis der Erneuerung. In der giftigen Luft verendeten jedoch die letzten Flugsaurier.
  • Klimawandel – sekundäre Phase: Die Atmosphäre regenerierte sich, die Aschewolken lösten sich auf und durch das Licht erholte sich die Pflanzenwelt. Global herrschte nun ein kühleres Klima, mit einem veränderten Luftgemisch und einem stetig steigenden Sauerstoffanteil. Indem die Natur wieder erblühte, zog die Fauna nach. Die Reptilien erreichten keine gigantischen Ausmaße mehr und die Säugetiere ließen ihnen auch keine Chance dazu. Die Säugetiere ließen sich die Weltherrschaft nicht noch einmal nehmen.

Resultat

Am Ende des Katastrophenszenarios waren mindesten 90% aller Tiere getötet worden, wovon es mehrheitlich die Dinosaurier traf. Natürlich überlebten sicherlich ein paar Kleinsaurier und einige Arten von Vogelbeckensauriern trotzten der widrigen Umständen und wurden eventuell die Vorfahren einiger Säugetierarten (Elefanten, Nashörner). Zumindest mussten sich die Saurierarten, im Wasser, zu Land und in der Luft, radikal verändern, alleine schon deswegen um die primäre Phase des Klimawandels zu überstehen. Andererseits waren Saurier eierlegende Tiere. Es war also gut möglich, dass viele Saurierbabys nach dem Inferno das Licht der Welt erblicken konnten. Selbst der Nachwuchs einiger Dinosaurier könnte in sicheren Gegenden ausgeschlüpft sein. Zu solchen sicheren Gegenden gehören vulkanische Gebiete, in denen sie vor gefräßigen Säugetieren sicher waren. Sie könnten zu lokalen Untieren mutiert sein, wie dem legendären Ungeheuer von Loch Ness. Aus den Flugsauriern entschlüpften vielleicht Drachen, die ihre Ernährung völlig umstellten. Da Saurier weniger Nahrung brauchten als angenommen, traf Gleiches auf die Untiere zu und würde die Existenz solcher Bestien fundamentieren.
Bis zum Mittelalter der Menschheit gibt es weltweit eine Vielzahl von Berichten über Drachen und Seeungeheuern. Selbst die Seefahrer bis ins 18. Jahrhundert berichteten immer wieder von Untieren, wie Riesenkraken oder Seeschlangen. Alles nur Fantasie? Aber zur jeder Fantasie gehört immer ein Fünkchen Wahrheit! Das sich Tiere drastisch verändern können belegt die Evolution der jüngeren Erdgeschichte. Forscher fanden zudem heraus, dass es schon vor 260 Mio. Jahren säugende Reptilienarten (Synpsida) gab. In deren Entwicklung entstand die spezifische Form der Therapsida, die als unmittelbare Vorfahren der Säugetiere gelten. Aus ihnen resultierten die pflanzenfressenden Mischformen, wie Schweine, Pferden, Rehwild oder Ziegen. Denkbar wäre ebenso ein Wandel von Meeressauriern zu Delfine oder Wale. Alle bekannten Raubvögel haben vielleicht ihren Ursprung bei den Flugsauriern. Vieles ist möglich und die Wissenschaft kann mit Fakten, anhand von Funden eine mögliche Denkrichtung vorgeben. Aber gerade der Streit um Details und Gegenargumenten machen so manches vorstellbar, auch wenn sie (noch) nicht mit Fakten belegt werden konnten. Sogar die reale Existenz der sogenannten Fabelwesen, als Nachfahren der Giganten, wird nicht mehr vehement verworfen. Trotz einer blühenden Fantasie kann ein Mensch nur etwas beschreiben, was im Kernpunkt real existierte. Filtert man Übertreibungen und Ausschmückungen heraus, bleibt von einem Drachen ein mutierter Flugsaurier übrig, der höchstwahrscheinlich nur ein großes, aber harmloses Tier war und kein Feuer speien konnte.
Zusammenfassend bleibt als Fakt, dass es vor langer Zeit ein großes Massensterben gab, bei dem die Meisten bekannten Saurier den Tod fanden. Überlebende Arten entwickelten sich zu kleineren Reptilien, in Säugetierformen oder mutierten zu Ungeheuer. Ein restloses Aussterben der Dinosaurier gab es allerdings nicht und erst recht nicht bei den Vogelbeckensauriern. Die stark reduzierte Saurierwelt und das Fehlen von Großechsen ließen die Säugertiere zum Herrscher der Erdneuzeit werden. Immerhin übernahmen sie nur durch die Erdanziehung des Mondes vorzeitig die Regie, da eine neue Spezies von Sauriern eine Population der Säuger stets wieder zurückgedrängt hätte. Mit dem globalen Katastrophenszenario kamen die Säugetiere deutlich besser klar als die Saurier.