4.4. Saurier

Untergang der Dinosaurier

Die Dinosaurier, die Großechsen der Urzeit, bevölkerten nach renommierter Auffassung etwa 140 Mio. Jahre die Welt. Ihr Dasein reiht sich in einem logischen Entwicklungsprozess ein, indem sich Leben als Nebenprodukt begreift. Es sei nochmals angemerkt, dass die spezifische Motivation der Erde stets im Vordergrund steht. Nicht nur die Erde, sondern jeder Planet strebt nach einem gereiften erkalteten Dasein und reiht sich zudem in dem übergeordneten Prozess unseres Sonnensystems ein. Vor etwa 4,5 Mrd. Jahren soll die Erde ihre Endgröße erreicht haben und schuf in der aufgezeigten Entwicklungslogik Leben und kam mit den Sauriern an seine Grenzen. Gerade die Saurier faszinieren die Welt heut noch. Viele Fragen sind noch offen und rätselhafte Details ließen sich bislang nicht einordnen. Ein besonderer Schwerpunkt und wissenschaftlicher Streit dreht sich um das Aussterben der Riesenechsen.

Die Saurier

Allgemein:

Die Dinosaurier (griech. δεινός deinos – „schrecklich, gewaltig“, σαῦρα saura – „Echse“) waren Landwirbeltiere, die im Erdmittelalter bis vor 65 Millionen Jahren dominierten. In der klassischen Systematik werden die Dinosaurier als ausgestorbene Reptiliengruppe betrachtet und schließt fliegende theropode Flugsaurier mit ein, nicht aber die Gruppe von kleinen Echsen aus denen die Vögel hervorgingen. Somit starben nicht alle Dinosaurier am Ende des Mesozoikums (Erdmittelalter), sondern speziell die Vögel entwickelten sich bis heute weiter. Allerdings befindet sich die These im wissenschaftlichen Streit, wobei die Ornithologie die Verwandtschaft der Vögel mit den Sauriern bestreitet und sie zumindest als eigenständige Klasse betrachtet.

Das Wissen über die Dinosaurier erhalten Paläontologen durch die Untersuchung von Fossilien, die in Form von versteinerten Knochen, Haut- und Gewebeabdrücken sowie durch Spurenfossilien überliefert sind, also durch Fußspuren, Eier, Nester, Magensteine oder versteinerten Kot. Überreste von Dinosauriern sind auf allen Kontinenten gefunden worden, einschließlich der Antarktis, da die Dinosaurier zu einer Zeit lebten, als das Festland im Superkontinent Pangäa vereinigt war. 
(benutzte Hauptquelle: www. wikipedia/ dinosaurier )

Beschreibung der Dinosaurier

Der englische Anatom Richard Owen stellte das Taxon (Gruppe) „Dinosauria“ im April 1842 vor. Nach der heutigen Auffassung schließen die Dinosaurier alle Nachfahren des gemeinsamen Vorfahrens von Triceratops und der Vögel ein.[1] Alternativ wurde vorgeschlagen, die Dinosaurier als alle Nachfahren des gemeinsamen Vorfahrens von Megalosaurus und Iguanodon zu definieren, da dies zwei der drei Gattungen sind, die Owen bei seiner Erstbeschreibung der Dinosaurier nannte.[2]
Beide Definitionen fassen dieselben Taxa zu Gruppen der Dinosaurier zusammen:

1. Theropoden = zweibeinige Karnivoren (Fleischfresser)
2. Sauropodomorphen = überwiegend große Pflanzenfresser mit langen Hälsen und ebensolangen Schwänzen
3. Ankylosaurier = vierbeinige Pflanzenfresser mit massiven Hautpanzern
4. Stegosaurier = vierbeinige Pflanzenfresser, mit herausragenden Knochenplatten
5. Ceratopsia = vierbeinige Pflanzenfresser mit Hörnern und Nackenschilden
6. Ornithopoden = übrigen zwei- oder vierbeinige Pflanzenfresser [3]

Die Dinosaurier waren durch eine immense Formenvielfalt gekennzeichnet. Einige waren Herbivoren (Pflanzenfresser) und andere Karnivoren (Fleischfresser) oder/ und waren sie quadruped (vierbeinig) bzw. biped (zweibeinig). Schließlich gab es noch jene, die sich sowohl zweibeinig als auch vierbeinig fortbewegen konnten (Beispiel: Iguanodon). Viele Arten hatten eine Panzerung, Hörner, Knochenplatten, Schilde oder Rückensegel. Obwohl sie für eine gigantische Größe bekannt sind, variierte ihre Größe beträchtlich; so gab es zahlreiche Dinosaurier, die nur so groß waren, wie ein Mensch oder kleiner. Es sind keine Dinosaurier bekannt, die in aquatische (Gewässer) Lebensräume vorgedrungen sind. Als Vorfahren der heutigen Vögel drang mindestens eine Gruppe gefiederter Dinosaurier jedoch in die Luft vor. Auch andere gefiederte Dinosaurier konnten möglicherweise fliegen, dagegen waren die Flugsaurier (Pterosauria) Segler der Lüfte, die nur kurzzeitig fliegen konnten.
Bis 2006 wurden 527 Dinosauriergattungen von einer geschätzten Gesamtzahl von etwa 1850 Gattungen wissenschaftlich beschrieben.[4] Eine Studie von 1995 schätzt die Gesamtanzahl auf 3400, wovon jedoch viele nicht als Fossilien überliefert seien.[5] Im Mittel kommen derzeit pro Monat zwei neue Gattungen[6] und pro Jahr mindestens 30 neue Arten hinzu.[7]

Benutzte Textquellen von Wikipedia.de:
1. Randal Irmis: A reappraisal of the phylogeny of early dinosaurs. In: The Palaeontologica  Association Newsletter. 65, 2007, S. 92–94
2. G. Olshevsky: An annotated checklist of dinosaur species by continent. In: Mesozoic Meanderings. 3, 2000, S. 1–157
3. David Lambert und the Diagram Group: The Dinosaur Data Book. Avon Books, New York 1990,  S. 288
4. S. C. Wang, P. Dodson: Estimating the Diversity of Dinosaurs. In: Proceedings of the National Academy of Sciences USA. 103, Nr. 37,
      2006, S. 13601–13605
5. Dale A. Russell: China and the lost worlds of the dinosaurian era. In: Historical Biology. 10, 1995, S. 3–12
6. Thomas R. Holtz: Dinosaurs. Random House, New York 2007, S. 366
7. Michael J. Benton: Fossil quality and naming dinosaurs. In: Biology Letters. 4, Nr. 6, 2008, S. 729–732

Ordnung der Urzeit - Wirbeltiere

In der Entwicklungsklassifizierung zählen die Dinosaurier zu den Diapsiden, wie die meisten heutigen Reptilien. Im Zuge der Entwicklung von Amnioten (Landwirbeltiere) kristallisierten sich die Synapsiden heraus, aus denen die Säugetiere hervorgingen. Eine dritte ursprüngliche Gruppe sind die Anapsiden (heute mehrheitlich Schildkröten), mit zwei paarweise angeordneten Schädelfenster hinter den Augen. Unklar ist der Einfluss, der zu Sonderformen führte. Zu ihnen gehören die Archosaurier, die aufgrund ihrer Ursprünge zu den Diapsiden gezählt werden. Archosaurier bezeichnet die Herrscherreptilien (die Ungetüme zu Wasser, Luft- und Land), die mit zwei weiteren zusätzlichen Schädelfenstern ausgestattet waren. Heutige Überbleibsel dieser Reptiliengruppe sind neben den Krokodilen die Vögel.

Grundsätzlich muss deutlich zwischen den Reptilienarten unterschieden werden!

Nur die Diapsida zählen zu den eigentlichen Dinosauriern, die sich in zwei Ordnungen aufgliederten. Saurischia (Echsenbeckendinosaurier) und Ornithischia (Vogelbeckendinosaurier) und unterscheiden sich vorrangig durch ihre Beckenstruktur.
Die Saurischia haben die Beckenstruktur ihrer Vorfahren beibehalten und sind durch voneinander abstehende Schambeine (Pubis)- und Sitzbeine (Ischiumknochen) zu erkennen. Die Pubis- und Ischiumknochen der Ornithischia jedoch verlaufen beide parallel zueinander schräg nach hinten. Die Saurischia sind die tatsächlichen Giganten der Urzeit, die sich in Sauropodomorpha und Theropoda aufteilen. Im ursprünglichen Sinne meint das Massensterben konkret eigentlich die Saurischia-Echsen. Einige Ornithischia und erst recht viele Archosaurier haben das Inferno vor 65 Mio. Jahren überlebt und aus einigen Arten gingen Säugetiere hervor. Die Klassifizierung von Sauriern (Reptilien) ist sehr vielfältig und selbst in der Klasse der Diapsida und Saurischia gibt es diverse Unterarten.

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Typische Theropoda = Fleischfresser    (in Fett unterlegt = die legendären Saurier)

Acrocanthosaurus   Allosaurus Carnotaurus Coelophysis    Ceratosaurus   Deinonychus       
Eoraptor Gigantosaurus   Masiakasaurus     Microraptor   Spinosaurus  Troodon 
Tyrannosaurus Utahraptor     Velociraptor      

 

Die Urvögel:         

APSARAVIS ARCHAEOPTERYX  JEHOLORNIS

 

Typische Pflanzenfresser:   (in Fett unterlegt = die legendären Saurier)

Sauropodomorpha:          

Amargasaurus  Ampelosaurus  Apatosaurus  BRACHIOSAURUS  BRONTOSAURUS 
Gigantosaurus  Peorosaurus  Thecodontosaurus    Titanosaurier    Yunnanosaurus 

Ornithischia        
 

Abrictosaurus Anchiceratops  Arrhinoceratops Centrosaurus                     Hadrosaurus
Kentrosaurus Protoceratops   Stegosaurus Styracosaurus    Triceratops

 

Archosauren – Spezies:

Ufer- Reptilien Luft- Echsen Meeres - Echsen
Crocodylia  ( Krokodile ) Pterosauria      (Flugsaurier) Ichthyopterygia
Deinosuchus   ( Krokodil )
Euparkeria        (Reptil )
Eudibambus     ( Reptil )

 
Arthurdactylus
Dimorphodon
Pteranodon
Quetzacoatlus
Chaohusaurus
Elasmosaurus  
Ichthyosaurus
Stenopterygius
Tylosaurus

 


Ursprung und Entwicklung

Mit dem großen Artensterben vor 260 Mio. Jahren setzten sich die Reptilien gegenüber den Amphibien durch. Trotzdem etwa 95 % aller Lebewesen auf der Erde ausstarben begünstigte das neue heiße und trockene Klima die Echsen. Die Reptilien entwickelten eine Artenvielfalt, wovon sich in der mittleren Trias (230 Mio. J.) die ersten Dinosaurier von anderen Archosauriern abspalteten. In Argentinien wurden hierzu alte Fossilien gefunden die 230 Millionen Jahre alt sind, darunter der Eoraptor, der dem gemeinsamen Vorfahren aller Dinosaurier sehr ähnlich sah. Das 1m lange und
10 kg schwere fleischfressende kleine Reptil macht deutlich, dass der Riesenwuchs der Saurier ein Entwicklungsvorgang war.

Die ebenfalls verbreiteten kleinen Marasuchus bestätigen diese Ansicht, obwohl sie als Ornithodiren nicht zu den Dinosauriern zählten, aber zumindestens mit ihnen artverwandt waren. Die einsetzende Größenentwicklung hing mit dem Nahrungsangebot und den vorherrschenden Bedingungen zusammen. Ausgangspunkt waren die Pflanzen, die sich verstärkt über das Festland ausbreiten. Die noch heftigen Erdaktivitäten bewirken im erdnahen Bereich giftige Nebelschwaden, die für kleinere Saurier tödlich waren.
In wassernahen Bereichen konnten die Pflanzen, mithilfe des Sauerstoffs ein Luftgemisch erzeugen, wodurch es den Tieren möglich war zu existieren. Für die Flora waren lediglich drei Faktoren wichtig: Wasser-Wärme-Licht. Insofern behinderte eine toxische Erdbodenatmosphäre weniger den Pflanzenwuchs, aber deren Nebeleffekte, die nur ein spärliches Licht hindurchließen. Die Gewächse mussten folglich in die Höhe ragen und kamen daher zu ihrer gigantischen Größe.
Im sumpfigen Gebieten bot die Natur zudem nur niedere und vermoderte Farne an. Damit die Echsen ungefährdet an das saftige, aber hohe Grünfutter herankamen, benötigten sie lange Hälse. Die ersten Langhälse eroberten das weite Binnenland und trotzen gleichzeitig dem tödlichen, erdnahen Luftgemisch. 
Die ersten wirklichen Dinosaurier (Saurischia) erschienen in den terrestrischen (erdgebunden) Ökosystemen in verschiedenen Arten urtümlicher Sauropiden und Therapsiden. Die meisten dieser Gruppen starben noch in der Trias-Epoche aus. Selbst neu entstandenen Arten sind in der langen Geschichte der Superechsen immer mal wieder ausgestorben. Im Übergang zwischen Trias und Jura vermuten Wissenschaftler mindestens ein erneutes Massensterben. Gebunden an eine sich entwickelnde Landfauna und klimatischen Veränderungen löschte die Natur nicht mehr benötigte Tiere aus und schuf sich zweckorientierte Gattungen. In der Zeitepoche Jura entwickelte sich aus den ursprünglichen Reptilien, eine Vielzahl von Gattungen heraus, wie die Krokodile, Säugetiere, Flugsaurier, Schildkröten und die Dinosaurier. Verlief die Entwicklung der Riesenechsen in der Jura noch in geordneten Bahnen, so explodierte die Population in der Kreidezeit und schuf überall Giganten.
Im Meer hatten zwar die Ichthyopterygia (Meeressaurier) ihre Glanzzeit in der Jura, mit übergroßen Monstren, die bis zu 15m lang wurden, aber mit dem Platypterygius war ein äußert gefährliches Untier entstanden. Obwohl nur 7 Meter lang, war es ein schnelles und wendiges Monster, dass in der unteren Kreidezeit Angst und Schrecken verbreitet.
In der Luft herrschten die Pterosauria und der Quetzalcoatlus galt mit seinen circa 15m Flügelspannweite als der Gigant der Lüfte.

Die Uferregionen machte die Krokodilart Deinosuchus unsicher. Das Reptil erreichte eine Länge von 10 bis 15 Metern.
Am rasantesten verlief jedoch die Entwicklung auf dem Festland, wo Echsensaurier und Vogelbeckensaurier mannigfaltige Gattungen hervorbrachten. Begünstigt wurde deren Verbreitung durch ein warmes Klima, einem üppigen Pflanzenwuchs mit saftigen Steppenlandschaften und zugleich zogen sich die lebensgefährlichen erdnahen Nebelschwaden zu den brodelnden Vulkanen zurück. Bei genauerer Betrachtung über die Evolution der Dinosaurier spielen plattentektonische Vorgänge eine erhebliche Rolle. Nach der Trias Epoche wurde durch Veränderungen der Vegetation und der Lage der Kontinente die Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Die kompakte Landmasse Pangäa driftete in der Jura-Phase auseinander und in der Kreide-Zeit wurden die Erdteile zu Inseln. Im Norden gab es vermutlich Landbrücken oder Flachgewässer, die Nordamerika mit Eurasien verbanden. In Zentrum trennte sich Südamerika von Afrika und Indien löste sich. Einer der größten zusammenhängenden Flächen bildete die Antarktis mit Australien.
Folgerichtig veränderten sich die Lebensräume, sowohl klimatisch und damit auch die bisherige identische Pflanzenwelt. Lebensnotwendiges Futter, wie die nacktsamigen Pflanzen (insbesondere die Koniferen), wuchsen nicht mehr überall. Neue Saurierarten verbreiteten sich und andere starben aus. Die verstärkt einsetzende Plattenverschiebung ab der Zeitepoche Jura, könnte ein Versuch der Erde gewesen sein, sich der Giganten zu entledigen. Dennoch entwickelten sich noch größere Kolosse, zumal die Homogenität der Dinosaurierfaunen noch ausreichend Futter bot. Farne, Koniferen und Schachtelhalme dominierten.

Die Welt während der späten Unterkreide                             Die Giganten                     
(Bild: Untere Kreide vor 105 Mio. Jahren -  Quelle: kerbtier.de)
In der mittleren und späteren Jura dominierten unter den Fleischfressern die Carnosaurier und eine Fülle  von Ornithischia (Stegosaurier) sowie Sauropoden
Sie konkurrierten um das Grünfutter, dass langsam weniger wurde. Nach dem Auseinanderbrechen der Pangäas u
nd den erwähnten Veränderungen waren die Brachiosauriden nur noch in Europa, Nordamerika und Nordafrika anzutreffen. 
Später kamen in Afrika Theropoden, wie die großen Spinosauriden hinzu und außerdem gewannen Sauropodengruppen, wie die Titanosaurier an
 Bedeutung.
In Asien wurden Maniraptoren, wie die Dromaeosauriden und Oviraptorosaurier häufig, und Ankylosaurier sowie frühe Ceratopsier waren die wichtigsten Pflanzenfresser. Währenddessen wurde Australien die Heimat ursprünglicher Ankylosaurier, Hypsilophodonten und Iguanodonten.

Die bekannten Stegosaurier sind vermutlich schon in der späten Unterkreide (Epoche) ausgestorben. Die großen Veränderungen in der Unterkreide brachten bereits Blütenpflanzen hervor. Zur selben Zeit entwickelten verschiedene Gruppen von Pflanzenfressern Zahnbatterien, die aus übereinandergestapelten Ersatzzähnen bestanden. Dem Ceratopsier dienten die Zahnbatterien zum Schneiden, während sie besonders bei Hadrosauriden zum Mahlen eingesetzt wurden. Bislang rupften Saurier ihre Nahrung und verschlangen sie. In der Oberkreide gab es drei große Dinosaurierbereiche.
In Nordamerika und Asien dominierten unter den Fleischfressern die Tyrannosaurier und verschiedene Typen kleinerer Maniraptoren; bei den Pflanzenfressern gab es ein Übergewicht von Ornithischia, angeführt von Hadrosauriden, Ceratopsiern und Ankylosauriern. In den südlichen Kontinenten waren die Abelisauriden, die vorherrschenden Jäger und Titanosaurier, die dominierenden Pflanzenfresser. Die Tierwelt von Europas Inselwelt setzte sich aus Dromaeosauriden, Rhabdodontiden (Iguanodontia), Nodosauriden (Ankylosauria) und Titanosauriern zusammen. Blütenpflanzen breiteten sich rasant aus, und die ersten Gräser tauchten am Ende der Kreide auf. Hadrosauriden zermahlten ihre Nahrung und Ceratopsier schnitten ihr Futter ab und schluckten es herunter (verdauten es anschließend).
Zum Ende der Kreidezeit in Nordamerika und Asien traten diese Arten besonders häufig und vielfältig auf. Einige Theropoden entwickelten sich derweil zu Herbivoren (Pflanzenfressern) oder Omnivoren (Allesfressern). Die Größe der Dinosaurier variierte stark.
Der durchschnittliche Dinosaurier wog etwa eine bis zehn Tonnen, während das durchschnittliche Säugetier nur zwei bis fünf Kilogramm schwer wurde. Besonders die langhalsigen Sauropoden erreichten gigantische Ausmaße. Neben dem Nahrungsvorteil in giftigen Umgebungen konnte in einem verlängerten Verdauungstrakt (wie bei Schlangen), die Nahrung besser verarbeitet und länger aufbewahrt werden. Nach neueren Thesen fraßen die Saurier sogar weniger Futter als bisher angenommen. Da sie ihre Speise nicht kauten, hatten sie keinen unnötigen Energieverschleiß durch die Muskelbewegung und die bevorzugten Schachtelhalme waren gegenüber dem Gras das reinste Kraftfutter (sehr nährstoffreich). Als der größte und schwerste Dinosaurier gilt der Sauropode Brachiosaurus. Er wurde 12m groß und 22,5m lang und brachte, nach bisherigem Wissensstand, ein Gewicht von 30 bis 60 Tonnen auf die Waage. In puncto Gewicht gibt es jedoch ebenso erstaunliche Erkenntnisse. Die turmhohen Wesen wogen nur halb soviel wie geglaubt. Große Luftsäcke für die Lungen  machten den Saurier im Prinzip zu einem Hohlkörper. Sein leichtes Knochenmaterial ließ ihn sehr beweglich sein. Mühelos konnte er sich auf die Hinterbeine stellen und eine Geschwindigkeit von 20 km/h mühelos erreichen.
Der längste bekannte Dinosaurier ist derzeit der Diplodocus, mit 27 Metern. Die Forscher gehen davon aus, dass es noch wesentlich größere Giganten gab. So wird anhand von Skelettfunden der Argentinosaurus auf etwa 33,5 Meter Länge geschätzt. Ebenfalls gab es unter den fleischfressenden Dinosauriern monströse Erscheinungen. Der Größte (durch fast vollständige Skelettfunde) bekannte Theropode war der etwa 12 Meter lange Tyrannosaurus rex. Es gibt indessen Skelettfragmente, die auf noch größere Arten schließen lassen. Der größte Theropode war somit vielleicht der Spinosaurus mit einer Länge von 16 bis 18 Meter und einem Gewicht von acht Tonnen.
Die kleinsten Dinosaurier hatten die Größe eines Huhns. Die Theropoden Microraptor und Parvicursor waren beide etwa 60 Zentimeter lang und waren Fleischfresser. Aus der Gruppe der Maniraptoren entwickelten sich in der Jurazeit wahrscheinlich die Vögel. Hierbei weist der berühmte Urvogel Archaeopteryx ein Mosaik aus Merkmalen der Vögel und der Theropoden auf. Die Theorie, dass Vögel von Dinosauriern abstammen, fand jedoch erst sehr spät allgemeine Anerkennung. Bis heute wurden über hundert anatomische Gemeinsamkeiten zwischen den theropoden Dinosauriern und Vögeln nachgewiesen. Ähnlichkeiten zeigen sich besonders beim Hals, Schambein (Pubis), Handgelenk, Schultergürtel, Gabelbein und Brustbein. Diese fliegenden Theropoden haben allerdings nichts mit den Flugsauriern zu tun.
Abschließend sei gesagt, dass sich die Dinosaurier ihrer Gegend gut anpassen konnten, im Gegensatz zu den heutigen Reptilien und sogar den damaligen Ursäugetieren das Leben schwer machten. Sie konnten dank dem Luftpolster rasche Klimawechsel kompensieren. Sie brauchten nicht unbedingt Wärme, sondern konnten in kälteren Vegetationszonen überleben und schafften es teilweise, sich ein Federkleid zuzulegen. Am Ende der Kreidezeit entstand somit ein Missverhältnis zwischen Pflanzen- und Tierwelt. Die großen Giganten gefährdeten die Pflanzenwelt und die nötigte Sauerstoffproduktion.

Das Aussterben von Saurierarten 

Nach neueren Erkenntnissen über den Wandel der Erde (Klima, Pflanzen, Erdschollen), war das Aussterben der Dinosaurier ein schleichender Prozess, der wesentlich früher begann. Vermutlich gab es vor 113 und 91 Millionen Jahre jeweils ein Artensterben und weitere lokale Ereignisse reduzierten kontinuierlich die Dinosaurier und Arten starben aus. Scheinbar funktionierte ein Faunawandel nur in den Meeren und Ozeanen. Die Wasserqualität und die verringerte Nahrung regelten den bisherigen Artenreichtum. Durch das Kontinentaldriften kam es zu enormen Erdreaktionen, die sich massiv auf die Gewässer auswirkten. Die Meere wurden tiefer, wodurch neue Landmassen entstanden. Zahlreiche Wasserpflanzen starben aus, weil das wachstumsfördernde Licht nicht mehr in die Tiefe drang. Die Vegetation verkümmerte und neuartige Gewächse raubten an anderer Stelle den Meeresbewohnern den Lebensraum.
Nur kleinere Tiere waren überlebensfähig und waren durch ihre Größe flink genug ihren Feinden zu entkommen. Geschwächt durch Nahrungsmangel wurden die großen Fische eine leichte Beute der Raubfische. Und die Räuber des Meeres mussten sich am Ende gegenseitig fressen, da für sie letztendlich die Nahrung knapp wurde. Für die bevorteilten Giganten, wie die Ichthyosaurier und den Monsterhaien, gab es ebenso nichts mehr zu jagen. Eine stark minimierte Pflanzenwelt löste im Meer eine Vernichtungskette aus. Zugunsten kleinerer Fische veränderte sich die Wasservegetation, sodass Reste der alten Spezies kaum noch Futter fanden und durch viele neue Brutfeinde über kurz oder lang ausstarben. Eine solche Erneuerungswelle vollzog sich im Meer in Etappen, dafür spricht der Rückgang von Meeressaurier, noch vor der vermeintlichen Katastrophenära. Circa 150 Millionen Jahre dauerte die Herrschaft der Ungetüme und über 30 Millionen Jahre zog sich das Ende der letzten Ichthyosauren hin. Der Platypterygius (145 bis 93 Mio. Jahren) war einer der letzten Giganten.
Eine ähnliche Neuordnung ereignete sich in der Luft. Zunächst resultierte der Riesenwuchs von Flugsaurier von der steigenden Zahl der Großinsekten. Nachdem diese fast ausgerottet waren, spezialisierten sie sich auf Kleinsaurier und später standen die Säugetiere auf ihrer Speisekarte. Gegen die Giganten der Jura- und Kreidezeit waren die Flugechsen schließlich chancenlos und um die Säugetiere zu vernaschen, war ihre Größe hinderlich. Flugsaurier mussten sich umstellen. Überbrückten den Hunger mit pflanzlicher Kost und oftmals fraßen sie Aas oder erwischten kranke und alte Tiere. Eine große Menge von den fliegenden Giganten verhungerte und schaffte damit Platz für die Konkurrenz. Kleine fliegende Klein-Theropoden betraten die Bühne und waren in Schwärmen jederzeit in der Lage, es mit jedem Flugmonster aufzunehmen. Später bildeten sich aus den kleinen Flugechsen wahrscheinlich die Vögel heraus. Zu einer weiteren tödlichen Gefahr wurden die flinken kletterfähigen Raubsäuger, die als Eierdiebe die Brut zerstörten, gemeinschaftlich geschwächte Tiere angriffen und geschickter das Essbare von den Kadavern abnagten. Wegen der stetig sinkenden Anzahl von großen Flugsauriern wurden Vogelechsen und Ratten dreister, räuberten die Nester auf den hohen Bergen aus oder griffen sie dort sogar an. Es wird vermutet, dass die großen Flugungeheuer (Giraffengröße) noch vor dem Katastrophenszenario ausgestorben sind. Allerdings gibt es Theorien, dass hier und da einige vielleicht überlebt haben und zu Drachen mutierten, die bis zum Mittelalter der Neuzeit die Menschen in Angst und Schrecken versetzten. Theorien dazu werden von der Wissenschaft heftig bestritten und bezweifeln, dass es weder Drachen oder Meeresungeheuer gab.
Einer der gnadenlosesten Überlebenskämpfe fand vermutlich in den Uferregionen statt. Die herrschenden Krokodile bekamen es mit verzweifelten Raubsauriern und letzten Meeresungeheuern zu tun. Sie stritten um die letzten Fleischressourcen und griffen sich gegenseitig an. Im Überlebenskampf wurde der ehemalige Respekt voreinander zweitrangig. Kleine und wendigere Krokodile gingen als Sieger hervor. Sie waren ebenso die ungekrönten Herrscher der Binnengewässer. Gegen die Raubsaurier kamen ihnen verstärkt die Säugetiere zu Hilfe. Besonders die Ratten vernichten die Nachkommenschaft und vielleicht konnte auch ein Biss von ihnen die Saurier mit einer tödlichen Krankheit infizierten oder Ähnliches.
Die weltweiten Veränderungen machten auch nicht vor dem Binnenland halt. Durch die plattentektonischen Vorgänge häuften sich kräftige Erdbeben und verheerende Vulkanausbrüche. Die neuen Inselerdteile ermöglichten einen revolutionären Klimawandel. Stetig veränderte sich die Pflanzenwelt und die Lebewesen mussten nachziehen. Jedoch wurde das Aussterben von Saurierarten durch neue Arten kompensiert. Im Prinzip vollzog sich ein langsamer Umformierungsprozess auf dem Festland. Die Natur begrenzte die üppige Vegetation und die neuen Blütenpflanzen und Gräser schmeckten den Pflanzengiganten überhaupt nicht. Ein gnadenloser Konkurrenzkampf um die wenigen Farne reifte heran. Notgedrungen (Hunger) wurden einige von ihnen Aasfresser, wogegen andere zu jagenden Fleischfressern wurden. Mit dem Aussterben von Pflanzenfresser, durch Hunger und Krankheit, fanden die Jäger weniger Beute und fielen gegenseitig über sich her.
Jeweils in einer schwächelnden Phase der Saurier, erstarkten die Säugetiere und traten selbstbewusster ins Rampenlicht. Die scheuen meist nachtaktiven Winzlinge wagten sich aus ihren Verstecken und setzten den Sauriern arg zu. Da sich die Flora stets wieder erholte, stieg die Zahl der Dinosaurier wieder. Obendrein passten sie sich den Gegebenheiten an und entwickelten entsprechende Arten. Kleine Saurier, wie der 90cm lange Mononykos begannen vor 70 Mio. Jahre zu einer Gefahr für die Säugetiere zu werden. Über die Datierung des Parvicursor und Compsognatus sind sich die Experten nicht ganz einig und könnten daher bis vor 65 Mio. Jahren gelebt haben. Wie dem auch sei, der große Siegeszug einer neuen Qualität von Lebewesen verlief sehr schleppend. Obwohl sich das Ende der Dinosaurier ankündigte, schaffte es die Natur nicht sich ihrer zu entledigen. In der Entwicklungslogik der Erde war mit den Kolossen die größte Lebensform erreicht, die allerdings mehr Probleme als Nutzen brachte. Obwohl Saurier weniger Grünfutter benötigten, als angenommen, so vertilgten sie tonnenweise Nahrung und gefährdeten damit das ökologische Gleichgewicht. Vor 65 Mio. Jahre setzte die Erde einen Schlusspunkt und holte oder erhielt Hilfe von außen.