1.2. Lebensart DDR

Lebensart und Zeitgeist in der DDR

1. Planwirtschaft
   
Normerhöhung, Mangelwirtschaft, Verschuldung, Ausschuss
2. Regierungswechsel
   
Walter Ulbricht und Erich Honecker
3. Lebensart - Anfang der 70er (1970 bis 1975)
   
Arbeitspflicht, 8-h Tag, Frauenrechte, Intershop, FDGB-Urlaub
   Ausländer, Lebenshaltungskosten, Staatssicherheit
4. Lebensart - Ende der 70er (1976 bis 1979)
   
Sozialmaßnahmen, Erhöhter Lebensstandard, Korrektur der
   gegebenen Freiheiten, Pioniere
, 
FDJ und Wehrkundeunterricht
5. Bürgerrechtsbewegung
   
Klaus Renft Combo, Biermann-Affäre = Künstlerprotest
    Ausreiseantrag, evangelische Kirche als Opposition 

 

1. Planwirtschaft in der DDR

Grundsätzlich wurde die sozialistische Wirtschaftsordnung vom Staat verwaltet und alle Betriebe wurden zentralisiert eingebunden und hatten sich der Planwirtschaft unterzuordnen. Sie ließ kein Privateigentum an Produktionsmittel zu und zielte mit dem Staatseigentum auf eine soziale Gleichheit und Gerechtigkeit und baute diesbezüglich auf ein starkes Engagement der Werktätigen. Über die Fünfjahrespläne wurden, unter anderem, Preise und Löhne festgelegt, der Leistungsumfang der Produktion abgeschätzt und der Konsumbedarf ermittelt.
Dieses Grundprinzip sollte in der Praxis ein rationelles und effektives Arbeiten ermöglichen, und dadurch erheblich Nebenkosten senken. In der industriellen Fertigung wurde eine abgestimmte und kostensparende Zulieferkette aufgebaut. Bei den Bauprojekten wurde ein Zeitplan für den Einsatz von Bauarbeitern und Handwerkern abgestimmt, sowie die Lieferung von Bauelementen und Baustoffen, um Stillstandzeiten zu vermeiden. Mit der Planwirtschaft war beabsichtigt im Welthandel mit der kapitalistischen Welt, mit Dumpingangeboten den Warenmarkt zu überschwemmen und eine Wirtschaftsdominanz zu entwickeln.
 Natürlich wurden bei der Planung eventuelle Probleme berücksichtigt.

Die Realität aber führte ins Chaos und letztendlich zum wirtschaftlichen Zusammenbruch.

1. Normerhöhung: Wiedererwarten waren die Werktätigen nicht zu Höchstleistungen bereit, weil sie Normerhöhungen befürchteten. In der Vergangenheit schraubten die Funktionäre den Leistungszwang immer wieder nach oben und begründeten es beispielweise mit besseren Maschinen. Eine Mehrleistung von 110 % wurde somit zur neuen Normmarke von 100 %. Das bedeutete, die Werktätigen mussten höhere Leistungen vollbringen für denselben Lohn.
Normsteigerungen hatten zunehmend zur Folge, dass viele Arbeiter die Norm nicht mehr schafften und begannen bewusst zu schummeln, um den 100 % Lohn zu erhalten. Das wiederum bewirkte eine erhöhte Ausschussproduktion. Handwerker verschleierten ihre wahren Leistungen und schrieben Arbeiten auf, die sie nicht vollbracht haben. Speziell Handwerker suchten sich eine illegale Nische (Schwarzarbeit) und vernachlässigten ihre reguläre Arbeit. Der hohe Bedarf an Handwerkerleistung auf der privaten Ebene machte das möglich, zumal die Kunden bereit waren, für die Schwarzarbeit enorme Gelder zu bezahlen.

2. Mangelwirtschaft: Mit den wirtschaftlichen Beziehungen zum Westen baute sich ein erheblicher Druck auf, da die Vertragsleistungen nicht mehr erbracht werden konnten. Das lag oft daran, dass die erwartete Produktivität ausblieb oder Betriebsleitungen bewusst Falschmeldungen übermittelten, um ihren Status zu schützen. Das führte dazu, dass die Wirtschaftsbilanz falsch eingeschätzt wurde und zu Exportschwierigkeiten führte. Das bedeutete zunächst, die geplante Sättigung des nationalen Marktes zu begrenzen, damit die Exportverpflichtungen erfüllt werden konnten. Dennoch befand sich die Wirtschaft in einer Zwickmühle. Trotz veränderter Weltsituation musste die Regierung dem Volk einen höheren Lebensstandard bieten, um einerseits die gereizte Stimmung im Land zu beruhigen und andererseits, um gegenüber der BRD auch einen steigenden Wohlstand aufzuzeigen.
Das erhöhte Warenangebot verstärkte aber die Mangelwirtschaft, da es nun noch mehr Produkte gab, die zu raren Artikeln wurden, zumal sich der Bedarf erhöhte. Der Mangel an Waren nahm gigantische Ausmaße an und ließ den Schwarzmarkt explodieren und damit verbunden war die Beschaffungskriminalität. Es verschwanden daher ganze LKW-Ladungen mit Baustoffen und Material und häufig waren SED-Funktionäre involviert, die mit solchen Machenschaften ihren Reichtum mehrten. Nicht nur Handwerker bedienten sich auf den Baustellen und klauten manchen Sack Zement. Fehlendes Material oder unbrauchbarer Ausschuss unterbrachen geplante Wirtschaftskette. So manches Zeitpolster konnte deswegen nicht kompensiert werden und führte zu gravierenden Stillstandzeiten, da eine Endfertigung nicht möglich war. Nachbestellungen für ein brauchbares Material dauerten zu lange und da es keine marktwirtschaftliche Konkurrenz gab, war eine Ersatzbestellung bei anderen Firmen nicht möglich. Das bedeutete, dass eine fehlende Schraube die Fertigungskette blockieren konnte und eine Weiterlieferung bis zur Endfertigung unmöglich wurde. Dazu muss man wissen, dass ein komplettes Produkt nicht in einem Werk hergestellt wurde, sondern Firmen sich auf einen Teilbereich der Fertigung spezialisierten, was eine effektive Produktionskette möglich gemacht hätte, wenn sie funktioniert hätte.
Auf Großbaustellen konnte durch fehlendes Material nicht weitergearbeitet werden, wodurch die eingeplanten Handwerker nicht mir ihre Arbeit beginnen konnten. Um einen Stillstand zu vermeiden zogen die Firmen ihre Handwerker ab und waren nun an neue Projekte gebunden, sodass es auf den Großbaustellen nicht weiterging und zu einem Stau für die nachfolgenden Handwerker führte. Das Prinzip dann möglichst viele Handwerker (Fliesenleger, Elektriker, Maler) arbeiten zu lassen, führte nur zu einem Chaos.
Die Wirtschaftsexperten waren daher hauptsächlich damit beschäftigt Produktivitätslöcher zu stopfen und die Wirtschaftsverträge zu erfüllen. Das bedeutete die Waren für den nationalen Markt zu minimieren, aber auch die Schwarzarbeit der Handwerker zu tolerieren, da die Handwerker den privaten Bedarf stillten und den Bürger damit wenigsten privat beruhigten.

3. Fehlende Motivation: Die Nachteile der gesteuerten Planwirtschaft gestalteten sich in der absoluten Produktvorherrschaft, die eine sture Rationalität verfolgte und durch die fehlende Konkurrenz die Kreativität erstickte. So stellte nur eine Textilfirma Jeanshosen her und die Firma Stern-Radio die Empfangsgeräte. Im Gegensatz zur Marktwirtschaft sollte der Bedarf langfristig gedeckt werden, demzufolge sollten Radiogeräte ein lebenslang halten.
In der Praxis allerdings musste man Glück haben, entweder hielt ein Gerät wirklich lange oder war von Anfang an in der Reparaturwerkstatt. Trotzdem einige klobige Radio-Geräte unverwüstlich waren, so konnte sich Stern-Radio nur schwer, auf die weltweit technischen Veränderungen einstellen. Technisch hinkte der DDR-Markt gegenüber dem Weltmarkt deutlich hinterher. Überhaupt, verringerte sich der Absatz auf den Weltmarkt, da sich die DDR-Wirtschaft nicht auf die veränderten Bedingungen einstellen konnte. Für den nationalen Markt, gab es somit kaum eine Produktauswahl (kein Sortiment). Daher standen in den Haushalten der DDR-Bevölkerung die gleichen Geräte und Möbel umher.
Mit der fehlenden Konkurrenz war der Umsatz im eigenen Land garantiert, aber zugleich lähmte das Produkt-Monopol auch den Einfallsreichtum, die schöpferische Intuition. Firmen, die für den Export arbeiteten, bekamen das Problem, dass die Auftraggeber zeitentsprechende und innovative Waren verlangten. Kapitalistische Anbieter erfüllten den Bedarf auf dem Weltmarkt und überzeugten zudem mit preiswertere Produkte, die auch im Designe ansprechend aussahen.
DDR-Firmen hatten dagegen auch das Problem, dass Produktionskette umgestellt und mit-unter modernere Maschinen angeschafft werden mussten. Neben den Finanzierungskosten musste auch die Belegschaft umgeschult werden. Die Gesamtkosten mussten nun an anderer Stelle kompensiert werden und so forderten Wirtschaftsfunktionäre die Betriebsleitungen, der nichtexportierenden Bereiche auf, sich kostensparende Alternativen zu überlegen. Das aber setzte eine Folgekette in Gang, die sich verselbstständigte. Der Betriebsleitung fehlte oftmals die Fachkenntnis, da sie bisher nur die Firma organisatorisch leiteten. Sie delegierte also die Forderungen in die entsprechenden Fachbereiche. Der Brigadier (Leiter/ Meister einer Abteilung/Bereiches/ Sektion) überlegte sich mit seinen Vertrauten ein Lösung und stellte sie der Leitung vor. Wenn eine Idee praktikabel und kostensparend   klang, so wurde sie umgesetzt. Die Arbeiter hatten dann jene Beschlüsse umzusetzen, aber oft waren jene Festlegungen eigentlich nicht oder schwer praktikabel. Kritik an den neuen Bestimmungen wurden als Angriff auf die Firmenleitung oder als Meutern verstanden. Eine sachliche Diskussion kam oft nicht zustande, da die Leitung fachlich wenig Ahnung hatte und sich die Meinung des Brigadiers verlies oder vermeintliche Erfolgsmodelle von vergleichbaren Firmen kopierten. Da die Arbeiterschaft immer umhermeckerte und eben nicht fehlende Fachwissen eingestehen wollte, wurden die Beschlüsse durchgesetzt und jeder Kritik mit Drohungen begegnet. Es wurde ihnen antisozialistisches oder ein Sabotage Verhalten unterstellt und es wurde mit der Staatssicherheit gedroht. Die Folge davon, war ein unmotiviertes Arbeiten, was sich zusätzlich auf die Produktivität niederschlug. Resignierende Fließbandarbeiter produzierten zudem viel Ausschuss, zumal die neuen Bestimmungen schwer durchführbar waren. Letztendlich gab die Betriebsleitung eine Erfolgsmeldung nach oben, um ihre eigene Stellung zu sichern und gaukelten den Wirtschaftsfunktionären eine hohe Wirtschaftlichkeit zu. Im Rahmen der Produktionsketten war später kaum noch möglich herauszufinden, wo Meldungen manipuliert wurden.
In der Praxis sah es so aus, dass defekte Maschinen nur behelfsmäßig repariert wurden; auf Baustellen der Beton im Mischungsverhältnis 1:4 oder 1:5 gestreckt wurde (regulär 1:3 = 1 x Zement/ 3 x Sand, Kies); defekte Bauelemente eingesetzt wurden und Maschinenteile zweckentfremdet benutzt wurden. Langfristig zogen solche Alternativen später erhebliche Reparaturkosten oder Nacharbeiten (Regress) nach sich.

4. Widersprüchlichkeiten: Der Staat schuf sich selbst ein wirtschaftliches Betrugssystem. Frisierte Erfolgsmeldungen verschleierten ausufernde Ausschussproduktionen, wodurch Exportverpflichtungen nicht erfüllt werden konnten und die gemeldete Produktivität nicht der Realität entsprach. Die Regierung war nicht in der Lage, dass unübersichtliches Lügenkonstrukt aufzudecken, da die ursprünglichen Spuren gut verwischt werden konnten. Hinzu kam eine hohe Wirtschaftskriminalität, die von korrupten Funktionären mit verantwortet wurde. Mit Prämien erhoffte sich der Staat Arbeiter und Betriebsleitungen zu motivieren und die Staatssicherheit sollte korrupte Betriebsleiter aufspüren. Bei schlechten Bilanzen fielen verstärkt Wirtschaftsprüfer in die Betriebe ein. Aber auch sie waren oft bestechlich und halfen sogar noch die Bilanzen so zu frisieren, dass sie stimmig waren.
Ein großes Grundproblem war, dass die Firmenleiter Ökonomen waren, denen die produktive Fachkenntnis fehlte, aber auch Wirtschaftsfachleute waren Theoretiker, denen oftmals die praktische Erfahrung fehlte oder die Wirtschaftsbasis völlig falsch einschätzten. Gerade international hatten sie Defizite in der markwirtschaftlichen Strategie und schätzten dadurch die Weltwirtschaftslage falsch ein. Den westlichen Managern waren sie im Vertrags-poker unterlegen und fielen auf Knebelverträge herein. Da es national keine Konkurrenz gab kannten sich die Wirtschaftsexperten nicht mit der Marktwirtschaft aus. Es offenbarten sich drei Grundprobleme, der betrieblichen Leitungsebene:

1. Leiter, die nicht am Umsatz beteiligt waren, waren unmotiviert und nur statusorientiert  
2. Ein garantierter Absatz ohne Konkurrenz, fehlt der Ansporn und die Kreativität, um sich mit seinem
    Produkt auf den Markt zu behaupten

3. Betriebsleiter hatten zu wenig Handlungsspielraum, sie brauchten Vertragsrechten, um die eigene
    Produktionsqualität zu sichern und eine freie Personalpolitik 

Resümee: In der Summe schaffte es die DDR-Regierung nicht ihren wirtschaftlichen Kurs entsprechend zu ändern und hat sich vor allem im Handel mit den kapitalistischen Ländern übernommen. Das durchaus praktikable und effektive Konzept der Planwirtschaft scheiterte an einem selbstverschuldeten Teufelskreislauf, was nötige Reformen nicht wagte.

2. Regierungswechsel in der DDR

Seit der Staatsgründung der DDR bestimmte der stalinistisch geprägte Walter Ulbricht (Bild) im Wesentlichen den politischen Kurs der Regierung. In der wechselvollen Geschichte der DDR bewirkte er Veränderungen, die durch die zeitlichen Situationen zwingend waren. Die Moskauer Marionette war aber alles andere als ein Reformer und dennoch leitete er notwendige demokratische Kurskorrekturen ein.
Im Sinne der Moskauer Wirtschaftsstrategie befürwortete er daher die Entspannungspolitik und löste im ZK der SED hitzige Diskussionen aus. Letztendlich erkannte die Mehrheit der Funktionäre die wirtschaftlichen Vorteile. Allerdings stand die Glaubwürdigkeit mit der Person Walter Ulbricht zur Disposition. Unter anderem hatte er mit dem Mauerbau (1961), das deutsche Missverhältnis wesentlich forciert. Es musste unbedingt ein Führungswechsel her. Bis zum Ende der DDR wurde deshalb Ulbricht als Entspannungsgegner dargestellt.
Innerhalb der SED setzte ein intrigantes Machtspiel ein, an deren Spitze Erich Honecker stand. Walter Ulbricht wurde für die schlechte Stimmung in der Bevölkerung verantwortlich gemacht und es wurde ihm vorgeworfen, die wirtschaftlichen und politischen Realitäten nicht mehr zu erkennen. Moskau entzog ihm daraufhin das Vertrauen und legte ihm den Rücktritt nahe. Am 3. Mai 1970 erklärte Ulbricht seinen Rücktritt und nominierte Erich Honecker zum Nachfolger. Als gebrochener Mann starb er am 1. August 1973, während der Weltfestspiele. Sein Tod wurde aber erst nach den Feierlichkeiten bekannt gegeben, weil er angeblich am Sterbebett darum gebeten habe. Man kann davon ausgehen, dass die Prestigeveranstaltung, einen höheren Stellenwert hatte, als einen in Ungnade gefallenen Politiker.
Bis 1976 wurde Willy Stoph kommissarisch Staatsratsvorsitzender und damit Oberhaupt der DDR, aber der eigentliche Staatschef war Erich Honecker, als Generalsekretär der SED. Bevor Erich Honecker zum Staatsratsvorsitzenden gewählt wurde, ordnete und reformierte er die Parteiführung. Freiheitliche Zugeständnisse, soziale Reformen und ein spürbar steigender Wohlstand ließen ihn als demokratischen Reformer erscheinen. Nach seinem Amtsantritt offenbarte er zunehmend sein wahres Gesicht und kehrte zum diktatorischen Kurs zurück. Maßgeblich dafür war ein Scheitern der Wirtschaftsstrategie mit den westlichen Staaten, die das Land in eine Krise stürzten. Der gewährte Wohlstand war somit nicht mehr finanzierbar und die DDR Funktionäre mussten nach anderen Finanzquellen suchen. Gegen Ende der 70er Jahre konnte sich das DDR-Regime kein innenpolitisches Problem leisten. Es war daher einfacher kompromisslos gegen destabilisierende Tendenzen vorzugehen, statt im demokratischen Dialog unkalkulierbare Risiken einzugehen.

3. DDR - Lebensart bis 1975

Anfang der 70er Jahre blickte der DDR Bürger auf eine hoffnungsvolle Zukunft. Es ging wirtschaftlich spürbar bergauf und politisch kündigte sich ein Machtwechsel an, der dem Volk mehr Freiheiten versprach. Mit dem Aufschwung verbunden erhöhte sich der Lebensstandard und die Lockerungen förderten ein freieres sportliches und kulturelles Leben. Trotz der gewährten Zugeständnisse des DDR-Regimes, misstraute mehrheitlich der Bürger der SED, aufgrund der Vergangenheit. Mit dem neuen Wohlstand und den Freiheiten war das Volk eher bestrebt eine Parallelgesellschaft weiter auszubauen und zu sichern. Obwohl es der Regierung missfiel, so waren sie doch gezwungen, die gesellschaftliche Entwicklung im Staat zu akzeptieren. Somit profitierten beide Seiten davon. Die Regierung konnte sich politisch sonnen ein Volk zu haben, was scheinbar hinter ihnen stand. Für die Bevölkerung war es dagegen wichtig, dass sich der private Freiraum erhöhte, um sich sein eigenes Reich aufzubauen und das einige Verbote oder Anordnungen nur auf dem Papier standen. Sofern es sich jedoch um oppositionelle Aktivitäten handelte reagierte der Staat rigoros. Der DDR-Bürger entwickelte ein Gespür dafür, wie weit er staatskritisch gehen konnte.

Grundsätzliches: Ein kostenfreies soziales Netz (Gesundheitswesen) war gegeben, sowie niedrige Lebenshaltungskosten (Miete & Lebensmittel) und geringe Preise für öffentliche Verkehrsmittel und Kulturveranstaltungen. Staatliche Subventionen sicherten feststehende Preise für den Mindeststandard und machten das Leben planbar. Der durchschnittliche Monatslohn betrug 700 Mark, bei Mietskosten um die 50 Mark (allerdings mit qualitativen Abstrichen = sanierungsbedürftige Altbauten, mit Außentoilette). Um die 100 Mark kostete dagegen die Miete in einer Neubauwohnung mit Fernheizung und Bad.

Warenmarkt: Alle Artikel hatten einen einheitlichen Preis und eine Produktauswahl war kaum vorhanden, da ein konkurrierender Markt fehlte. Bezahlbare Preise für Lebensmittel wurden mit staatlichen Subventionen garantiert. Bei Obst und Gemüse schwankten die Preise saisonbedingt oder waren abhängig vom Ernteertrag. Erzeugnisse, die nicht zum täglichen Bedarf gehörten, waren Luxusartikel und häufig unverhältnismäßig überteuert. Ein Schwarz/Weiß Fernsehgerät kostete etwa 1.200 Mark und für ein Auto der Marke Trabant musste man 8.000 Mark hinblättern (inclusive Wartefrist von 8 Jahren). Auch technische Hilfsgeräte, wie Kühlschrank oder Waschmaschine waren relativ teuer.

Arbeitswelt: Festgeschrieben war ein 8-Stunden-Tag und der Samstag und Sonntag galt als freie Tage. Mann und Frau verdienten für dieselbe Arbeit auch das gleiche Geld. Mit der Arbeitspflicht wurden somit auch Frauen finanziell unabhängig. Ehepaare nutzten den gemeinsamen Verdienst für den häuslichen Luxus. Für schwangere Frauen gab es großzügige Mutterschutzbestimmungen und eine Arbeitsplatzgarantie. Ein Netz von Kinderkrippen und Kindergärten ermöglichte den Frauen den schnellen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt. Aufgrund der Arbeitspflicht gab es in der DDR keine Arbeitslosen, daher konnte kein Bürger in eine existenzielle Not geraten.

Asoziale Lebensweisen: Wer sich parasitär der sozialistischen Gesellschaft verweigerte, geriet in den Fokus der Behörden. Grundsätzlich wurde bei jedem überprüft, ob man bei seiner geführte Lebensweise eine Gefährdung für andere oder für sich selbst war oder eine Finanzierung des Alltags ohne regelmäßige Arbeit möglich war (z.B.: Hausfrau, Künstler). Im Zweifelsfall erteilten die Behörde konkrete Auflagen und wer keiner geregelten Arbeit nachging, bekam eine zugewiesen. Verweigerte sich jemand total (Obdachlose), drohte ihm eine psychiatrische Einweisung  (nicht geschäftsfähig) oder wurde ins Gefängnis gesteckt, bei kriminellen Handlungen (Diebstahl). Jene Haftanstalten entsprachen eher einem Erziehungs- und Arbeitslager. Das Staatssicherheitsnetz verhinderte ein Entziehen oder Untertauchen der betreffenden Personen. Bei alkoholsüchtigen Arbeitsverweigerern, bei denen das Kinderwohl gefährdet war, reagierte das Sozialamt sofort und holte die Kinder aus solchen Familien. Leider landeten die Kinder meistens in überfüllten Heimen, sodass die Sozialprognose fraglich blieb. Übrigens, die Vorgehensweise der Regierung gegen jene Außenseiter fand eine breite Zustimmung in der Bevölkerung.

Kriminalität: Ein strenges Waffengesetz und die Stasi-Überwachung verhinderten die meisten Gewaltverbrechen. Grenzen. Bewaffnete Banküberfälle oder Morde mit Schuss-waffen waren kaum möglich. Die häufigsten Delikte waren Diebstähle und Schlägereien, woraus eskalierende Situationen zum Mord führen konnten. Ebenso war Prostitution und Drogenhandel, sowie deren Beschaffungskriminalität kaum ein Problem. Lediglich an den wirtschaftlichen Knotenpunkten, wie der Leipziger Messe, den Handelsvertretungen in Berlin oder dem Rostocker Überseehafen wurde auch mit Drogen gehandelt. Auch für hochgestellte internationale Gäste wurden Prostituierte beschäftigt, die gesundheitlich betreut und von der Stasi überwacht wurden, um einen möglichen Skandal zu verhindern.

Staatssicherheit: Das Besondere am Staatsschutz der DDR, war die systematische und permanente Überwachung der eigenen Bevölkerung. Obwohl die Regierung offiziell ein konstruktives Mitdenken wünschte und auch förderte, so war das Interpretationssache. In der Praxis gerieten Kritiker schnell ins Visier der Stasi. Wer entsprechende Signale ignorierte, konnte schnell als oppositioneller Staatsfeind angesehen werden. Ein Handeln der Stasi richtete sich dabei nach dem Status der staatspolitischen Gefahr. Politisch bedingt wurde seit den 50er Jahren ein enges Informationsnetz geschaffen, dass verdächtige Person beschatten ließ. Häufig wurde die Bevölkerung mit eingebunden, gelockt mit Versprechungen (Vergünstigungen) oder mit erpresserischen Mitteln zur Mitarbeit genötigt. Die informellen Mitarbeiter (IM) wurden auf bestimmte Personen angesetzt. Der Alltag für das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) bestand größten Teils aus den Telefonüberwachungen, Bespitzelungen und diversen Aktennotizen. Je nach der Gefahrenlage oder den Beweisen, wurden Regimegegner verhaftet, massiven Verhören ausgesetzt und/oder konnten mit hohen Haftstrafen rechnen. Nicht zweifelsfrei, aber wahrscheinlich, hat die Stasi, unbequeme Personen spurlos verschwinden lassen und hat vor Folterungen nicht zurückgeschreckt. Allerdings wurden viele Beweise dafür vor dem Mauerfall (Ende der DDR) vernichtet und einige Darstellungen von ehemaligen Stasiopfern sind oftmals nicht ganz glaubwürdig. Dennoch wurde Akten gefunden, die inhumane Übergriffe andeuten. Zumindest belegen die Akten, das gesamte Ausmaß der Überwachung und das Handeln der Stasi (Gauck-Behörde).
In den zensierten Medien der DDR wurde darüber damals natürlich nichts berichtet. Der Bürger bezog seine Informationen über dem Dschungelfunk (Hörensagen) und war sich über die Stasigefahr bewusst. Obwohl zahlreiche Gerüchte Schreckensbilder von der Stasi zeichneten, zeigte sich die Bevölkerung wenig verängstigt. Sie glaubte ungefährdet zu sein, wenn man sich offiziell an die Spielregeln hielt. Geprägt von Schule und Alltag entwickelte die Bevölkerung ein Gespür dafür, wie weit man gehen konnte. Insofern kannte jeder das Risiko, wenn man bewusst Grenzen übertrat. Aber, wie sollte sich etwas ändern, wenn es nicht genau jene Mutigen gegeben hätte, die Grenzen übertraten? Mehrheitlich waren es sogar Aktivisten, die an den Sozialismus glaubten, aber nicht mit der Praxis einverstanden waren. Es war Schizophren, wenn der SED-Staat politisches Engagement forderte, aber eine wirkliche Meinungsfreiheit nicht zuließ. Die Aktivitäten der Stasi machen zudem deutlich, wie viel Angst die SED-Regierung vor Veränderungen hatte und seinem Volk misstraute. Es erhärtet sich der Eindruck, dass die Regierungskaste lediglich seine Macht sichern wollte und eine Art sozialistischen Neofeudalismus betrieb.

Intershop: Mit den Erleichterungen im innerdeutschen Reiseverkehr gewannen die Intershops an Bedeutung. Bereits 1962 eingeführt, sollten sie bevorzugt westdeutschen Gästen das begehrte Westgeld (D-Mark) aus der Tasche locken. Das Sortiment entsprach einem Supermarktangebot mit Kleidung und technischen Erzeugnissen. Die Funktionäre achteten darauf, dass jene Markenartikel angeboten wurden, die DDR Bürger aus der TV-Werbung des Westens kannten. Mit überteuerten Waren zielten die Funktionäre auf die westlichen Besucher, die für ihre Verwandten dort die begehrten Artikel kauften. Unerwünscht war, dass die westlichen Gäste ihre Verwandten mit in die Geschäfte nahmen. Normalerweise durften DDR Bürger dort nichts kaufen, zumal ihnen der Besitz von Valuta (D-Mark, Dollar usw.) untersagt war. Mit dem regen Westverkehr kam der Bürger dennoch zu Westgeld, über Geldgeschenke, Trinkgelder oder illegalen Geschäften. Provokativ gingen die DDR Bürger unerlaubt in die Intershops und kauften dort ein. Schnell gaben die Verkäuferinnen ihren Widerstand dagegen auf, sodass die Regierung ab 1974 das Einkaufen dort offiziell erlaubte. Die Regelung führte dazu, dass Handwerker für ihre Leistung einen D-Mark-Zuschuss verlangten.

Mangelgesellschaft: Im Zusammenhang mit Fehlentwicklungen in der Planwirtschaft und dem gestiegenen Wohlstand bildete sich eine Mangelwirtschaft heraus, in einer noch nie da gewesenen Form. Das Alltagsleben war von Warteschlangen geprägt, um rare Produkte käuflich zu erwerben. Damit Hamsterkäufe (übertriebene Hortung von Waren) nicht zum sozialen Unfrieden führten, wurden begehrte Produkte auf Zuteilung verkauft. Die Rationierung von Südfrüchten zur Weihnachtszeit prägte sich besonders ein. Pro Person (Familie) wurden begrenzt Apfelsinnen, Bananen oder Pfirsiche verkauft. Es war notwendig sich Stunden vor der Öffnung des Geschäftes anzustellen, um Früchte in akzeptabler Qualität zu erhalten. Überdies reichten oft die Waren nicht für alle Kunden oder erhielten den schäbigen Rest. Dazu zweigten Verkäuferinnen stiegenweise Südfrüchte ab, für die eigene Familie, Verwandte oder als Tauschobjekt für andere Waren. Der Schwarzmarkthandel blühte und es wurde fast mit allem gehandelt, selbst bestimmte Zigarettensorten (Bild) gab es nur unter dem Ladentisch. Begehrt waren aber auch Räucheraal, Südfrüchte, Rinderrouladen, Rotkäppchen-Sekt, Zement, Tapeten und Fliesen. Lediglich Äpfel, Kartoffeln, Kohlsorten und die minderwertigen Kuba-Orangen gab es immer. Das Diebesgut oder die unterschlagenen Artikel wurden überteuert gehandelt, jedoch war das nichts im Vergleich zu den teilweise unverschämten Lohnforderungen der Schwarzarbeiter. Nach Feierabend arbeiten Handwerker illegal für private Kunden und erreichten den Status einer eigenen Gesellschaftsklasse.
Mit der Schwarzarbeit verbunden eskalierte die Wirtschaftskriminalität. Der Diebstahl von Baustoffen (Zement, Steine), Bauelementen (Armaturen, Sanitärkeramik) und Exportwaren (Fliesen, Tapeten) erreichte gigantische Ausmaße und schädigte die Volkswirtschaft enorm. Ein großes Problem war, dass oft hochrangige Funktionäre davon profitierten und somit in den Wirtschaftsverbrechen involvierte waren.

Improvisation: Die Mangelwirtschaft förderte kreative Fertigkeiten und kompensierte das fehlende Nowhow. Gerade modisch hinkten die Kaufhäuser dem Trend hinterher. Die Kleidung war oft unmodern, eintönig und ohne große Auswahl. Die Textilerzeugnisse von der Stange (geringe Auswahl), waren zweckmäßig ausgerichtet und uniformierten die Nation. Als Jeansersatz dienten beispielsweise blaue Stoffhosen (Niethosen), die wenig strapazierfähig waren und nichts mit einer Levis gemein hatte. Wer der westlichen Mode nahe sein wollte, musste selbst Handanlegen und sich aus den vorhandenen Stoffen selbst etwas schneidern. Aus der Kreativität mancher privaten Näherin entwickelte sich in der DDR sogar ein eigener Modestil. So wie in der Mode entwickelte sich ein typischer Einfallreichtum und mit zahlreichen Improvisationen wusste man sich selbst zu helfen. Eine Waschmaschine wurde somit zum Riesenkochtopf oder zum Aufwärmen von Bockwürsten bei Feiern benutzt. Für den Trabant wurde eine Stellage gebaut, wodurch das Auto zum Wohnmobil wurde.
Kuriose Erfindungen und geniale Einfälle steigerten den Komfort und manche Sicherheitsüberprüfung drückte ein Auge zu. Allerdings gab es auch illegale Konstruktionen,
 die nicht ungefährlich waren. Doch grundsätzlich war der Erfindergeist gefragt, selbst bei Geburtstagsgeschenken. Wer nichts Besonderes für den Jubilar erstehen konnte, musste sich etwas einfallen lassen. Zum Beispiel etwas Basteln, eine Kassette mit den Lieblingsliedern bespielen oder einen Kuchen backen. Die persönliche Würdigung stand im Mittelpunkt, wobei der finanzielle Wert eines Geschenkes unwichtig war.

Haushaltstechnik: In den meisten Haushalten standen Schwarz/Weiß-Fernsehgeräte, da die ersten Farbfernseher extrem teuer waren. Zu 75 % konnte der DDR Bürger über Antenne das BRD-Fernsehen empfangen. Zum Haushaltsstandard gehörte ein Radio, Kühlschrank, Staubsauger und eine Waschmaschine, mit externer Wäscheschleuder. Trotz technischer Hilfen war ein Waschtag mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden, allein das Schleudern konnte zum Kraftakt werden. Wenn die Wäsche im Gerät nicht gleichmäßig verteil wurde, hopste das vibrierende Gerät durch den Raum und das Schleuderwasser machte die die ganze Umgegend naß.
Die Jugendlichen besaßen in der Regel ein Kofferradio oder leisteten sich den angesagten Kassettenrekorder (Sonett), mit verbesserter Aufnahmetechnik. Mit einem Dioden Kabel, war es möglich seine Lieblingsmusik in guter Qualität vom Radio aufzunehmen. Da in der DDR die internationalen Popschallplatten des Westens nicht angeboten wurden, war das Interesse an Schallplattenspieler gering. Nur hin und wieder veröffentlichte die Schallplattenfirma Amiga von politisch genehmen Stars Platten und die nationale Popszene steckte noch in den Kinderschuhen.

Freizeit, Urlaub, Reisen: Über die staatliche Gewerkschaft FDGB konnte der Werktätige einen preiswerten Urlaub im Lande verbringen. Allerdings wurden ebenfalls mit den Urlaubsleckerbissen des FDGB Geschäfte gemacht und jene, die an der Quelle saßen, reservierten sie für sich oder Begünstigte. Auslandsreisen waren für den Normalbürger auf die Staaten des Warschauer Paktes begrenzt und teuer. Begehrte Reiseziele waren die Schwarzmeerküste Bulgariens und der ungarische Plattensee (Balaton). Durch seine historische Nähe zu Österreich umgab Ungarn ein westliches Flair und war zudem auch ein beliebtes Reiseland der Bundesbürger. Der größte Teil der DDR-Bürger blieb jedoch zu Haus. Ländliche Bewohner widmeten sich ihrem Grundstück und die Stadtbewohner machten es sich auf ihrer Datsche (Kleingartengrundstück) gemütlich.
Ein gutnachbarliches Verhältnis mündete oft in Grillfeten, mit Musik, Tanz und viel Alkohol. Das fast freundschaftliche Verhältnis basierte auf dem gesellschaftlich gleichen Status. Der Normalbürger schaffte es nicht zu großen Reichtümern, war stets auf die Hilfe von anderen angewiesen und bei den Themen der Zeit hatte die Mehrheit einen ähnlichen Standpunkt. Der Gemeinschaftssinn hatte einen hohen Stellenwert, sodass egoistische Triebe, wie Neid, Gier, Missgunst und Darstellungsgehabe gezügelt wurden. Das machte den DDR-Bürger zum weltoffenen und kontaktfreudigen Menschen. Bei Feiern und Festen in Gaststätten löste der Alkohol jede Zunge und ließ den Frohsinn heraus. Jeder redete frei von der Seele weg und selbst mit staatspolitischer Kritik wurde nicht gespart. Obwohl man mit anwesenden Stasiagenten rechnen musste, sagte jeder, was er dachte, und sofern Kritik nicht in offenen Aufruhr mündete, bestand für die Staatssicherheit kein Handlungsbedarf.

Essen und Trinken: Die Bockwurst mit Brot als schnelles Gericht am Stand wurde von der Currywurst und dem Broiler (Brathähnchen) abgelöst. Als Variante zum McDonalds Hamburger wurde in der DDR die Grilletta erfunden. Ketchup wurde zum beliebtesten Würzmittel, Spaghetti mit Tomatensoße der absolute Hit bei Kindern und das Letscho (Paprikagemüse) passte gut zu Bouletten und Schnitzel. In den Gaststätten aß man gutbürgerlich (Eisbein, Schweinebraten, Schnitzel) und eine internationale Küche wurde bestenfalls in gehobenen Restaurants angeboten. Zu einem Gericht tranken die Männer überwiegend Bier und Frauen gönnten sich ein Glas Wein. Für Kinder wurde die Cola zum Lieblingsgetränk, obwohl die meisten regionalen Sorten nicht an der begehrten Club Cola heranreichten. Allerdings war die Club Cola schnell vergriffen und wurde nur im Berliner Raum angeboten. Ähnlich populär war die Orangenzitruslimonade Astoria. Alkohol war in der DDR sehr preiswert und doch dominierten nur wenige Sorten.
So wurden die Weinbrandsorte Goldbrand und der Klare Nordhäuser Doppelkorn häufig unter dem Ladentisch verkauft. Die Damen bevorzugten Likör wobei der Timm’s Saure (Fruchtlikör) zum Favoriten wurde. Erhältlich war der hochprozentige Prima Sprit (98 %), den viele dazu verwendeten eigene Alkoholmischungen herzustellen. Besonders beliebt waren selbst gemachte Eierliköre. Prima Sprit wurde wegen des steigenden Missbrauchs mit gesundheitsschädlichen Folgen vom Markt genommen und war nur noch zweckgebunden im medizinischen Bereich in Apotheken erhältlich. Abschließend sei bemerkt, dass Gaststätten und Kneipen gut besucht waren. Das einfache regionale Bier kostete 40 Pfennige (0,3 l) und für den kleinen Hunger, war immer Kartoffelsalat mit Würstchen oder Boulette im Angebot.

Partnerschaft: In der Verfassung waren die Gleichberechtigung von Mann und Frau festgeschrieben. Damit verbunden, war stets die finanzielle Unabhängigkeit der Frau garantiert und die Gleichwertigkeit in einer Beziehung gegeben. Die bisherige Familienhierarchie der Vorkriegszeit wurde von einer Rollenverteilung abgelöst. Formel blieb der Mann das Familienoberhaupt, aber die Frau war ihm vom Status her gleichberechtigt.
In puncto Hausarbeit wurde es selbstverständlich, dass der Mann bei der Hausarbeit half. Da beide berufstätig waren, übernahm der Mann mindestens das Abwaschen, Einkaufen oder half beim Saubermachen. Aufgrund spezifischer Fähigkeiten blieb eine gewisse Arbeitsteilung erhalten. Die Frau konnte in der Regel besser Kochen, Backen und kam besser mit der anfallenden Wäsche klar. Der Mann war dagegen für handwerkliche Dinge zuständig, erledigte amtliche Dinge, unterstützte die Frau bei schweren Lasten und hielt ihr den Rücken frei, und widmete sich beispielsweise den Kindern. Bei der Kinderfürsorge konnte die Familie auf staatliche Hilfen zurückgreifen. Neben dem Kindergarten, gab es weitere unterstützende Hilfen, auch im finanziellen Bereich.
Verhütungsmittel (die Pille), ein begründeter Schwangerschaftsabbruch und ein vereinfachtes Scheidungsrecht gehörten zu den grundsätzlichen Rechten einer Frau. Großzügig konnte die Frau nach einer Schwangerschaft, neben der regulären Freistellung, bis zu drei Jahre freigestellt werden, mit Arbeitsplatzsicherung. Beruflich durften die Frauen auch Männerberufe erlernen, was auch umgekehrt möglich war. Der moderne Mann der 70er Jahre hatte es mit einer engagierten, selbstbewussten Frau zu tun, die aber sexuell immer noch Frau blieb. Die Mehrheit der Männer wollte keine Partnerin, die nur in ihrer Haus-frauenrolle aufgingen, aber auch keine verbissene Emanze, die den Mann dirigieren wollte. Im Mittelpunkt der Liebe standen die Gemeinsamkeiten. Aber das Leben verändert sich und somit auch die Liebe. Das führte zu den Schattenseiten der Gleichberechtigung. Vorschnell wurde die Partnerschaft aufgegeben, ließ sich von neuen Liebschaften verführen oder fanden keinen Weg für eine gemeinsame Zukunft.
Die Scheidungsrate war dementsprechend sehr hoch. Zu einem wesentlichen Kernpunkt wurden die sexuelle Untreue und die sexuelle Neugier. Obwohl sich DDR Medien darum bemühten, Sexualität nicht über die Liebe zu stellen, ließ sich die Bevölkerung vom Westfernsehen beeinflussen. Die DDR propagierte die Nacktheit als Kunstobjekt und den Geschlechtsverkehr als höchsten privaten Liebesakt. Bilder von weiblicher Nacktheit waren deshalb nie aufreizend. In freizügigen Filmen war Sex stets ein Stilmittel einer Liebesszene und nie triebgesteuerte Gier. Dass fördern der FKK-Kultur (Nudisten) sollte für einen bewussten Umgang mit der Nacktheit sorgen. Prostitution und triebfördernde erotische Bilder waren in der DDR verboten. Weil die DDR-Frau nicht als Sexobjekt gesehen werden sollte, gab es ebenso keine Dessous zu kaufen. Letztendlich verstärkte sich damit aber der Trieb, weil der Erotik zu wenig Raum gegeben wurde. Durch die Westmedien und den innerdeutschen Verkehr wurde der sexuelle Trieb angeheizt. Im BRD-Fernsehen präsentierte Ingrid Steeger ihre Nacktheit und die Westverwandten schmuggelten Pornohefte in die DDR. Der Reiz des Anrüchigen hatte wesentlichen Anteil daran, dass Männer und Frauen sexuelle Abenteuer suchten. Vor allem die männlichen Jugendlichen umgarnten die Mädchen mit dem Ziel des sexuellen Erlebens. Vermutlich war die Bereitschaft zur vorehelichen Sexualität höher als im Westen, zumal die Frau in der DDR selbstbewusster war und keinem traditionellen Denken unterworfen war. Selbst wenn sie schwanger wurden, so konnten sie als alleinstehende Frauen mit Kind mit staatlichen Hilfen rechnen. Ein moralischer Zeigefinger verbot sich ebenfalls angesichts der hohen Scheidungsquote. Anrüchig blieb in der DDR jedoch die Homosexualität, die stillschweigend toleriert, aber nicht publiziert (Medien, Kultur) wurde.

Ausländer: Neben Arbeitern aus dem sozialistischen Ausland (wie Ungarn, Polen), kamen nach und nach Arbeitskräfte aus anderen Kulturkreisen. Zunächst Vietnamesen und dann Kubaner. Allein wegen der sprachlichen Verständigung blieben die Ausländer unter sich, zumal der DDR-Bürger in der Schule nur russisch lernte. Englisch wurde als freiwilliges Nebenfach angeboten, mit mäßiger Beteiligung und häufig schlechtem Sprachunterricht. Ungeachtet dessen übte das karibische Temperament der Kubaner auf die Mädchen eine magnetische Kraft aus. Kubaner wurden zu Konkurrenten der einheimischen Männer, in deren Folge sich immer wieder Konflikte entluden. Später kamen Arbeiter aus Algerien und Angola dazu. Gelegentlich flammten Spannungen auf, die den üblichen regionalen Revierkämpfen ähnelten und somit nicht vordergründig ausländerfeindlich waren. Außerdem fehlten für eine Ausländerfeindlichkeit soziale Spannungsfelder. Es gab keine Arbeitslosen und jeder DDR-Bürger konnte in einem akzeptablen Wohlstand leben.
In extremen Fällen reagierte der Staat und schickte auffällige Ausländer zurück ins Heimatland zurück. Minderjährige Deutsche kamen dagegen in den Jugendwerkhof, 
einer gefürchteten Züchtigungsanstalt, die zugleich Arbeitslager war.
Bürger aus der Bundesrepublik wurden ebenfalls als Ausländer angesehen, zumindest jene, die über das Land touristisch herfielen. Besonders in Ost-Berlin spielten sie sich gern als kleine Könige auf. Wobei westgeldgierigen Zeitgenossen sie dazu ermunterten. Beispielsweise wurden ihnen in begehrten Gasstätten stets Plätze freigehalten. Es war in bestimmten Restaurants üblich, dass am Eingang die Gäste warteten, bis der Oberkellner ihnen einen Platz anbot. Einerseits wurde auf eine angemessene Kleidung geachtet und andererseits sorgte das für eine ruhige Atmosphäre im Gastraum. In der Praxis kam hinzu, dass die beliebtesten Plätze im Gastraum reserviert waren und somit schnell alle Plätze belegt waren. Entweder harrte der wartende Gast in einer Schlange aus oder suchte sich ein anderes Lokal. Sofern aber ein Westbürger mit einem Geldschein wedelte, durfte dieser sofort herein, weil dieser angeblich reserviert hatte. Eine solche Bevorzugung gab es in vielen Bereichen, in Oper, Theater, Ausstellungen oder Tanzbars. Hinzu wurde reichlich gehandelt, neben westliche Popschallplatten wurde Starposter zu gigantischen Preisen verkauft, selbst alte Bravo-Ausgaben und bunte Zeitschriften aller Art fanden reißenden Absatz. Mit dem vielen Ostgeld kauften sich die Bundesdeutschen Händler Kunstgewerbeartikel in der DDR, die sie dann in der BRD profitabel verkauften. So mancher illegaler Händler wurde dadurch Reich.

 


Kassettenrecorder Sonett 77 der Firma RFT Restaurationsobjekt Trabant 601

Robotron S/W Fernseher

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4. DDR Lebensart nach 1975

Trotz steigender Arbeitsproduktivität und wachsendem Wohlstand uferten die Probleme wirtschaftlichen und innenpolitischen aus. Da sich die Regierung zu keine zweckmäßigen Reformen durchringen konnte, manövrierten sie sich in einen Teufelskreislauf. Wirtschaftsverträge konnten nicht erfüllt werden und der Mangel an Waren für den Binnenmarkt eskalierte. Die Fehleinschätzung des Weltmarktes und ein Lügenkonstrukt über vermeintliche Erfolge machte die reale Lage schlecht einschätzbar. Eine hohe Ausschussquote, Normdruck, Falschmeldungen, fehlende Konkurrenz, schlecht gewartete oder unmoderne Maschinen und unmotivierte Betriebsleitungen sind wesentliche Motoren für die Krise.
Mit Sozialmaßnahmen versuchte die Regierung wenigstens das Murren in der Bevölkerung zu besänftigen, wodurch sich der Staat noch höher verschuldete. Gesellschaftlich fiel die SED-Herrschaft wieder in stalinistische Strukturen zurück, da die gewährten Freiheiten in offene Kritik ausarteten und die Funktionäre nicht mehr einschätzen konnte, wenn etwas staatsfeindlich wurde. Im Prinzip stopfte die Regierung wirtschaftlich nur die Löcher und versucht mit sozialen Maßnahmen politisch die Lage zu beruhigen.

Lohn & Wohlstand: Der monatliche Durchschnittslohn stieg geringfügig (1975 = 900 Mark, 1979 = 1000 Mark), dafür wurden verstärkt motivierende Leistungsprämien ausgezahlt. Mit ausreichenden finanziellen Mittel verfügte der DDR-Bürger über einen bescheidenen Wohlstand und den höchsten Lebensstandard, gegenüber den sozialistischen Staaten. Die Grundnahrungsmittel blieben weiter staatlich subventioniert und für jeden bezahlbar. Ein Brötchen kostete um die 5 Pfennige und ein Brot etwa eine Mark. Gleiches galt für den Mietpreis, der etwa 5% vom Nettolohn ausmachte (in der BRD 20%).
Da die Grundsicherung (Essen & Wohnen) wenig Geld kostete, konnte der DDR Bürger die finanziellen Mittel gut ansparen. Somit konnte man sich Luxusartikel leisten, die übermäßig teuer waren und häufig über zwei Monatsgehälter kosteten. Dennoch besaßen 38% aller Haushalte ein Auto und in jeder Wohnung standen ein Kühlschrank, eine Waschmaschine und ein Fernsehgerät. Obwohl jene Artikel das Ersparte verschlangen, war die Lebenshaltung an anderen Stellen sehr preiswert. Eine S-Bahn-Fahrt kostete 20 Pfennig, ein normales Bier (0,33l) in einer Gasstätte 40 Pfennige und ein gehobenes Importbier etwa eine Mark. Für ein durchschnittliches Mittagessen mit einem Getränk bezahlte man um die 5 Mark und selbst in den gehobenen Restaurants kostete ein Menü um die 10 Mark. Lediglich für ausgefallene Speisen (Fisch, Steak) musste der Gast tiefer in die Tasche greifen.
Ein 14-tägiger subventionierter FDGB-Urlaub war ab 200 Mark möglich. Eine Tüte gemahlener Kaffee der Marke Mokka Fix (150g) kostete 8,75 Mark. Die mittlere Preisklasse für Zigaretten (Semper, Kabinett) lag einheitlich bei 3,20 Mark und eine Flasche Weinbrand oder Wodka (0,75 l) um die 10 Mark. Für einen Kassettenrekorder Sonett brauchte man um die 300 Mark, für eine leere Tonbandkassette (90 min) 16 Mark und eine bespielte Kassette kostete 22 Mark. Das qualitativ hochwertige Spulentonband der CSSR-Firma Tesla kostete um die 500 Mark. 16 Mark musste man für die gängigste Spule (180 min) berappen, aber wer beim Aufnehmen auf die Stereotechnik verzichtete, konnte 6 Stunden Musik auf einer Spule archivieren.

Sozialmaßnahmen: In der DDR waren 86 % aller Frauen berufstätig (der höchste Anteil in der Welt), wodurch die Doppelbelastung zu einem besonderen Problem wurde. Trotz Gleichberechtigung waren nicht alle Männer bereit Hausfrauenarbeiten zu erledigen bzw. waren der Frau keine große Hilfe, besonders wenn es um die Kinderbetreuung ging. Entlastend senkte der Staat für schichtarbeitende Mütter die Arbeitszeit, erhöhte den bezahlten Schwangerschaftsurlaub und sie konnten sich ab dem 2. Kind für ein Jahr bezahlt von der Arbeit freistellen lassen. Für den Start junger Ehepaare gewährte der Staat einen zinslosen Kredit von 10.000 Mark. Zur Erhöhung einer rückläufigen Geburtenrate wurde zudem die Geburtenbeihilfe von 500 Mark für das erste Kind gezahlt und 1000 Mark für jedes weitere Kind (wurde später deutlich erhöht). Grundsätzlich war die medizinische Versorgung kostenlos, so auch Verhütungsmittel und der Schwangerschaftsabbruch (Fristenregelung). Übrigens, legalisierte die DDR 1972 als erstes Land in der Welt den Schwangerschaftsabbruch, um schwere gesundheitliche Folgen zu vermeiden, da bisher zirka 80 Frauen (pro Jahr) an einer illegalen Abtreibung gestorben sind.

Mangelwirtschaft und deren Folgen: Neben der wirtschaftlichen Handelskrise verschlangen die Sozialmaßnahmen viel Geld. Die Staatsführung nahm daher Kredite auf und verschuldete sich u.a. bei der Bundesrepublik. Innerhalb von 1970 bis 1989 stieg die Schuldenlast von 2 auf 49 Milliarden Valuta Mark an. Im Bestreben die Talfahrt zu stoppen wurde das Netz von Intershops ausgebaut. Die Maßnahme zielte nun weniger auf die BRD-Touristen, sondern auf die eigenen Bürger, die durch Verwandte oder Besucher über die D-Mark Währung verfügten. Bisher durften die Bürger der DDR dort nicht einkaufen, doch der Staat wollte ihnen das Geld aus der Tasche locken. Zunächst erfand man die Forum-Checks. Der DDR Bürger sollte sein BRD-Geld in der Staatsbank umtauschen und konnte dann legal mit Forumwertscheinen im Intershop einkaufen. Der Haken daran war, dass man beispielsweise für einen Wertschein von 20 Mark kein Rückgeld bekam. Trotzdem viele versuchten mit Kaugummi oder Bonbons den Wert auszuschöpfen, blieben immer ein paar Pfennige Verlust. Die Pfennige summierten sich natürlich in der Masse. Die Bürger waren darüber empört, aber noch aufgebrachter waren jene, die über kein Westgeld verfügten. Für jene wurden Delikatläden eingerichtet, in denen es einige westliche Produkte zu kaufen gab. Die Bereitschaft der Bevölkerung für jene Artikel ihr Geld auszugeben, verführte den Staat dazu beliebte nationale Produkte dort aufzunehmen. Das bedeute, dass manche begehrte Produkte aus der Kaufhalle (Supermarkt) verschwanden. Das Einkaufen wurde zum Martyrium, weil der schäbige Rest übrig blieb. Rotkäppchen Sekt, Salami, Spreewaldgurken und Rinderrollladen wechselten von den Kaufhallen zum Delikat-Laden. Erst nach großen Protesten richteten die Kaufhallen eine externe Delikat-Ecke ein. Für Missstimmung sorgten auch die Exquisit-Läden, wo es überteuerte modische Waren gab (z. B. Kleidung, Lederwaren). Wer jedoch den unmodischen Einheitslook der eigentlichen Kaufhäuser entgehen wollte, musste eben tief in die Tasche greifen. Ein weiteres profitables Geschäft für den Staat war der Geschenkedienst GENEX. Über Westverwandte oder Eigenkapital (D-Mark) konnten hier Westprodukte gekauft werden (wie Fernsehgeräte und Autos).
Die Devisengier führte dazu, dass westliche Touristen bevorzugt wurden und für sie immer ein kontingent reserviert wurde (Restaurants, Opernhäuser, Theater). In manchen Restaurants oder Hotels kam ein DDR-Bürger erst gar nicht hinein (angeblich reserviert oder besetzt). Neben diesen Ärgernissen entbrannte beim DDR-Bürger die Wut darüber, ständig auf der Jagd nach beliebten Artikeln zu sein oder unverschämte Preise über den Schwarzmarkthandel zu bezahlen.
Es nervte auch das Schlangestehen für Nektarinen oder gar für eine LP eines westlichen Popstars. Immer wenn durch Hörens-Sagen eine Belieferung von raren Produkten anstand, nahmen sich viele Arbeitnehmer eine verlängerte Frühstückspause, um beispielweise Bananen, Räucheraal, Zement oder Fliesen zu bekommen. Die meisten Betriebsleiter tolerierten das notgedrungen. Das Problem war jedoch, dass sich lange Warteschlangen vor den Geschäften bildeten, sodass mehrere Stunden vergehen konnten, ehe man am Ladentisch dran war. Stets war ein Hoffen und Bangen der Begleiter, um nicht vergeblich angestanden zu haben. Und in den eigenen vier Wänden lauerte häufig das nächste Unbehagen.Die Wohnungen waren oft in einem stark reparaturbedürftigen Zustand, aber es fehlten den Wohnungsbaugesellschaften die nötigen Gelder oder die entsprechenden Handwerker waren an Großbaustellen gebunden. Dazu kam, dass die Materialien die zur Reparatur oder zur Erneuerung gedacht waren, von minderer Qualität waren. Häufig wurde improvisiert, aber alles in allem waren die Wohnbedingungen mitunter katastrophal.

Freizeit: Gegeben durch die Alltagsprobleme suchte sich der Bürger ein Ventil. Es wurde viel gefeiert, Ausflugsgasstätten waren überfüllt, Tanzveranstaltungen stark besucht und auf diversen Volksfesten wurde sich ausgelassen amüsiert. Dadurch bedingt war der Umsatz an Bier und Schnapps enorm. In den eigenen vier Wänden wurde das Fernsehen zum beliebten Freizeitmedium. Doch ein Farbfernseher war mit 5.000 Mark vielen zu teuer. Die begehrte Automarke Trabant (Volksauto) kostete inzwischen 10.000 Mark (bei Extras) und die Wartezeit erhöhte sich auf 10 Jahre. Den Luxuswagen Wartburg erhielt man deutlich eher, kostete jedoch um die 18.000 Mark. Ähnlich teuer waren der tschechische Skoda und der rumänische Dacia. Zu den polnischen Produkten Polski Fiat und Saporoshez hatte der Bürger dagegen kein Vertrauen („Rostlauben“). Wesentlich günstiger waren die Mopeds (um 1.500 Mark) und zum beliebtesten gehörte der Typ Schwalbe und der S 50
Die Regierung schuf Grundstücksanlagen für die Bevölkerung als Ersatzkleingärten (Datsche, Schrebergarten). Mit jenen Kleingärtenkolonien verfolgte der Staat zwei Ziele. Einerseits sollte es dem Bürger als Naherholungsort dienen, anderseits gab es die Vereinsauflage Obst und Gemüse anzubauen. Es galt Überschüsse zu erzielen, die aufgekauft wurden und helfen sollten insgesamt das Nahrungsangebot zu verbessern. Zahlreiche Bürger aber wollten raus aus ihrer Umgebung und strebten eine Urlaubsreise an. Gewerkschaftsmitglieder (FDGB) konnten weiterhin kostengünstige Urlaubsplätze über ihre Betriebe erhalten. Inzwischen wurden Dreiviertel aller Urlaubsplätze in der DDR über den FDGB vermittelt, zumal ein privater Urlaub wesentlich teurer gewesen wäre. Einer steigenden Beliebtheit erfreute sich das Camping, ein Hauch von Natürlichkeit und Freiheit, mit geringen Kosten.
Für Kinder und Jugendliche gab es Zeltlager mit einer organisierten Freizeit, die selbstver-ständlich ideologisch geprägt war. Reisen ins Ausland waren weiterhin nur innerhalb der Warschauer Paktstaaten möglich. Eine Reise in die Bundesrepublik war nur Privilegierten (Sportler, Künstler, Funktionäre) vorbehalten und Rentnern, die ihre Verwandten besuchen durften. Theoretisch durften alle einen Reiseantrag stellen, die einen nahen Verwandten in der BRD hatte. Praktisch wurden jedoch die Meisten abgelehnt, wenn die Fluchtgefahr zu hoch war und die Arbeitskraft für die DDR zu wertvoll war (Ärzte, Ingenieure, Professoren).

Ideologischer Drill: Grundlegendes Ziel der sozialistischen Ideologie war die Erziehung des Menschen zu einer bewussten und verantwortungsvollen Persönlichkeit, die sich uneigen-nützig solidarisch zu seinem Umfeld verhält und seine egoistischen Triebe im Zaum hält. Demzufolge versteht sich die kommunistische Partei als Wegbereiter in eine klassenlose Gesellschaft und muss auf dem Weg dahin, mit diktatorischen Mitteln die Menschheit vor den Gefahren niederer Begehrlichkeiten bewahren. In dem Sinne wurden der Gesellschaft ideelle Richtlinien vorgegeben und eine entsprechende Erziehung begann bereits im Kleinkindstadium. Hort und Kindergarten sollten den Gemeinschaftssinn fördern. In der Grundschule ließen sich die Kinder mit stolz als Junge Pioniere uniformieren und wurden angespornt in ihrer Umgebung und für die Gesellschaft aktiv zu sein (z. B.: alten Menschen helfen, Altstoffe sammeln). Später als jugendliche FDJ-Mitglieder sollten sie sich gesellschaftspolitisch einbringen und in den staatlichen Organisationen engagiert mitwirken.
Die sportlich orientierte Organisation Gesellschaft für Sport und Technik (GST) wurde dabei zur „freiwilligen Pflicht“ und war eine getarnte paramilitärische Ausbildung. Der eingeführte Wehrkunde-Unterricht wurde zum direkten Schulfach, in der die Jugend bewusst ideologisch gedrillt wurde. Die Eltern von Kindern und Jugendliche hatten praktisch keine Wahl ihre Kinder vor dem Werdegang zu bewahren. Im Prinzip gab es keine Opposition und deshalb wurde die Kirche zum Ort für Andersdenkende. Der Staat reagiert entsprechend und benachteiligt jene mit einer religiösen Bindung. Es wurde von einem jugendlichen Erwachsenen erwartet, dass er SED-Mitglied wurde oder sonst einer staatlichen Organisation angehörte. War das nicht der Fall, waren bestimmte berufliche Lauf-bahnen nicht möglich. Ebenso wurde von jungen Männern für ein Studium ein 3-jähriger Wehrdienst erwartet. Gemäß dem demokratischen Zeitgeist stieg die Zahl derer, die mit dem Regime unzufrieden waren, zumal die Regierung wieder in stalinistischen Kurs betrieb.
Kritiker wurden verstärkt zu Staatsfeinden erklärt, auch wenn sie lediglich demokratische Reformen einklagten. Das Problem war aber, dass in einer sozialistischen Ideologie keine Opposition vorgesehen war und erst recht keine demokratische Wahl. Das Risiko war viel zu groß, dass eine andere Partei den sozialistischen Kurs beenden könnte und die Gesellschaft in den vermeintlichen Abgrund führen könnte. Zu unterstreichen ist, dass die DDR einer der wenigen sozialistischen Staaten war, wo in der Volkskammer (Parlament) andere Parteien vertreten waren. In der Realität waren aber die CDU, LDPD und NDPD Marionetten des SED-Regimes. Als Oppositionspartei hätten sie den sozialistischen Kurs sicherlich weiter geführt, aber das Risiko war der SED zu hoch, dass jene Parteien doch einen Kurswechsel vornehmen könnten. Zudem konnte die SED, bei den wenigen freien Wahlen vor der Staatsgründung, nur mit Unregelmäßigkeiten gewinnen. Seit jener Zeit hatte sich das Klima zwischen SED und Volk kaum verbessert, - im Gegenteil. Es bestand also stets die Gefahr, dass innerhalb der anderen Parteien Reformer ihre Chance witterten und die SED bei freien Wahlen verlieren könnte. Weiterhin hatte die SED den Eindruck, dass gegebene Freiheiten deutlich die Staatskritik verschärften und damit eine starke Opposition förderten.
In Anbetracht der wirtschaftlichen Lage wollte die Regierung innere Spannungen vermeiden. Trotz sozialem Entgegenkommen wurden die Probleme nicht weniger und die Regierung stand mehr mit dem Rücken zur Wand. Statt Demokratie zu wagen, grenzten sie die Meinungsfreiheit ein und verstärkte die Stasiaktivitäten. Es galt, Gefahren im Vorfeld auszuschalten. Zu dem Zweck wurden Bürger für die Bespitzlung angeworben oder unter Druck gesetzt für die Stasi zu arbeiten. Auf 100 Bürger kam ein Inoffizieller Mitarbeiter (IM) und nicht erfasst sind Informelle Mitarbeiter, von denen die meisten nicht wussten, dass sie ausgehorcht worden sind. Nach der Aktendurchsicht nach dem Mauerfall (1990) standen 1989 mindestens 91.000 hauptamtliche und 173.000 Inoffizielle Mitarbeiter im Dienst der Staatssicherheit. Die Dunkelziffer lag wahrscheinlich deutlich höher, aus verschiedenen Gründen (z.B.: Aktenvernichtung) und lag schätzungsweise bei einer Million, die Handlanger für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) waren. Nachfolgend soll es speziell um die Oppositionsbewegung in der DDR gehen.    

5. Bürgerrechtsbewegung in der DDR

In der sozialistischen Ideologie war keine Opposition vorgesehen, da nur innerhalb der kommunistischen Partei alle Probleme gelöst werden sollten. Bedingt durch den Führungsauftrag, das Volk zum Kommunismus (Idealziel) zu leiten, sah die kommunistische Partei ihren alleinigen Machtanspruch als Selbstverständlichkeit an. Jede Gegenbewegung wurde deshalb als staatsfeindlich betrachtet und bekämpft. In der Realität zeigte sich aber, dass selbst innerhalb der kommunistischen Partei Kritiker und Reformer an einer selbstgefälligen Machtclique scheiterten, und häufig aus der Partei ausgeschlossen wurden. Als Gegenpol zur staatlichen Macht stand eigentlich nur die Kirche und war deshalb den Kommunisten ein Dorn im Auge. Obwohl sich die Kirche aus politischen Dingen heraushalten wollte, wurde sie vom Volk zum oppositionellen Ort gemacht. Historisch bedingt und in jeder kommunistischen Diktatur typisch, waren die Aktivitäten der Staatssicherheit.
Im Zuge einer sich verändernden Welt und wirtschaftspolitischen Zielen änderte sich Anfang der 70er Jahre der Kurs. Mit Erich Honecker stieg der Lebensstandard, verbesserten sich die Beziehungen zur BRD und die Funktionäre schienen offen für kritische Töne zu sein. Bei den Weltfestspielen 1973 zeigte sich das Land seinen internationalen Gästen aufgeschlossen und modern. In der Unterhaltungssendung Ein Kessel Buntes durften die Drei Dialektiker satirisch Dinge sagen, die man zuvor nur zu denken wagte. Besonders die Kulturszene und die Medien (Zeitung, Radio) genossen die neuen Freiheiten. Doch einiges ging der Staatsführung zu weit.
Auffälligerweise wurden nach den Weltfestspielen der Regierungskurs wieder autoritärer und legte den Verdacht nahe, dass demokratische Freiheiten inszeniert worden sind. Allerdings sprach vieles dafür, dass die SED-Führung von der ausufernden Kritik überfordert war. Es gab nun mal keinen sozialistischen Staat in dem es eine demokratische Grundbasis (Freie Wahlen, Meinungsfreiheit, Opposition) gab. Und in der geschichtlichen Interpretation der Unruhen in Ungarn (1956), Polen (1956) und Tschechoslowakei (1968) war letztendlich stets die Macht der kommunistischen Partei gefährdet und ein Ende des Sozialismus drohte. Wegen jenem Grundverständnis wagte die SED-Führung keine unkalkulierbaren Risiken. Angesichts einer zunehmenden Wirtschaftskrise konnte die Staatsmacht auch keine innenpolitischen Probleme gebrauchen und fiel zurück in stalinistische (bewährte) Strukturen.
Es galt alles zu unterbinden, dass in eine Volksbewegung oder in Opposition ausarten konnte. Die Rockgruppe Klaus Renft Combo ist so ein populärer Vertreter, die 1975 die Staatsmacht zu spüren bekamen. Die Rockballade über den kleinen Otto wurde von den Funktionären verboten, weil sie die Geschichte eines Republikflüchtigen erzählte und das Thema in der DDR ein Tabu war. In Konfrontation und auf ihre Popularität bauend, hielt sich die Band nicht an das Verbot und schlug Verwarnungen in den Wind. Als die Band erneut versucht das Verbot zu umgehen und nur den Liedtext vorlas, hatten sie den Bogen überspannt. Ihnen wurde die Auftrittslizenz entzogen, dass praktisch einem Verbot entsprach und sich die Band auflösen musste. Der Fall Renft zeigte jedoch, dass die Regierung schon darauf bedacht war, international das Gesicht zu waren. In den 60er Jahren hätte man die Band sofort aufgelöst und die Mitglieder verhaftet.
Aber im Rahmen der KSZE Verhandlungen in Finnland ging es unter anderem um die Wahrung der Menschenrechte. 1976 unterzeichnete auch die DDR die Schlussakte von Helsinki und in deren Folge wurde das Ausreisegesetz beschlossen.
Jeder DDR Bürger konnte legal einen Ausreiseantrag stellen und die DDR verlassen, theoretisch. In der Praxis entledigte sich die DDR gern den oppositionellen Kräften, aber Normalbürger hatten mit einer Reihe psychischer Schikanen zu rechnen. Wer einen Ausreiseantrag stellte, verlor sofort seine Arbeit und bis zur Antragsbewilligung konnte es mehrere Monate dauern. Zuvor setzen zermürbende Gespräche ein und häufig wurde ein psychiatrisches und kriminologisches Gutachten erstellt. Mitunter landeten Ausreisewillige in der Psychiatrie oder im Knast, wegen einer angeblichen Straftat. Zudem waren die Aktivitäten der Stasi stets präsent und außerdem wurden Freunde sowie nahe Angehörigen massiv unter Druck gesetzt, und sollten den Antragsteller zum Umdenken bewegen. Wurde ein Antrag genehmigt, musste man innerhalb von 24 Stunden das Land verlassen, aber sollte sich zuvor bei den Behörden abmelden. Dieser Spießrutenlauf war häufig sehr zeitintensiv, weil die Behörden ihn extra lange warten ließen und folglich wurde die Zeit für den Ausreisenden knapp. Wer die Ausreise schaffte, verlor für immer die Staats-bürgerschaft, wurde zur unerwünschten Person erklärt und durfte deshalb nicht mehr als Besucher (Bundesbürger) einreisen. Bei der Ausreise waren dem Ausreisenden nur Handge-päck und etwas Geld erlaubt und jegliches weitere Eigentum ging an den Staat über. Eine hohe Zahl von Ausreisewilligen, nahm wegen der Tortur ihren Antrag zurück und jene, die es in die Bundesrepublik schafften, hatten meistens mit psychischen Folgeerkrankungen zu kämpfen. Dagegen wurde den unbequemen Personen die Ausreise förmlich aufgedrängt, da ihnen anderenfalls Konsequenzen (Haftstrafen) angedroht wurden.
Trotz Stasi und Abschiebung nahmen die kritischen Töne besonders in der Kulturszene zu. Um ein Exempel zu statuieren, suchten sich die Funktionäre Wolf Biermann aus. Der gebürtige Hamburger war 1953 in die DDR übergesiedelt und galt zunächst als ein engagierter Sozialist. Doch zunehmend kritisierte er den Arbeiter- und Bauernstaat und tat das besonders auf seinen Gastspielreisen durch die BRD. Schließlich wurde er mit einem 11-jährigen Auftrittsverbot belegt.
Wolf Biermann durfte erst 1976 wieder öffentlich in der DDR auftreten und man erlaubte ihm eine Gastspielreise in die BRD. Im Nachhinein sah 
alles nach einer geplanten Aktion aus, denn natürlich sang der Liedermacher kritische Lieder, worauf die DDR-Funktionäre gewartet hatten. Wegen staatsfeindlichen Textpassagen verfügte die Regierung seine Ausbürgerung, er durfte also nicht mehr in die DDR zurückkehren. Statt, wie erhofft, sollten damit auch die aufkeimenden kritischen Stimmen in der eigenen Kulturszene zum Verstummen gebracht werden. Doch unerwartet verfasste der Schriftsteller Stephan Hermlin einem öffentlichen Brief und bat sekundär um ein Überdenken in der Ausbürgerung von Biermann. Es fanden sich zahlreiche Unterzeichner des Briefes, die vorrangig ihren Protest gegen die zensierte Meinungsfreiheit kundtun wollten und verwiesen dabei auf die Worte von Karl Marx, wonach sinngemäß das gesprochene Wort mit dem Sein der Person bewertet werden sollte und somit kritische Worte im Dialog wegweisend sein können. Ausdrücklich unterstrichen die Unterschreibenden ihr Bekenntnis zum Sozialismus, nur sollte der künstlerische Freiraum nicht diktiert werden, sondern sollte der Kultur den Platz einräumen, sich mit der sozialistischen Idee umfassend auseinandersetzen zu können.
Populäre Schriftsteller, wie Christa Wolf, Sarah Kirsch, Stefan Heym, Volker Braun, Franz Fühmann, Rolf Schneider, Jurek Becker, Erich Arendt und Heiner Müller unterschrieben als Erste den Brief. Mehr als 100 weitere Künstler folgten, darunter die Schauspielerin Jutta Hofmann und Angelika Domröse, Schauspieler und TV-Liebling Manfred Krug, Ulknudel Nina Hagen, Liedermacherin Bettina Wegner und die weltbekannte Gisela May
Der Brief vom 17. November 1976 wurde in der DDR natürlich nicht veröffentlicht, aber lag einer französischen Presseagentur vor und zwang die SED-Führung zum reagieren. Die Staatsführung behielt die Ausbürgerung Biermanns aufrecht und begründete es mit ihren Zensurkurs zur Abwehr von Denkweisen, die der sozialistischen Ideologie schaden könnten. Wie erwartet, ließen sich die Meisten mit Drohungen oder lukrativen Angeboten wieder in die Spur bringen. Andere stellten einen Ausreiseantrag oder kehrten von Auslandsgastspielen nicht wieder zurück. Aufgrund dessen verlor die DDR viele bekannte Künstler, unter ihnen Manfred Krug, Nina Hagen, Armin Mueller Stahl, Katherina Talbach, Stefan Heym, Holger Biege und Veronika Fischer.
Daraus resultierte eine trügerische Ruhe für die SED-Regierung, denn zum Problem wurden jene, die geläutert taten, aber im Land blieben und handeln wollten und sich insgeheim zur Bürgerbewegung organisierten. Mit Kontakten über die BRD-Medien übten sie Systemkritik und informierten die DDR-Bürger über ein selbstgerechtes diktatorisches Regime. Zunehmend organisierten sich Künstler über die evangelische Kirche. Die Kirche in der DDR hatte einen Sonderstatus, was auch den Rahmen von Veranstaltungen betraf. Engagierte Pfarrer ermöglichten jene Künstler in den Kirchen aufzutreten, denen auf staatlichen Bühnen Auftrittsmöglichkeiten verwehrten wurden. Somit gab die Liedermacherin Bettina Wegner, mit großem Erfolgihre Konzerte in der Berliner Samariterkirche. Obwohl der Vorstand der EKD seine seelsorgerische Pflicht betonte und sich gegen jegliche politischen Aktivitäten verwartete, war in der Diskussion darüber kein klarer Trennstrich möglich. Engagierte Pfarrer verwiesen auf die seelsorgerische Verantwortung gegenüber politisch Ausgegrenzter. Natürlich standen deswegen einzelne Kirchen im Fadenkreuz der Staatssicherheit. Zahlreiche Verhaftungen oder willkürliche Maßnahmen konnten aber nicht verhindern, dass eine Bürgerrechtsbewegung heranwuchs, die sich zunächst lokal bildete und schließlich regional zusammenarbeitete. Speziell in Berlin bildete sich in der Verschmelzung zwischen den Gruppierungen der Kulturszene und der Kirche eine stabile Bewegung, die sich über Westberlin publizieren konnte.
Der Grundgedanke der Bewegung sah ein Abdanken der Regierung vor, verbunden mit einer demokratischen Reformierung der sozialistischen Idee. Die Meinungsfreiheit und Freie Wahlen galten als Kernpunkte für eine wirkliche Deutsche Demokratische Republik. Das hieß, grundsätzlich sollte das sozialistische System und der Staat DDR erhalten bleiben.

 


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