5.1. Zahlensymbolik & Gematrie

5. 1. Zahlensymbolik und Gematrie

A: Einleitung
B: Zahlensymbolik
C: Gematrie

Einleitung
Die geheimnisvoll religiöse Deutung von Zahlen über ihren wirklichen Rechenwert hinaus, geht auf die früheste Zeit zurück und wurde bereits in den Naturreligionen angewandt. Die Zahl als Maß der Dinge, als Maß für Wohlstand und für Wohlergehen, die Zahl als Maßstab von Raum und Zeit. Daraus ergibt sich gleichzeitig der Anteil an der mystisch-religiösen Bedeutung der Dimensionen und drückt beispielsweise die mythologische Dimension von Raum und Zeit aus.
Der babylonische Kulturkreis hat sich daher vorgestellt, dass die Zahlen göttlichen Ursprungs seien und haben ein regelrechtes System der Deutung von Zahlen entwickelt.
Vom Zweistromland aus wurden alle weiteren alten Kulturen und Religionen beeinflusst, wie in Indien, Persien, Griechenland und dem Exilvolk Israels. Durch das Alte Testament und das Neue Testament drang die Zahlensymbolik, dann auch in den europäisch christlichen Kulturkreis ein. Die Zahlensymbolik, des Alten Testaments, ist dementsprechend im größeren Zusammenhang mit der Antike zu sehen. Manche Symbolgehalte gingen allerdings verloren und können nur noch erahnt werden.
Grundsätzlich sei gesagt, dass die alten Kulturen, mit Strichen gezählt und gerechnet haben. Erst mit den Römer wurde im Mittelmeerbereich ein Zahlensystem erfunden, dass auf Striche basierte. Eine wirkliche Zahlenschrift entwickelte sich deutlich später (um 600 = Indisch-Arabische Ziffern). Dennoch drücken fast allen Schriftzeichen des Altertums, so auch bei den Hebräer (um 1000 v.Chr.), auch Zahlen aus. Somit stehen solche Zeichen für ein Wort, dass auf einer Zahlenbedeutung basiert. In der Weiterentwicklung der Schrift wurden Zeichen hinzugefügt, woraus sich Buchstaben entwickelten, die sich zu Worten kombinieren ließen. Gleichzeitig wurde den Buchstaben ein Zahlenwert zugeordnet. Die Schriftzeichen der Hebräer haben somit eine ursprüngliche Doppeldeutigkeit, die von den Priestern (550 v.Chr.) intensiviert wurde. Wahrscheinlich inspiriert von der philosophischen Zahlenlehre von Pythagoras, wurde speziell die babylonische Zahlensymbolik in ihrem Schriftsystem eingebunden.

Zahlensymbolik
Die grundsätzliche Bedeutung von Zahlen in ihrer symbolischen Verwendung. Im nachfolgenden Text wird das Alte Testament mit AT und das Neue Testament mit NT abgekürzt.

Abgerundetes Rechteck: 1Die Zahl 1, ist die Zahl des Ursprungs und des Maßes der Zahlen überhaupt. Sie steht für Einheit, Unteilbarkeit, Unendlichkeit, die nicht zählbar ist. Die Zahl ist Symbol für das Göttliche/ Einzigartige: Einzigartigkeit (Dtn 6,4); absoluten Einssein (Joh 10,30 & 17,21); Christus ist Einer (Gal 3,28); Mann und Frau sind …Ein Fleisch (Gen 2,24; Mt 19,6; Eph 5,28-32); Das AT betont, das Israel das Eine auserwählte Volk ist gegenüber den anderen 70 Heidenvölkern.

Abgerundetes Rechteck: 2Die Zahl 2 bedeutet unter anderem Gegensatz, Trennung, Polarität, die Zweiheit von männlich und weiblich, rechts und links, Gut und Böse (vgl. yin und yan), aktiv und passiv, Sonne und Mond, Tag und Nacht. In der christlichen Tradition kommt noch die Polarität AT und NT und vor allem Gott und Mensch dazu. Im Blick auf Jesus Christus umfasst die Zweiheit die zwei Naturen (Gott/Mensch) in Christus. Zwei war bei den antiken Griechen eigentlich die erste Zahl, auch ursprünglich in der Bibel. So beginnt Gen 1,1 mit dem zweiten Buchstaben. Auch im Verhältnis (Wert der Zeichen in Zahlen) wird die Wanderung von Mizjarim (Ägypten 40-90-200-10-40= 380) nach Kanaan (20-50-70-50= 180) von der Zwei zur Eins (380 – 180). Im Gebrauch der Priesterschrift benennt 2 das Besondere/Ursprüngliche zu 1 dem Speziellen/Ableger (oder Zähler/Nenner). Damit ist Ägypten der Ausgangspunkt und Kanaan das spezielle Ziel, nach den Zahlenwerten, woraus sich die Bedeutung ergibt. Bei den Begriffen Mann und Frau, zählt der Mann (2) als Hauptfaktor/ Oberhaupt und die Frau (1) nennt die Beziehung/ gibt ihr einen Namen = Ehe.

Abgerundetes Rechteck: 3Die Zahl 3 steht symbolisch für Heiligkeit und Vollkommenheit. Die Babylonier verehrten ein Götterdreigestirn Anu, Enlil und Eas, die für Himmel, Luft und Erde stehen. Im christlichen Bereich findet diese göttliche Dreiheit ihren Ausdruck in der Trinitätslehre (Vater, Sohn, Heiliger Geist). An vielen Stellen der Bibel begegnet uns die 3 als göttliche Zahl, bei Jesaja 6,1-3 wird beispielsweise eine Gotteserscheinung beschrieben, in Gen 18 erhält Abraham Besuch von drei Männern und in Gen 27 wird dreifach das Wort Abbild hintereinander ausgedrückt. Die Zahl 3 symbolisiert auch die Vereinigung der Zweiheit der Welt als Rückkehr zur Einheit in Gott; sie ist Zahl des Geistes Gottes (vgl. die drei theologischen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe) und des Männlichen (drei Erzväter: Abraham, Jakob und Joseph) und die Welt wird in zweimal drei Tagen erschaffen (Gen 1). Im volkstümlichen Sinne taucht die Dreiheit zum Beispiel in Märchen auf, als drei Wünsche oder drei Flüche. Oder eine Besonderheit wird unterstrichen, wie Vater, Mutter, Sohn oder das Karnevalsdreigestirn Prinz, Bauer, Jungfrau. Drei Dingen werden stets argumentierend in Gesprächen genannt, auffällig ist dabei häufig der starke Kontrast von positiv und negativ und einem beschwichtigenden Mittelweg als Lösung. Die Betonung auf Drei hebt das letztgenannten ins Besondere. Gut, Böse, Alternative oder zwei verschwendete Wünsche werden durch den letzten besonnenen Wunsch zum Guten gewandt. Je nach der Betonung kann die Zahl 3 auch beleidigend werden, wenn jemand bezichtigt wird, er könne nicht bis Drei zählen. Symbolisch heißt dass, er kann nur Schwarz/Weiß (Gut und Böse/ in Grenzen begrenzt) denken, somit sieht er wegen seiner Dummheit keine Farben (Alternativen/ Kompromisse).    

Abgerundetes Rechteck: 4Die Zahl 4 leitet sich ab von Rechteck (4 Ecken) = als recht, richtig, kompakte Einheit und stellt somit eine körperlich kosmische Beziehungen dar ⇒ 4 Wind- und Himmelsrichtungen; 4 Jahreszeiten; 4 Weltelemente (Feuer, Wasser, Luft, Erde); die Zahl drückt eine Harmonie der Welt aus und spricht im AT (Gen 2) von den 4 Paradiesströmen oder den 4 Weltreichen (Dan 7). Im hebräischen Gebrauch heißt der 4. Buchstabe Daleth in der Bedeutung von Tür/Tor (…zur Welt = 4 oder zum Himmel =1); spricht in der Bibel von der Feige als 4. Frucht (Dtn 8,8) vom Baum der Erkenntnis; vier Ursünden werden in der Urgeschichte (Sündenfall, Brudermord, Sintflut, Turmbau) bestraft und vier Erzmütter: Sarah, Rebecca, Lea und Rachel werden verehrt. Im NT gibt es 4 Evangelien; Paulus unterscheidet ein vierfaches Fleisch (das der Menschen, Tiere, Vögel und Fische -1 Kor 15,39). Im Gleichnis vom Sämann, steht dem einen Samen-Wort Gottes, das Ackerfeld der Welt, in vierfacher Qualität gegenüber (Mk 4,1-9).

Abgerundetes Rechteck: 5Die Zahl 5 steht im weitesten Sinne für Fruchtbarkeit, Effektivität und einer optimalen Betrachtung, mit einem Kernpunkt der Einheit. Vom Ursprung her, wird die Zahl in Verbindung zur babylonischen Mutter- und Liebesgöttin Istar, der Gattin des Himmelsgottes Anu gebracht. Mit ihren 4 Gehilfinnen brachte die Göttin Istar Sexualität und Fruchtbarkeit den Menschen. Bei den Römern wurde sie später Venus genannt, aber die Zahl 5 wurde zur Zahl der Hochzeit. In der Bibel findet die Zahl ihren Niederschlag, in den fünf törichten und den fünf klugen Jungfrauen, die zum Hochzeitsmahl eingeladen sind (Matthäus 25). Das Optimale der Zahl wird in der Beziehung 4 zu 1 deutlich. Auch die 5 Büchern Moses haben so einen effektiven Rahmen (1.- 4. Moses = Beiwerk; 5. Moses Hauptwerk). Das Kreuz hat 4 Enden, aber nur 1 Mittelpunkt. Nur 5 Gebote sind auf einer Steintafel und könnten inhaltlich getrennt gewesen sein ( 5 Gebote zu Gott/ 5 Gebote für die Menschen). Fünf Wundmale hatte der Gekreuzigte Jesus. Übrigens, die Zahl bezeichnet auch die bekannten Planeten in der Antike.

Abgerundetes Rechteck: 6Die Zahl 6 steht für irdische Vollkommenheit und in der Antike für Makrokosmos bzw. des Kosmos im Gegensatz zur himmlischen, göttlichen Sphäre. In AT wurde die Erde an 6 Werktagen geschaffen. Der Davidstern hat 6 Spitzen, die ineinander gearbeitete Dreiecke sind. Sechs Reinigungskrüge werden bei der Hochzeit zu Kana erwähnt (Joh 2,6); es ist die Zahl des Körperlichen und der Peripherie/ Umgebung (vgl. 6² = 36 bzw. 360° des Kreises); Grundlage der Zeitrechnung im Sexagesimalsystem (1 Stunde = 60 Minuten) und ebenso eine geografisches Maß (z.B.: 60 Sekunden). Außerdem ist sie als 666 die Zahl des Unglaubens, der innerweltlichen Selbstverschließung, des Teufels und anderen dunklen Mächten.

Abgerundetes Rechteck: 7Die Zahl 7 ist in der babylonischen und israelitischen Religion das Zeichen der Ganzheit, der Fülle (Vollständigkeit) und Vollkommenheit. Sie ist die Summe von 3 und 4. In der Schöpfung schuf Gott zunächst die 4 Grundelemente (Feuer, Wasser, Luft, Erde) und ordnete sie, und als die Lebenselemente wirkten Tier, Mensch und Gott. Im AT spielt die 7 an vielen Stellen eine große Rolle. So wird in der Schöpfung 7 Mal gesagt „er schuf“ und „es ward so“, und am 7. Tag ruhte Gott sich aus. Die 7 Tieropfer in Num 28, 17-25 und Hes 45, 23 stehen in der langen Reihe der Siebener-Stellen im AT. Hierzu gehören der siebenarmige Leuchter oder die 7 fetten und die 7 mageren Kühe im Traum des Pharao (Gen 41). In Sa 3,7-9 ist von sieben Augen die Rede und stehen für Allgegenwart und Allwissenheit. Das NT setzt die Linie der Zahlensymbolik fort mit: den 7 Broten, mit denen Jesus die Menge speist; den 7 Bitten des Vaterunsers; den 7 Sakramenten; 7 als Zahl der Tugend; 7 Todsünden; die 7 Gaben des Heiligen Geistes und die 7 Werke der Barmherzigkeit. Siebener-Gruppen sind auch in der Apokalypse enthalten. Für die griechische Antike wurde die Zahl als Vollkommenheit des Universums gesehen und so wurde Sonne und Mond und die seinerzeit bekannten 5 Planeten als Einheit betrachtet. Abschließend sei bemerkt, dass das Pessach- und Laubenhüttenfest der Juden 7 Tage dauert und die Zahl 7 auch für den Islam als heilige Zahl gilt.

Abgerundetes Rechteck: 8Die Zahl 8 übersteigt die endliche Welt der Zweiheit: Einheit mit Gott als Neuanfang und Weltvollendung. Acht Menschen werden mit der Arche gerettet (1 Petr 3,20); die Beschneidung ist am 8. Tag (Lev 12,3); am 8. Tag nach Beginn der Monatsblutung gilt die verheiratete jüdische Frau wieder als rein (Lev 15). Acht Seligpreisungen der Bergpredigt (Mt 5,1-8); die Auferstehung Jesu als Erlösung und Neuschöpfung der Welt ist am 8. Tag; das Fest der Tempelweihe (vgl. Joh 10,22) dauert acht Tage: es wird „mit Öl gefeiert, das acht Tage lang brennt“.

Abgerundetes Rechteck: 9Die Zahl 9 ist die Grenze des ersten Zahlenzyklus; Quadratzahl von 3; Geburtsschoss  (neun Monde/ Monate); 9 Engelhierarchien; 9. Gebot (kein falsches Zeugnis geben).

Abgerundetes Rechteck: 10Die Zahl 10 ist zunächst die Anzahl der Finger und wurde in der Frühzeit als Abzählhilfe verwendet. Große Redner (Rhetoriker) nutzten die Finger als Orientierungshilfe (sich die Anzahl von Argumenten bewusst machen). In der Antike (griechische Philosophen) ordneten Rhetoriker deshalb ihren Vortrag in Zehnerreihen, bei deren rezitieren die Finger als Gedankenhilfe dienten. Die jüdischen Priester und Propheten nutzten diese Hilfe für ihre Reden an das Volk. Zu so einer Zehnerreihe gehört sicherlich die Gebotssammlung des Dekalogs. Die Zehnerzahl war vor allem eine Merkhilfe und konnte einen größeren Rahmen in Richtung einer Aufzählung bieten. Die Zahl 10 findet somit auch Verwendung als Zahl der Geschichtsepochen und Geschlechterlisten, wie die 10 Generationen von Adam bis Noah; die 10 Generationen von Sem bis Abraham; oder die 10 Ur-Könige der Babylonier und Ägypter. Die Zahl 10 ist auch die Summe der ersten vier Zahlen, bezeichnet die 10 Plagen (Ex 10) und die Aussätzigen (Lk 17) oder auch die 5 + 5 Jungfrauen (Mt 25). Die Zahl steht wahrscheinlich auch für die ersten 10 Schriftzeichen der Hebräer. Ordnungszahl

Abgerundetes Rechteck: 11Zahl 11 überschreitet die Vollendung/Begrenzung und ist deshalb die Zahl der Maßlosigkeit und der Sünde; Sie ist Symbolzahl der Narren und Schnapszahl; 11  überschreitet die zehn Gebote. In der 11. Stunde suchte der Herr letztmals Arbeiter für seinen Weinberg, woraufhin die anderen unzufrieden waren (Mt 20, 1-16). Der 11. 11. gilt seit dem letzten Jahrhundert als Beginn der Faschingszeit, mit dem närrischen 11-er Rat.

Abgerundetes Rechteck: 12Die Zahl 12 steht als 3 x 4, somit die Vereinigung der Zahl der Gottheit mit der Zahl der Welt, und ist daher Zahl für das vollständig Gewordene (Glück). Es gibt 12 Tierkreiszeichen, die Grundlage der Zeiteinteilung (Monate, Stunden) sind ⇒ 12 Stunden hat der Tag, 12 die Nacht. Im AT ist von 12 großen Richtern im "Buch der Richter" die Rede und 12 ist die Zahl der Söhne Jakobs und damit der Stämme Israels. Nach dem Vorbild hat Jesus im NT 12 Jünger. 12 Früchte bringt der Heilige Geist hervor: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit. In anderen Kulturen zieren12 Sterne die Strahlenkrone des Muttergottes. 12 ist die große kosmische Zahl in China, genauso wie in Babylon. 12 Götter bildeten seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. das Pantheon, die Götterfamilie Griechenlands. Die gnostische Emanation kannte 12 Äonen. Die heutige Europa-Fahne hat 12 Sterne, was nichts mit der Zahl der Mitgliedsländer zu tun hat, sondern schon 1955 so festgelegt wurde.

Abgerundetes Rechteck: 13Die Zahl 13 steht für das Unheil: das Vollständige (die Einheit von Gott und Welt = 12), wird überschritten und zerstört. Die jüdische Kabbala kennt 13 böse Geister, das 13. Kapitel der Johannes-Offenbarung handelt vom Antichristen. Sie ist die Zahl für die babylonischen Unterwelt und deshalb die Unglückszahl, was sie im Volksglauben bis heute geblieben ist. Dagegen setzt sich im hebräischen Gebrauch die Zahl 13 aus 1-8-4 zusammen und bedeutet Eins, Einer und in der Kombination 1-5-2-5 wird daraus das Wort lieben. Jesus ist der 13. im Kreis seiner 12 Jünger; 13 Eigenschaften werden in Ex 34,6 genannt und bei Hiob (28,15-19) wird die göttliche Weisheit höher als 13 Kostbarkeiten gewertet. So gesehen geht 13 auch über das Vollständige/ Vollkommene hinaus, wird aber dennoch allgemein als Unglückszahl angesehen. Nachdem König Phillip IV. von Frankreich, in einer Nacht- und Nebelaktion, am 13. September 1307 in Frankreich alle Tempelritter festnehmen ließ, gilt Freitag, der 13., allgemein als Schwarzer Freitag und damit als Unglückstag.

Folgenden Zahlen wird ebenfalls eine Aussage zugeordnet, die jedoch für die Bibelbetrachtung unbedeutend ist und nur im entferntesten Sinne eine Symbolik besitzt: 15, 17, 19, 22, 26, 28, 33, 46, 50, 70, 72

Abgerundetes Rechteck: 40Die Zahl 40 steht für einen Zeitraum, der Wende und Neubeginn: 40 Tage lang verschwinden (astronomisch) die Plejaden (einem gut sichtbaren Sternhaufen von 7 Sternen im Zeichen des Stiers). 40 wird zur Zahl der Flucht, aber auch zur Zahl der Erwartung und der Vorbereitung: Im AT dauerte die Sintflut 40 Tage (Gen 8,6), 40 Tage war Mose auf dem Berg Sinai, um die Gesetzestafeln zu empfangen (Ex 24,18), 40 Jahre dauerte die Wüstenwanderung von Ägypten ins gelobte Land (Num 32,13). Im NT fastete Jesus 40 Tage, bevor er öffentlich zu Reden und Wirken begann (Mt 4,2). In der Wüste wird Jesus 40 Tage von Satan versucht. 40 Tage liegen zwischen Ostern und Himmelfahrt. 40 Tage dauert in der Kirche die Zeit vor hohen Festen: Passionszeit vor Ostern und Adventszeit vor Weihnachten. 40 Wochen dauert eine Schwangerschaft und historisch gegenwärtig, bestand die DDR 40 Jahre und es folgte die Wende und der Neubeginn.

Abgerundetes Rechteck: 1000Die Zahl 1000 steht mehr für eine unspezifische Aussage, statt einer Symbolik. Sie drückt eine umfassende Vielheit, das Unendliche, aus: 1000 ist die größte vorstellbare Zahl für den allgemeinen Menschen ⇒ es gibt tausende Sterne, die zählbar sind, aber es reicht zu wissen, dass es viele gibt ⇒ dagegen wurde im Altertum unendliches einfach ignoriert, wie die Sandkörner an einem Sandstrand. Im Gegensatz dazu ist 1000 eine unbestimmte große Anzahl, sie kann eine unverhältnismäßige große Menschenmenge meinen, die dennoch aus weniger als hundert Personen besteht, aber auch mehrere Tausend Menschen meinen. In Mythen, Sagen und Legenden handelt es sich bei 1000 fast immer um maßlose Übertreibungen, um das Heldentum eines Fakts herauszustellen. Wenn im Mythos vom trojanischen Krieg von 1186 Schiffen die Rede ist, so erweckt es den Anschein einer renommierten Tatsache. Wissenschaftler sind sich aber einig, dass diese Zahl stark übertrieben ist und eher 186 Schiffe für möglich halten. Die Zahl Tausend wurde demnach einfach dazu gemogelt. 1000 drückt auch eine erhoffte Unendlichkeit aus. Wenn in der Offenbarung 20 vom 1000-jährigen Gottesreich die Rede ist, so verbirgt sich dahinter die Hoffnung, dass der Teufel nie die Erde beherrschen wird. Ein historisches Beispiel, wäre das 1000-jähriges Reich das Adolf Hitler anstrebte und meinte die ewige Herrschaft der deutschen Rasse über die Welt.

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["Aleph"]
=  1
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["Beth"]
=  2
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["Gimel]
=  3
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["Daleth"]
=  4
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["He"]
=  5
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["Waw"]
=  6
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["Sajin"]
=  7
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["Cheth"]
=  8
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["Tet"]
=  9
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["Jod"]
= 10
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/kaph.gif, http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/kaphen.gif
["Kaph"]
= 20, 500
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["Lamed"]
= 30
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/mem.gif, http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/memende.gif
["Mem"]
= 40, 600
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/nun.gif, http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/nunende.gif
["Nun"]
= 50, 700
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["Samech"]
= 50
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["Ajin"]
= 70
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/pe.gif, http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/peende.gif
["Pe"]
= 80, 800
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/zade.gif, http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/zadede.gif
["Zade"]
= 90, 900
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/koph.gif
["Koph"]
= 100
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/resch.gif
["Resch"]
= 200
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/sin.gif/http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/schin.gif
["Sin"/"Schin"]
= 300
http://www.joerg-sieger.de/einleit/icons/heb/thaw.gif
["Thaw"]
= 400 
      Hebräisches Schriftzeichen mit Buchstabenbedeutung und Zahlenwert

Gematrie
Gematrie, ist eine Auslegungstechnik zur Interpretation von Worten mit Hilfe von Zahlen.

Dazu werden Zeichen/Buchstaben nach unterschiedlichen Schlüsseln in ihre entsprechenden Zahlenwerte erfasst, um daraus die Bedeutungen zu erschließen und Beziehungen herzustellen. Wie schon erwähnt, kannten die antiken Kulturen keine Ziffern (Zahlenzeichen), sondern stattdessen wurden die Schriftzeichen, durch die kulturelle Entwicklung primär als Buchstaben verwendet, galten aber dennoch auch als Ziffern. Jedes Wort wurde daher ebenso als Gruppe von Ziffern gelesen. Ihre proportionale Struktur, die Summe ihrer Einzelwerte oder der Wert durch andere Rechenoperationen unterstreicht die Bedeutung eines Wortes, dass dann in eine Beziehung zu anderen Zahlen, Worten und Wortproportionen gesetzt werden kann.
Das Wort Gematrie ist ein hebräischer Begriff, der sich wahrscheinlich vom griechischen Wort „geometria“ (Vermessung) ableitet, aber deren Bedeutung eher die Begriffe Zahlenlehre oder Buchstabenrechnung ausdrücken. 
Bei vielen Stellen des AT gibt es Interpretationen über einen möglichen gematrischen Hintergrund. Gematrie bezieht sich dabei ausschließlich auf die Konsonanten-Buchstaben eines Textes. Die kleineren Vokale wurden dem hebräisch / aramäischen Bibeltext erst später hinzugefügt und sind in der Gematrie unbedeutend.

Einfaches Beispiel
Jeder Buchstabe entspricht der Zuweisung von Zahlenwerten, daher ist es möglich mit Worten zu rechnen. Ein einfaches Beispiel für die Gematria wäre im AT der Name David. Er besteht aus drei hebräischen Konsonanten: DWD = Daleth -Waw - Daleth (DWD). Das entspricht den Zahlen 4 + 6 + 4 = 14. Die Zahl 14, wird somit zur Zahl Davids.
Dementsprechend wird im NT der Stammbaum Jesu in der von Matthäus überlieferten Form verständlich. Es handelt sich nicht um eine historische Aufzählung der Vorfahren Jesu. Hier wird vielmehr, auf der Grundlage der Gematria, kunstvoll eine Aufzählung zusammengestellt, die der Verfasser im Schlusssatz selbst erklärt:
"Alle Geschlechter also von Abraham bis David sind vierzehn Geschlechter, und von David bis zur Wegführung nach Babylon sind es vierzehn Geschlechter, und von der Wegführung nach Babylon bis zu Christus vierzehn Geschlechter." (Mt 1,17)
Es kommt dem Verfasser nicht auf die genannten Namen an. Entscheidend ist, dass es 3 x 14 Generationen sind = 3-mal die Davidszahl. Damit wird nachgewiesen das Jesus Christus auch tatsächlich aus dem Geschlecht Davids stammt und gleichzeitig, steht die 3 dafür, mit Gott in Verbindung zu stehen.

Historische Betrachtung
Wann die Gematrie entstanden ist konnte bislang wissenschaftlich nicht erschlossen werden. Historisch belegt ist aber, dass bereits die Babylonier im 8 Jh. v. Chr. ein Buchstaben-Zahlen-System in ihren Texten zu einer verschlüsselten Botschaft verbanden. Das antike Griechenland verwendete Zahlensymboliken in ihren Epen und besonders in der Mythologie. Der Philosoph Pythagoras beschäftigte sich im 5. Jh. v. Chr., im Rahmen seiner Zahlenlehre, intensiv mit den Zahlenbotschaften und verschlüsselte selbst geheime Nachrichten für seine Anhänger. Im selben Zeitraum befanden sich die Juden im Exil von Babylon.
Deren Priester wurden wahrscheinlich sowohl von der babylonischen Zahlensymbolik, als auch von der Zahlenlehre von Pythagoras beeinflusst. Zumindest zeigt ihr textliches Wirken in der Bibel ein klares Wort-Ziffern-Verhältnis. Das hellenistische Judentum (2. Jh. v. Chr.) begann bewusst mit der gematrischen Auslegung der 5 Bücher Moses und verankerte ihre Erkenntnisse im Talmud (Regelwerk für Rabbiner für den Alltag und Gottesdienst). Später im 12. Jh. der Neuzeit fertigten jüdische Gelehrte die Kabbala (=verborgene Weisheit) an. Mit der gematrischen Schriftexegese (Schriftauslegung) versuchten sie die geheime Zahlensprache zu entschlüsseln, um den Spuren Gottes folgen zu können und erhofften sich wertvolle Antworten für den Glauben zu finden. In etwa demselben Zeitraum entstand das NT und die christlichen Gelehrten nutzten die Gematrie dazu den gedanklichen Zusammenhang zwischen AT und NT herzustellen.

Die Gematrie umfasst 5 Deutungsbereiche
1. Zahlensymbolik (auch Dreieckszahlen → 666)
2. Idealzahlen (spezifische Anwendung in der Genealogie = Stammbaumforschung)
3. Isopsephien (setzt Wörter mit gleichen gematrischen Wert in eine Beziehung)
4. Buchstaben- und Worträtsel
5. Zahlenwerte von Namen

Auslegungsverfahren
Die Gematrie versteht sich als Auslegungsverfahren, bei dem eine Bibeltextstelle oder ein Wort unter Berücksichtigung seiner zahlenmäßigen Struktur interpretiert wird. Es werden dabei etwa 70 verschiedene Verfahrensschlüssel angewendet, woraus sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten der Exegese (Auslegung) ergeben. Die Nachvollziehbarkeit zu den Methoden ist sehr schwer und birgt in sich auch die Gefahr von konstruierten Ideen, die in vielfältigster Form angeblichen Verschwörungstheorien und dunkle Geheimnisse entlarven. Für das Judentum werden die Zusammenhänge und Beziehungen in der Gematrie mehr als mystische Meditation verstanden, also nicht die geheimnisvolle Botschaft, sondern mehr die kunstvolle Verkettung von Wort und Zahlen zu einer Zusatzbotschaft im Glauben.

Die häufig angewandten Verfahren sind:
♦ Bildung der Summe der Zahlzeichen eines Wortes und Bezug auf Worte mit gleichem Wert
♦ Berücksichtigung des vollen Wertes eines jeden Buchstabens, wobei der Buchstabe wiederum als ganzes Wort gelesen und gezählt wird
Als Buchstabenwert wird der Wert jenes Buchstabens genommen, der in der Reihenfolge des Alphabets spiegelbildlich erscheint.
   Der Wert des ersten Buchstabens wird also mit dem Wert des letzten, der des zweiten mit dem Wert des zweitletzten vertauscht usw.

Beispiele der Gematrie

Beispiel: Gen 14,14:
„Als Abram hörte, sein Bruder sei gefangen, musterte er seine ausgebildete Mannschaft, dreihundertachtzehn Mann, die alle in seinem Haus geboren waren [wörtlicher: seine hausgeborenen Knechte], und nahm die Verfolgung auf bis nach Dan.“ Abraham schickte nicht wirkliche 318 Knechte aus, sondern seinen Hauptknecht mit ein paar Leuten. Dieser Hauptknecht heißt Elieser (Gen 15,2), dessen Name sich aus den folgenden hebräischen Konsonanten zusammensetzt: Aleph + Lamed + Jod + Ajin + Sajin + Resch. Die Buchstaben stehen für die Zahlen, 1 + 30 + 10 + 70 + 7 + 200, deren Quersumme 318 ergibt. Das heißt, Abraham schickte Elieser mit einer unbenannten Anzahl los. Die Gematria überlässt es zum einen dem Betrachter sich die reale Anzahl der Befreier vorzustellen und zum anderen steht die Zahlensymbolik 318 für „mit Gottes Hilfe“. Die Exegese für 318 könnte in diesem Zusammenhang lauten: Abraham suchte sich von Eliesers Leuten jene aus, die mit Gottvertrauen (zuverlässig), der Aufgabe gewachsen sind.

Beispiel Num 1,46:
"Alle gemusterten Israeliten beliefen sich, nach ihren Familien, von zwanzig Jahren an aufwärts, alle in Israel soweit sie kriegsdiensttauglich waren, alle Gemusterten also beliefen sich auf 603550" Die Zahl setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zunächst wäre da die Aufschlüsselung der hebräischen Konsonanten für Söhne Israels zu nennen und setzt sich aus den folgenden Zahlenwerten zusammen: 2 - 50 – 10 – 10 – 300 – 200 – 1 – 30. Die Quersumme ergibt 603. Da es sich um die Gesamtheit aller Söhne Israels handelt, wird das mit der höchst vorstellbaren Zahl (1000) multipliziert, somit beträgt die Anzahl der vermeintlichen Söhne Israels 603000. Um den Wert nachdrücklich wirklich erscheinen zu lassen, wird der Ausdruck Jeder Kopf hinzugerechnet. Im Zahlenwert bedeutet das, 20 – 30 – 200 – 1 – 300. Die Summe von 551 wird nun dazu gerechnet und somit kommt man auf die fiktive Zahl 603551 für die Söhne Israels. In diesem Fall könnte man sagen, dass die Gematria eine Aussage mit einer vorstellbaren Größe kombinierte. 

Die Zahl 40:
Im biblischen Ausdruck „ein Land, in das Milch und Honig fließt“, hat das Wort chalaw, das hebräische Wort für Milch, einen Zahlenwert von 8+30+2=40. Das soll auf die 40 Tage hindeuten, die Moses auf dem Berg Sinai verbrachte.

Die Zahl 666:
Im NT in der Offenbarung 13,1 -18 wird ein Wesen beschrieben das Tier und auch Menschliches hat und dieses Wesen wird mit der Zahl 666 belegt. Die Zahl 6 bezieht sich in diesem Sinne auf die göttliche Zahl 7 und ist somit Unvollkommen, da die Zahl 6 dreifach steht, wird die Verwerflichkeit unterstrichen. Die Ziffer 666 wurde fortan mit das Böse im Zusammenhang gebracht und volkstümlich wird mit der Zahl Satan/Teufel/Luzifer bezeichnet. Infolge dieser Sichtweise versuchte man böse Persönlichkeiten gematrisch auszudrücken. So wurde der Name des römischen Kaisers Nero ins Hebräische übertragen und ergab 666. Auch schafften es Gematriker Adolf Hitler mit der Zahl 666 zu belegen. Im biblischen Zusammenhang ist aber die Zahl 666 nicht immer die Zahl des Bösen. So gibt die Ziffer 666 den salomonischen Reichtum an (1.Kön 10,14) und unterstreicht damit die kulturelle Glanzepoche. Übrigens, kritisiert die Offenbarung mit 666 (14,9-10; 19,19-21), indirekt auch alle politischen Systeme, die sich nicht eignen über die Welt zu herrschen.

Idealzahlen der Genealogie
Die Altersangaben der Genealogie (Stammbaumforschung) geben der Wissenschaft noch immer Rätsel auf. Deren Zahlen werden allgemein als Idealzahlen gesehen, also Zahlen mit einer symbolischen Bedeutung. Das Problem ist jedoch, dass man noch keinen geeigneten Schlüssel gefunden hat, um hinter das Geheimnis der Altersangaben zu kommen. Die Doppeldeutigkeit von Buchstaben und Zahlen macht eine Analyse so kompliziert. So bestehen hebräische Worte nur aus Konsonanten, deren Sinn man sich mit Vokalen erschließen muss. Die geschriebenen Konsonanten MLK können folgende Worte bedeuten: malaku (beraten); Malk (Herrscher, Fürst), malak (herrschen, regieren), Melek (König), Malka (königin) oder Malakut (Königsherrschaft).Beim Wort Malakut wird auch der Konsonant T gedacht. Das heißt, auch Konsonanten werden weggelassen, wenn sie sich sinnmäßig ergeben. Im hebräischen Gebrauch werden Worte häufig mit nur drei Konsonanten ausgedrückt aber auch, dass dreistellige Zahlen gleichzeitig Worte bedeuten, die sich wiederum aus der Zahlensymbolik ergeben. Es könnte nun aber auch sein, dass die Gematrie im Fall der Genealogie zu kompliziert denkt. Schauen Sie sich einmal die Zahlenangaben von Genealogien an.

Gen 5: Der Stammbaum von Adam bis Noah
Adam wird 930 Jahre und zeugt seinen Nachkommen mit 130 Jahre, und dass ist weder Kain noch Abel, sondern Seth. Von den 10 Stammvätern erreicht Methusalem (Metuschelach) ein Rekordalter von 969 Jahren. Die erste 9 könnte der Mondzeit (Monate) einer Schwangerschaft entsprechen; gefolgt von der 6, der irdischen Vollkommenheit und nochmals die 9, die nun als Zahlengrenze steht. Eine mögliche Interpretation wäre: Methusalem zeugte (u.a.) Lamech (9) und es deute sich an, dass die gute Zeit der Menschen (6) sein Ende (9) findet, und somit auf die Sinnflut hinweist. Natürlich sind hier ganz andere Interpretationen möglich, z.B. dass addieren oder multiplizieren vom Zahlenwert der Konsonanten, die einen ganz anderen Sinn ergeben.

Gen 11,10: Der Stammbaum von Sem bis Abram
Sem wurde hier nur 600 Jahre und zeugte Kinder mit 100 Jahren. Die Jahresangaben verringern sich nun deutlich. Eber wird 446 und zeugte mit 34 Jahren Kinder. Der Vater von Abram (Abraham) Nahor wurde sogar nur noch 148 und zeugte Kinder mit 29 Jahren. Auffällig ist, dass sich die Alterszahlen verringern. Das könnte symbolisch bedeuten, dass durch die Sünden der Menschen die Sterblichkeit zunimmt und demzufolge das Alter der Stammväter abnimmt. Mit abnehmenden Alter entfernt sich somit die Menschheit vom Paradies und verliert das Ideal der Unsterblichkeit. Gleichzeitig stehen die Zahlen, neben der symbolischen Wortbedeutung, auch für ein mögliches Alter der Welt, der Schöpfung Gottes. Die Zahlen suggerieren damit auch einen renommierten Schöpfungsverlauf gegenüber den Schöpfungsmythen aller anderen Kulturen, den es so nicht gegeben hat, aber eben authentisch wissenschaftlich klingt.

Im Text der folgenden Urgeschichte wird Abraham 175 Jahre alt, das entspricht dem Produkt 7 x 5 x 5; Isaaks Alter bringt es auf 180 Jahre (5 x 6 x 6) und Jakob wurde 147 Jahre alt (3 x 7 x 7). Auffallend ist, dass der blaue Fakt abnimmt, aber die gelben Faktoren zunehmen und aus gleichen Ziffern bestehen. Eine Möglichkeit der Auslegung wäre über die Zahlensymbolik zu gehen. Die blauen Ziffern könnten den rechten Weg symbolisieren, von der Würdigung Gottes  Schöpfung/Erde (7) durch Abraham zum auserwählten Volk (3). Somit führt der fruchtbare Geist/Erkenntnis (5) zur Vollkommenheit (7), die im Volk Israel angelegt ist und wird doppelt bekräftigt (z.B.: 7x7). Das nun wieder höhere Alter der Stammväter bezeichnet den richtigen Weg zurück zum Paradies und sagt deutlich, dass Gott immer mit seinem Volk sein wird.