5.5. Erdschollenbewegungen - Teil 3

5.4.  Die  Erdschollenbewegung ( Teil 3)

H. Indien, das Wanderfestland das auf Asien traf
I.  Indonesien und der versunkene Kontinent Lemuria
J. Ostasien, der Motor der hominiden Verbreitung
*   Resümee

Siehe Anmerkungen und plattentektonische Karte von Teil 1 und benutzen Sie zum besseren
Verständnis eine geologische Atlas-Karte zum jeweiligen Erdteil.

Bild: Indische Platte // Quelle: Wikipedia.de

 

H. Indien

Der Inselerdteil trennte sich von Afrika und driftete nach Asien und verursachte dort eine folgenschwere Entwicklungskette. Bereits vor 130 Millionen Jahren löste sich Indien vom Superkontinent Gondwana und brach von der australischen Platte die Sychellen und von der antarktischen Platte Madagaskar ab. Auf der 6.000 km langen Reise trennte sich vor 90 Millionen Jahren Madagaskar von Indien und die Sychellen gingen vor 65 Millionen Jahren ihren eigenen Weg. Die Indische Platte war geprägt von einer tropischen Flora und Fauna, führte also die Erbanlagen Afrikas mit sich.
Der Zusammenprall von Indien mit Eurasien begann etwa vor 22 Millionen Jahre und durch die gewaltige Wucht türmte sich an der Nahtstelle das Himalaja-Gebirge auf. Aufgrund der sehr hohen Berge wird vermutet, dass die Insel mit untypischer Geschwindigkeit auf Asien raste und eine verheerende Folgekette auslöste. Nördlich des Himalajas hoben sich Geröllmassen zum Tibeter Hochland, das bis zur Mongolei reichte. Im Osten (Indochina) rastete Indien, wie bei einer Klammer ein, wodurch sich die ursprüngliche Landmasse der Philippinen und die Landverbindung zu Indonesien lösten. Im Westen presste Indien dabei Persien zusammen, dass wiederum Auswirkungen auf Anatolien hatte und gleichzeitig Arabien aus dem Meer quetschte. Zeitgleich drückte Sibirien gegen die arktische Platte und bewirkte, dass Skandinavien Europa in Richtung Afrika trieb.
Im Norden Indiens wurde durch die Kollision ein breiter Streifen der Vegetation vernichtet.
Im überwiegenden südlichen Teil Indiens blieb die Flora und Fauna weitgehend erhalten. Der Aufprall hinterließ dennoch seine Spuren und veränderte lokal das Klima. Besonders in den tropischen Gebieten mussten sich die Tiere in den vegetativen Enklaven arrangieren oder sich dem Wandel anpassen. Nachdem sich der Norden erholte, bildeten sich dort Savannen.
Vor 10 Millionen Jahren hatte Indien seinen endgültigen Platz in Asien gefunden. In dieser warmen Zone konnte sich schnell wieder die Pflanzenwelt ausbreiten. Die Hauptwucht der Karambolage ereignete sich nordwestlich. Dafür sprechen die Gegebenheiten, die Berge und einer Landschaft die überwiegend aus Steinen und Geröll bestand, und sich die Vegetation in jene Richtung kaum ausbreiten konnte. Östlich über Bangladesh verbreiteten sich die Gewächse afrikanischen Ursprungs nach Osten (Indochina) wesentlich besser. Inwiefern ein Vermischen der indischen mit der asiatischen Tierwelt stattfand, kann nur hypothetisch betrachtet werden. Jedoch spricht einiges dafür, dass von den schätzungsweise 350 Säugetier-, 1.200 Vogel- und den 400 Reptilienarten deren Ursprünge überwiegend in Afrika liegen. Daher ist es kein Zufall, dass sich die Tierwelt, von Südostasien und Afrika noch heute ähnelt. Stellvertretend sollen die Elefanten, Antilopen und die Tigerpython genannt sein. Bei anderen Schlangenarten, Krokodilen und Affen ist das nicht mehr so sicher. Der Tiger (Säbelzahntiger) und die Hirsche sind dagegen eurasische Tiere, die später aus dem nördlichen Sibirien einwanderten. Die Affenarten, die zu einer hominiden Entwicklung fähig waren, haben wahrscheinlich einen asiatischen Ursprung. Bei einem Vergleich mit den heutigen typischen Menschenaffen zwischen Gorilla (Afrika) und Orang-Utan (Asien) scheint es keine direkte Verwandtschaftslinie zu geben. Die spärlichen Knochenfunde in Asien konzentrieren sich zudem auf Südostasien.
Die ältesten Funde von Affenmenschen wurden bisher nur in Pakistan (Sivapithecus indicu) und in China (Lufengpithecus lufengensis) gefunden, die beide etwa 8 Millionen Jahre alt sind. Demnach sind die gefundenen Menschenaffen und Affenmenschen asiatischen Ursprungs und wanderten später nach Indien ein. Deshalb muss angenommen werden, dass es in Indien keine hominide Evolution gab. In der stabilen Natur Indiens und deren Reichtum an Tieren fanden Orang-Utans dort keinen Platz. Zudem war die Konkurrenz von anderen aggressiven Affenarten zu groß. Eine hominide Besiedlung Indiens erfolgte erst mit dem Homo erectus oder mit dem Homo sapiens, die später aus Europa oder Kasachstan kamen.

I. Indonesien ( Südostasien )

An der historischen Bedeutung Indonesien scheiden sich die Geister. Besonders die Theorie über den Großkontinent beschäftigt die Wissenschaftler seit Hunderten von Jahren. In der Region, wo heute Indonesien liegt, soll es eine riesige Festlandsplatte gegeben haben. War es Indonesien selbst oder war es die Philippinische Platte oder etwas, was heute nicht mehr existiert?
In einer ersten These wurde der Erdteil Lemuria genannt und nach neueren Ansichten, gehörten große Teile der polynesischen und indonesischen Inselwelt dazu. Möglicherweise bildeten auch die Philippinische und die Nasca Platte mit Indonesien eine Einheit. Im Laufe der Zeit lösten sich die Philippinen gen Norden und das Nasca Plateau versank nach und nach im Pazifik. Zurück blieb dennoch eine gigantische Festlandsmasse. Forscher sind sich insofern einig, dass etwa vor 80 Millionen Jahren Südostasien ein großer eingedrehter Festlandbereich war.
Folgende Variante wäre logisch möglich gewesen:

Das Gebiet rollte sich, wie ein Tentakelarm (vgl. Mittelamerika), langsam auseinander. Der Vorgang wurde durch den Indien-Crash (vor 22 bis 10 Millionen Jahren) beschleunigt. Der Arm Malaysia-Indonesien rollte sich südwärts aus und schleuderte die philippinischen Masse nach Nordost. Infolgedessen versank das Festland der Nasca Platte und Australien wurde Richtung Antarktis geschoben.
Natürlich gibt es noch andere Hypothesen, deren Sichtweisen aber nicht überzeugen. Zumindest ist Indonesien die geheimnisvollste und sagenumwobenste Erdplatte im Tertiär. Es gibt nicht wenige Experten, die die Wurzel des modernen Menschen hier vermuten. Indonesien nimmt deshalb in der Betrachtung den größten Raum ein und wird sich mit den Spekulationen über Lemuria (A) befassen, den Thesen zum Javamenschen (B) und die Überlegungen zur Besiedlung Südamerikas (C) bekräftigen.

A: Der versunkene Kontinent Lemuria

1864 stellte der englische Zoologe Philip L. Sclater (1829-1913) die Hypothese über den Urkontinent Lemuria auf. Er stützte sich dabei auf die Verbreitung der Halbaffenart der Lemuren. Da die Tiere nur in Madagaskar und Südostasien vorkommen, soll sich der Kontinent demnach im Indischen Ozean befunden haben. Nach späteren Ansichten könnte Madagaskar selbst nach Osten gedriftet sein.
Im Zuge seiner Evolutionstheorie behauptete Charles Darwin seiner Zeit, dass der Mensch vom Affen abstammt und das sich die Menschheit über Afrika in die Welt verbreitete (1871). Die Evolutionstheorie entfachte einen Sturm der Entrüstung, aber die Abstammung vom Affen ließ sich kaum noch wiederlegen. Einige Akademiker versuchten den Ursprung des Menschen nach Lemuria zu legen. Die These sollte mit dem sagenhaften Atlantis untermauert werden, dass sich ebenfalls dort befunden haben könnte. Somit wären die Urahnen zumindest keine Afrikaner. Es war damals unvorstellbar, dass die Menschen von Schwarzen („Neger“, „Untermenschen“) abstammen sollten.
Der Naturphilosoph Ernst Haeckel (1834-1919) stützte die Ursprungstheorie mit Argumenten, dass in Lemuria die Wiege der Menschheit gewesen ist, zumindest aber in Südostasien. Zahlreiche Überlegungen machten die Runde. Der niederländische Arzt und Naturforscher Eugen Dubois (1858-1940) fand 1891-1894, dann den sogenannten „Java-Menschen”. Eine große Zahl namhaften Persönlichkeiten, u.a. der sozialistische Theoretiker Friedrich Engels (1820-1895), favorisierten die menschliche Abstammung auf dem Kontinent. Ein regelrechter Kult um Lemuria brach aus und regte nicht nur die Fantasie der Wissenschaft an, sondern auch der vieler Schriftsteller. Helena Blavatsky (1831-91) war eine von jenen, die maßgeblich einen Okkultismus auslöste. Sie behauptete, dass der erste Mensch auf Lemuria vor 18 Millionen Jahren lebte und ein ungeheurer Riese mit drei Augen, vier Armen war und doppelgeschlechtlich gewesen sei. Vielfältige absurde Vorstellungen deklassierten die wirkliche Existenz von Lemuria zu einer abwegigen Utopie. Der Okkultist Lewis Spence verlegte Lemuria vom Indischen Ozean in den Pazifik und gab den Anstoß für ernsthaftere Überlegungen. Doch die mögliche Existenz eines versunkenen Kontinents war endgültig in Verruf geraten. Deshalb machte sich die renommierte Wissenschaft nicht die Mühe, sich mit seinen überlegenswerten Ansätzen auseinanderzusetzen. Die jüngsten Theorien gehen davon aus, dass jenes sagenhafte Lemuria Indonesien sein könnte. Zumindest handelt es sich bei Lemuria nicht um das versunkene Atlantis. Festzuhalten bleibt, dass aus plattentektonischer Sicht Indonesien für lange Zeit ein lang gezogenes Festlandgebiet war und mit Asien verbunden blieb.

Neben dem Großkontinent Indonesien wäre tatsächlich ein Erdteil Lemuria möglich, der sich über den Pazifik erstreckte. Alle heutigen Inseln von Hawaii bis Tahiti oder Fidschi, könnten Teil von Lemuria gewesen sein und durch die Naturgewalten ist daraus die polynesische und mikronesische Inselwelt entstanden.

B: Der Javamensch und seine Vorgänger

In großen Teilen Asien vollzog sich eine erzwungene Evolution, dessen Auslöser Indien war. Der Unruhefaktor teilte und veränderte bis vor 10 Millionen Jahren gravierend die Flora und Fauna Asiens. Im Norden türmte sich der Himalaja auf und verdrängte in deren Umfeld das Leben. In einer Reaktionskette wurden die nördlichen Feuchtgebiete zusammengedrückt. Das warme Festlandsklima trocknete die Region bis zur Mongolei aus. Die Tibeter Hochebene und die spätere Wüste Gobi entstanden. Der kühle Norden Sibiriens trieb die subtropische Tierwelt nach Westen (Kasachstan) oder Südosten (Thailand).
Wahrscheinlich gab es zu jener Zeit schon Menschenaffen. Sie mussten ebenso den todbringenden Lebensraum verlassen. Es entwickelten sich somit in Asien zwei Evolutionszentren. Wie auf allen anderen Kontinenten hatte Asien eine eigene Pflanzen- und Tierwelt entwickelt. Nun brachte Indien seinerseits Tiere und Pflanzen afrikanischen Ursprungs mit. Da sich Indien mehr in nordwestlicher Richtung einhackte, fand ein Austausch der Pflanzen und Tierwelt über Bangladesh statt. Schnell breiteten oder ergänzten sich die Pflanzen über Südostasien aus. Die Gewächse wucherten über die Landverbindung nach Indonesien und erreichten noch die nahen Philippinen. Im Schlepptau befanden sich natürlich die Tiere, deren Verbreitung von den Gegebenheiten begrenzt wurde.
Wahrscheinlich schafften es nur noch schwimmfähige Tiere zu den Philippinen, da die Landbrücken zerbrochen waren. Bis auf die Halbaffen der Koboldmakis setzten sich keine Primaten auf den Philippinen durch.
In Indonesien dagegen siedelten sogar Menschenaffen. Das die Urzeit-Affen Vorgänger der Orang-Utans waren muss an dieser Stelle relativiert werden. Die Wahrscheinlichkeit spricht lediglich dafür, weil es heute in Ostasien keine Gorillas gibt. Fossile Funde in Indonesien belegen die Existenz von Urahnen der Orang-Utan vor 12 Millionen Jahren. Ältere Spuren von Primaten außerhalb Indonesiens wurden bislang nicht gefunden, daher müssen sie sich von Indonesien nach China ausgebreitet haben. Das aber würde bedeuten, dass es in Westasien keine separate Entwicklung von Menschenaffen gab. Die Knochenfunde von Affenmenschen in Pakistan (vor 8 Millionen Jahren) widerspricht dieser These. In dem Gebiet westwärts der gebirgigen indischen Nahtstelle müssen Menschenaffen gelebt haben.
Bleiben wir zunächst in Südostasien und versuchen die dortige Evolution zu erklären. Der indonesische Raum liegt heute in einer äußerst aktiven Erdzone. Furchtbare Erdbeben, gewaltige Vulkanausbrüche und meterhohe Tsunamis gefährdeten dort jedoch den Lebensraum. Unvorstellbar heftig schlugen die Naturgewalten in der tertiären Epoche zu. Erdbeben sprengten die Landmasse auseinander und zahlreiche Inseln entstanden. Vulkanausbrüche löschten das Leben aus, schufen aber zugleich neues Land und wundersam erholte sich die Natur immer wieder. In der Nähe von Meeren türmten die Naturereignisse gigantische Wellen auf. Nach heutigen Erkenntnissen konnte so eine Killerwelle bis zu 30 Meter hoch werden, das in etwa einem 10-stöckigen Wohnblock entspricht. Besonders für größere Tierarten barg Indonesien ein hohes Risiko, von einer Welle ertränkt zu werden, im vulkanischen Feuerregen zu verbrennen oder nach dem Beben plötzlich auf einer Insel festzusitzen. Instinktiv mieden die großen Huftiere die Gegend und demzufolge war Indonesien auch für Raubtiere uninteressant. Die Affenarten hingegen kamen mit den widrigen Umständen und ihrem flexiblen Bewegungsapparat besser klar.
Für sie war reichlich Nahrung vorhanden, und weil es keine bedrohlichen Raubtiere gab, konnten sie auf dem Boden leben. Menschenaffen zogen in die Welt der späteren Inseln Java, Borneo oder Sumatra ein. Möglicherweise drangen später aus China vertriebene Affenmenschen in den Lebensraum. Die Unterschiede zwischen den beiden Primatenarten waren nicht allzugroß, aber sicherlich hatten es die chinesischen Menschenaffen gelernt sich alternativ zu ernähren (fleischlich). Neben der Feindschaft als Nahrungskonkurrenten brachten die Naturgewalten existenzielle Gefahren mit sich. Immer wieder schlug ein Inferno nach dem anderen zu und jene die überlebten befanden sich plötzlich auf einer Insel. Nicht selten waren die gewohnten Nahrungsmittel verbrannt oder wurden fortgespült. Sie lebten in einer unberechenbaren Welt, die häufig abrupt die Lebensbedingungen änderte.

Eigentlich konnten auf den Inseln nur kleine Tiere überleben. Im existenziellen Überlebenskampf mutierten sie zu Allesfressern und in der größten Not, standen die Artgenossen auf der Speisekarte. Auf der Suche nach Nahrungsalternativen entdeckten sie die Wasserpflanzen und wurden auf Fische aufmerksam. Im Verhältnis zu den unsicheren Nahrungsquellen auf der Insel bot das Wasser ein unerschöpfliches Angebot. In den seichten Buchten und Binnenseen erfanden sie Methoden für eine Portion Sushi.
Die Launen der Natur regten im hohen Maße das Denken an und in deren Folge entwickelten sich Menschenaffen schneller zu Affenmenschen bzw. reiften schneller zu einer hohen hominiden Entwicklungsstufe heran. Wegen der wachsenden Population war der Reichtum von Uferfischen bald aufgebraucht. Die Mehrzahl von Hominiden verließen ihre Heimat und suchten nach neuen Nahrungsquellen, vorausgesetzt sie lebten nicht auf einer Insel. Vermutlich waren es die Inselbewohner, bei denen sich die logische Erkenntnis entwickelte, dass sich in der Mitte des Sees oder draußen im Meer weitere Fische befinden müssen. Die Natur zeigte ihnen, wie man dahin kam. Heftige Stürme brachen Bäume und ließen Holz auf dem Wasser schwimmen. Nach einer Reihe von missglückten Versuchen gelang es den Urwesen, sich einen schwimmfähigen Untersatz zu bauen. Die ersten wackligen Konstruktionen wurden stetig perfektioniert und so bauten sie sich Boote bzw. Floße. Zudem kann die Erfahrung, dass ein effektives Zusammenarbeiten mit anderen Sippen den Wohlstand erhöhte. Zum Inseldasein verdammt arrangierten sich die Hominiden untereinander. Sie gründeten Gemeinschaften und mussten zwangsläufig gesellschaftliche Strukturen aufbauen. Mit der gleichzeitig wachsenden Intelligenz wurde die Übervölkerung zum Problem. Die natürliche Auslese, durch tödliche Krankheiten oder Unfälle wirkte nicht mehr regulierend. Die Zahl jener, die im Wasser ertranken oder im Meer von einem Hai getötet wurden nahm ebenso ab. Auch auf die Naturgewalten stellten sich die Menschen besser ein.
Mit dem Homo erectus bzw. seinem nahen Vorläufer fand auf den Inseln eine regelrechte Bevölkerungsexplosion statt. Erste Machtkämpfe brachen aus oder eskalierende Ernährungsprobleme förderten erneut den Kannibalismus. Es wurde notwendig, dass ein Häuptling die Gemeinschaft ordnete, und sei es zu bestimmen, wer von wem verspeist wird. Andererseits vertrieb so eine Machtclique die Ohnmächtigen, zwangen sie die Insel zu verlassen oder jene flohen freiwillig, statt als Mahlzeit zu enden.
Es ist möglich, dass der Homo erectus auf den indonesischen Inseln über nautische Fähigkeiten verfügte und sich demzufolge weit von der Heimatinsel entfernen konnte, um Fische zu fangen. Sie orientierten sich vielleicht am Stand der Sonne am Tage und an den Sternenhimmel in der Nacht. Möglicherweise sahen sie Inselumrissen am Horizont oder die Anwesenheit von Möven kündigte die Landnähe an. Für Vertriebene oder Flüchtende war die Hoffnung auf eine neue Heimat im weiten Meer sehr hoch. Dennoch dürften solche Reisen ein Lotteriespiel gewesen sein. Die wenigen, die ihr Ziel erreichten, wurde die Basis zur Besiedlung unbekannter Inseln.
Es ist denkbar, dass vor etwa 2 bis 1,5 Millionen Jahren die Hominiden die nahe indonesische Inselwelt beruderten. Was die Großinseln betrifft, war verschiedenes möglich. So könnte sich vor etwa 1,6 Millionen Jahre auf Java der Homo erectus entwickelt haben oder wurde von ihm besiedelt. Naturereignisse und Erd-Aktivitäten vertrieben die Spezies über Sumatra nach Malaysia und von dort über Thailand nach China. Typisch für den indonesischen Homo erectus war, dass er in Küstennähe blieb.
Der Dschungel war für den Primaten zu gefährlich und außerdem konnte er sich notfalls immer von den Meeresfischen ernähren. Dieser Umstand bewirkte eine beschleunigte Verbreitung der Hominiden an der ostasiatischen Küste. Neue klimatische Herausforderungen und ein Übervölkerungsproblem wurden wichtige Faktoren für eine qualitative Entwicklung. Mit dem Homo sapien verstärkte sich die Besiedlungswelle, die nun von China ausging. Die qualitativ höhere Spezies verdrängte oder tötete die primitiven Hominiden in Richtung Süden. Im Norden schreckte sie die Kälte ab, Landeinwärts fürchteten sie sich vor der Wildnis und die Landbrücke nach Indonesien gab es inzwischen nicht mehr.
In der südöstlichen Inselwelt verlief die Besiedlung dagegen schleppend, zumal die meisten Boote nie ihr Ziel erreichten. Nach archäologischer Überzeugung wurde vor 55.000 Jahren die polynesische Inselwelt besiedelt. Vermutlich gab es jedoch Homo erectus-Arten, die deutlich früher Inseln besiedelten.

C. Besiedlung Südamerikas

Der Großkontinent Indonesien zerfiel im Laufe der Zeit in drei Inselregionen.

  1. Im Westen befinden sich die größeren Festlandsinseln (Indonesien) von Sumatra über Java und Borneo bis nach Neuguinea, und auch die Philippinen rechnen dazu.
  2. Im Mittelteil sind die nördlichen mikronesischen Inseln (z. B.: Bikini-Atoll, Gilbert-Island, vermutlich auch Hawaii) und die östlichen polynesischen Inseln (Fidschi, Tonga, Tahiti).
  3. Ostwärts liegt das Tuamotu Archipel (Mururoa-, Henderson-, Osterinseln) und der Nasca-Rücken (Sala y Gomez, San Felix). Von der Inselwelt der Urzeit befinden sich heute nur noch wenige Eilande über Wasser. Eventuell lag zu jener Zeit Südamerika in der Nähe von Indonesien oder Lemuria.

Erdwachstum: Bisher ist die Forschung davon ausgegangen, dass vor 4,5 Milliarden Jahre die Erde seine volle Größe erreicht hatte. Inzwischen ist man sich da nicht mehr so sicher. Zu viele geologische Ungereimtheiten könnten mit dem Erdwachstum erklärt werden. So wurden in der Urgeschichte fortwährend Landschaften überschwemmt, die dann zu Wüsten wurden. Aber wohin zog sich das Wasser zurück, wenn es zu jener Zeit keine Vereisung gab? Was ist mit den vielen Vulkanausbrüchen, die neues Land schufen und trotzdem den Meeresspiegel nicht abhoben? Wenn wir allerdings davon ausgehen, dass die Erde im Volumen wächst, so übt unser Planet bewusst einen Einfluss auf seine Entwicklung aus. So könnte der atlantische Riss zwischen Amerika und Europa/Afrika maßgeblich die spezifischen Vorgänge ausgelöst haben. Gleichzeitig sorgte der tiefe Meeresgraben dafür, dass der Meeresspiegel konstant blieb und neues Land entstehen konnte. Insofern könnte der indische Meeresrücken die Antarktis von Afrika gedrückt haben. Die jüngste Wachstumsphase ereignete sich an der südamerikanischen Küste und gemessen an der Häufigkeit von gegenwärtigen Katastrophen im Pazifischen Ozean ist der Vorgang noch nicht abgeschlossen. Hauptauslöser ist vermutlich die Nasca-Platte, die durch ein Heben und Senken, die Erdaktivitäten in der Region massiv verstärkte. Letztendlich riss sie die Erdkruste auf, wodurch sich Südamerika von Polynesien entfernte.

Es könnte also sein, dass vor einer Million Jahren Urmenschen umliegende Inseln besiedelten. Die Lehrmeinung stützt sich jedoch hartnäckig nur auf die archäologischer Funde. Demzufolge setzten die Entdeckungsfahrten erst vor 35.000 Jahren (v. Chr.) ein. Sie erreichten die Fidschi-Inseln vor 1.000 Jahren (v. Chr.) und strandeten eventuell erst 900 (n. Chr.) an der Küste Perus. Anhand von Werkzeugfunden in Peru schließen Archäologen eine Besiedlung durch die pazifische Inselwelt aus, da die Fundstücke mit keiner äquivalenten Zivilisationsstufe übereinstimmen. Die Polynesier waren den Südamerikanern zeitlich voraus. Nun wurden aber im Norden Brasiliens Knochen gefunden die 32.000 Jahre alt sind. Eine südamerikanische Spezies von Hominiden wird völlig ausgeschlossen, eine Besiedlung von Norden konnte ebenfalls nicht sein und ebenso abwegig ist eine Einwanderung von Urmenschen über die Antarktis. Wo also kamen sie her?
Da die Knochenfunde in Brasilien nicht ins Schema passen und noch heftig diskutiert werden, wird ihnen die Anerkennung verwehrt. Demnach gelten als älteste Funde, die Homo sapien von Mexiko und Chile, die vor etwa 12 000 (v. Chr.) Jahren gelebt hatten. Doch vor der Qualitätsstufe Homo sapien muss es eine hominide Vorstufe gegeben haben und lebte mindestens vor 15.000 Jahren. Die propagierte Meinung (Besiedlung über Nordamerika) erscheint abwegig, weil die ältesten Knochenfunde dort nur ein Alter von 1.100 Jahre haben. Vergleicht man dagegen die Kultur der Mayas, Azteken und Inkas, mit den polynesischen Riten und Bräuche, so gibt es da offensichtliche Parallelen. Das Siedeln von Polynesiern wäre, die schlüssigste Sichtweise und könnte vor 32.000 Jahren stattgefunden haben.
Möglicherweise erfolgte die Besiedlung über die Marquesas- und den Galapagos Inseln nach Peru, wobei der ostpazifische Rücken zu jener Zeit deutlich schmaler war. Wie bereits gesagt könnte die Erde über die Jahre hinweg dort an Volumen zugenommen haben.

Resümee Indonesien
Es ist sehr wahrscheinlich, dass es neben Afrika weitere hominide Entwicklungszentren gab. Ein zweiter Evolutionskern lag in Südostasien. In mehreren Wellen zogen sie vor 1,5 Mio. Jahren nach China und breiteten sich vor 55.000 Jahren auf den pazifischen Inseln aus. Vor 32.000 Jahren besiedelten sie vermutlich Südamerika und als eine der letzten Inseln entdeckten die polynesischen Māori 1200 n. Chr. Neuseeland.

J.  China, Japan und das Restliche Asien

China, Sibirien und Europa waren zur eurasischen Platte verschmolzen, aber erst die Kollision mit Indien verschweißte die Erdteile miteinander. Gravierende Veränderungen folgten und vor 5 Millionen Jahren kam die arktische Kälte hinzu. Im feuchten Zentralasien (Kasachstan) bekam ein warmes Kontinentalklima die Oberhand. Die Vegetation der Sumpfgebiete und Urwälder trockneten südwärts aus. Der rasche Wandel verlangte ein schnelles Umstellen von der Tierwelt, zudem begrenzten die verbleibenden Vegetationsinseln den Lebensraum. In der sich bildenden kargen Savanne konnten lediglich bestimmte Tierarten überleben und Fluchtmöglichkeiten fehlten. Im Norden war das kalte Sibirien, im Westen ein unruhiges Europa, im Osten türmten sich Berge auf und das Meer zog im Süden eine Grenze. Zwangsläufig bedeutet es für die Affenarten, dass sie sich schnell zu Menschenaffen entwickeln mussten, damit sie überleben konnten. Durch die sich ausbreitende arktische Kälte und ein sich stetig veränderndes Klima drangen sibirische Tiere in den Lebensraum vor. Vermutlich verschwanden alle subtropischen Pflanzen in Westasien und mit ihnen alle Tiere, die sich nicht anpassen konnten. Für die Menschenaffen gab es also vielseitige Herausforderungen.
Konnte sich in Afrika die Evolution gemächlich vollziehen, so musste sich die südostasiatische Spezies schneller entwickeln, aber in Zentralasien musste dazu eine rasante Evolution erfolgen. Nördlich von Indien (Tibeter Hochland), hatte sich ein gebirgiges Hochplateau gebildet. Ein karger und steiniger Landstrich verblieb der Natur und eignete sich nur für niedere Pflanzen und Kleinsäuger. Das versiegte Wasser und die Trockenheit schufen vegetationsarme Steinwüsten. Die hereinziehende Kälte der Arktis vereiste Gebirgszüge bis zum Himalaja. In der Einöde konnten lediglich die genügsamen Ziegen und Schafe überleben und hatten nur sich selbst als Feinde.
Der Nordosten Chinas geriet in den Einflussbereich Sibiriens und die Kälte veränderte die subtropische Landschaft in weite Grassteppen. Nordische Huftiere drangen von Norden vor und mit ihnen die Raubtiere. Pferde, Rinder und Mammuts eroberten das Weideland, und in den entstehenden Wäldern fühlten sich Rehwild und Bären wohl. Für die Säbelzahnkatzen gab es reichlich Beute. Im Süden Chinas machten wasserreiche Sumpfgebiete der üppigen Dschungelvegetation platz und der Regenwald löste sich auf. Mit dem endgültigen Standort Indien und einer sich stabilisierenden feuchtwarmen Zone breiteten sich die indischen Dschungelgewächse aus. An der Nahtstelle der Vegetationszonen vermischte sich die Tierwelt. So mutierte die Säbelzahnkatze zum indischen Tiger. Das Mammut dagegen brauchte die Kälte und hat schon deswegen nichts mit den indischen Elefanten gemeinsam.
Zwischen Dschungel und Grassteppe bildeten sich vermutlich großflächige Savannen, die das Heranbilden von Menschenaffen förderten. Die Vegetationszonen veränderten sich südlich und zwangen die Hominiden ihre Heimat zu verlassen. Zudem drang der Säbelzahntiger in das Savannenparadies ein und wurde zur existenziellen Gefahr. Vermutlich bildeten sich in China mehrere Arten von Affenmenschen heraus aufgrund unterschiedlicher Herausforderungen. Vor dem klimatischen Wandel und der sibirischen Raubkatze hatten die Affen wahrscheinlich keine natürlichen Feinde. Die Ostasiaten wurden bis nach Indonesien getrieben, wo ihnen die Natur eine weitere Lehrstunde erteilte. Qualitativ gereift kehrten sie zurück zum Festland und wussten inzwischen, wie man Raubtiere bekämpft.
Der Homo erectus erreichte vor 1.000.000 Jahren Peking. Auch ansonsten gab es an der chinesischen Küste genügend Lebensräume, obwohl die Urmenschen das Landinnere mieden
und gefährliche Seefahrten aufs Meer nicht nötig waren. Am Rande des Dschungels gab es genügend Nahrungsmittel und deshalb mussten man sich nicht dem Risiko aussetzen Opfer einer Kobra oder eines Tigers zu werden. Sie fanden ausreichend Gemüse und Obst und ein küstennahes Fischen reichte aus. Schleichend aber dennoch ohne Vorwarnung veränderte sich im Pekinger Raum die Landschaft. Der Homo erectus lebte plötzlich in einer Grassteppe und die gewohnten Nahrungsmittel gab es nicht mehr. Es gab aber viele Huftiere, die sich relativ leicht jagen ließen und den Nahrungsbedarf besser deckte. Der gefährliche Tiger konnte nicht mehr überraschend angreifen und es war sogar möglich ihn mit vereinten Kräften zu töten.
Neben den weiten Grasflächen entstanden im Landesinneren Wälder, die weit weniger gefährlich waren als der Dschungel. Der Urmensch drang nun in die Welt ein und fand weitere Nahrungsquelle (z. B.: Fische in Seen und Flüssen).
Vor 1,2 Millionen Jahren kam es bei Peking zu einer großen Ansammlung der Hominiden und einer Ausbreitung ins Landesinnere. Schon bald war der Lebensraum überfüllt und zwang Sippen ins kalte Sibirien zu ziehen. Über Jahrtausende hinweg verbreiteten sich einige Sippen langsam nordwärts an der Küste entlang. Sie erreichten die Aleuten und besiedelten frühestens vor 250.000 Jahren Nordamerika, von denen die meisten Pioniere wahrscheinlich starben. Vermutlich waren erst die Homo sapiens, vor 30.000 Jahren, in der Lage im eisigen Klima Nordamerikas zu überleben und wurden zu Inuits (Eskimos). Etwa zur gleichen Zeit besiedelten sie Japan über eine Festlandsbrücke oder per Boot von Korea aus. Vor etwa 10.000 Jahren drang eine erneute Zivilisationswelle in die nordamerikanischen Wälder vor. Die Siedler, die in ihrer späteren Entwicklung als Indianer bezeichnet wurden, ähneln stark den chinesischen Mandschuren. Die chinesischen Hominiden verbreiteten sich noch über die Mongolei und fanden in Sibirien ihre neue Heimat.
Mit dem fortschreitenden Wandel in Zentralasien wurden die Menschenaffen nach Ost-Pakistan vertrieben oder wichen nach Persien aus. Die Primaten, die sich für den Südosten entschieden, fanden vor 8 Millionen Jahre erst einmal ihre Ruhe. Jedoch die Menschenaffen in Persien gelangten in eine unruhige Welt. Eurasien drifte gen Afrika und an der türkischen Küste stieg Arabien aus den Fluten empor. Vor den tödlichen Reaktionen der Erde flüchteten sie vermutlich nach Westen und kamen über den Balkan nach Italien und Spanien. Wenige Tausend Jahre später fanden sie dort akzeptable Bedingungen.
Die Kollision von Europa mit Afrika, das Auftauchen Arabiens und die Prätegelen Eiszeit (vor 2,3 bis 2,0 Mio. Jahren), forderte in extremster Weise das Denken heraus. Nur wenige Affenmenschen schafften es zu überleben. Die Wenigen, die es aber schafften, mussten geistig einen enormen Qualitätssprung absolvieren. Das einige Exemplare überlebt hatten, belegen fossile Funde von einer Homo erectus-Art, die vor 1,2 Millionen Jahren in Südspanien lebte. Bereits vor 1,8 Millionen Jahren gab es den Homo erectus schon im Kaukasus Gebiet. Aus der spanischen Spezies wurde der Homo heidelbergensis und aus einer Vermischung mit einem Archaischen Homo Italiens entstand der intelligente Homo neandertalensis. Die europäische Form besiedelte Nordafrika, große Teile Europas und drang bis zum Irak vor. Etwa vor 200.000 Jahren soll der Homo heidelbergensis in Indien Fuß gefasst haben. Dem gegenüber wurden skeptische Stimmen laut, die eine solche weite Ausbreitung bezweifeln.
Im zentralasiatischen Bereich ging die Evolution schneller voran und der Kaukasus Homo hatte längst Arabien entdeckt. In einer Zwischenform dem Homo neandertalensis ähnlich, reifte er zum Homo sapiens und nahm das Umland in Beschlag. Das heißt, die qualitativ höheren Menschenformen Zentralasiens hätten die westlichen Eindringlinge als Nahrungskonkurrenten angesehen und bekämpft. Entweder gab es in Zentralasien eine eigene Zwischenstufe oder es bildete sich eine andere asiatische Homo erectus Form, die beide der europäischen Gattung sehr ähnlich waren. Zumindest sind sich die Experten darüber einig, dass die Einwanderung des modernen Homo sapiens aus Arabien das Ende der Ureuropäer bedeutete. Der arabische Homo breitete sich über den Balkan nach Südeuropa, bis nach Süddeutschland und England aus. Möglicherweise kam es an manchen Orten zu Vermischungen. 
Der zentralasiatische Bereich war vermutlich Ausgangspunkt der vorrangigen Verbreitung nach Indien und Sibirien. Durch die arktische Kälte bedingt wurde die Expansion nach Norden gestoppt. Spätestens als Homo sapiens zogen sie vor etwa 100.000 Jahre nordwestlich über Russland bis nach Polen. Bei dem Knochenfund im tschechischen Mladic (31.000 Jahre alt) könnte es sich, um einen russischen Einwanderer handeln. Der russische Homo sapiens bevölkerte den europäischen Norden und Osten und drang vermutlich von Skandinavien zum Norden Britannien vor. Entgegen der Afrika-These wurde Europa durch zwei Einwanderungswellen von Asien aus besiedelt und über Spanien drangen sie nach Nordafrika (Marokko) vor. 

Zusammenfassend

Vor etwa 2 Millionen Jahren begann die eigentliche Geschichte des modernen Menschen und hatte seine Wurzeln im plattentektonischen Spiel und deren Folgen. Festzuhalten bleibt, dass auf allen Erdteilen dieselben Grundanlagen vorhanden waren, die sich durch spezifische Bedingungen veränderten. So finden wir beispielweise Katzen auf allen Kontinenten lediglich ihre Form ist verschieden. Selbst Robbenarten in der Antarktis könnten einen Katzenursprung besitzen. Ähnliche Verwandtschaftsstrukturen finden sich bei fast allen Grundtierarten. Lediglich bei der Evolution des Menschen soll, nach derzeitiger Meinung, die Natur eine Ausnahme gemacht haben. Allerdings ist zweifelsfrei, dass besondere Gegebenheiten für die Evolution zum Menschen zwingend waren. Speziell musste eine hohe Denkqualität angeregt werden. Häufig sorgten klimatische Veränderungen (Savanne) für ein lebensfeindliches Umfeld, wodurch sich die Art das Denken schulen muss. Die körperlichen Voraussetzungen verhalfen den Menschen zum flexiblen Einsatz von Hände und Füße. Mit der Möglichkeit sich Werkzeuge zu schaffen, wird der Mensch in der Natur von Gejagten zum Jäger.
In drei Regionen setzte demnach (unabhängig voneinander) die Evolution zum Menschen ein, wobei sich die unterschiedlichsten Versuchsgeschöpfe dem qualitativ höchsten Hominiden beugen mussten.

  1. Ostafrika: Langsame klimatische Veränderungen hemmten eine schnelle Entwicklung und es gab daher mehrere quantitative Schübe. Bedingt durch den ruhigen Kontinent finden sich hier besonders viele Fossilien. Sie belegen zugleich, dass es mehrere Versuche menschlichen Lebens gab (keine Entwickelungsreihenfolge).
  2. Südostasien: Starke Veränderungen, hervorgerufen durch Indien und Indonesien forderten die Hominiden zu einer beschleunigten Entwicklung (Seefahrer & nördliche Verbreitung).
  3. Zentralasien: Abgeteilt vom Osten, ereilte die westliche Spezies das komplette Folgepaket des kontinentaldriftig von Eurasiens mit Afrika. In deren Nahtzonen musste hier eine besonders schnellere Evolution stattfinden (Besiedlung Europas und Nordafrikas).