8. B. Evangelium Lukas

Das  Lukas – Evangelium

Autor: Urform von Lukas, spätere Überarbeitung wahrscheinlich

Adressaten: Theophilus, ein römischer Beamter bzw. Heidenchristen

Abfassungszeit: zwischen 70 um 90

Ort der Abfassung: wahrscheinlich Griechenland

Anmerkungen: Beim Lukas- Evangelium handelt es sich um den 1. Teil des lukanischen Doppelwerkes, dass mit der Apostelgeschichte, als Teil 2, formal und inhaltlich eine Einheit bildet. Der ursprüngliche Autor war der Grieche Lukas, der vermutlich im syrischen Antiochia geboren wurde. Er wurde von Paulus zum Christentum missioniert und begleitete ihn bei seiner 2. Missionsreise (51) nach Makedonien und lebte einige Zeit in Philippi. Zwischendurch soll er Paulus nach Jerusalem und Rom gefolgt sein. Nach dem Tod von Paulus blieb Lukas in Griechenland und verfasste vermutlich dort seine zwei Bücher.

Seine Bücher beginnen mit einer Anrede und sind einem Gewissen Theophilus gewidmet. In der Theologie ist völlig unklar, wer dieser Theophilus ist. Übersetzt lautet der Name „den der Gott liebt“ und könnte ein verstecktes Synonym sein und allgemein „an die christlichen Leser“ bedeuten. Wahrscheinlicher ist, dass Theophilus ein römischer Beamter war, der sich für den christlichen Glauben interessierte und möglicherweise auch publizierte, aber nicht missionierte. Dafür spricht, dass beide Werke sehr Römerfreundlich geschrieben sind.
Im Alter von 84 Jahren soll Lukas in Achia/ Boeotien gestorben sein. Andere Vermutungen gehen vom Jahr 80 aus, in dem er starb. Die Wissenschaft, geht an Hand der Texte davon aus, dass beide Werke zwischen dem Jahr 70 bis 90 geschrieben wurde, wobei Historiker das Jahr 90 favorisieren. Eine Überarbeitung der Texte wird für wahrscheinlich gehalten und erst im 2. Jh. wird Lukas als Autor des Evangeliums und der Apostelgeschichte festgelegt.

Theologische Leitlinie: Das Lukas Evangelium steht im engen Zusammenhang mit der Apostelgeschichte und wurde im klassischen griechischen Stil in Anlehnung an die Septuaginta (Bibel in Griechisch) geschrieben. Im Evangelium liegt der Hauptakzent auf das Bekenntnis zum Messias und wird stärker hervorgehoben, als im Markus-Evangelium. So kann der Messias bei Lukas nicht von Gott verlassen werden (bei der Kreuzigung), insofern versteht sich die entsprechende Änderung (Lk 23,46).
Lukas betont mehr die menschlichen Züge von Jesu, als seine Markus-Vorlage und bemüht sich, als einziger Autor im NT, die Ereignisse um Jesus historisch einzuordnen.
Textlich hebt Lukas gern die Barmherzigkeit Jesu gegenüber den Sündern hervor (z.B.: Lk 15.1 ff). Immer wieder tauchen auch Szenen der Vergebung auf (Lk 7,36 - 50), wie bei der Salbung Jesu durch eine Sünderin. Lukas betont dabei die liebevolle Zuwendung Jesu zu den Geringen und den Armen. Dagegen werden die Stolzen und reichen Genießer von Jesus hart behandelt. Um in den Glanz der Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes zu gelangen, bedarf es nach Meinung des Lukas-Evangeliums allein der Bekehrung. Eine solche Bekehrung äußert sich vor allem in der Selbstverleugnung. Der Verfasser betont die Notwendigkeit einer entschiedenen und radikalen Loslösung von der althergebrachten Weise zu leben. Eine Lösung ist im Besonderen der Verzicht auf irdische Reichtümer. Daneben unterstreicht der Autor die Wichtigkeit und Bedeutung des Gebetes.
Die Geschichten bei Lukas sind von einer wesentlichen Komponente durchzogen, in denen römische und jüdische Daten vermittelt werden, wie zum Beispiel beim Census des Quirinus. Die Geschichte Jesu tritt durch ihre Nennung in die Dimension der Weltgeschichte ein. Im Zusammenhang mit der Apostelgeschichte hebt Lukas im Evangelium das Wirken Jesu als eschatologisches Zeichen hervor. Es wird also nicht so sehr die Endzeit betont, sondern die Heilbotschaft der kommenden Gottesherrschaft.
Jesu Wirken wird in der Schrift am Horizont des Ablaufes der Heilsgeschichte gezeichnet. Für ihn ist das Kommen Jesu Christi, die Mitte der Zeit. Es beginnt nun die Heilszeit der Gemeinschaft mit Christus in seiner Kirche. Der Theologe Conzelmann umschreibt das folgendermaßen: „Lukas schildert die Geschichte Jesu als die Mitte der Zeit, als das Ende der messianischen Erwartung und Verheißung der Propheten (letzter Prophet war Johannes) und als Anfang der Kirchengeschichte." Formel: Bibelpropheten ⇒ Jesus ⇒ Endzeit/ Gottesreich!
Die Heilsgeschichte ist somit dreifach zu gliedern:
1. Die Zeit des AT, vom alten Israel über die biblischen Propheten bis Johannes dem Täufer.
2. Das Wirken Jesu bis zu seiner Aufer-stehung (Mitte der Zeit).
3. Die Zeit nach der Himmelfahrt bis zur Parusie (Wiederkunft des Herrn, Jesus Christus).

Stilistische Fragen: Vom Stil her ist auffallend, dass der Verfasser des Lukas-Evangeliums, wie auch schon Matthäus, die Perikopen (liturgischer Ursprung) miteinander verbindet, als dies die Markus-Vorlage getan hat. Lukas verbesserte darüber hinaus den volkstümlichen Wortlaut des Markus-Evangeliums. Er streicht alle hebräischen Fremdwörter, mit Ausnahme des Wortes Amen. Allerdings ist auch das Lukas-Evangelium stilistisch nicht einheitlich, da der Verfasser abhängig von seinen Quellen ist. Aus Rücksicht darauf übernimmt er häufig auch deren stilistische Unvollkommenheit, obwohl Lukas sich bemüht hat, das Material, seinem Stil anzupassen. Es lässt sich somit herausfiltern welche Texte von Lukas selbständig verfasst worden sind und ihm einen ausgezeichneten Stil bescheinigen. Bewusst und mit großem Geschick ahmt er schließlich den biblischen Stil der Septuaginta (hellenistische Bibelübersetzung) nach. Obwohl der Verfasser im Aufbau des Evangeliums grundsätzlich der Markus Gliederung folgt, stellt er einige Teile um. Ein solches Umstellen nimmt der Verfasser meist deshalb vor, damit die Klarheit der Darstellung und seine logische Folge im Ausdruck gewinnen. Dass lässt sich an den vier großen Beispielen im Lukas-Evangelium aufzeigen.

1. Die Verwerfung Jesu in Nazaret aus Mk 6,1 - 6, wird beispielsweise an den Anfang des Evangeliums gestellt. Damit wird die Verwerfung Jesu in seiner Heimat, zu einer programmatischen Szene am Anfang vom Wirken Jesu. Der Messias, der zu seinem Volk kommt, wird in seiner Heimat nicht angenommen.

2. Wenn Lukas die Jüngerberufung aus Mk 1,16 -20 hinter die erste Tat Jesu stellt, dann deswegen, um die Berufung als eine Reaktion auf diese Aktion darstellen zu können. Jesus tritt in Erscheinung und als Reaktion auf das vorgängige Handeln des Messias folgen ihm nun die Menschen.

3. Mk 3,7 - 12 und Mk 3,13 - 19, die Berufung der Zwölf und der Zulauf der Menschenmenge, wurden ebenfalls umgestellt, damit schließt sich der erwähnte erneute Zulauf von Menschen (Mk 3,20 ff) harmonischer an, als im Markus-Zusammenhang.

4. Die Familienszene, aus Mk 3,31 – 35, erhält nach der Umstellung hinter der Gleichnisrede die nötige Volksmenge, die in jener Szene eigentlich auch vorausgesetzt wird.

Neben jenen Umstellungen lässt Lukas aber auch einige Berichte aus. Mögliche Absicht:

⇒ Entweder, weil sie für die Leserschaft des Lukas, weniger bedeutsam waren. Der Bericht von der Wiederkunft des Eilja in Mk 9,11 -13 spielte für die Hörer des Lukas Evangeliums eine minder wichtige Rolle.

⇒ Andere Begebenheiten aus dem Markus-Zusammenhang werden übergangen, weil Lukas sie bereits aus der Logienquelle entnommen hatte. Lukas übergeht daher Mk 12,28 - 34, die Frage nach dem Hauptgebot. Dafür zitiert er die gleiche Begebenheit (Lk 10,25 –28) in der Form, wie er sie in der Logienquelle vorgefunden hatte.

⇒ Die Abschnitte Mk 6,45 – 8,26 kommen im Evangelium des Lukas überhaupt nicht vor. Man hat sich das Fehlen der Perikopen damit zu erklären versucht, dass Lukas ein lückenhafter Markus-Text vorgelegen haben muss. Jener Abschnitt hatte in seiner Markus-Vorlage eventuell gefehlt. Andererseits wollte Lukas eine Dublette vermeiden. Er könnte der Auffassung gewesen sein, dass jene Texte einer Verdoppelung entsprechen im Zusammenhang mit der Apostelgeschichte. Da das Lukas Evangelium und die Apostelgeschichte den gleichen Verfasser haben, ist in der Apostelgeschichte die Auseinandersetzung um die beginnende Heidenmission ein zentrales Thema, wodurch die Markustexte überflüssig sein dürften. 
Beispielsweise ist die große Lehrrede über Reinheit und Unreinheit (Markus 7,1 – 23), eine Rede Jesu, die im Verlauf der Darstellung des Markus die Zuwendung zu den Heiden erst möglich macht. Somit schildert Lukas die Auseinandersetzung um die Frage der Heidenmission an passender Stelle in der Apostelgeschichte (zweites Werk). Möglicherweise lässt er deshalb die Klärung der Frage im Evangelium einfach weg, denn wenn Jesus mit seiner Rede, wie in Mk 7,1 – 23,  die Frage der Heidenmission schon entschieden hätte, dann wäre die ganze nachösterliche Auseinandersetzung in der Apostelgeschichte völlig überflüssig gewesen.

⇒ Darüber hinaus lässt Lukas Berichte aus, die nicht zu seinem christologischen Verständnis passen. Das ist ein Phänomen, das schon im Matthäus-Evangelium auffällig ist. Auch Lukas lässt den Ruf aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?", und ersetzt ihn durch, „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist." Damit wird auch bei Lukas deutlich, dass es ihm darum geht ein ganz bestimmtes Bild von Jesus von Nazareth zu zeichnen.

Textliche Besonderheiten:

Umfangreichster Bericht über Jesus Geburt und Kindheit (fehlt bei Markus, Matthäus nur kurz erwähnt) - - - Bergpredigt (6,20 - 49) wurde auf einem Schwerpunktkomplex gekürzt und überschaubarer gemacht; weitere Textstellen bzw. Bezüge zur Bergpredigt wurden im Evangelium verstreut. - - - Lukas Reisebericht (9,51- 18,14): Komplexe Abhandlung, die sich als Lehrmaterial versteht und eine große Ansammlung von Gleichnissen enthält. - - - Lukas geht am umfassendsten auf die Auferstehung und die Himmelfahrt ein.

 

Der Aufbau und Anmerkungen zum Inhalt

1. Hauptteil Lk 1,1 - 4,13:

Es wird die Vorgeschichten und die Vorbereitung des Auftretens Jesu geschildert (1). Lukas überliefert als einziger der kanonischen Evangelisten eine Vorgeschichten. Explizit berichtet Lukas von der Geburt Jesu und der ersten Kindheitszeit (2). Mit der Vorbereitung des Auftretens Jesu läuft Lukas dann parallel zu den beiden anderen synoptischen Evangelien (Markus / Matthäus).

Kap. 1: Johannes, der Täufer, wird von  Elisabet, der Frau von Zacharias geboren. Maria, die Frau von Josef war mit Elisabet verwand und besuchte sie. Kurz darauf erschien Maria ein Engel Gottes und kündigte ihre Schwangerschaft an.
Kap. 2: Anders als bei Matthäus zogen Maria und Josef nach Betlehem, um sich in ihren Geburtsort schätzen (Volkzählung) zu lassen. Mit diesem Passus wird deutlich, dass Lukas die Römer nicht als Feinde ansah, sondern ihre Herrschaft achtet, zumal die Schriften an einem Römer gerichtet waren. Es zieht sich somit, wie ein Roter Faden, dass Lukas die Römer positiv erscheinen lässt. Historiker vertreten sogar den Standpunkt, dass Lukas in der Apostelgeschichte absichtlich nicht vom Tod Paulus und Petrus berichtet, sondern einfach vorher sein Werk abbricht. Ohne Stern von Bethlehem, den drei Sternendeutern und Herodes als Kindermörder, be-schreibt Lukas eher die schlichte Geburt von Jesus, deren Zeugen nun Hirten waren.
Obwohl die Lukasvariante die am häufigsten erzählte Weihnachtsgeschichte ist, so kam es im Laufe der Zeit zu einer Vermischung. Die Geburt Jesu hat sich inzwischen zur einer variablen Weihnachtsgeschichte verselbstständigt (statt Sternendeuter = die drei Weisen). Nach der Geburt Jesu beleuchtet Lukas die Kindheit bis Jesus 12 Jahre alt wurde. Die Verse werden heute im kirchlichen Gebrauch kaum angewendet.
Kap. 3: Zunächst steht Johannes der Täufer im Mittelpunkt, der wegen seiner Kritik an die Nachfahren von Herodes verhaftet wurde. Kurz und knapp wird dann über Jesus Taufe be-richtet, aber ausführlich sein Stammbaum nachweist.
Kap. 4: Bis Vers 13 wird hier eine Variante zur Versuchung Jesu geschildert.

2. Hauptteil Lk 4,14 - 9,50:

Jesus Wirken in Galiläa wird geschildert. Der Verfasser folgt getreu der Markus-Vorlage, mit Ausnahme von Mk 6,45 – 8,26, einem Teil des Markus-Evangeliums, den Lukas völlig auslässt. Übersicht der Abschnitte:

Kap. 4: Ablehnung Jesus in Nazareth  - In der Synagoge von Kafarnaum – Heilung der Schwiegermutter des Petrus // Kap. 5: Das Wunder vom Fischzug des Petrus, der sich daraufhin Jesus anschließt – Heilung eines Aussätzigen und Gichtbrüchigen – Berufung des Levi, der Zöllner (Matthäus) – Jesus Rede über das Fasten // Kap. 6: Jesus und die Streitfragen zum Sabbat – Die Berufung der 12 Jünger – Seligpreisungen und Weherufe (symbolisch arm & reich) – von Vergeltung und Feindesliebe – vom Richten und der wahren  Frömmigkeit – Sinnbild vom Haus auf dem Fels  // Kap. 7: Der Hauptmann von Kafernaum – Auferweckung eines Jünglings im Nain – die Frage von Johannes, des Täufers, ob Jesus der Messias ist und Jesus bewertende Meinung dazu – Jesus und die Sünderin // Kap. 8: Über die Frauen Jesus folgten – Gleichnis vom Sämann – Sinn und Zweck von Gleichnissen – Deutung vom Sämann-Gleichnis – Gleichnis vom Licht und dem richtigen Hören – wenn Jesus als die wahren Verwandten ansieht – Sturmstillung auf dem See – Heilung eines Besessenen in Geraser – Auferweckung der Tochter des Jairus und die Heilung einer Blut-flüssigen Frau // Kap. 9 (bis Vers 50): Aussendung und Rückkehr der 12 Jünger – Herodes und Jesu – Speisung der 5.000 – Petrus-Bekenntnis und erste Ankündigung vom Leiden und der Auferstehung Jesu – über die Nachfolge und Selbstverleugnung – Verklärung Jesu (das Gottesbezeugnis) – Heilung des besessenen Jungen – 2. Ankündigung der Passion Jesu – Rangstreit der Jünger und die Klage über einen fremden Wundertäter 

3. Hauptteil Lk 9,51 - 13,30: 

Lukas schildert die Wanderung nach Jerusalem und fügt seiner Version das Traditionsgut (Logienquelle) und seinem Sondergut dazu. Übersicht der Abschnitte:

Kap. 9 (ab Vers 51): Vom ungastlichen Samariter auf dem Weg nach Jerusalem – Vom den Konsequenzen der Nachfolge  // Kap. 10: Ausendung der 72 Jünger – Warnung an die Städte Galiläas, falls sie Abtrünnig werden – Rückkehr der Jünger mit freudiger Botschaft – Die barmherzige Samariterin – von den Schwestern Martha und Maria  // Kap. 11: Jesus lehrt das beten (Das Vaterunser) – Der Bittende Freund -  Jesus und die bösen Geister und von deren Rückkehr  - Seligpreisung der Mütter – Ablehnung der Zeichenforderung – Bildworte vom Licht und vom Auge – Weherufe (Vorwürfe) gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten // Kap. 12: Mahnung zum furchtlosen Bekenntnis – Warnung vor der Habsucht, mit dem  Gleichnis vom reichen Kornbauer – Von den falschen und den richtigen Sorgen  - Über das Warten auf den kommenden Christus, der zunächst den Kampf bringt (Entscheidung für und Gegen den Glauben) – über die Erwartung eines Zeichens, der Endzeit // Kap. 13 (bis V.30): Drohungen an Galiläa für ihren Unglauben – Gleichnis vom Feigenbaum – Heilung der verkrümmten Frau am Sabbat – Gleichnis vom Senfkorn und vom Sauerteig – Vom Ringen ums Seligwerden (Die enge Pforte und die verschlossene Tür)

4. Hauptteil Lk 13,31 - 19,27: 

Die Wanderung nach Jerusalem wiederholt sich, unter dem Gesichtspunkt, darzustellen warum es für Jesus notwendig war nach Jerusalem zu gehen. Dazu schöpft Lukas aus seinem gesammelten Sondergut. Übersicht der Abschnitte:

Kap. 13 (ab V.31): Herodes Antipas trachtet Jesus nach dem Leben – Jesus Klage über Jerusalem // Kap. 14: Heilung eines Wassersüchtigen – Mahnung zur Bescheidenheit – Über die rechten Gäste und das Gleichnis vom Festmahl (in Verbindung mit einer Seligpreisung) – Über die Konsequenzen der Nachfolge  // Kap. 15: Gleichnis vom verlorenen Schaf und der verlorenen Drachme (Geld) – Gleichnis vom verlorenen Sohn // Kap. 16: Gleichnis vom klugen Verwalter – Vom richtigen Gebrauch des Reichtums – Kritik Jesu an die Pharisäer – Über die Praxis von Ehescheidungen – Vom reichen Mann und dem armen Lazarus // Kap. 17: Von der Verführung, der Pflicht zur Vergebung und der Macht des Glaubens - Gleichnis vom unnützen Sklaven – Der dankbare Samariter – Rede über das kommende Gottesreich  // Kap. 18: Gleichnis vom gottlosen Richter und der Witwe – Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner – Segnung der Kinder – Vom Lohn der Nachfolge – 3. Leidensankündigung und Auferstehung – Heilung eines Blinden bei Jericho // Kap. 19 (bis V. 27): Jesus im Haus des Zöllners Zachäus – Gleichnis vom anvertrauten Geld

5. Hauptteil Lk 19,28 - 24,53:

Wie die übrigen Synoptiker, erzählt Lukas über das Geschehen in Jerusalem vom Einzug in Jerusalem über die Kreuzigung, der Auferstehung bis hin zur Himmelfahrt Jesu.

Übersicht der Abschnitte: Kap. 19 (ab V. 29): Einzug in Jerusalem – Ankündigung der Zerstörung Jerusalems – Reinigung des Tempels // Kap. 20: Streitgespräch mit den Pharisäern über die Vollmacht Jesu – Gleichnis vom den bösen Winzern – Frage nach der Rechtmäßig-keit der römischen Steuer – Frage nach der Auferstehung der Toten und dem Messias – erneute Kritik an die Schriftgelehrten  // Kap. 21: Würdigung der der armen Witwe – Ankündigung der Zerstörung des Tempels und vom Anfang der Not – Prophezeiung über Jerusalem und vom Kommen des Menschensohns – Mahnungen im Hinblick auf das End-gericht (Apokalypse) // Kap. 22: Todesbeschluss des Hohen Rates – Der Verrat durch Judas – Das Heilige Abendmahl – Jesus kündigt die Verleugnung von Petrus an – Gebet am Ölberg zu Gethsemane – Die Verhaftung und die Verleugnung von Petrus – Das Verhör vor dem  Hohen Rat  // Kap. 23: Im Gegensatz zu den anderen Evangelien verweist Pilatus die Kläger mit Jesus zu Herodes Antipas zu gehen, denn er wäre für ihn zuständig (Geburtsort). Da Herodes keine Schuld an Jesus feststellen konnte, schickte er ihn an Pilatus zurück, da er die übergeordnete römische Macht war. Pilatus sah ebenfalls keine Schuld von Jesus, gab aber schließlich dem massiven Drängen der Priesterschaft nach. Es folgen die Abschnitte vom Weg zur Kreuzigung, die Kreuzigung an sich, der Tod Jesu und sein Begräbnis // Kap. 24: Bericht von der Auferstehung – Jesus und die Emmaus-Jünger – Erscheinung des Auferstandenen bei seinen Jüngern und dem Missionsbefehl - Himmelfahrt