6.4. Die Mongoloide Rasse

Die Mongoloide Rasse ( Asien, Ozeanien, Amerika)

(Bilder stammen aus dem "Brockhaus-Lexikon 1911" und ist auf der Quelle: http://www.zeno.org unter "Menschenrassen" zu finden)

Menschenrassen. I. 1. Australierin. 2. Australierin. 3. Papua. 4. Frau vom Bismarckarchipel. 5. ...Menschenrassen. II. 21. Eskimo. 22. Samojedin. 23. Chinesin. 24. Japanerin. 25. Siamesin. 26. ...

 photo westlake.jpg

 

 

 

 

 

 

 

Chinesische Landschaft
 

 

Zentrales Herkunftsgebiet Südostasien, spezielles Kerngebiet Java (Indonesien)
Älteste Frühmenschenfunde
Name Alter Fundort
Homo erectus    
Homo erectus   
Homo erectus   (ähnlich)
                     1.700.000  Jahre
1.200.000  bis 700.000  Jahre
250.000   &     209.000  Jahre
Indonesien
China
Indonesien & China
Homo sapiens          40.000  Jahre 
       32.000  Jahre  
       19.000  Jahre
  18 - 16.000 Jahre
  15 - 13.000 Jahre
  12 - 10.000 Jahre
         11.000  Jahre
         11.000  Jahre
          1.500  Jahre
China (Peking Delta)
Brasilien  (im NO Urwald)
Nordamerika  (Kanada)
Japan
Nordgrönland (Eskimos)
Indonesien  (Java, Borneo)
Mexiko  (im Süden)
Chile     ( im Norden)
USA      (Mittelost)
Expansion:
!!! Verbreitungsantrieb waren primär plattentektonische Aktivitäten (Vulkan, Erdbeben)
!!   das indonesische Südostasien zerdriftete in eine Vielzahl von Inseln
!    im Homo erectus Stadium waren eine große Zahl Menschen zunächst auf ihren Inseln gefangen, dann gelang vermutlich zahlreichen
     Frühmenschen die Flucht nach Indochina

Anmerkung: Alle Jahresangaben beziehen sich vor dem Jahre 0, also vor Christus
1. Welle, vor etwa 1,5 bis 1,0 Millionen Jahre: der Homo erectus besiedelt die Küste Ostasiens bis nach Peking  (China), wurde vom
    sibirischen Klima gestoppt

2. Welle, etwa vor 250.000 Jahren: eine höher entwickelte Homo erectus Art oder gar eine neue Spezies übernahm die Vorherrschaft in
    Ostasien, und wahrscheinlich entdeckten indonesische Inselbewohner 
Neuland in der östlichen pazifischen Inselwelt
3. Welle, etwa vor 60 – 20.000 Jahren: der wesentlich intelligentere Homo sapiens verbreitete sich über die pazifische Inselwelt und
    erreichte vor 32.000 Jahren Peru (Südamerika) oder in Nordbrasilien 
entwickelte sich eine eigene vierte Menschenart, die der
    mongoloiden Art sehr ähnlich war

4. Welle, vor etwa 20 – 10.000 Jahren: Als in Europa noch die Weichselkaltzeit herrschte, begann die Warmzeit in Nordasien bedeutend
    früher; vom Pekinger Raum aus wanderten die Frühmenschen 
nordwärts an der Küste entlang, über die damalige Aleute Landbrücke
    nach Nordamerika; durch die vulkanischen 
Aktivitäten in den USA gestoppt, blieben die Neusiedler in Nordamerika, arrangiert sich mit
    den 
Nordpol und gelangten bis nach Lappland (Finnland)
5. Vor 15.000 bis 1.000 Jahren: Überschneidend zur nördlichen Welle, strömten die kleineren peruanischen Frühmenschen (Indios) an
    der Westküste Südamerikas nodrdwärts und zogen bis
nach Mexiko;
dementgegen drangen über die Ostküste der USA die größeren
    Nordmenschen (Indianer) indes südwärts 
(verbreiteten sich über die USA und Kanada)       

Prägende Grundbedingung

  • Ursprünglicher Lebensraum Südasiatische Kompaktmasse aus den heutigen Regionen Indonesien, Indochina und den Philippinen, die sich durch Indien in eigenständige Platten auflösten und durch die Erdaktivitäten weiter in Inseln zerdrifteten
  • Die spiralförmige kompakte Landmasse wurde zunächst vermutlich von zwei Vegetationsformen geprägt ⇒ tropischer Regenwald und Savannen; die gigantischen plattentektonischen Ereignisse führten zu drastischen Veränderungen ⇒ instabiles Klima, zerdriften der Landmasse in Inseln, Vernichtung der Flora & Fauna sowie das Entstehen von vulkanischem Neuland; die sich auflösende Kompaktmasse wurde für alle Lebewesen lebensbedrohlich und einige Arten starben vermutlich aus
  • Auf dem asiatischen Festland vertrieb die Eiszeit tropische Tiere nach Südchina, Indien und Indochina, wobei umgekehrt Tiere aus Indonesien nordwärts flüchteten
  • Durch die stark wechselnden Bedingungen verloren in diesem Gebiet (Indonesien) Raubtiere ihr gewohntes tropisches Jagdrevier; von den vielen Affenarten waren lediglich die Menschenaffen (Oran Utah) in der Lage sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen und lernten zwangläufig Überlebenstechniken; es entwickelten sich im klimatischen Chaos kaum Huftiere und selbst Elefanten (die Herrscher der Savanne) flüchteten in die Urwaldareale (Indien, indonesische Großinseln)
  • Speziell die Inselplatte Indonesien war lange Zeit ein instabiler Lebensraum, zumal die Festlandmasse in weitere Inseln zerberstete und eine unterschiedliche Flora und Fauna schuf; grundsätzlich bot aber das feuchtwarme Klima eine reichhaltige pflanzliche Ernährungsvielfalt an, die jedoch drohte, von den Aktivitäten der Erde jederzeit zerstört werden zu können

Grundsätzliche Folgen (Indonesien):

  • Für die Hominiden entstand ein Lebensraum, ohne gefährliche Raubtiere; für die Räuber mangelte es an tierischer Nahrung, zur Verfügung standen nur viele Kleintiere (Schweine, Ratten, Hühner), die sich schnelle verstecken konnten; Im Nahrungsangebot für Hominide gab es noch vielerlei Vögel und reichlich Fische in den Gewässern; die größte Gefahr für das Leben ging von plattentektonischen Effekten aus, durch die der Mensch jedoch neue Überlebenstechniken erlernen musste
  • Erdbeben, Vulkane und Tsunamis zerstörten fortwährend den menschlichen Lebensraum oder töteten sie; eine Vertreibungsreaktion setzte ein und zerstreute die Frühmenschen in zwei Hauptrichtungen, wo sie sich unterschiedlich entwickelten; aus der einen Form wurde die Festlandspezies (Asiaten) und die andere Art war auf den Inseln (Insulaner) gefangen; Überlebensgrundlage für beide Formen wurde der Fischfang
  • Für die Insulaner galt: je kleiner die Insel desto weniger natürliche Feinde, aber auch ein begrenztes Angebot an Nahrung; zum Überleben mussten sie sich Gedanken machen den Fischfang zu intensivieren, unter anderem auf dem Meer zu fischen (Flosse, Boote)
  • Für die Asiaten war anfangs nur die Küstenregion des Festlandes akzeptabel, da sie dem Dschungel und seinen Gefahren noch nicht gewachsen waren; ebenfalls garantierte nur der Fischfang eine stabile Ernährung; entscheidend für die weitere Entwicklung war, dass die Asiaten nicht örtlich begrenzt waren, wie das bei den Insulanern der Fall war
  • Asiaten siedelten entweder über eine Landbrücke oder mit Flosse nach Indochina über; Insulaner dagegen besiedelten Inseln in Sichtweite und mit besseren Booten auch entfernteres Neuland (Richtung Polynesien)

Steinzeitliche Kultur

  • Die Evolution des Menschen kam durch die natürlichen Vorgänge nur langsam voran und fand auf Indonesien die besten Entwicklungsvoraussetzungen, wobei der Lehrmeister hier die Aktivitäten der Erde waren; vor etwa 1,5 Millionen Jahren setzten sich die ersten kulturellen Sippen der Mongoloiden durch und verbreiteten sich
  • Die Insulaner waren in Notzeiten dazu gezwungen alles zu essen; neben Würmer, Käfer, Spinnen, Schlangen oder Heuschrecken standen auch Menschen auf der Speisekarte; neben dem Ernährungsproblem verhinderte der Kannibalismus auch ein Übervölkern; je nach Notlage gab es eine bestimmte Rangfolge ⇒ da eine hohe Fruchtbarkeit der Frauen den Nachwuchs garantierte, waren besonders Kleinkinder gefährdet, zumal sie langfristig gesehen einen ansteigenden Nahrungsbedarf hatten und noch keinen produktiven Beitrag zur Gemeinschaft leisteten; es folgten Personen die in Ungnade gefallen waren und am Ende standen Alte (zähes Fleisch) und Kranke (wegen Ansteckungsrisiko)
  • Die asiatischen Küstenbewohner bevorzugten dagegen große Gemeinschaften, wodurch mehrere Jäger es wagten im Urwald zu jagen, weil sie gemeinschaftlich gefährliche Tiere verjagen oder töten konnten. Bei einer Übervölkerung wurden mehrere Familien aufgefordert den Ort zu verlassen, dass verbesserte erheblich die Chance in fremden Gebieten einen Neuanfang zu wagen. Diese Praxis bewahrte eine Verbundenheit zu ihrem ehemaligen Heimatdorf und regte zugleich den Handel mit der Siedlung an
  • Die Asiaten entwickelten somit schnell eine Stammeskultur und verbreiteten sich rasant nach Norden bis in die Pekinger Steppe; dort fanden die Frühmenschen eine völlig neue Landschaft und kühlere klimatische Verhältnisse vor; gezeichnet von der nördlichen Eiszeit mussten sie sich erst die Vorteile der weiten Grasflächen (Steppe) erschließen
  • Die Insulaner waren indes auf kleineren Inseln gezwungen den Fischfang zu perfektionieren, deshalb waren sie die ersten Menschen, die sich etwas Schwimmfähiges bauten und auf dem Wasser fischten
  • Die Fischerei auf dem Meer führte zum Überangebot an Nahrung und die Insulaner bauten sich ebenso eine Stammeskultur auf; Wesentlich ist hierbei, dass anstatt kannibalistischer Exzesse ausgesuchte Menschen die Insel verlassen mussten; je nach Glaubenskult wurden sie gezwungen oder als göttliche Weisung aufs offene Meer geschickt; neben der Vielzahl von Menschen, die dabei den Tod fanden, gab es Insulaner, die neue Inseln entdeckten; mitunter flüchtete einige aufs offene Meer, um den Tod auf der Heimatinsel zu entgehen
  • Der Götterkult der Insulaner war geprägt von den unberechenbaren Naturgewalten; demzufolge waren ihre himmlischen Gottheiten launisch und habgierig; nur das Beste war gut genug geopfert zu werden, um ihre gnädige Gunst zu erlangen; je unberechenbarer die Naturgewalten waren, desto grausamer waren die Götter, die regelmäßig Menschenopfer verlangten; der Hauptinhalt des Lebens bestand darin, die Götter zu beschwichtigen
  • Die Asiaten, die aufgrund der wachsenden Gemeinschaft schneller kulturell aufsteigen konnten, betrachteten dies als Gabe der Götter; somit werten sie Wissen und Erkenntnis als Weg der Götter, die als Gegenleistung demütige Dankbarkeit erwarteten; dies äußerte sich in wertvolle Opfergaben und prunkvollen Bauten zu Ehren der Götter; ihre himmlischen Götter verlangten keinerlei Blutopfer (weder Mensch noch Tier)
  • Die begrenzten Gegebenheiten schränkten die kulturelle Entwicklung der Insulaner ein, zumal selbst auf den größeren Inseln kein großflächiger Ackerbau und Viehzucht möglich war; in der Regel kamen sie über eine Stammeskultur nicht hinaus
  • Auch auf dem südasiatischen Festland behinderte zunächst der tropische Urwald die kulturelle Weiterentwicklung; im Gegensatz dazu entdeckten die Frühmenschen in der Pekinger Steppe die unendlichen Möglichkeiten; neben Viehzucht und Ackerbau fanden sie heraus, wie man Reis anbaute; Reis hatte den Vorteil wesentlich länger haltbar zu sein; vermutlich 50.000 bis 40.000 v.Chr. entstanden Volksstammkulturen in der Steppe

Asiatische Hochkulturen

  • 10.000 Jahre v. Chr. bildeten Asiaten erste stadtähnliche Gemeinschaften, die ihrer Glaubensauffassung entsprechend friedlich miteinander umgingen; zur Steigerung des Wohlstandes war es besser untereinander mit Waren zu handeln; durch den Überfluss an Nahrung, wurden der Handel mit Luxusartikeln wichtig (Kunst, Gewürze, Stoffe usw.)
  • Es kristallisierte sich eine Kastenordnung heraus; die Ansammlung von vielen Menschen unterschiedlicher Herkunft machte es frühzeitig erforderlich, den gesellschaftlichen Status festzulegen; hierbei verstand sich die Rangordnung als gottgegebene Aufgabe und Pflicht und wurde keinesfalls als Wertigkeit verstanden
  • 4.000 Jahre v.Chr. wuchs aus den handelnden Städtegemeinschaften das erste chinesische Reich (Xia) heran und wählte als übergeordnete Autorität einen König; er fungierte als Richter bei Streitigkeiten, sollte das Reich vor äußeren Feinden schützen und eine allgemeine Grundordnung durchsetzen; ausschlaggebend für die Wahl zum König war seine Weisheit, somit galt er nicht nur als weltlicher, sondern auch als geistlicher Herrscher
  • Etwa 2.000 v.Chr. entstand aus dem Xia Reich eine Hochkultur, die sich territorial kaum vergrößerte, dafür aber ein stabiles Staatsgefüge ausbaute und über den Handel einen hohen Wohlstand erreichte; das Reich war das größte Kulturreich seiner Zeit, war in Asien die absolute Handelsmacht und militärisch jedem Feind überlegen; Kernpunkt der rasanten Entwicklung war ein Glaube, der den Wissensstand förderte (Wissenschaft, Philosophie, Kunst) und dem Leben somit immer wieder neue Impulse gab ⇒ stabiler Verwaltungsapparat, weises Rechtswesen, gigantische Baukunst und -technik (Chinesische Mauer), Seiden- und Papierherstellung, medizinisches Wissen und vieles andere mehr
  • Leider schürten Neid und Missgunst Kriege unter den Fürsten; das war dann der Fall, wenn der König verstarb und ein Neuer gewählt werden musste; ab 475 v.Chr. folgte die blutige Kriegszeit der streitenden Reiche (bis 221 v.Chr.), in der jeder Fürst für sich die Königskrone forderte; König Zheng von Qin Reich eroberte alle Reiche, krönte sich zum ersten Kaiser und mit vielen Reformen stabilisierte er das Reich

Fazit:

Inselbewohner:
1. Die natürliche Begrenzung ließ nur die Qualität Stammeskultur zu, deren Quantität maßgeblich von der Inselgröße und der Existenz
    weiterer Gemeinschaften abhing

2. Sie perfektionierten den Fischfang (überlebenswichtig) und entwickelten nautische Fähigkeiten, dadurch konnten sie auf hoher See fischen
    und entdecken dabei neue Inseln

3. Der Glaube bestimmte ihr Leben und war darauf gerichtet, die Götter zu beschwichtigen. Typisch waren blutige Rituale, kostbare Opfergaben
    und riesige Kultobjekte; zudem beanspruchte die Herrscherkaste luxuriöse Privilegien für sich, da sie sich als Vermittler zu den Götter sahen
    und demzufolge einen legitimen Anspruch hatten, vom Volk, als irdische Götter geehrt zu werden

4. Durch den Götterkult war das Leben des Volkes von Demut und Gesetzestreue bestimmt und blutigen Sitten (auch Kannibalismus)
    gehörten zum Alltag, dessen psychisches Gleichgewicht mit Frohsinn und Herzlichkeit kompensiert wurde

5. Eine Volks- oder Reichsbildung machte für die Herrscher keinen Sinn, obwohl auf größeren Inseln unterlegene Stämme zur
    Volksgemeinschaft gezwungen wurden oder eine Gemeinschaft von Inseln nur in Sichtweite kontrollierbar war

6. Ein Handel zwischen den Inseln war eher selten wegen des gleichen Warenangebotes.
Wenn es jedoch zum Handel kam, so wurde er am
    Küstergewässer abgehandelt.
Dort wurden die angebotenen Produkte gesichtet, dass ein unnötiges Be- und Entladen ersparte und ein 
    Ausspionieren von Inselschätzen unterband. Vorrangig war man an einem Handel mit unbekannten und  einzigartigen Waren interessiert,
    wobei das Hauptaugenmerk auf das Huldigen ihren Götter und Herrscher gerichtet war

7. Aufgrund der tödlicher Rituale und Bestrafungen wuchs die Bevölkerungszahl kaum; Da es keinen Sinn machte andere Inseln zu erobern,
    genügte dem Herrscher  eine kleine Kampfgruppe, um sein Ordnungsverständnis durchzusetzen. Fehlende Kriege machten die Produktion
    von speziellen Waffen unnötig; Es reichten die Fischfangwaffen, wie die kurzen scharfkantigen Mehrzweckschläger und speerartige Waffen  

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Exkurs- Weltbevölkerung:
Ausgehend von den Daten des Weltbevölkerungswachstums (siehe Tabelle),
tendiert die Wissenschaft zur Prognose,
dass die Welbevölkerung im Jahr 2025
etwa 8,1 Milliarden Menschen und 2050 etwa 9,6 Milliarden betragen wird.

10.000 v.Chr. lebten etwa 5 bis 10 Millionen Menschen bzw. menschenähnliche Wesen auf der Erde
3.000 v.Chr. stieg die Bevölkerung durch den Ackerbau und die Viehzucht auf 30 Millionen
1.000 v.Chr. erreichte die Zahl der Menschen die 100 Millionen Grenze 
Im Jahre 0 schwankt die Annahme zwischen 250 und 300 Millionen, der Grund dafür sind zahlreiche Kriege
Bis zum Jahr 1300 pegelte sich die Erdbevölkerung auf 200 bis 400 Millionen ein, ebenfalls wirken zahlreiche Kriege und verheerende Seuchen regulierend
Ab 1700 kompensieren die besseren Lebensverhältnisse die Zahl der Toten durch Kriege, Seuchen oder Hunger und steigen auf  500 Millionen an
Um 1800 erreicht die Weltbevölkerung bereits 1 Milliarde Menschen
1931 zählt der Planet 2 Milliarden und steigt seitdem drastisch an
1999 waren es bereits 6 Milliarden Menschen

Die Bevölkerung zur Zeit Jesus Christus (Das Jahr O)
Im römischen Reich (inklusive Nordafrika, Vorderasien) lebten etwa 54 Millionen Menschen, davon waren 23 Millionen Europäer (inklusive Kelten und Germanen). Im fernen China lebten dagegen schon 75 Millionen Menschen. Schätzungsweise nahm das Areal Indien/Persien mit etwa 30 bis 35 Millionen Bewohner Platz drei in der Bevölkerungshitparade ein. Aus unterschiedlichen Gründen erreichten Lateinamerika (Süd & Mittelamerika) und Afrika (Schwarzafrika) jeweils nur zwischen 20 bis 25 Millionen Menschen. Ozeanien (Australien, Indonesien, Polynesien) könnte die 20 Millionenmarke erreicht haben und die rasante Entwicklung in Japan hat die Bevölkerung auf über 12 Millionen Menschen anwachsen lassen. In Nordamerika (mit Eskimos) kann man davon ausgehen, dass die Bevölkerung höchstens 2 Millionen erreichte.
Bevölkerung um 3.000 v.Chr.
Zu jener Zeit waren die Bevölkerungszahlen noch drastischer. Die 30 Millionen konzentrierten sich auf Indien, Ägypten, Mesopotamien und China. Man kann davon ausgehen, dass mindestens 10 Millionen Menschen in China lebten, da sich die friedfertige Kultur rasant entwickelte. Ausgenommen in Indien, stagnierte weltweit die Bevölkerungsanzahl durch kriegerische Konflikte.   

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Pekinger Steppe:

  1. Ideale Voraussetzungen optimierten eine schnelle kulturelle Entwicklung, obwohl die ursprünglichen Siedler eine lange Wanderzeit und geraume Entwicklungszeit benötigten, um die Vorteile der unendlichen Graslandschaft zu erkennen 
  2. Grundlegend für eine stabile Städtegemeinschaft waren klare Rangstrukturen im Einklang mit einer dominanten Götterverehrung. Der König/Kaiser wurde als göttliche Herrlichkeit angesehen, dem eine optimale Mischung aus Weisheit und Kraft eigen sein sollte. Er wurde vom Adel gewählt und konnte auch abgewählt werden (es gab keine Erbnachfolge). 
  3. Das Wissen galt als Gabe der Götter und war damit Kernpunkt des Glaubens. Die Klassenschichten begriffen sich als Ordnung und Auftrag der Götter in gegenseitiger    Achtung. Dieses Prinzip war der Grundstein einer funktionierenden Ordnung und ebenso hatten Herrschende ihre Pflichten und Verantwortungen gegenüber den Untergebenen
  4. Der friedliche Handel mit anderen Völkern und eine feste Städtegemeinschaft garantierten einen hohen Wohlstand und Wissensschatz (Musik, Dichtung und Philosophie).
  5. Die hohe Kultur des chinesischen Reiches ließ die Bevölkerungszahl rasant ansteigen
  6. Kriegerische Schlachten wurden in der Frühmenschen-Ära meistens durch die Anzahl von Kriegern entschieden. Sicherlich befanden sich Kämpfer darunter mit hervorragender Kampftechnik, die in der Sagenwelt als ruhmreiche Helden verehrt werden. Die Legenden übertreiben da schon gern einmal und berichten davon, dass ihr Held mehr als 10 tapfere Feinde in einem Kampf tötete. Die zunehmenden Opferzahlen bei Schlachten und/oder die zahlenmäßige Unterlegenheit, zwangen die Kriegsführenden dazu, Strategien zu entwickeln und Kampfhilfsmittel zu erfinden, um die eigenen Verluste gering zu halten. In China gab es jedoch genügend Menschen, die in eine Schlacht zogen und es als eine göttliche Pflicht ansahen für ihren Herren zu streiten. Das führte zwangsläufig dazu, dass die Weiterentwicklung von Kampftechniken verkümmerte. Ab dem Jahr 1.000 v.Chr. wuchsen die Konflikte stark an und eskalierte zwischen 500 und 200 v.Chr. (Zeit der Streitenden Reiche). In mehreren Schlachten standen sich mehr als 100.000 Kämpfer gegenüber, mit mehr als 30.000 Opfer. Als die blutigste Schlacht gilt der Kampf bei Changping (s. Tabelle). In jener Zeit sank die Bevölkerungszahl Chinas, die ansonsten im Jahre 0 mindestens 140 statt 75 Millionen Menschen betragen hätte.
Tabelle mit vergleichbaren Schlachten Europas
Jahr Schlacht bei… Gegner Gesamtanzahl Opfer
490 v.Chr. Changping Qin ⇔ Zhao 1.000.000 700.000
260 v.Chr. Salamis Athener Bund ⇔ Persien    20.000 6.500
216 v.Chr. Cannae Karthago ⇔ Rom  135.000 80.000
1813 Leipzig Europa  ⇔ Frankreich (Napoleon)  400.000 90.000
1815 Waterloo Dtl, Eng ⇔ Fra (Napoleon)  200.000 45.000
1916             Verdun          Deutschland ⇔ Frankreich                 700.000                 350.000

 

Primäre Grundanlagen der Mongoloiden

  • Klimatische Anpassungsschwierigkeiten: Sie sind ein Klima ohne große Temperaturschwankungen gewöhnt und benötigen daher in fremden Umgebungen eine lange Anpassungsphase an ungewohnte natürliche Bedingungen. Haben sie sich, wie die Eskimos, Indianer oder Polynesier an ihre Umgebung gewöhnt, so sind sie praktisch lokal gebunden.
  • Hohe Geburtenrate: Geprägt durch die unberechenbare feindliche Natur besitzen die mongoloiden Frauen eine hohe Fruchtbarkeit, um die vielen Opfer zu kompensieren.
  • Grausiger Insulaner Götterkult: Der Insulaner begreift sich als unwürdiges Geschöpf, die ihr Leben und ihr Sein den Göttern zu verdanken haben. So haben sie unterwürfig den Göttern zu dienen und müssen sie mit außerordentlichen Opfern gnädig stimmen. Hierzu sind die irdischen Vermittler berufen, die den Willen der Götter verkünden und lassen sich deshalb, wie Götter zu verehren. Das können Verkünder (Prediger) oder Begünstigte (Machthaber, Gottesvolk) sein. Daher sind sie zu einer hohen Akzeptanz einer Herrschaft bereit und gleichen den Glaubensdruck mit Frohsinn und Freundlichkeit aus, im Bewusstsein, dass das Leben kurz sein kann.
  • Ehrebietung Asiatischer Götter: Die Festlandsmongoloiden begreifen Wissen und den gesellschaftlichen Stand als wohlwollende Gabe und Auftrag der Götter, die in Ehrfurcht und Dankbarkeit ihre Götter mit Demut und Bescheidenheit würdigen. Das Leben allein wird schon als Privileg empfunden und um die Gesellschaft dreht sich der Kernpunkt des Seins. Freundlichkeit zu jedem, gehört zu der elementarsten Achtung des Gegenübers und öffnet die Türen für einen Konsens. Die Ehrerbietung gegenüber Anderen heißt, sich auf das Grundprinzip der Götter einzulassen. 
  • Friedfertigkeit: Für die Festlandsmongoloiden bedeutet Friedfertigkeit der Weg zur Erkenntnis und eine große Gemeinschaft ist dabei der Garant für Stärke und Wohlstand eines Volkes. Somit erhöht nur das Streben nach Wissen den Luxus und der eigenen Zufriedenheit. Ein Krieg ist dann von Nöten, wenn ein Gegner die Kultur und die Gemeinschaft gefährdet. Selbst gegen einen übermächtigen Feind, gehört es dann zur ehrenhaften Pflicht sein Leben für die Gemeinschaft zu opfern, und es sind alle denkbaren Mittel gegen Feinde erlaubt und anzuwenden. Bei den Insulanern dagegen versteht sich Friedfertigkeit eher als berechnende Gastfreundschaft. Neben einem möglichen Geschäft reicht auch der Besuch eines Ranghöheren aus, um damit den eigenen Ruf aufzuwerten. Wird das erhoffte Ziel nicht erreicht, kann sich die Freundlichkeit des Gastgebers umkehren. Obwohl grundsätzlich die Insulaner, infolge ihrer Götter, zu gefühlskalten Verhaltensweisen neigen, so akzeptieren sie andererseits schnell ihre Ohnmacht gegenüber Stärkeren und ordnen sich denen unter. Auch in einer Gemeinschaft ist der Toleranzbereich sehr hoch und stößt dann an seine Grenzen, wenn der oder die Machthaber versuchen ihnen deren Götter zu nehmen oder ihnen unzumutbare Lebensbedingungen aufbürden. Letztendlich sind sie bereit anderen Göttern (Religionen) zu folgen, wenn sich dadurch ihr Los verbessert und Strafen der alten Gottheiten ausbleiben.
  • Gemeinschaftswertigkeit: Das Leben eines Einzelnen wird als wertlos begriffen, wenn es nicht der Gesellschaft, einer Gemeinschaft bzw. den Göttern dient. Demgegenüber ist ein striktes Kastenbewusstsein zwingend, dass ein egoistisches Streben verbietet, aber dafür ein optimales Engagement innerhalb seines Standes und der spezifischen Berufung verlangt. Ehre und Wertigkeit des Einzelnen, wird daher an dem Handeln gemessen und der Akzeptanz sich Ranghöheren unterzuordnen.
  • Pflichtversessenheit: Mit bestem Wissen und Gewissen hat jeder seinen Dienst zu leisten und muss bereit sein, notfalls für den Oberen sein Leben zu opfern. Ein Soldat ist daher dem Fürsten mehr verpflichtet, als dem übergeordneten Kaiser. Verfolgt ein Fürst allerdings gottlose, egoistische Ziele oder machte er sich schwere Verfehlungen schuldig, sind seine Untertanen nicht mehr an der Treuepflicht gebunden. 
  • Familienhierarchie: Die Familie ist die kleinste, aber wichtigste Lebensparzelle. In der  Gemeinschaft kann ein privates Gegengewicht zu den gesellschaftlichen Zwängen entstehen, wobei auch hier eine Grundordnung gegeben ist. Angestrebt wird eine Großfamilie mit der Verwandtschaft im näheren Umkreis (Onkel, Tanten) und ein zweckmäßiges heiraten. Das Grundziel einer Familie ist die Verbesserung des Lebensniveaus, dem sich private Wünsche unterzuordnen haben. Die Entscheidungen des Familienrates sind somit bindend für jeden Betroffenen, wie Zwangshochzeit, Sklaven- oder Militärdienst und selbst die Prostitution kann durch die Familie legitimiert werden. 

Folgeentwicklung:
Bis zur Neuzeit, dem Jahre Null, verbreitete sich die mongoloide Rasse über die Hälfte des territorialen Festlandes der Erde aus. Sie waren dabei keine typischen Eroberungsmächte, sondern Verbreiteten sich infolge ihrer hohen Population. Dennoch muss hier unterschieden werden zwischen Insulaner (indonesische Linie) und Asiaten (Pekinger Festlandslinie), da besonders die Glaubensform zu einem grundverschiedenen Kulturverständnis führte.

Die Insulaner expandierten über die pazifische Inselwelt (Polynesier, Mikronesier), bis nach Neuseeland und Hawaii, und von Indonesien über die Philippinen zu den Osterinseln. Von dort besiedelten sie Mittel- und Südamerika und die Karibik. Vor etwa 3.000 v.Chr. bildete sich in Mexiko die steinzeitliche Maya-Kultur, die bis 900 v.Chr. zu einer Hochkultur aufstieg. Das Reichsgebiet bot zu jener Zeit günstige Lebensbedingungen, eine Kreuzung aus Urwald und Savanne, wodurch Ackerbau und Viehzucht möglich wurden. Möglicherweise führte ein schleichender Klimawandel zum Zerfall der Mayakultur, indem sich der Urwald die fruchtbare Savanne wieder einverleibte. Andererseits könnte der grausame Götterkult den Zerfall des Reiches bewirkt haben. Die versklavten Stämme könnten sich gegen das angebliche Gottesvolk (Mayas) erhoben haben und töteten sie. Demzufolge trug die siegreiche Allianz interne Machtkämpfe aus, worauf das Reich unterging und sich wieder in steinzeitliche separate Stammeskulturen zurückentwickelte. Immer wieder Mal blühten andere Reiche auf, denen ein ähnlicher Götterkult zugrunde lag und langfristig die Rebellion schürte.
Erst im 13. bzw. 14. Jahrhundert unserer Zeit gründete sich in Peru das Inka- und in Mexiko das Azteken-Reich. Die Basis war hier ebenso eine Herrscherdynastie, dessen Führer sich als Auserwählte der Götter begriffen und gönnerisch den anderen Stämmen anboten unter ihrem Götterverständnis zu leben. Jene Götter waren weniger blutrünstig und ermöglichten einen Standesaufstieg bis in die Herrscherkaste. Ein Überfluss an Nahrung, der hohe Luxus und die Privilegien lockten so manchen Stammesführer in diesen Reichsbund. Nach der Gründung des Kernreiches wuchs der Bedarf an Sklaven. Sie benötigten Arbeiter für gigantische Großprojekte zu Ehren der Götter, für den steigenden Luxus und der Absicherung eines erhöhten Nahrungsbedarfs. Die Versklavung umliegende Stämme und damit die Vergrößerung des Reiches wurde nötig, um den Wohlstand der Hauptstadt anzusichern (Abgaben und Sklavendienste). Außerdem drangen die Priester darauf, dass jeder in der bekannten Welt den Reichsgöttern zu dienen hatte. Die extreme Götterverherrlichung behinderte zunehmend den Fortschritt, der die Wissensrichtung stark einengte und praktisch nur astronomische Forschungen (= sich der himmlischen Götterwelt nähern) betrieben. Viele erleichternde Hilfsmittel wurden nicht gebaut und Denkweisen verboten, die als Angriff auf die Götter interpretiert wurden. Selbst waffentechnische Entwicklungen gab es nicht, zumal ihre einfachen Waffen gegen die menschlichen Gegner ihrer Welt ausreichten.
Aber dann kamen die Europäer mit Waffen, denen sie nichts entgegen zu setzen hatten. Die Spanier eroberten gnadenlos und blutig die Reiche. Meistens vollzog sich für das Volk lediglich ein Machtwechsel. Für so manchen Stamm hatte die spanische Willkür etwas Befreiendes, gegenüber der Blutherrschaft des selbst ernannten Gottesvolkes. Im Prinzip könnte man sagen, dass die Europäer die lang andauernde Zeit der selbstherrlichen Clans in Mittel- und Südamerika beendeten. Möglicherweise tauschten jene Menschen gern, ihre Blut fordernde Götterwelt, mit dem überstrengen katholischen Glauben ein. Dennoch rechtfertigt es nicht brutale Übergriffe der Kolonialmächte und die ebenso gewalttätigen Missionierungsmethoden.
In ähnlicher Weise wurden auch die Stämme der pazifischen Inselwelt kolonialisiert, wobei es häufig reichte, sie zu christlichen Glauben zu zwingen und bestimmte Riten zu verbieten. Für die katholische Kirche sind heute die Insulaner (primär Lateinamerika) nicht nur die fommsten Christen, sondern machen über die Hälfte der Katholiken aus. Trotz der hohen Gläubigkeit ist das Anbeten zusätzlicher Naturgottheiten oder Götzenkulte weitverbreitet, da ihnen offenbar der Katholizismus nicht streng genug ist. Von ihren Ursprüngen her hängen sie einer strengen Ordnung an, die sie leitet und aus denen sie ihren Lebensinhalt schöpfen.

Gesellschaftlich bevorzugen sie eine klare Diktatur, als eine schwammige Demokratie. In den demokratisch geführten Staaten regiert deshalb meist das Chaos (Korruption, Bandenkriminalität, Guerillas, extreme Sekten). So funktioniert der Sozialismus in Kuba nur deshalb, weil die Machtclique um Fidel Castro diktatorisch das Volk leitet und dabei für akzeptable Lebensbedingungen sorgt. Im restlichen Lateinamerika ist eine vergleichbare Stabilität nicht gegeben. Verbreitet sind existenzielle Nöte der Bevölkerung und instabile Regierungen, die somit zum Nährboden rücksichtsloser Auswüchse werden. In Kolumbien und Mexiko diktieren inzwischen die Drogenkartelle zunehmend die Gesellschaft und das mit menschenverachtenden Methoden. Gerade hier wird das ursprüngliche Wesen der Insulaner deutlich. Ohne eine feste Regierungslinie scheren Teile der Bevölkerung aus und schließen sich den kriminellen Syndikaten an und sind bereit mit unglaublicher Brutalität gegen die eignen Leute vorzugehen. Die Drogenbosse werden als ihre Führer begriffen, denen sie skrupellos dienen. Es reicht ihnen dabei aus, dass sich die Lebensbedingungen für die Handlanger etwas verbessern und die Ehre, durch den Boss aufwertend gelobt zu werden. Ein strenger Führungsbedarf ist im Bereich der Insulaner durchaus unterschiedlich besetzt, so funktioniert ein Leiten der Polynesier nur über deren traditionelle Richtlinien und dem Glauben. Von dem ursprünglichen Wesen her benötigt der Insulaner eine Führung, die sich auf die vorherrschende Gottesfürchtigkeit stützt.

Auf dem asiatischen Festland verbreiteten sich die Mongoloiden westwärts über Kasachstan bis hin zur Ukraine, ostwärts über Kanada, Grönland bis Nordfinnland, besiedelten Indochina bis nach Indien und den größten Teil der USA. Wesentlich für die Verbreitung der Asiaten waren Nomadenstämme, die mit ihrem Vieh durch die Lande zogen. Obwohl sie nicht sesshaft wurden und keine Kulturreiche bildeten, entdeckten sie immer wieder neues Land. In den dichten Wäldern Nordamerika war eine Viehhaltung kaum möglich. Dafür folgten die sogenannten Indianer den Büffelherden und die Eskimos den Robben und leisteten somit Pionierarbeit.
Die klimatischen Bedingungen im zentralen Bereich in den USA ließen sogar den Ackerbau zu, worauf eine Kultur kurzzeitig sesshaft wurde. Die Nomaden, die westlich zogen, stießen irgendwann auf den Wohlstand des Orients. Neidisch auf deren Reichtümer vereinten sich die Stämme zu Völkern (Skythen, Sarmaten, Saken) und fielen räuberisch in die Kulturreiche ein. Nach solchen Raubzügen löste sich die Streitmacht auf und jeder Stamm ging wieder seiner Wege. Erst später lernten einige Stämme von den Hochkulturen Vorderasiens und betrieben die Feldwirtschaft. Aber alle jene Völker kamen über eine steinzeitliche Stammeskultur nicht hinaus. Anders dagegen die sesshaften Völker Ostasien und allen voran China. Es entwickelte sich schnell und blieb lange Zeit das einzige Land mit einer Hochkultur. Die Basis solcher Reiche war ein Zusammenschluss gleicher Interessen beziehungsweise die Verbreitung des Volkes. Eroberungen gab es im typischen Sinne nicht, sondern resultierten auf Notwendigkeiten. Eine Erweiterung des Lebensraumes diente vorrangig dem Erhalt des Lebensstandards, dem gestiegenen Nahrungs- und Rohstoffbedarf oder als Schutzzone vor feindlichen Übergriffen. Im asiatischen Raum gab es keine Sklaven im europäischen Sinne, sondern begriffen ihren Status als gesellschaftlichen Ehrendienst. Jene, die sich aber nicht fügten (z. B.: fremde Stämme in einverleibten Gebieten) waren praktisch rechtlos durch Eigenverschulden.
Auf der Grundlage des Klassensystems strukturierte sich ein Flächenreich, aufgeteilt in Verwaltungsbezirke, mit kleinen Schutzgarnisonen. Der Verwalter, bzw. die Fürsten, wachten über die Wirtschaftlichkeit eines Landesteiles und behielten eventuelle Probleme im Blickfeld. Das System machte China nach außen zum stabilsten und mächtigsten Reich Asiens. Doch innenpolitisch kriselte es öfter im Riesenreich. Aus den gewaltigen Machtkämpfen lernte China und installierte ein absolutistisches Kaisersystem. Trotz der innenpolitischen Kämpfe gab es keinen Grund dafür die Waffentechnik weiter zu entwickeln. Für die gleichwertigen Konfliktgegner galt nur die Kampfkraft eines Mannes als ehrenhaft. Im Kampf durfte der Krieger jedoch alle möglichen Tricks anwenden, aber unlautere Hilfsmittel galten als Schande und wurden sogar vom eigenen Herrn bestraft. Meistens wurde eine Schlacht durch die Anzahl von Kriegern entschieden. Im Verhältnis zu Europa ereigneten sich in Asien wenige Kriege, dafür waren jedoch die Opferzahlen gewaltig. Eine ähnliche Entwicklung gab es in Japan und Indochina. 
Um 1200 betrat Temudschin die Weltbühne und machte die Mongolen zur ersten asiatischen Eroberungsmacht. Neidisch auf den Luxus Chinas, strebte er besessen ein ebenso prächtiges Mongolenreich an. Mit brutalen Mitteln zwang er die mongolischen Stämme zu einem Volk und stürzte sich zu zunächst auf China, die sich hochmütig für unbesiegbar hielten. Bekannt unter dem Ehrentitel Dschingis Khan eroberte er und seiner Nachfolger fast ganz Asien und bedrohten Europa, wobei nur wenige Völker Widerstand leisteten. Sie fürchteten ein grausames Exempel der wilden Reiterhorde und hofften auf den Verbündeten Zeit. Der Mongolenführer starb nach nur 20 Jahren Amtszeit (1227) und schaffte daher nicht einen zentralistischen Staat aufzubauen. Was blieb war auf Dauer ein unkontrollierbares Vasallenreich. Besonders von internen Machtkämpfen geschwächt zerfiel das Reich und die Zeit des Widerstandes war gekommen. Vom Mongolenreich blieb das Reich der Goldenen Horde (Tartaren) übrig und hielt sich lange Zeit in der dünnbesiedelten kargen Landschaft um Kasachstan. Später (1926 bis 1945) versuchte sich noch Japan erfolglos als Eroberungsmacht.
Nach dem Untergang des Mongolenreiches blühte China erneut wieder auf, bis die Europäer in Asien einfielen und alles, außer Japan, unter ihre Kontrolle brachten. Gegen Kanonen und Gewehre nutzte kein zahlenmäßig überlegenes Heer mit Pfeil und Bogen. Diese Erkenntnis ermunterte China zu einer geschickten diplomatischen Gradwanderung mit den kolonialen Mächten. Die wirtschaftliche Öffnung des Landes kam den Interessen der Kapitalisten sehr entgegen, da sie sowieso in der Eroberung keinen dauerhaften Erfolg sahen. Sie befürchteten ständige Unruhen, Aufstände und Übergriffe. Wichtig war den europäischen Kapitalisten der wirtschaftliche Einfluss. Der Kaiser versuchte den Machtrahmen der Europäer einzugrenzen, musste aber letztendlich sogar die Stationierung von kolonialen Truppen erlauben. Langfristig war jedoch der Faktor Zeit Chinas wichtigster Verbündeter. Ihre militärische Ohnmacht kompensierten sie durch das stationierte Militär und lernten über die wirtschaftliche Kolonialisierung ihre industriellen Defizite aufzuarbeiten. Schon bald verfügte China über Experten, die in der Lage waren zu einer wirtschaftlichen und militärischen Macht aufzusteigen. Bevor es dazu kam, stürzte die kapitalistische Regierung China ins Elend und die Japaner fielen ins Land ein.
Nach der Befreiung folgte Maos Tsetungs kommunistische Kulturrevolution, sie stellte die Nahrungsmittelproduktion in den Mittelpunkt und vernachlässigte die Industrialisierung. Erst mit der kontrollierten sozialistischen Marktwirtschaft wuchs China zu einer bedeutenden Wirtschaftsmacht heran und überholte sogar Japan.
Japan war lange ein rückständiger Agrarstaat und wirtschaftlich für Europa unattraktiv, zumal die Samurai (Ritter) als verbissene und gnadenlose Kämpfer bekannt waren. Eine Eroberung des Landes kam daher nicht in Betracht. Die USA durchbrachen deren Isolation und knüpften wirtschaftliche Kontakte und erreichten langfristig die Öffnung des Landes. Die Tenno-Monarchie fand Gefallen an den europäischen Industriegütern, den Maschinen und den modernen Waffen. Mit wechselnden Bündnissen bevorzugten sie Hilfe beim Aufbau einer modernen Rüstungsindustrie. Japan wuchs zum modernsten Staat Asiens heran, der sich von den USA bevormundet fühlte und seine Großmachtambitionen an der Seite Deutschlands beweisen wollte. Die vernichtende Niederlage im 2. Weltkrieg und die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki waren ernüchternd. Japan begrub die imperialen Pläne und besann sich auf seine Tugenden. Mit Fleiß und Geschäftssinn stieg das Land zu einer Industriemacht auf. Lange Zeit waren sie mit den USA richtungsweisend im elektronischen Bereich.
Gegenwärtig bestimmen Japan, China und Korea (Süd) zunehmend den Weltmarkt und stürzen Europa und die USA in die Krise. H
inzu kommt, dass die afrikanischen und die anderen asiatischen Staaten lieber mit den Ostasiaten handeln, als mit den ehemaligen Kolonialmächten. Die asiatische Wesensart scheint sich auszuzahlen, da ihre wirtschaftliche Strategie ehrlicher erscheint, als die der Europäer (inkl. USA). Ein fairer Handel ist hierbei die Basis eines florierenden Geschäftes und nicht die gezielte Ausbeutung der wirtschaftlich unterlegenen Gesellschaft. Sie erkannten, dass ein Fördern schwacher Staaten nicht nur deren Regierung stabilisiert, sondern zugleich die Kultur und Wirtschaft stärkt, die wiederum einen neuen profitablen Markt schafft.
Dieses Handelsverständnis liegt in der Ursprünglichkeit des Asiaten, dass sich so definiert:  
Das Streben nach Wissen und Kultur ist das Maß aller Dinge und die wahrhaftige Macht. Um zur wahren Erkenntnis zu gelangen, muss der egoistische Trieb mit Bescheidenheit und Demut gezüchtigt werden. Daraus wird der Wert eines Menschen an seinem Engagement innerhalb seiner gesellschaftlichen Aufgabe gemessen.
Das heißt, jeder hat seinen vorgegebenen Stand (Kaste) und hat diesen mit optimalen Taten und Leistungen zu füllen. Aus der Gesamtheit allen Tuns prägt ein Volk den Namen der Nation, aus deren ausgeprägten Identifikationshörigkeit die schöpferische Kraft wächst. Für die Manager in der Wirtschaft gibt es daher nur die Denkrichtung, für seine Firma im Ausland mit uneigennützigen Engagement zu werben und durch den Leumund sein Land zu Ehren. Inwiefern sich fremde Firmen im eigenen Land ausbreiten bzw. einmischen dürfen, hängt von der Toleranz der politischen Führung ab. Wesentlich hierbei ist die leitende Kraft, von der sich ein Volk verantwortungsvoll und gewissenhaft geführt fühlt. Für die Weisheit des Führers (Kaiser, Präsident) ist jeder bereit sein Leben zu opfern, ohne Wenn und Aber, oder eine fremde Macht vorübergehend zu akzeptieren. Besonders die chinesische Geschichte dokumentiert diese Regierungshörigkeit. Erst als sich das Volk von einem schwachen Kaiser verraten fühlte, suchte es sich neue starke Führer (Mao Tsetung) und kämpfte. Asiaten sind bis zu einem gewissen Punkt friedliebend, sind aber zum Heldentod als Märtyrer bereit. Sie begeben sich also wissentlich in den Tod (Kamikaze), um andere zu retten, zu rächen oder mit dem Tod die eigene Ehre zurück zu gewinnen (Harakiri).