Nachkriegsjahre


Die Nachkriegszeit  ( 1945 – 1949 )

Die vier BesatzungszonenDie Themen der Zeit
  
0. Allgemeine Betrachtung 
  1. Situation nach dem 2. Weltkrieg
  2. Die Sowjetische Besatzungszone (SBZ)
  3. Die westlichen Besatzungszonen
  4. Berlin – Blockade
  5. Der Nürnberger Prozess
  6. Die Bodenreform und Enteignung von Großfirmen
  7. Schwarzmarkt und Lebensmittelkarten
  8. Gründung der Sozialistischen Einheitspartei (SED) in der Ostzone
  9. Gründung der beiden deutschen Staaten
10. Hennecke / Aktivisten Bewegung im Osten
11. Der Jüdische Staat Israel
12. Antikommunismus in den USA  - Truman Doktrin

0. Allgemeine Betrachtung
Eine Welt im Umbruch. Der Zweite Weltkrieg hatte viel Leid und Zerstörung hinterlassen und überall hofften die Menschen auf mehr Freiheit und Gerechtigkeit. Die Hoffnung war groß, dass aus dem Niedergang eine strahlende Zukunft erblühen kann.

Weltweit standen die faschistischen Peiniger und Mörder am Pranger. Afrikaner und Asiaten wehrten sich gegen die europäischen Kolonialherren. So strebte Indien nach Unabhängigkeit von Großbritannien, Vietnam wollte nicht wieder französische Kolonie werden, die Juden sehnten ihren eigenen Staat Israel herbei und in China kämpfte Maos Volksarmee gegen die korrupten Nationalisten. 
Die Unterdrückten der Welt erhoben sich gegen den Imperialismus und wollten sich nicht länger wirtschaftlich ausbeuten lassen. Bedingt durch den 2. Weltkrieg waren die Kolonialmächte militärisch angeschlagen, wodurch sich der Erfolg von Aufständen erhöhte. Zudem inspirierte die kommunistische Idee weltweit zu eignen nationalen Gesellschaftsformen, die später als Junge Nationalstaaten bezeichnet werden.
In Ost-Europa gewannen die Kommunisten durch den sowjetischen Einfluss die Oberhand und in den Industriestaaten des Westens forderte das Volk die Abkehr von Imperialismus und Kolonialismus, sowie eine demokratische Neuordnung und mehr soziale Gerechtigkeit. Zum Brennpunkt der Weltpolitik wurde Deutschland, da sich hier die Großmächte zweier feindlichen Gesellschaftssysteme direkt gegenüber standen. Infolge der Teilung des Landes, versuchte die UdSSR den Stalinismus in die Ostzone zu kopieren und die Westalliierten dagegen, waren daran interessiert die bestehenden Grundstrukturen zu erhalten. Aus diesem Grund fand im Westen nur eine sporadische Entnazifizierung statt und machten den Nürnberger Prozess zu einer Farce. In jenen Staaten, wo der Krieg mit all seinen Schrecken tobte, wurde dagegen rigoroser gegen Nazis und deren Helfer Verfahren. Außerhalb Deutschlands richtete sich die Wut in Europa mehrheitlich gegen die Kollaborateure und zurückgebliebene deutsche Siedler.
In Deutschland führte das Experiment Sozialismus in Ostdeutschland (SBZ) zu beträchtlichen Problemen, wobei die willkürliche Umsetzung die Bevölkerung sehr verstimmte. Angesichts der instabilen Lage, witterte die USA ihre Chance darauf einzuwirken, die Kommunisten im Osten scheitern zu lassen. Die USA heizten die Spannungen zur UdSSR an und lösten damit den Kalten Krieg aus. Für Deutschland entwarf die USA eine Strategie, die bei den westlichen Bündnispartnern zunächst auf Unverständnis stieß. Die Amerikaner kurbelten die Wirtschaft in den Westzonen an, wodurch sich der Lebensstandard spürbar erhöhte und ein demokratisches Modell wurde der sozialistischen Ideologie entgegengesetzt.
Jene Maßnahmen hatten den Effekt, dass sich die Ostbürger als Verlierer des Krieges sahen und wurden zudem von den zahlreichen Missständen und den willkürlichen Maßnahmen der SBZ-Regierung gepeinigt. Der Ostzone liefen deshalb immer mehr Menschen davon. Die Währungsreform in den Westzonen war ein weiterer gezielter Schlag gegen die instabile Wirtschaft des Ostens, wegen des Geldwertes. Besonders Westberlin, war nicht nur für die Wirtschaft der SBZ wichtig, sondern tausende Ostdeutsche handelten intensiv mit Westberlin. Um einen inflationären Geldhandel zu verhindern, verfügte das sowjetische Oberkommando die Berlin-Blockade (1948). Das aber bewirkte einen hohen Imageverlust für die Sowjetunion, wogegen die US-Flugzeuge (Rosinenbomber), der Versorgungsluftbrücke zu Helden wurden. Letztendlich erreichte die USA dennoch nicht ihr Ziel. Es kam zu keinen Volkaufstand und keiner militärischen Auseinandersetzung, aber zur Staatsteilung 1949 in BRD und DDR.

1. Situation nach dem 2. Weltkrieg
1. Zerstörter Osten: angloamerikanische Bomber intensivierten kurz vor Kriegsende ihre todbringende Last auf östliche Großstädte, wie Berlin, Magdeburg und Dresden. Als Hilfe für die Rote Armee deklariert, sollten die Sowjets ein zerbombtes Land vorfinden.
2. Frontverlauf am 8. Mai 1945: Am Tag der Kapitulation Deutschlands, entsprach die Linie Wismar – Magdeburg – Leipzig - Jena der Trennung zwischen Westalliierten und der Roten Armee. In Österreich wurde Wien von der sowjetischen Armee erobert.
3. Ostgebiete Deutschlands: Die deutschen Gebiete östlich von Oder/ Neiße (Fluss), wie Schlesien und Pommern, wurden zum polnischen Staatsgebiet. Dafür wurden ehemalige polnische Gebiete (Weißrussland) zum sowjetischen Staatsgebiet. Ostpreußen wurde zwischen Polen und der UdSSR aufgeteilt. Die Alliierten stimmten unter der Bedingung zu, dass sich die Sowjetunion aus Österreich zurückzieht.
4. Besatzungszonen Deutschlands: Wie auf der Karte oben, wurde beim Potsdamer Abkommen die Gebietsaufteilung verhandelt. Bei den hartnäckigen Verhandlungen erreichte Stalin, dass die Westmächte Thüringen und das Industriegebiet Halle/ Leuna der Sowjetunion überließen. 
5. Berlin-Status: Die Westmächte bestanden auf eine Sektoren-Teilung von Berlin, aber die Sowjetunion konnte zumindest sein Verwaltungsrecht über die ganze Stadt durchsetzen.
6. Potsdamer Abkommen: Neben der Gebietsaufteilung, wurden Beschlüsse gefasst, die der deutschen Entmilitarisierung und Entnazifizierung dienten und die Reparationszahlungen regelt. Unter anderem, war jede Siegermacht berechtigt, ganze Industrieanlagen in ihrer Besatzungszone zu demontieren, um sie im eigenen Land wieder aufzubauen.   

2. Die Sowjetische Besatzungszone (SBZ)
Flucht und Vertreibung: Noch während des Krieges flüchteten zahlreiche Menschen vor der Roten Armee in den liberaleren Westen. Es waren überwiegend Großgrundbesitzer, Fabrikanten, Kollaborateure und alle, die um ihr Vermögen und ihr Leben fürchten mussten. Zudem hatten viele Menschen Angst vor der Sowjetarmee und flüchteten ebenfalls. Zu viele Geschichten über Vergewaltigungen und Plünderungen machten die Runde und erzeugten den Hass gegenüber den russischen Kommunisten. Dabei kam es überall in Europa zu blutigen Übergriffen auf deutsche Siedler und Kollaborateure. So tragisch die Übergriffe auch waren, zu verantworten hatten es die Nazis, die zuvor unendliches Leid über die Völker Europas brachten.
Speziell in Russland tobte der Krieg am blutigsten und die Waffen-SS wütete mit herzloser Brutalität im russischen Hinterland. Als dann noch die Soldaten der Roten Armee, die wenigen überlebenden Hungergestalten und die Berge verbrannter Leichen in den Vernichtungslagern sahen, konnten sie ihren Hass auf die Deutschen kaum noch bremsen. Jeder Deutsche war in ihren Augen ein Ungeheuer, da sie auch Frauen und Kinder bestialisch ermordeten. Leider entlud sich die unbändige Wut der sowjetischen Soldaten oftmals an die Falschen.
Trotz militärischer Anweisung, zum Schutz der Zivilisten, gab es dennoch viele Übergriffe auf deutsche Bürger. Allerdings waren auch diverse Geschichten übertrieben und stimmten auch nicht. Aber es war schon immer so, dass man glaubte was man glauben wollte. Und so wurden auch nicht die Geschichten erzählt, wo russischer Soldaten Zivilisten retteten.
Das stalinistische Regierungsprinzip über die Ostzone, verbesserte nicht gerade das Ansehen des sowjetischen Oberkommandos. Das rigorose verfolgen von Kriegsverbrechern, war noch verständlich, aber nicht das willkürliche Handeln gegen vermeintliche Gegner. Vorschnell wurden häufig in Schnellverfahren Menschen verurteilt, die sich irgendwie verdächtig gemacht hatten, gegen eine Verordnung verstießen oder eine Kritik wagten. Ohne das Recht auf ein ordentliches Verfahren, konnten auch schnell Todesurteile verhängt werden. Makaber war es, Kriegsverbrecher in ehemalige deutsche Konzentrationslager zu sperren und mussten dort unwürdige Verhältnisse ertragen. Jahre später wurde bekannt, wie erniedrigend die Gefangenen behandelt wurden und viele dort an ihrer Pein starben. Überlebende Zeugen bezeichneten sie als Todeslager, wo später Kriminelle und politische Feinde inhaftiert worden sind. Wobei, Feind der sozialistischen Gesellschaft, eine willkürliche Interpretationssache war. Gerne entledigte man sich so unbequeme Personen.
Die stalinistische Regierungsform ermöglichte zwar ein effektives Handeln, war aber rück-sichtslos und sorgte dementsprechend für Verdruss und verstärkte den Russenhass. Mit dem Gebietstausch zwischen Polen und der Sowjetunion, mussten die Deutschen östlich von Oder/Neiße ihre Heimat verlassen, da ihr zuhause nun zu Polen gehörte. Tausende Umsiedler strömten ins Land, die eine Unterkunft brauchten und versorgt werden mussten. Kurzer Hand verfügten das sowjetische Oberkommando die Zwangseinweisungen, die in ländlichen Gegenden zu enormen Spannungen führten. Es waren meistens die eigenen deutschen Landleute, die den Aussiedlern so wenig Verständnis entgegen brachten. Der Egoismus von manchen Bauern artete in Gewalttätigkeiten aus. Mitunter erinnerte das, die Aussiedler, an die Vertreibung in Polen und jene Menschen die auf dem Treck starben.

Politische Neuordnung: Politisch sollte die kommunistische Gruppe um Walter Ulbricht, in Abstimmung mit dem sowjetischen Oberkommando, den Umbau der Gesellschaft durchführen. Neben der KPD, wurde die SPD neu gegründet und die CDU und LDPD (Liberale) als Parteien zugelassen. Mit dem Kopieren einer stalinistischen Ordnung musste eine kommunistische Basis her. Zwei Arbeiterparteien waren für das sowjetische Oberkommando inakzeptabel und regten den Zusammenschluss von KPD und SPD an. Mit unmissverständlichen Drohungen wurde der vereinzelte Widerstand in der SPD gebrochen und somit wurde 1946 die SED (Sozialistische Einheitspartei) gegründet. Die Kommunisten legten für sich dabei den Führungsanspruch fest.
Auf Länderebene wurden territorial Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen neu geordnet und anschließend Wahlen durchgeführt. Ernüchternd waren jedoch die Kommunal- und Landtagswahlen vom 20.10. 1946, da die SED insgesamt nur auf 47,5 % aller Stimmen kam. Die SED erhielt in Mecklenburg 50 %, Brandenburg 44 %, Thüringen; 50 %, Sachsen-Anhalt 46 % und Sachsen 49 % (Berlin: siehe 8. Gründung der SED). 
Neben den Parteien wurden die bisherigen Gewerkschaften zum FDGB zusammengefügt und zum Schutz des Volkes wurde die Volkspolizei gegründet. Die Jugend sollte in der FDJ seine geistige Heimat finden und die neugegründete Verwaltung des Inneren (DVdI) überwachte den sozialistischen Kurs der Gesellschaft. Die DVdI war der Vorläufer der späteren Staatssicherheit, zu der schon Erich Mielke gehörte.

Wirtschafts-Chaos: Neben den Zerstörungen durch den Krieg wurde Ostdeutschland zur wirtschaftlichen Wüste, da kapitalistische Wirtschaftsstrategen und Fachleute in den Westen abwanderten. Zudem wurde in den Großstädten die Lebensmittelversorgung zum größten Problem. Mit der beschlossenen Bodenreform hoffte die SBZ Regierung auf engagierte Bauern, um wenigsten das Ernährungsproblem zu lösen. Doch die Nahrungsmittelversorgung in den Städten verbesserte sich kaum. Die Bevölkerung war zwar verärgerte, aber sie wagten keinen Protest, da jedes falsche Wort Straflager oder Schlimmeres bedeuten konnte.
In der industriellen Wirtschaft fehlte es an Fachkräften und fähigen Leitungskadern, um die Industrie anzukurbeln. Ideologisch verblendet, setzte das Regime sogar Unternehmensleitungen ab, die sogar bereit waren beim sozialistischen Aufbau mitzuhelfen. Stattdessen übernahmen linientreue Arbeiter oder Sozialisten die Firmenleitung und verursachten größtenteils ein Produktions-Chaos. Die stalinistische Ideologie baute langfristig darauf, dass sozialistische Firmenleitungen engagierter sind, als kapitalistische Unternehmer.
In ihrer Ignoranz zur aktuellen Situation, setzte das sowjetische Oberkommando auch die Beschlüsse des Viermächteabkommens um. Sie ließen ganze Fabrikanlagen, Maschinen und Geräte demontieren, die zuvor der Rüstungsindustrie dienten und ließen sie nach Russland bringen. Die UdSSR bezweckte damit, dass eigene Land wirtschaftlich zu stabilisieren. So dienten auch weitere Maßnahmen jenem Zweck. Im Oktober 1946 wurde die Ostzone verpflichtet 2.000 Ingenieure in die Sowjetunion zu delegieren. Sie sollten dort an der Kern- und Raketentechnik mitarbeiten und ihr spezielles Wissen mit einbringen. Immer wieder mal wurden dringend benötigte Fachkräfte in die UdSSR abgezogen. Die eigene Industrie lag allerdings am Boden. Am 11. Juni 1946 gegründete sich die Deutsche Wirtschaftskommission (DWK) und begann den wirtschaftlichen Aufbau zu organisieren. Es wurde eine sozialistisch orientierte Strategie entworfen und zur Planwirtschaft umgestaltet. Das bedeutete auch eine zielgerichtete Ausbildung von Fachleuten und zukünftig eine bessere Abstimmung mit der Sowjetunion für eine gegenseitige wirtschaftliche Hilfe.

Gesellschaft: In den Schaltzentralen der Macht wurde eine intensivierte Säuberung vollzogen. Im Verwaltungsapparat wurden die letzten bürgerlichen Beamten ihrer Tätigkeit enthoben und durch Sozialisten ersetzt und letzte Firmen wurden zum Volkseigentum. Ausgenommen davon waren Kleinbetriebe und Handwerksfirmen, die ihren privaten Status behalten durften.
Für die Regelung des öffentlichen Lebens wurden eine Reihe von Gesetzen und Anordnungen erlassen, die sich ständig änderten und die Bevölkerung verunsicherten. Selbst in den Schulen verlief die Bildung ungeordnet und so mancher Lehrer durfte nicht mehr unterrichten. Und immer wieder gab es fragwürdige Maßnahmen der Regierenden, die willkürlich wirkten. Unter anderem wurde erzwungen, dass der Parteivorstand der Ost-CDU zurücktreten sollte, da einige Politiker zu populär wurden und kritische Töne wagten. 
Zahlreiche Menschen verließen weiterhin das Land oder fühlten sich vertrieben. Außerdem wuchs bei vielen die Enttäuschung über Umsetzung der sozialistischen Idee. Wer konnte hörte die Lieder des Westens, denn auch kulturell wollten die Regierenden das Volk bevormunden. Selbst die deutschen Kommunisten begriffen nicht, dass Deutschland nicht Russland war und mit dem Stalinismus eine tiefe Kluft zwischen Volk und Regierung gruben. (s.w. 11.)

3. Die westlichen Besatzungszonen
Ausgangslage: Die Westzonen waren von Bomben der Alliierten nicht so stark zerstört, wie der Osten. Wegen der langen Wegstrecke kamen zunächst auch weniger Flüchtlinge oder Umsiedler in die Westzonen. Überwiegend kamen Leute in den Westen, die ihren Besitz (Landadel, Fabrikbesitzer) retten wollten oder im Osten um ihr Leben fürchten mussten. Im Laufe der Zeit flüchteten aber immer mehr Menschen wegen der sowjetischen Willkür in den Westen. Zudem kamen nun Vertriebene aus Böhmen und vom Balkan (Siebenbürgen) über Bayern in den Westen. Wie im Osten, verfügte auch hier das Militärkommando die Einweisung von mittellosen Flüchtlingen auf ländliche Bauernhöfe und ebenso, wie im Osten, mussten die Umsiedler oftmals eine tiefe Verachtung der Einheimischen erdulden.
Insgesamt ging es jedoch in den Westzonen viel liberaler zu und Angst vor Alliierten brauchte auch keiner haben. Die Heimat der Briten und Amerikaner war von deutschen Faschisten nie besetzt worden und selbst die Franzosen erlebten eine moderate Form der Nazi-Gewalt. Somit gab es, während des Krieges, nur wenige Vergewaltigungen oder andere Übergriffe auf deutsche Zivilisten. Andererseits wurde somit in den Westzonen die Entnazifizierung sehr inkonsequent betrieben und zu viele Täter blieben straffrei.
Selbst die großangelegten Nürnberger Prozesse waren eigentlich eine Farce, was auch für die nachfolgenden Gerichtsverfahren galt. Es gab kaum Todesurteile, da in den Rechtsverfahren so mancher Angeklagte, wegen mangelhafter oder fehlender Beweislast, milde Strafen oder einen Freispruch erreichen konnte. Hinzu kam eine diffuse Rechtslage, die auf bestehende Gesetze basierte und somit der Urteilsinterpretation einen großen Spielraum gaben.

USA-Einfluss: Die USA übernahm zunehmend die Regie über die Politik in den Westzonen, da die Briten und Franzosen, sich um die Unruhen in ihren Kolonien kümmern mussten. Nach dem Krieg drängte die USA auf eine territoriale Neuordnung und beendete die bisherige Kleinstaaterei. Die neuen Länder Nordrhein-Westfalen, Schleswig Holstein, Niedersachsen und die Freistadt Hamburg gehörten zur britischen Zone. Der französischen Zone wurden die Länder Baden, Württemberg und Rheinland-Pfalz zugeteilt. Das Saarland wurde fest ins französische Staatsgebiet eigegliedert. Bayern und Hessen wurden der amerikanischen Zone zugeordnet, sowie Bremen, da die USA auf einen Zugang zur Nordsee bestand. Später gaben die Franzosen Baden und Württemberg an die USA ab, die daraus ein vereintes Bundesland machten und die Landesgrenzen zwischen Bayern und Baden-Württemberg neu regelten.
Auf Initiative der USA blieben die alten Verwaltungsstrukturen bestehen, sofern sich Beamte keiner Verbrechen schuldig gemacht hatten. Ähnliches galt für die Wirtschafts-Unternehmen, sodass kaum jemand enteignet oder verhaftet wurde. Die Wirtschaft war damit in der Lage, das öffentliche Leben schneller anzukurbeln und den Lebensstandard zu erhöhen. Zudem wurde Deutschland für die USA zu einem wichtigen Absatzmarkt, um die eigene Wirtschaftskrise zu beenden. Frankreich und Großbritannien waren zwar darüber verärgert, aber auch sie waren auf den wirtschaftlichen Handel mit den USA angewiesen, zumal die Westmächte in ihren Kolonien massive Probleme hatten. 
Die positive wirtschaftliche Entwicklung veranlasste die USA zum Kalten Krieg. Es galt die Sowjetunion wirtschaftlich und ideologisch zu schädigen. Der wachsende Unmut des Volkes im Osten kam ihren Plänen entgegen. Über das Radio hetzten sie die Bevölkerung des Ostens auf und wurden nicht müde die „Unrechtsherrschaft“ der Kommunisten zu betonen. Sie warben für die „freiheitliche Demokratie“ im Westen und mit ihrem steigenden Lebensstandard.

Politischer Neustart: Tatsächlich genoss die West-Bevölkerung die Konjunktur und politisch sah man in der CDU (gegründet 1945), die Partei für den Aufschwung und den steigenden Wohlstand. Bei den ersten freien Kommunalwahlen in Hessen (Frühjahr 1946), siegte noch die SPD vor der aufstrebenden CDU (z.B.: Gemeindewahl – SPD 44,5%; CDU 31%; KPD 5,7%). Bei den weiteren Kommunalwahlen in den anderen Ländern, war das Wahlergebnis noch knapper und die KPD blieb meistens unter 10%. Kurze Zeit später (Juni 1946) folgte in Bayern, die erste Landtagswahl und es siegte die CSU (bayrische CDU) mit 58,3%, vor der SPD mit nur 28,8 % und der KPD mit 5,3%. Jene Landtagswahlen beunruhigten die Briten und Franzosen, da die USA die Weichen für eine politische Selbstverwaltung stellte und ein Westdeutscher Staat immer wahrscheinlicher wurde.
Mit der Währungsreform wagten die USA einen weiteren wichtigen Schritt zur Staatsbildung und schädigte gleichzeitig die angeschlagene Wirtschaft im Osten. Besondern die Einführung der D-Mark in Westberlin wurde von der Sowjetunion als bewusste Konfrontation begriffen. Die USA hatten im Vorfeld ihre Truppen in Alarmbereitschaft versetzt, da sie ein militärisches Handeln der UdSSR befürchteten oder sie einem Aufstand in der SBZ unterstützen mussten. Unerwartet reagierte die UdSSR mit der Berlinblockade und war eine wirtschaftliche Isolation von Berlin (Abriegelung aller Transitwege). Da die Grundversorgung von Westberlin im Handel mit der der SBZ möglich war, fehlte den USA ein Grund für ein militärisches Handeln. Stattdessen initiierten die USA, die finanziell aufwendig Luftbrücke und ließen sich als Helden feiern (siehe Einzelheiten im Abschnitt „Berlin-Blockade“).
Über den Radio-Sender RIAS 
wetterten Politiker über das unmenschliche sowjetische Oberkommando und bezeichneten sich als eingesperrte Stadt. Der Imageverlust für die Sowjetunion war gewaltig, da die Bevölkerung im Westen, wie im Osten, den Argumenten der westlichen Politiker folgten. Unbeirrt hielt die Sowjetunion an der Blockade fest, um politischen Druck auf die Alliierten auszuüben und wirtschaftspolitisch wirkte sich die Blockade positiv auf die SBZ aus. 
Die USA ließ sich aber nicht von ihrem Plan eines westdeutschen Staates abbringen. Sowjetische Pläne für einen gesamtdeutschen Staat oder einem Stadtstaat Berlin lehnte die USA ab, da jene Vorschläge eine sozialistische Regierungsbildung bevorzugen würden. Mit dem Grundgesetz war faktisch die BRD beschlossene Sache und die Berlin-Blockade machte keinen Sinn mehr. Die USA lenkte aus wirtschaftlichen und die Sowjetunion aus politischen Gründen ein und hoben auch die gegenseitigen Sanktionen auf. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz ratifiziert und damit in einem Festakt die Bundesrepublik Deutschland gegründet. 

4. Berlin - Blockade
Anfangs gab es keine Festlegungen über die Verkehrswege der Berliner Sektoren. Erst im November 1945 wurden drei Luftkorridore vereinbart, sowie festgeschrieben Transitwege von Hamburg, Hannover und Frankfurt (am Main) nach Westberlin. Es entwickelte sich schließlich zwischen den westlichen Besatzungsmächten und der Sowjetunion Differenzen über die Nutzung der Transitwege. Im Frühjahr 1948 spitzte sich die Lage politisch zu. Auf Bestreben der USA sollten sich die Westzonen zu einem Staat vereinen, wogegen die Sowjetunion Pläne für eine Wiedervereinigung Deutschlands unterbreitete. Die Westzonen lehnten den Vorschlag ab, da die Rahmenbedingungen dazu kommunistisch geprägt waren.
Das sowjetische Oberkommando schränkte daraufhin, bereits am 22.02. den LKW-Verkehr nach Westberlin ein und verschärfte ab den 31.03. die Kontrollen von und nach Westberlin. Als Drohung gegen den Plan einer Währungsreform, als vorbereitende Maßnahme zur Staatsgründung, blockiert das sowjetische Militär, am 01.04., eine Reihe von Zufahrtsstraßen zur Stadt. Um jenen Behinderungen auszuweichen errichten Briten und Amerikaner eine kleine Luftbrücke. Am 16.06. 1948 protestierte die Sowjetunion vehement gegen die Währungs-Reform in der Berliner Kommandantur der Alliierten.
Ungeachtet der sowjetischen Note wurde am 20. 06. 1948 zunächst in den Westzonen die Währungsreform durchgeführt. Da die bisherige Reichsmark ihren Wert verlor, drohte der Ostzone eine Reichsmarkflut mit inflationären Auswirkungen. Daher hatte die sowjetische Militäradministration im Vorfeld für die Ostzone schon neue Banknoten drucken lassen und verfügte notgedrungen am 23.06. ihrerseits den eigenen Geldumtausch. Der unterschiedliche Wert der beiden Währungen hatte jedoch fatale Auswirkungen auf den innerdeutschen Handel für die Ostzone. Speziell der Handel mit Westberlin war für die Ostwirtschaft enorm wichtig. Um der Gefahr vorzubeugen, dass in Westberlin ebenfalls die D-Mark eingeführt wird, berief sich die UdSSR auf die Potsdamer Verträge und machten ihren Alleinvertretungsanspruch für Berlin geltend und wollte für ganz Berlin die Währung MDN (Mark der deutschen Notenbank) einführen.
Die Westmächte kündigten aber den Anspruch auf und führten in den Westsektoren Berlins die D-Mark ein. Der höhere Wert der D-Mark hatte jedoch für die SBZ enorme wirtschaftliche Konsequenzen, wie verminderte Verkehrseinnahmen (S-Bahn) und Reparationszahlungen. Zudem drohte ein illegaler Geld/Waren-Handel mit der umliegenden Bevölkerung der SBZ. Die Bewohner rings um Westberlin würden verstärkt ihre Waren, Produkte und Lebensmittel in Westberlin anbieten und somit die eigene Wirtschaft untergraben. Die Notwährung MDN könnte dadurch weiter an Wert verlieren und eine unkalkulierbare Inflation auslösen, die das wirtschaftliche Ende der SBZ bedeuten könnte.
Als unmittelbare Reaktion entschloss sich die Sowjetunion zur Berlin-Blockade. Noch in der Nacht vom 23.06. gingen, in West-Berlin die Lichter aus. Die Belieferung der Westsektoren mit Strom wurde eingestellt und sämtliche Verkehrswege auf Straße und Schiene sowie der Binnenschifffahrt wurden behindert. Die Drohung sollte unmissverständlich sein. 
Die Westmächte reagierten unterschiedlich darauf, dass erhebliche Differenzen zwischen den Westalliierten offenbarten. Unter anderem wurde erwogen Westberlin aufzugeben und die Truppen abzuziehen. Ein militärisches Vorgehen wurde dagegen sofort verworfen, zumal sich das sowjetische Militär an die Potsdamer Verträge hielt und nicht in die Westberliner Zonen einmarschierte. Wegen der strategischen Bedeutung von Berlin entschloss sich die USA, am 26. 06., die bestehende Luftbrücke zu intensivieren. Militärischen Flugtransporter flogen in der Folgezeit über Westberlinern und warfen spektakulär ihre Waren ab. Die als „Rosinenbomber“ bezeichneten Flugzeuge wurden auch von britischen Militärflugzeugen unterstützt.
Das sowjetische Militär musste die Luftbrücke akzeptieren und erlitt zudem einen gewaltigen Imageschaden, der die Sowjets auch international verurteilte, eine Stadt einzusperren. Aufgrund der Blockade veranlassten die Westmächte, die Reparationsleistungen Deutschlands an die Sowjetunion einzustellen. Kommunisten riefen am 06.09. zu einer Demonstration gegen die Westberliner Abgeordneten im Stadtverordnetenrat auf, da sie die Teilung der Stadt schüren würden. Im Gegenzug protestierte eindrucksvoll die Westberliner Bevölkerung, drei Tage später, gegen die Blockade. Im Rahmen der Kundgebung appelliert Ernst Reuter an die Westmächte mit den legendären Worten: „Ihr Völker der Welt! Schaut auf diese Stadt!“ Der Hilfeschrei klagte zugleich das unmenschliche Sowjetregime an und verurteilte ihre Maßnahmen. Die verdrängten Westberliner Abgeordneten tagten inzwischen in Berlin-Schöneberg und wählten dort am 20.11. einen eigenen Westberliner Magistrat.
Zur Situation sollte man objektiv Wissen, dass der Personennahverkehr (S-Bahn) nicht von der Blockade betroffen war und Maßnahmen (z.B.: Stromabschaltung) gegenüber den Westberlinern zeitlich begrenzt waren. Insgesamt wurde die Luftbrücke für die Alliierten zu einem kostspieligen Unterfangen. Die Sowjetunion verlor dagegen ihren Verwaltungsanspruch auf die gesamte Stadt. Wirtschaftspolitisch war die Isolation von Westberlin für die Sowjets ein Erfolg. Westberlin wurde zu einer kontrollierbaren Insel und neben einer zielgerichteten Personenkontrolle, konnte der Schwarzmarkthandel eingedämmt und ein inflationärer Währungshandel verhindert werden. Staatspolitisch trieb die USA die Staatsgründung im Westen voran und ignorierte jegliche Gegenvorschläge der UdSSR und für Deutschland oder der Idee von einer separaten Freistadt Berlin. Mit dem Jahr 1949 hatte sich die wirtschaftliche Situation in der Ostzone stabilisiert.
In den Westzonen wurde am 08. 05. 1949 das Grundgesetz verabschiedet und stellte die Weichen für die Bundesrepublik Deutschland. Die Berlin-Blockade machte keinen Sinn mehr und die Konfliktparteien einigten sich, am 12. 05. 1949, auf ein Ende der Blockade und hoben gegenseitigen Sanktionen auf.

5. Der Nürnberger Prozess
Der Nürnberger Prozess umfasst alle Gerichtsverfahren gegen die Hauptkriegsverbrecher und gliederte sich in 12 Gruppenanklagen, vor dem amerikanischen Gerichtshof. Vom 20. 11. 1945 bis zum 14. 04. 1949 fand das Haupt-Verfahren im Justizpalast von Nürnberg statt. Das Gericht ließ deutsche Verteidiger zu, unter anderem Hans Laternser. Er setzte sich für die Wehrmacht ein, die sich seiner Meinung keiner Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben. Laternser betonte den Unterschied, zwischen der Wehrmacht und der Waffen-SS.
Der erste Prozess vor einem internationalen Militärgerichtshof konnte allerdings auf keine eigene rechtliche Basis zurückgreifen, sondern stützte sich auf die Verfügung des Völkerrechts auf der Grundlage des Haagener Abkommen vom 1.Weltkrieg. Das Papier regelte die Verfahrensweise bei der Tötung oder Misshandlung von Kriegsgefangenen, Hinrichtung von Geiseln und der Verschleppung zur Zwangsarbeit. Auf dieser Basis sollten Personen bestraft werden, die sich Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden oder gegen die Mensch-lichkeit schuldig gemacht haben. Nur welche Handlungen waren in dem Sinne strafbar?
Obwohl die Judenverfolgung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewertet wurde, war die rechtliche Einordnung schwierig. Nach deutschem Recht galten sie als Strafgefangene. Da dem Naziregime die Vernichtung „unwerten“ Lebens nachgewiesen werden konnte, wurde die Judenverfolgung als Tötungsdelikt angesehen und nach internationalem Recht verfahren. Ein ähnlicher Streitpunkt war die Definition des Begriffes Angriffskrieg. Die Verteidigung warf im Gegenzug den Alliierten etliche Verstöße vor, die einem Angriff entsprachen. Beispielsweise wurde das bombardieren der deutschen Städte (Dresden, Magdeburg, Berlin) als unangemessen kritisiert. Die Verteidiger fanden immer wieder Gesetzeswidersprüche zugunsten der Angeklagten.
Innerhalb der Allliierten kam es deswegen zu Querelen über die Prozessordnung, das Zulassen deutscher Verteidiger und das Bewerten einer Straftat. Ursprünglich waren weitere Prozesse geplant, aber im Streit um die Anwendung entsprechender Gesetze orientierte sich die USA an das Strafrecht gemäßigter Staaten. Somit konnten schon im Vorfeld keine weiteren Anklagen erhoben werden. Infolge der zunehmenden Spannungen zu der Sowjetunion waren zudem die USA nicht mehr an einer Strafverfolgung von Kriegsverbrechern interessiert.


Unter den 185 Angeklagten waren: 39 Ärzte und Juristen; nur 56 Mitglieder der SS und der Gestapo; 42 Industrielle und Manager; 26 militärische Führer; 22 Regierungsvertreter
Urteile:  24 x Todesurteile; 98 x lange Haftstrafen; 35 x Freispruch  nur 12 Todesurteile wurden tatsächlich vollstreckt und 12 Urteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt
Speziell angeklagt waren: KZ-Ärzte; Generalfeldmarschall Erhard Milch; Nazi-Juristen;  SS-Hauptamt; Flick Konzern; IG Farben; Krupp Konzern; Oberkommando der Wehrmacht


Die Nürnberger Prozesse wurden stark kritisiert, da nur wenige Täter angeklagt wurden und die Angeklagten zu milde bestraft wurden. Eine Hauptschwäche war der juristische Ansatz zur Bestrafung des Völkermordes an den Juden, die nur Anklage erhoben, wenn ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit nachgewiesen werden konnte. Überhaupt nicht berücksichtigt wurden die Verbrechen vor dem 01. 09. 1939. Überlebenden des Holocausts waren darüber empört. Ebenso unverständlich war, dass nur drei Wirtschaftsunternehmen der Mittäterschaft angeklagt waren und milde Urteile erhielten bzw. Freigesprochen wurden. Viele Unternehmen, wie die Deutsche Bank, trugen ebenfalls eine hohe Mitschuld an den Naziverbrechen. Die Alliierten verfolgten jedoch andere Pläne und dazu brauchten sie die alten wirtschaftlichen Strukturen.
In der Ostzone wurde bedeutend radikaler mit Kriegsverbrechern Verfahren. In Westeuropa wurden mehrheitlich Kollaborateure angeklagt und erhielten Todesurteile und in Osteuropa richtete sich der Zorn gegen alles, was deutsch war. Europa wurde in der Nachkriegszeit von diversen Rachetragödien überschattet und zahlreiche Menschen wurden Opfer der Lynchjustiz. Schätzungsweise 90.000 Deutsche oder Kollaborateure wurden durch Massaker oder der Lynchjustiz in Europa ermordet. Beim Todesmarsch von Bleiburg in Jugoslawien fanden etwa 40.000 Menschen den Tod. Nachdem die letzte deutsche Enklave (Böhmen) kapitulieren musste, starben bei der Vertreibung circa 5.000 Deutsche bei Brno (Brünn). Schätzungsweise sind bei der Zwangsumsiedlung aus Schlesien und Pommern, mindestens 100.000 Deutsche ums Leben gekommen. Eine Mitschuld an dieser Tragödie hatten auch die Nürnberger Prozesse, deren Inkonsequenz die Menschen Europas zusätzlich erzürnten.
Bis in die 70er Jahre hinein, musste sich diesbezüglich, die Bundesrepublik immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, Kriegsverbrecher nicht konsequent verfolgt und bestraft zu haben.

6. Die Bodenreform und Enteignung von Großfirmen
Am 03.11. - 11. 09. 1945 wurde für die Sowjetische Besatzungszone (SBZ) die Verfahrensweise für die Bodenreform beschlossen und in Sachsen gestartet. In der ersten Phase wurden zunächst die Großgrundbesitzer mit einer Agrarfläche von über 100 Hektar enteignet, sowie jene, die als Kriegsverbrecher oder aktive NSDAP Mitglieder angeklagt waren. Aktive Nazis oder Nutznießer des NS-Regimes (z. B.: durch Zwangsarbeiter) wurden in Straflager interniert. Die meist adlige Großgrundbesitzer, mussten ihr Grundstück verlassen und alles zurücklassen inklusive Möbel, Wertgegenstände und Barvermögen. Ein gewisses Handgepäck wurde ihnen zugestanden und umfasste persönliche Erinnerungsstücke, ohne Wert und etwas Bargeld zum Überleben. Übrigens, der kirchliche Landbesitz blieb weitgehend unangetastet.
Die SBZ war anfangs im Wesentlichen ein Agrarland, da die wenige Industrie (Halle/ Leuna) zerstört oder von der Sowjetunion demontiert wurde. Ein industrieller Aufschwung mit den Kleinfirmen war daher kaum möglich. Das dringendste Problem der Zeit war die Ernährungslage und das erforderte die konsequente Beschlagnahmung des Eigentums aller ideologischen Feinde der Kommunisten. Man hoffte mit der Bodenreform aristokratische Sabotageakte verhindert zu können und das die Mittellosen, wie Kleinbauern, Pächter und Vertriebene engagierter ihre Aufgabe erfüllen würden.
Das Oberkommando zielte auf eine verbesserte Versorgung des Landes mit Lebensmittel und zugleich erhielten zahlreiche Erwerbslose eine Aufgabe und viele ländlichen Besitz. Über Sachsen weitete sich die Bodenreform über das gesamte Land aus. Die Landbevölkerung wertete den Schritt überwiegend positiv. Dennoch kam es zu einigen Missstimmungen, sie betrafen besonders den Mangel an landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen. Der Viehbestand war bedenklich knapp, zumal vorgesehenes Zuchtvieh primär für die notleidende Stadtbevölkerung geschlachtet wurde. Mehr als die Hälfte der Existenzgründer mussten ohne eigene Hofgebäude auskommen, wodurch die Neubauern von den Altbauern abhängig wurden.
1945 wurde ein Bedarf von etwa 100.000 Wohnhäusern, Scheunen und Ställen berechnet. Da Baustoffe Mangelware waren, durfte die Landbevölkerung die Herrenhäuser und andere Gutsgebäude abreißen, was sich als kurzsichtig erwies. Neben der Zerstörung von Kulturgütern wurden ebenso Wohnräume abgerissen. Gerade Herrenhäuser eigneten sich hervorragend für den späteren Bedarf an Sanatorien oder Kinderheimen. 
Für die Regierenden war der Schwarzmarkthandel das größte Problem. Vor allem im Raum Berlin schafften die Bauern oder Zwischenhändler Lebensmittel nach Westberlin. Ostwaren unterboten den Preis westdeutscher Produkte und wurden zu einem profitablen Geschäft. Westberlin hatte daher kaum ein Nahrungsmittelproblem, aber im Ostberlin fehlten deshalb die Waren des täglichen Bedarfs (auf Lebensmittelscheine). Wegen der Profitgier einiger Bauern konnte das Ernährungsproblem in Ostberlin nicht gelöst werden. Dabei war Berlin schon bevorteilt. In den anderen Städten der Ostzone sah die Lage noch düsterer aus.
Das sowjetische Oberkommando statuierte so manches Exempel und überwachte stärker die Bauern. Zudem zentralisierten sie das Abholen der Lebensmittel und führten die Abgabepflicht ein, nach Einschätzung der realen Produktivität. Mehrheitlich waren es die Großbauern, die illegale Geschäfte betrieben. 1946 wurden einige von ihnen enteignet, allerdings meistens auf bloßen Verdacht (Denunzierte) hin. Mit der Abgabepflicht waren die Bauern gezwungen effektiver zu wirtschaften und schlossen sich zusammen. Obwohl so die Produktion anstieg, befürchtete die Regierung ein geschicktes Manöver, da eine Überproduktion schwerer nachprüfbar gewesen wäre und ein illegaler Handel (Westberlin) im großen Stil erfolgen könnte. Obwohl die Bauern sich damit rechtfertigten, wie eine sowjetische Kolchose zu verfahren,war die sowjetische Führung gegen solche Gemeinschaften. Allerdings mussten sie die gemeinsame Nutzung der Landmaschinen gestatten.
1948 galt die Bodenreform als abgeschlossen, doch immer mehr Bauern drängten auf eine gemeinschaftlich Produktion. Die Sowjetführung überlegte sich daraufhin ein System der Zentralisierung. Am 01. 07. 1949 wurden die Volkseigenen Güter (VEG) gegründet. Im Rahmen einer zentralen Verwaltung wurde ein gemeinsames kontrolliertes Wirtschaften für die Bauern durchgesetzt. Die Bauern behielten zwar ihr Grund und Boden und konnten eigene Einnahmen erwirtschaften, waren aber nun kontrollierbarer. Natürlich missfiel das etliche Bauern.
Bei der späteren LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft), 
mussten die Bauer ihr Land für eine großflächige Nutzung abtreten und aus den Mitgliedern wurden Angestellte und bekamen dafür einen sicheren Festlohn.

7. Schwarzmarkt und Lebensmittelkarten
Im Nachkriegsdeutschland stand der Handel mit Waren gegen Lebensmittel an höchster Stelle und machten Geld bedeutungslos. Der Schwarzmarkthandel blühte auf, da die wenigen Lebensmittel auf Lebensmittelkarten kaum zum Leben ausreichten. Ebenso begehrt war Heizmaterial (Holz, Kohlen) für den bevorstehenden Winter. Ebenso hoch im Kurs standen Zigaretten und Alkohol, als mentale Tröster in einer hoffnungslos wirkenden Zeit. 
Mit den Lebensmittelkarten wollten die Militärverwaltungen eine gerechte Verteilung bewirken und eine Hungersnot vermeiden. Die Bezugsscheine wurden in Kategorien eingestuft nach der Bedürftigkeit (Schwere der Arbeit). Trotz der rationierten Verteilung der Bedarfswaren kam es besonders bei Nahrungsmittel immer wieder zu Engpässen. Im erheblichen Maße trugen die Bauern eine hohe Schuld daran, die ihre Produkte lieber über den Schwarzmarkt (illegaler Tauschmarkt) verkauften. Fleisch, Wurst, Brot oder Kartoffeln wurden gegen Wertgegenstände getauscht. Begehrt waren Schmuck, Kunstartikel, Baustoffe oder Kleidung. Geld war wegen der hohen Inflationsgefahr ein unsicheres Tauschmittel. Wenn überhaupt, wurde für eine Salami oder ein paar Eier ein kleines Vermögen verlangt.
Infolge des Schwarzmarktes prostituierten sich zahlreiche Frauen für Nahrungsmittel, bei den jeweiligen Händlern, Bauern oder den Privilegierten (Offiziere der Alliierten, Regierende). Männer wurden häufig frustriert, gewalttätig oder kriminell. Überwiegend wurden Wertgegenstände gestohlen oder Lebensmitteltransporte überfallen. Der hohe Schaden des Schwarzmarktes zwang die Behörden zum Handeln. In allen Zonen griff das Militär mit aller Härte gegen den illegalen Tauschhandel durch. Selbst in der amerikanischen Zone wurden deswegen Todesurteile verhängt, weil der Lebensmittelhandel die Versorgung der Bevölkerung gefährdete und ein Klima der revolutionären Unruhe schuf.  
In den westlichen Besatzungszonen verbesserte sich durch die US-Hilfe spürbar die Ernährungslage, sodass sich die Warenmenge für die Bezugsscheine erhöhte und einige Waren in den freien Verkauf übergingen. In der BRD konnten 1950 die Lebensmittelkarten abgeschafft werden. Im Osten blieb die Situation angespannt, zumal die Sowjetunion nicht helfen konnte, da sie im eigenen Land Ernährungsprobleme hatten. Nur langsam verbesserte sich die Situation, aber es blieb der Mangel an Bedarfswaren. Um Hamsterkäufe zu unterbinden, wurden Bezugsscheine für Lebensmittel bis Mai 1958 beibehalten. Die Maßnahme diente auch dazu den Schwarzmarkt einzudämmen. Lebensmittel wurden danach staatlich subventioniert und der geringe Preis machte den illegalen Handel sinnlos. Dennoch prägte die Mangelwirtschaft bis zum Ende der DDR den Schwarzmarkt, auf der Basis „Hast du dies, gebe ich dir das“. 
Auf dem Lande gab es bis 1966 den Bezugschein für Speisekartoffeln und die preisgünstige Einkellerung wurde in einigen Gegenden bis Ende der 70er Jahre beibehalten. Der staatlich gestützte Bezugschein für Holz & Kohle blieb bis zum Ende der DDR bestehen.

8. Gründung der Sozialistischen Einheitspartei (SED) in der Ostzone
1945 gründeten sich KPD und SPD neu. Die sowjetischen Besatzer befürchteten eine Spaltung der Werktätigen durch zwei Arbeiterparteien. Ideologisch basierten beide Parteien zwar auf den Lehren von Karl Marx und Friedrich Engels, waren aber in ihrer Zielsetzung unterschiedlich. Die Sozialdemokraten bevorzugten den schrittweisen Umbau der Gesellschaft. Der Aufbau einer sozialen und gerechten Gesellschaft, schloss wirtschaftlich die Existenz von Kapitalisten (Unternehmer) nicht aus, sofern sie den sozialistischen Geist mittrugen. Die Kommunisten folgten dagegen der erweiterten leninistischen Idee, die eine Entmachtung des Privateigentums an Produktionsmitteln und die Diktatur des Proletariats vorsah. Mit dem stalinistische Kurs sollte die extremste Form umgesetzt werden. Sie verlangte eine konsequente Entmachtung aller Fabrikbesitzer und die radikale Umgestaltung zur Volkswirtschaft, sowie die Forderung das Volk in ein bewusstes und verantwortliches Gesellschaftssystem zu leiten.
Es galt den Virus Kapitalismus kompromisslos zu bekämpfen, statt sozialdemokratisch nur an den Symptomen herumzudoktern, denn nur durch eine konsequente Therapie konnte ein kranker Geist schneller und dauerhafter gesunden.Jener stalinistische Kommunismus erzeugte in der SBZ erhebliche Missstimmungen in der Bevölkerung und verursachte zunächst ein wirtschaftliches Chaos. Unbeirrt setzte das Sowjetische Oberkommando seinen Kurs fort und drängte auch auf eine politische Lösung, für die nur eine kommunistische Verwaltung für die SBZ infrage kam. Anfangs betonten SPD und KPD ihre Gemeinsamkeiten, gründeten Arbeitsgruppen und formulierten Aktionsprogramme, sodass die Idee einer Einheitspartei eine Grundlage bekam. Selbst in den westlichen Besatzungszonen wurde regional über einen Zusammenschluss nachgedacht. Die Sowjetmacht beschleunigte im Osten die Gründung einer Einheitspartei. Sie lockten SPD-Funktionäre finanziell oder stellten hohe Regierungsposten in Aussicht. Jene SPD Funktionäre die sich hartnäckig dagegen sträubten wurden erpresst, bedroht oder mit einem fingierten Strafrechtsverfahren zum Schweigen gebracht.Somit stimmten die Abgeordneten der SPD und KPD mehrheitlich für die Vereinigung zur SED. Symbolisch reichten sich, am 21./22. April 1946, Wilhelm Pieck (KPD) und Otto Grotewohl (SPD) feierlich die Hände. Mit dem damit verbundenen Führungsanspruch der Kommunisten, war das Ende der Sozialdemokraten in der SBZ beschlossen. Die SPD der Westzonen verweigerte sich daraufhin der Vereinigung und ging auf Distanz zur KPD.
Westberlin war ein besonderer Fall, weil die Sowjetunion verwaltungstechnisch für Gesamtberlin die Oberhoheit besaß. Die SPD in den Westsektoren konnte sich dennoch verweigern und berief sich auf ihre kommunalen Rechte. Auch bei den gesonderten Kommunalwahlen, am 20.10. 1946, für Berlin, musste die SED eine herbe Niederlage einstecken. Die SPD wurde klarer Wahlsieger und erlangte 63 Sitze im Stadtverordnetenrat vor der CDU mit 29 Sitzen. Die SED erhielt dagegen nur 26 Sitze Übrigens, ebenfalls war die liberale LPD im Stadtparlament vertreten.

9. Gründung der beiden deutschen Staaten
Am 1. September 1948 wurde unter dem Vorsitz von Konrad Adenauer das Grundgesetz für die Bundesrepublik erarbeitet. Auf Initiative der USA zogen sich die Alliierten vertraglich auf den Besatzungsstatus zurück und machten den Weg für eine demokratisch gewählte Regierung frei. Im Mai 1949 wurde das Grundgesetz, den Länder-Parlamenten zur Abstimmung vorgelegt. Anfang stimmte Bayern (CSU) dagegen, da sie eine zu hohe Einflussnahme durch den Bund befürchteten. Wegen einer Klausel (2/3 Mehrheit im Bund) im bayrischen Landesgesetz akzeptierte die CSU das Grundgesetz. Nachdem auch die Besatzungsmächte das Grundgesetz befürworteten, wurde es am 23. Mai 1949 feierlich ratifiziert.
Formell war die Bundesrepublik gegründet und sah sich als legitimer gewählter Nachfolger für das gesamte Deutschland. Diesbezüglich wurde im Grundgesetz die Wiedervereinigung mit den ehemals deutschen Gebieten (Ostzone, Schlesien, Pommern, Ostpreußen, Saarland) verankert. Dabei wurde die Ostzonenregierung und die Oder/Neiße Grenze als widerrechtlich betrachtet. Auf Grund dessen wurde ein Nationalfeiertag bis zur Wiedervereinigung ausgesetzt.
Am 14. 08. 1949 fand die erste Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Aufgrund der klaren Distanz zur KPD (5,7%) brachte es die SPD auf 29,2 % der Stimmen. Wahlsieger wurde jedoch die CDU, die mit der CSU auf 31 % brachte. In der Koalition mit der FDP (11,9 %) und der Deutschen Partei (4 %) erlangte die CDU die parlamentarische Mehrheit. Nachfolgend wurde Theodor Heus zum ersten Bundespräsidenten und Konrad Adenauer zum ersten Bundeskanzler gewählt. Mit der Bundestagswahl war die Bundesrepublik Deutschland nun auch politisch und geschäftsführend gegründet.

Am 17. März 1948 begann der Volkskongress in der SBZ eine Verfassung zu erarbeiten und sollte im Sinne der Sowjetunion für ganz Deutschland gelten. Die am 22. 10. fertiggestellte Verfassung wurde jedoch von den Westmächten abgelehnt. Nachdem das Entstehen der Bundesrepublik unaufhaltbar war, zog die SBZ nach und führte am 15./16. Mai 1949 die Wahlen zum 3. Deutschen Volkskongress durch. Anders als in den Westzonen wurde eine Einheitsliste (siehe unten) zur Wahl gestellt. Dennoch erreichten die Kandidaten der Nationalen Front nur 66 % der Wählerstimmen.
Die SED legte aufgrund der Listenwahl die Sitzverteilung fest. Von den 330 Sitzen legte die SED für sich 96 Sitze fest, die CDU und LDPD erhielten jeweils 46. Weitere Sitze erhielten: der Kulturbund (35), die neue NDPD (17), Bauernbund (15), die Frauenpartei (10) und über 50 Sitze gingen an die Gewerkschaft FDGB und die Jugendorganisation FDJ, wodurch die absolute Mehrheit für die Kommunisten gegeben war.
Nachdem Wilhelm Pieck zum Staatspräsidenten, Otto Grotewohl zum Ministerpräsidenten und Walter Ulbricht zum Staatsratsvorsitzenden gewählt wurde, konnte 7. Oktober 1949 feierlich die Deutsche Demokratische Republik gegründet werden. Die Verfassung von 1948 sah dabei die Wiedervereinigung mit Westdeutschland vor, betonte aber ein eigenständiger Staat zu sein und schrieb die Oder/Neiße Grenze zu Polen fest.

Wahlverfahren in der DDR: Nachdem die Partei-Wahlen von 1946 nicht den gewünschten Erfolg für die SED brachte, ließ sich die SED-Führung die Listenwahl einfallen. Im Vorfeld legte die SED den parlamentarischen Sitzanteil für die Parteien und Organisationen in der Volkskammer fest (z.B.:1950: SED=110; CDU=67; LDPD=66; NDPD=35). Auf dieser Basis standen die Kandidaten der Nationalen Front (Abgeordnete) namentlich auf einer Liste zur Wahl. Jene Wahlliste verhinderte eine oppositionelle Auswahl, es gab faktisch keine Nein-Stimme und deshalb ist die Listenwahl kein freiheitlich demokratisches Wahlprinzip.

Praxis Einheitslistenwahl:
Wahlprinzip:
Der Wähler hatte nur die Möglichkeit, Namen der Kandidaten auf der Liste
 zu streichen. Sofern nicht alle Namen auf der Liste gestrichen wurden, galt der Wahl- Zettel als Ja-Stimme, da die nicht durchgestrichenen Namen als gewählt galten. Die Namenslisten hatte einen kommunalen Charakter, sodass politische Ämter nur über die Abgeordneten Versammlung gewählt bzw. bestätigt wurden. Die Posten von Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck, oder Otto Grotewohl waren somit garantiert.
Praxis:
Die Wahlkommission erwartete vom Wähler, dass er den Wahlzettel sofort in die 
Wahlurne steckte. Eine Wahlkabine war unüblich und beschränkte sich auf einen Tisch mit Stuhl, der abseits ohne Sichtschutz (Kabine, Vorhang) stand und auf dem bestenfalls ein Bleistift lag.
Ja/Nein Wahl:
Der Wähler wurde nie richtig aufgeklärt, wie eine korrekte „Nein“-Stimme a
uszusehen hatte. Wie schon erwähnt musste dazu jeder einzelne Name auf der Liste durchgestrichen werden. Ein durchkreuzen des Wahlzettels wurde meistens als ungültige Stimme gewertet. Diese Praxis begünstigte in der Endabrechnung den hohen Anteil von Ja-Stimmen (99% für die Kandidaten der nationalen Front).
Wahlkommission:
In der Regel waren es Beauftragte über ihre Parteien, deren Vorsitz aber 
immer ein lokaler SED-Funktionär haben sollte. Getarnt als statistische Erhebung wurde jeder registriert, der zur sogenannten Wahlkabine ging. Eine öffentliche Auswertung der Wahl gab es nicht.
Wahlmanipulation:
Die kommunalen Politiker waren angehalten die Bürger in ihrem Wahl
kreis für die sozialistische Politik zu gewinnen. Je höher der Anteil von Nein- Stimmen war, desto größer war das Risiko, dass die Funktionäre ihren Status verloren und ihren Posten (Bürgermeister) räumen mussten. Aufgrund dessen wurden Wahlergebnissen auch frisiert. So wurden Nein- Stimmen zu ungültigen Stimmen erklärt oder gegen leere Wahlzettel ausgetauscht oder Bleistiftstreichungen zur Ja- Stimme radiert.
Registrierte Wähler:
Bürger die die Wahlkabine benutzte, konnten Repressalien ausgesetzt 
werden: 1. unbegründetes Ablehnen oder verzögertes Bearbeiten von Anträgen; 2. plötzliche Strafanzeigen mit überzogenen Bußgeldern für ein vermeintliches Vergehen; 3. häufig ermittelte die Staatssicherheit gegen einen registrierten Wähler, wegen dem Verdacht staatsfeindlicher Aktivitäten, auch betroffen war die gesamte Familie; 4. dem Registrierten und seiner Familie konnten Zukunftsperspektiven verbaut werden, keine Beförderung, abgelehntes Studium, Prämienbenachteiligung u.ä.
Zukunfts-Fazit:
Erst in den 80er Jahren konnten illegale Bürgerbewegungen dem DDR Regime 
Wahlfälschungen nachweisen, dass ein Wahlergebnis von 99,9% nicht stimmen konnte. Letztendlich kann man jedoch davon ausgehen, dass die Mehrheit der Bürger sich dem unterschwelligem Druck beugte und mindestens 75%, mit Ja stimmten. Letztendlich war  die Listenwahl in der DDR keine freiheitlich demokratische Wahl.

10. Hennecke / Aktivisten Bewegung im Osten
Die Aktivistenbewegung sollte den Arbeiter in der DDR zur höheren Leistungen motivieren, aber darauf begründete Normerhöhungen, lösten letztendlich die Unruhen von 1953 aus. Am 13. Oktober 1948 förderte, der Bergarbeiter Adolf Hennecke, die dreifache Menge Kohle, über die Norm und wurde als „Aktivist der ersten Stunde“ von den Regierenden geehrt. Motivierende Parolen zur Leistungssteigerung wurden verbreitet („So wie wir heute Arbeiten werden wir morgen Leben“) und zahlreiche Werktätige ließen sich davon Anstecken und löste die Aktivistenbewegung aus. Der 13. Oktober wurde zum Tag der Aktivisten erklärt und war mit zahlreichen Auszeichnungen und glorreichen Reden verbunden.
Da viele Normen überboten wurden und damit eine erhöhte Lohnzahlung verbunden war, kam die Regierung auf die Idee so manche Grundnormen zu erhöhen. Mit dem Argument, dass sich die Arbeitsverhältnisse verbessert haben, wurden die Normerhöhungen begründet und von der staatliche Gewerkschaft FDGB abgesegnet. In allen produzierenden Bereichen kam es zu Normerhöhungen und wurden in der Folgezeit schrittweise weiter erhöht. Besonders ältere und krankheitsbedinge Werktätige schafften keine 100% mehr. Dementsprechend wurde der Protest der Arbeiter immer laute und mündete 1953 in den Streik von Bauarbeitern, die im Ganzen Land zu Unruhen führten.
Mit der militärischen Antwort, mit sowjetischen Panzern, beugten sich die Werktätigen der Gewalt. In der Konsequenz folgte ein stiller Protest. Die Werktätigen der DDR vermieden zukünftig eine Normübererfüllung und zu eifrige Arbeiter wurden von ihren Kollegen gestoppt, denn keiner wollte eine weitere staatliche Normerhöhung riskieren. Der Name Hennecke war für die Arbeiter kein Vorbild mehr, sondern wurde zu einem Schimpfwort. Die Staatsführung hatte somit die gesunkene Arbeitsproduktivität selbst zu verantworten, sowie das Phänomen von Bummelschichten und illegaler Feierabendarbeit.
 
11. Der Jüdische Staat Israel
1897 trafen sich in Basel (Schweiz) Juden zum Zionistenkongress und entwickelten Pläne für die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina. Mit dem 1. Weltkrieg sicherte die britische Regierung 1917 den Plänen seine Unterstützung zu. Ab den 20er Jahren zogen zahlreiche Juden nach Palästina, die mehrheitlich aus Osteuropa stammten. Damit verbunden engte sich für die muslimischen Palästinenser der Lebensraum ein und sie fühlten sich zunehmend verdrängt. Die Muslime sahen ihr Land als Gott gegeben an, worauf die Juden kein Anrecht mehr hätten.
In deren Folge kam es häufiger zu blutigen Übergriffen der Moslems gegenüber den Juden. Um die Gewalt zu stoppen entwarf die britisches Verwaltung, 1937, Pläne das Land zu teilen. Mit der Judenverfolgung in Deutschland verstärkte sich die Flüchtlingswelle von Juden nach Palästina. Als Gegenreaktion auf die muslimischen Angriffe gründete sich 1931 die jüdische Untergrundorganisation Irgun. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges spielte der Konflikt in Palästina für die Briten eine untergeordnete Rolle, zumal ihr Militär in Europa kämpfte und in Indien gebraucht wurde. Die gegenseitige Gewalt in Palästina forderte inzwischen zahlreiche Opfer und die Irgun wurden immer einflussreicher und wollten aus Palästina den Staat Israel machen. Die britischen Besatzer standen solchen Plänen ablehnend gegenüber, worauf die Irgun nun Attentate auf britische Verwaltungsgebäude und -Einrichtungen verübten.
Die britische Mandatsregierung übergab die Entscheidung darüber an die UNO. Am 29. 11. 1947 beschloss die UN-Generalversammlung die Teilung Palästinas. Angesichts des deutschen Vernichtungswahnsinns an Juden, stimmten die meisten Staaten den Plänen zu und wurde auch von den gemäßigten Juden in Palästina akzeptiert. Die arabischen Staaten stimmten jedoch dagegen und forderten im Sinne der Palästinenser das ganze Land für ihre Glaubensbrüder. Bei Korrekturen der Beschlüsse sollte eine gemeinsame Regierung gebildet werden und neu über die Gebietsaufteilung verhandelt werden. Im Anschluss daran sollte sich Großbritannien aus dem Mandatsgebiet zurückziehen.
Bei den Verhandlungen fand man keine Einigung, sodass am 14. Mai 1948 Israel trotzig seine Unabhängigkeit ausrief und im Sinne der Irgun ganz Palästina beanspruchte. Wenige Stunden später erklärten Ägypten, Saudi Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien den jungen Staat den Krieg. Mit Hilfe amerikanischer Militärberater und deren Waffen, wurde aus Freiwilligen Kämpfern eine schlagkräftige Armee. Das britische Militär hielt sich aus den Konflikt heraus, um die Beziehungen zu den arabischen Welt nicht zu gefährden. Der Krieg dauerte 15 Monate und fügte den arabischen Invasoren herbe Verluste bei. Im Land gingen Spezialtruppen gegen bewaffnete Palästinenser vor. Im Laufe des Krieges setzte die Flucht bzw. Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung ein. Besonders der Terror der Irgun verbreitete Angst und Schrecken. Sie begangen Gräueltaten, wie dem Massaker von Deir Yasin (ca. 100 Tote) und zielten auf die Vertreibung aller Nichtjuden aus Israel. 1948 forderte die gemäßigte Regierung die Auflösung der militanten Irgun, die sich aber weigerten, worauf es zu Feuergefechten zwischen den Terroristen und der Armee kam.
Die USA bekannten sich als Schutzmacht Israels und sahen das Land als Bollwerk gegen eine arabische Welt, die sich aufgrund ihrer kolonialen Erfahrung sozialistisch orientierte. Noch während des arabisch-israelischen Krieges fanden am 25. Januar 1949 die ersten Wahlen zur Knesset (Parlament) statt und der Staat Israel wurde im selben Jahr UNO Mitglied. Über die UNO wurde ein Waffenstillstand zwischen Israel und den arabischen Nachbarstaaten ausgehandelt. Ein Rückkehrgesetz bot weltweit allen jüdischen Menschen an, sich in Israel anzusiedeln. Bereits vor dem Gesetz (1947-1949) strömten 250.000 Juden ins Land und mit dem Gesetz kamen 49.000 Neusiedler nur im Jahre 1950 ins Land. Argwöhnisch betrachtete die arabische Welt den Vorgang, war aber militärisch nicht in der Lage das zu unterbinden.Massive Proteste löste dann die israelische Landverteilungspolitik aus, wodurch sich die muslimische Landbevölkerung vertrieben fühlte. Letztendlich war mit dem Staat Israel ein ständiger Unruheherd entstanden, der bis heute konfliktbeladen ist.
 
12. Antikomunismus in den USA  - Truman Doktrin
Nach dem 2. Weltkrieg beeinflusste die kommunistische Idee die Welt und die unterdrückten Völker wehrten sich gegen Kolonialismus, Imperialismus und Krieg. In den USA hofften die Afroamerikaner euphorisch auf ihre Bürgerrechte, nachdem sie für die US-Armee im Krieg eine wichtige Stütze gewesen waren. Die Rassisten setzten sich aber auf Regierungsebene in den USA durch und stoppten die Zugeständnisse an die Schwarzen.
Zu einem wichtigen Fürsprecher der Afroamerikaner wurden die Kommunisten. 
Bedingt durch soziale Missstände (Armut) und miserablen Arbeitsbedingungen, verstärkten sich allgemein die Unruhen in den Slums der Großstädte und es wurde zu Streiks aufgerufen. Die Kommunisten wurden zunehmend zu den Anführern des Wiederstands, nicht nur bei der schwarzen Bevölkerung. Argwöhnisch sahen die Regierenden jene Entwicklung und setzten zu einer Medienkampagne gegen den Kommunismus an. Es wurden massive Angst-Szenarien vor dem Sowjetkommunismus erzeugt und Horrorgeschichten erzählt. Das hatte den Effekt, dass jegliches fortschrittliche Denken unter Generalverdacht stand, kommunistisch zu sein.
Die Wirkung der Diffamierung war ein Erfolg, sodass auf Initiative von John E. Rankin, das Komitee für amerikanische Umtriebe gebildet wurde und zu einem parlamentarischen Ausschuss erhoben. Präsident Harry S. Truman unterstützte 1947 mit einer Grundsatzerklärung die Arbeit des Ausschusses und stellte die Weichen für die Kommunistenverfolgung. In der Doktrin wurde vor den Kommunisten gewarnt, die die Gesellschaft absichtlich sabotieren und unterlaufen, bis sie die Macht ergreifen würden. Eine Handvoll Diktatoren würde dann der Bevölkerungsmehrheit ein rechtloses System aufzwingen. Vor solch einem schleichenden Prozess müsse, laut Truman, die US-Gesellschaft geschützt werden. Auf der Basis dieser Ansicht, sollten umgehend alle kommunistischen Personen daran gehindert werden Einfluss zu nehmen. Im Aktionspapier wurden allerdings auch humanistische, demokratische und soziale Denkweisen als kommunistisch durchsetzt bewertet. Besonders der aufkeimenden Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner wurde eine kommunistische Verseuchung unterstellt und sollte ihnen die Basis zum Kampf nehmen.
In der Praxis wurden Kommunisten und deren Sympathisanten aus dem öffentlichen Leben entfernt, ihren Funktionen enthoben und deren Organisationen verboten, so auch Gewerkschaften. Neben zahlreichen Verfahren gegen Afroamerikaner, gehörten zu den Anklagten auch namhafte Schauspieler und Regisseure, von denen einige mit einem Berufsverbot belegt wurden. 1947 verschärfte sich die Kommunistenjagd mit der Mc Carthy Ära (s. Abh. Swing 1950 -1959). Die Truman Doktrin, die eine kommunistische Hexenjagd auslöste, schürte ebenso außenpolitisch die Eskalation mit der Sowjetunion. Dazu wurde die Berlinblockade als willkommene Argumentation für den Kalten Krieg missbraucht.