04. Sport, Kultur, Technik

Fernsehen, Kino, Technik und Sport 

1. Kino und Fernsehen
2. Technik und Medien
3. Sport in Deutschland

Kino und Fernsehen in  Deutschlands

In Deutschland veränderte sich das Kulturbedürfnis zugunsten des Fernsehers. Traf man sich in den 60er Jahren noch häufiger auf Tanzveranstaltungen, Volksfesten und Gaststätten, so blieb der Bürger jetzt lieber in seinen vier Wänden. Ebenso ließ das Interesse für das Kino, das Theater und andere Kulturveranstaltungen nach, da das Fernsehen den Zuschauer mit seinem vielseitigen Angebot lockte (zumindest in der BRD). Verstärkt nutzte die Jugend das Kino oder die Tanzveranstaltungen (Disco), um  unter sich zu sein, fern vom Elternhaus. In der kulturellen Ausrichtung, dem gesellschaftlichen Zweck, unterschieden sich die deutschen Staaten. Die DDR Funktionäre versuchten dem Volk die schöngeistige Kultur einzuimpfen und über die Kultur den Menschen zum bewussten sozialistischen Bürger zu erziehen. In der BRD wurde ein breites Angebot von Kultur gefördert, aber primär unterlag die Kultur den marktwirtschaftlichen Interessen. 

Wesen der DDR-Kultur: Die Erziehung zum bewussten und verantwortungsvollen Bürger stand in der sozialistischen Ideologie im Mittelpunkt. Als Vorbereitung zu einer klassenlosen Gesellschaft (Kommunismus) und sollten negative Impulse (Egoismus, Triebhaftigkeit) auf den Menschen ausgemerzt werden. Mit niedrigen Eintrittspreisen lockten die Kulturbosse den Bürger in Kunstgalerien, Opernhäuser, Konzertsäle, Theatern oder Museen. In Betrieben wurde ein Kulturfond eingerichtet und Betriebsausflüge sollten in die Kulturtempel führen. Über die Schule wurden die Kinder mit der schöngeistigen Kultur (Klassik) konfrontiert.
Die seichte Unterhaltung, mit Schlagern, westliche Popmusik, Filmkomödien oder Profi-Sport (Fußball) waren dagegen verpönt. Das SED-Regime musste aber einsehen, dass sie mit ihrem Kulturzwang das Gegenteil erreichten. Die Bürger befriedigten über die BRD-Medien ihre Gier nach Musik, Show, Spannung, Nervenkitzel und Erotik. Die Kulturbosse machten entsprechende Zugeständnisse, blieben aber ihrer grundsätzlichen Linie treu.

Wesen der BRD-Kultur: Über das Kulturministerium wurde festgelegt welche Facetten der Kunst und Kultur unterstützt und gefördert werden sollten. Der Kultur-Fond sah sich dabei in der Pflicht eines Bildungsauftrages, um den Bundesbürger schöngeistige Kultur anzubieten und vermitteln zu können. Demgegenüber lockerten sich Beschränkungen für den Markt, für die in der Bevölkerung (Sex, Musik, Film) ein hohes Interesse bestand. Im Sinne der freiheitlich demokratischen Ordnung wurde mit manchen Tabus gebrochen und die Politik gab den Weg für profitable Geschäfte frei. Speziell das Vermarkten der Popmusik (Platten, Starkult, Mode), dem professionellen Fußballsport oder das Zulassen von Bordells, brachten dem Staat enorme Steuereinnahmen. Der Bürger konnte letztendlich entscheiden, welches Kulturangebot er nutzen wollte und natürlich ließ sich die Mehrheit von der seichten Kultur fangen.

Kunst & klassische Kultur: Im Gegensatz zur DDR waren Kulturtempel in der BRD ein Privileg der Reichen und Prominenten. Neben den teuren Eintrittspreisen, schreckte den Bürger die gewünschte Kleiderordnung ab. Für die Privilegierten wurden die Opernhäuser und die Konzerthallen zum Schaulaufen des Reichtums in Frack bzw. Designerkleid. Der Zutritt in unangemessener Kleidung war in angesagten Kultureinrichtungen praktisch unmöglich.
Westberliner nutzten daher das Angebot in Ostberlin, die kleidungstechnisch liberaler und zudem die Eintrittspreise geringer waren. Allerdings gab es in der Bundesrepublik auch Bühnen, die kein finanzstarkes Publikum anlockten und deshalb ums Überleben kämpften. Sie waren auf ein einfaches Publikum angewiesen, doch dazu mussten sie ihr Interesse wecken. Im Gegensatz zur DDR (Kulturerziehung) war die klassische Kultur in der BRD kein Zuschauermagnet.
Bühnen mit schwacher Publikumsresonanz versuchten das Interesse mit Neuinszenierungen zu wecken. Häufig verschandelten sie, mit modernen Inszenierungen, ein klassisches Original bis zur Unkenntlichkeit. Durch die Kunstepoche des Surrealismus wurden dabei groteske und absurde Wege gegangen und nicht selten präsentierten sich die Darsteller nackt, mitunter sogar pornografisch. Das entfachte wenigstens einen Medienskandal, wodurch die Zahl der Neugierigen anstieg, aber dem Veranstalter nur kurzzeitige Gewinne einbrachten. Die Mehrheit der Bürger lehnte die klassische Kultur ab und erst recht den surrealistischen Trend. Speziell für Bilder und Skulpturen hatte der Normalbürger lediglich Hohn und Spott übrig, zumal sich die Medien ebenso über die hochgelobten Künstler lustig machten.Ingrid Steeger

Sex in Kino und TV: Mit der sexuellen Revolution kamen Ende der 60er Jahre, die so genannten Aufklärungsfilme in die Kinos der Bundesrepublik. Unter dem Vorwand der sexuellen Aufklärung wurde Sex legalisiert, zumal den männlichen Zuschauer nur die nackten Darstellerinnen interessierten. Es folgte, getarnt als Dokumentationen, der Krankenschwestern-, Schul-mädchen- oder Hausfrauenreport. Schließlich waren erotische Komödien erlaubt, bei denen die sexuellen Darstellungen zunahmen. Als bayrische Lederhosengeschichten bekannt, flimmerten nun zahlreiche Sexfilme in den Kinos. Durch ähnliche Filme wurde Ingrid Steeger (Bild) bekannt, doch über die TV-Nonsensshow „Klimbim“ (1973) wurde sie zur Sexikone. Als blondes Dummerchen wurde sie zur Kultfigur („da mach ich mir ein Schlitz ins Kleid und find’ es wunderbar“) und begeisterte ein Millionenpublikum.
Der Gipfel der Akzeptanz wurde mit dem Film „Letzter Tango in Paris“ erreicht. Der Bertolucci Film mit Marlon Brando und Maria Schneider gab sich als Beziehungsdrama und zeigte eindeutig pornografische Szenen. Die massive Kritik von Moralwächtern führte zumindest dazu, dass Filme mit pornografischem Inhalt, nur noch in speziellen Sexkinos gezeigt werden duften.
In den Medien der DDR zeigten sich die Funktionäre gegenüber einer ästhetischen Sexualität im Film aufgeschlossen. Sex sollte jedoch nur im Rahmen einer Liebesproblematik als Stilmittel eingesetzt wurde. Verboten waren aber pornografische Filme, die vordergründig Frauen zum Lustobjekt degradierten. Besonders beliebt waren die freizügigen französischen Filme, die in ihren Beziehungsdramen die Erotik einsetzten. Dem Beispiel folgend, entstand bei der DEFA „Die Legende von Paul und Paula“, einem gelungenen Mix aus stillem Humor, Popmusik, Drama und Sexualität.

Humorvolle Kinohits: In der DDR wurden nur wenige Filme aus westlichen Staaten gezeigt und die sollten eine politische Aussage enthalten. Eine Ausnahme machte die DDR bei den französischen Filmen, aufgrund der engen Kulturbeziehungen miteinander. Speziell Jean Paul Belmondo wurde mit seinen Actionkomödien zum Leinwandstar der DDR und ebenso begeisterte Louis de’Funés mit seinen Klamaukfilmen ein breites Publikum.
In der Bundesrepublik gab es ein größeres Angebot an Filmen und es domminierten die zahlreichen amerikanischen Filme in den Kinos. Diese Konkurrenz minderte häufig den Erfolg anderer internationaler und nationaler Produktionen. Der dänische Ganovenklamauk „Die Olsenbande“, war in der BRD kein Erfolg, aber in der DDR erlangte die Serie, dank der originellen DEFA-Synchronisation, einen absoluten Kultstatus.
In der BRD konnten aber wenigstens die Italowestern die US-Dominanz durchbrechen. Die Filme mit Bud Spencer und Terence Hill wurden zu den absoluten Dauerbrenner. In der DDR wurde der Prügelhumor anfangs nicht gezeigt, da die Funktionäre bedenken hatten, weil neben dem Humor die Gewalt verherrlicht wurde.

Weitere Highlights des DDR-Kinos: Die Funktionäre achteten bei der Zulassung der Kinofilmen auf eine ideologische Aussage und darauf, dass die Filme keine niederen Gelüste nährten. Außerdem waren sie bestrebt dem westlichen Trend etwas dagegenzusetzen. Als Alternative zu den beliebten Westernfilmen ließ die DDR die Produktion von Indianerfilmen zu. In den US-Western wurden die Indianer meistens als blutrünstige Barbaren dargestellt. Die Indianerfilme dagegen klagten die brutale Indianerpolitik der USA an. Chefindianer Gojko Mitic (YUG // Bild) wurde zum Star und die Filme bemühten sich die Kultur der amerikanischen Ureinwohner realistisch darzustellen. 
Von den wenigen US-Filmen gelangte „Blutige Erdbeeren“ in die Kinos, die das überzogene Vorgehen der US-Nationalgarde gegenüber einer Universitätsbesetzung durch Studenten dokumentierten. Ebenso erfolgreich lief der britischen Film „Privileg“, der eine Studie über den Aufstieg und Fall eines Rockstars war. Obwohl beiden Filme von den Jugendlichen als durchschnittlich bewertet wurden, begeisterte sie die Musik im Film.
International fanden beide Filme kaum Resonanz. Hierzulande wurde der Schlagerfilm „Nicht schummeln Liebling“ zum Kinohit, wurde aber nicht so populär wie „Heißer Sommer“. Die wenigen Unterhaltungsfilme wurde in der DDR schnell zu Dauerbrennern, da ansonsten das DDR-Kino sein Publikum mit ideologisch geprägten Arbeiter - und Historienfilme (2. Weltkrieg) nervte. Interessant waren jedoch die klassischen Literaturverfilmungen, allerdings mit mäßigem Echo.
Zum wirklichen Kinomagnet wurden die Kinder- und Märchenfilme. Mit viel Liebe wurden Märchen produziert, die beim genaueren Hinschauen viele reale Bezüge aufwiesen und versteckt gesellschaftskritische Töne enthielten. Die Motivation der Regisseure, die Gegen-wart in Märchen zu projizieren, machte jene Filme so einzigartig und waren deshalb nicht nur bei Kindern beliebt.

Trends im BRD-Kino: Von dem vielfältigen Kino-Angebot sollen hier nur einige Filmhits und Trends erwähnt werden, zumal in der Jahresauswertung die Kinohits aufgelistet sind. Im Trend ganz oben standen Komödien und der Klamauk, sowie Sexfilme und Actionfilme. Zudem wurde das Genre Horrorfilm sehr beliebt. In den Gruselschockern standen Vampire (speziell Graf Dracula), Frankenstein und Werwölfe („Mister Jekyll und Mister Hyde“) im Mittelpunkt. Besonders „Die Fliege“ schockte den Zuschauer, wo ein Wissenschaftler durch ein misslungenes Experiment zur Fliege mutierte. Immer wieder ein Hit, war die Actionreihe um James Bond, als Agent 007. Diverse amerikanische Filme überschwemmten das Kino mit Kriegsfilmen, Historienspektakel und Abenteuerfilmen. Ebenfalls war die Beliebtheit von Western ungebrochen. Internationale Filme dominierten im Kino und deutsche Filme waren meistens als Komödien und Slapstickfilme, gepaart mit Sex, ein Erfolg. 
Anspruchsvollere Filme hatten in den Kinos einen schweren Stand. Regisseure, wie Volker Schlöndorf, Reiner Werner Faßbinder und Michael Fengler, die mit surrealen Mitteln den Kunstfilm schufen, erhielten zwar mehrfache Auszeichnungen, aber die Kinozuschauer brachten den Filmen wenig Interesse entgegen. Eine Gradwanderung gelang mit den politisch gefärbten Dramen des Johannes Mario Simmel, wie  „Liebe ist nur ein Wort“, „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ und „Der Stoff aus dem die Träume sind“. Abschließend wäre noch die Musicalverfilmung „Jesus Christ Superstar“ zu erwähnen, mit der Andrew Llyod Weber die katholische Kirche verärgerte und den Film als Gotteslästerung betrachtete.

Fernsehzeiten: In der Woche zwischen Montag und Freitag strahlte das DDR-Fernsehen von 8-10 Uhr, Sendungen für die Schule aus (z. B. „English For You“) und wiederholte ab 10 Uhr das Programm des Vorabends für Schichtarbeiter. Die ARD und das ZDF folgten dem Bei-spiel und richteten ein Vormittagsprogramm ab 10 Uhr ein. Zwischen 13 und 16 Uhr wurde ein Testbild gesendet und ermöglichte das genaue Ausrichten der TV-Antenne für einen besseren Empfang. Der Nachmittag war den Kinder- und Jugendsendungen vorbehalten. Ab 18 Uhr sendete die ARD seine Regionalprogramme, bevor das eigentliche Abendprogramm bis etwa 22 Uhr folgte. Die ARD begann ihr Abendprogramm mit der „Tagesschau“ um 20 Uhr und das DFF1 brachte seine „Aktuelle Kamera“ bereits zwischen 19.30 - 20 Uhr. Am Wochenende wurde ein durchgehendes Programm ab 10 Uhr gesendet bis 22 Uhr und Samstag sogar bis Mitternacht. Das ZDF und DFF 2 starteten ihren Sendebetrieb zunächst um 19 Uhr, bevor sie ab 18 Uhr sendeten. Die meisten 3. Programme (Regionalprogramme) starteten um 18 Uhr mit der „Sesamstraße“.

Vorabendsendungen im Fernsehen: Zwischen 18 und 20 Uhr (Mo-Fr) strahlten die ARD das Regionalprogramm aus. Im Berliner Raum gehörten zu den Standards zwei Kurzfilme (Dauer etwa 20 - 30 Min.), Werbung, Sandmännchen und die „Abendschau“, mit Informativem rund um Berlin. Die Kurzfilme waren stets ein Zuschauermagnet, sodass auch das ZDF Kurzfilmserien ausstrahlte. Beliebt waren Stummfilmklassiker (Slapstick mit Dick und Doof) und der US-Zeichentrickspaß mit „Bugs Bunny“ und später „Schweinchen Dick“. Mit großem Erfolg lief auch „Der rosaroten Panther“ und die Zeichentrickserie „Familie Feuerstein“. Die Hexe Samantha, die eine ganz normale Frau sein wollte verzauberte in „Verliebt in eine Hexe“ sein Publikum und die erfolgreiche deutsche Produktion „Der Bastian“ motivierte die TV-Sender dazu, weitere eigene Gegenwartsserien zu produzieren.
Speziell im ZDF erlangte das „Raumschiff Enterprise“, mit Mister Spock und Captain Kirk Kultstatus.
Das DDR-Fernsehen bot kein regionales Programm an und füllte die Zeit mit Kindersendungen oder Informationsmagazinen (z. B. „Du und dein Garten“).
Kurz vor 19 Uhr kam das beliebte Sandmännchen und bis zur „Aktuellen Kamera“, folgten „Tausend Tele Tipps“ (Werbung mit Kochrezepten und Zeichentrickeinlagen: „Arthur der Engel“, „Hase und Wolf“, „Lolek und Bolek“)

 ZDF-Kultsendungen um 19.30 Uhr: Einmal pro Monat gab es am Donnerstag die Spiel- http://www.google.de/url?source=imgres&ct=tbn&q=http://www.superketti.com/Anthologie/wumsingt%255B1%255D.jpg&sa=X&ved=0CAUQ8wdqFQoTCM3h8OKlksYCFQYTLAodsf8PRw&usg=AFQjCNEPrXt42q1ldDBs2aBu7A_Q6s1kfQund Schnellratesendung „Dalli Dalli“ (mit Hans Rosenthal) und die Quizshow „Der große Preis“ (zuvor „Drei mal Neun“), mit Wimm Toelke und dem Zeichentrickhund Wumm (Bild). Der Freitag gehörte dem Krimifans. Ebenfalls einmal im Monat (Samstags) versammelte sich die Fernsehgemeinde um die „ZDF Hitparade“ (Schlager) und mehr für die Jugend war die Popsendung „Disco“ gedacht. Probleme gab es allerdings mit den Fußballfans, weil zu dieser Zeit in der ARD noch die Sportschau lief. Später wurden die Sendungen auf einen Wochentag verlegt. Übrigens, bei der Jugendsendung „Disco“ nervte der Moderator Ilja Richter mit seinen musikalischen Sketchen und viel zu oft verliefen sich (vermutlich aus Kostengründen) Schlagersänger in die Popshow.

Abendprogramm BRD-Fernsehen: In der Woche war das Fernsehangebot eher trist. Das Fernsehen sendete Magazinjournale (Information, Politik, Wissen usw.). Zudem kamen oftmals langweilige Fernsehspiele, wobei das Familiendrama „Die Unverbesserlichen“ mit Inge Meysel und Joseph Offenbach zum Straßenfeger wurde. Inge Meysel wurde daraufhin liebvoll „Mutter der Nation“ genannt.
Am Dienstagabend strahlte die ARD die gewagte Nonsensshow „Klimbim“ aus, in der Ingrid Steeger neben der Slapstick sich mehrmals entkleidete. Die „Plattenküche“ mit Frank Zander baute ebenso auf Nackedeis, wobei der Fokus auf einem Mix aus Musik und Humor lag. Reine Musikcomedy präsentierte dagegen Gisela Schlüter in der „Zwischenmahlzeit“ und für die Kultsendung „Musik aus Studio B“ mit Chris Howland wurde das Ende eingeläutet. Der legendäre „Beatclub“ erreichte mit dem neuen Konzept nicht mehr die Jugend und wurde eingestellt. Alternativ wurde auf dem 3. Programm der „Musikladen“ gestartet und lies im kleineren Rahmen Künstler auftreten. Unter anderem wurde dadurch die Blödeltruppe Insterburg und Co. bundesweit bekannt.
Ein Dauerbrenner war und blieb die Quizsendung „Was bin ich?“ (das heitere Berufe raten), mit Robert Lempke. Die Krimifans mussten sich freitags bis 21.45 Uhr gedulden, bevor die Serienhighlights starteten. Doch zuvor kamen „Der Bericht aus Bonn“ und das Verkehrsmagazin „Der 7. Sinn“. Nach den letzten Folgen von „Auf der Flucht“, gab es im stetigen Wechsel andere Krimis zu sehen. Beliebt war die Agentenserie „Cobra übernehmen Sie“, sowie die koketten „Drei Engel für Charlie“ oder dem britischen Krimikomödie „Mit Schirm, Charme und Melone“. Ab 1974 überbrückte das ZDF die Wartezeit am Freitagabend mit eigenen Krimiformaten (ab 20.15. Uhr) und sendete „Derrick“ und später „Der Alte“. Die ZDF Serien waren schließlich erfolgreicher als die internationalen ARD-Krimis.

Fernsehwochenende im BRD-Fernsehen: Samstagnachmittags kam in unregelmäßigen Abständen „Zum blauen Bock“. In Festzeltatmosphäre präsentierte bei Appelwoin Heinz Schenk einen Mix aus Gesprächen, Humor und Musik (Volkstümliches bis Schlager). Die internationale sportliche Comedyspielshow „Spiel ohne Grenzen“ wurde 1973 leider aus dem Programm der ARD genommen. Der Sonntagnachmittag gehörte dem Spielfilm.
Beliebt waren die verfilmten Karl May Bücher von Winnetou und Old Shatterhand und die (rassistischen) Tarzanfilme, aus den 30er Jahren, mit Johnny Weissmüller. Heimat- und Schlagerfilme fürs Herz waren immer ein Erfolgsgarant und gern ließ man sich in Spannung versetzen durch Abenteuerfilme mit Piraten oder märchenhafte Fantasieaction, wie den Sindbad-Geschichten. Das ZDF unterhielt sein Publikum mit kurzweiligen US-Westernserien, wie „Bonanza“, „Die Leute von der Shiloh Ranch“ oder „Am Fuß der blauen Berge“. Äußerst beliebt war auch „Daktari“, mit dem schielenden Löwen in der afrikanischen Savanne.
Die höchste Sehbeteiligung gab es stets Samstagabend. Unterhaltungssendungen, wie das Eurovisionsquiz „Einer wird gewinnen“, einer Spiel & Rateshow mit Hans Joachim Kulen-kampff oder die „Rudi Carell Show“ (bis 1973) zogen die Fernsehzuschauer magnetisch an. Zum absoluten Kult wurde die Spielshow „Am laufenden Band“ (mit Rudi Carell). Das ZDF zog den Zuschauer in der Karnevalszeit mit „Mainz, wie es singt und lacht“ in seinen Bann. Stets ein Straßenfeger waren die Bühnenstücke des Ohnesorg Theaters. Einmal im Monat am Sonntag kam der neuste „Tatort“- Krimi und zur Weihnachtszeit begeisterte ein Mehrteiler das Publikum. Besonders hervorzuheben ist der Mehrteiler „Der Tiger von Eschnapur“ und „Die Lederstrumpferzählung“.  

Kindersendungen: Das Kinderprogramm im BRD-Fernsehen bestand zum größten Teil aus US-Serien (oft Trickfilme). Selbst „Die Sesamstraße“ war ursprünglich ein synchronisiertes US-Vorschulprogramm. Das erste eigene deutsche http://static1.akpool.de/images/cards/37/379066.jpgBildungsprogramm für Kinder war „Die Sendung mit der Maus“. Mit westdeutscher Beteiligung wurde dann die tschechische Gegenwartsserie mit der Fantasiefigur „Pan Tau“ zum TV-Hit.
Das Kinderprogramm im DDR-Fernsehen war geprägt von eigenen Formaten. Am Samstag lud „Professor Flimmrich“ die Kinder zum Fernsehen ein, neben Filmtipps zeigte er vor allem Jugendfilme und Märchen. Einer der beliebtesten Jugendfilmewurde  „Alfons Zitterbacke“. Sonntags um 10 Uhr kämpfen Schulklassen in der Sportspielsendung „Mach mit, mach’s nach, mach’s besser“, um das Aufstocken der Klassenkasse.
Am Nachmittag lud Meister Nadelöhr zum „Besuch ins Märchenland“ ein. In einer Spielszene wurden Problematiken der Kinder vergegenwärtigt. Der lebhafte Kobold Pittiplatsch (Bild, mit Schnatterinchen), war dabei meistens der Verursacher und legte sich stets mit dem aufbrausenden Schnatterinchen an. Meister Nadelöhr trat schlichtend und problem-lösend in Erscheinung und beruhigte die Gemüter mit einer kurzen Zeichentrickgeschichte.
„Das Sandmännchen“ schloss für Kinder den Tag um 18.50 Uhr ab, mit einer kurzen Geschichte. Zu beliebten Standards wurden ein Besuch bei Frau Puppendoktor Pille oder Tadeusz Punkt. Die absoluten Stars, waren jedoch die Handpuppen Fuchs und Elster (am Sonntag). Ständig im Zwist und trotzdem ein Herz und eine Seele, gerieten der listige, tollpatschige Fuchs und die überspannte Elster aneinander. Trotz ideologischer und pädagogischer Ausrichtung, schafften es die Sendungen ohne den erhobenen Zeigefinger auszukommen.

DDR-Fernsehabend: In der Woche prägten Informationssendungen und Fernsehspiele den Abend. Das Magazin Prisma erfreute sich großer Resonanz, da es die einzige Sendung war, die ungeschminkt Missstände aufdecken durfte, aber nie Regierungskritik. Die Fernsehspiele in der Woche waren häufig ideologisch gefärbt. Interessanter war da schon „Der Staatsanwalt hat das Wort“. Hier wurden Straftaten szenisch nachgestellt und am Schluss, wertete der Anwalt die Tat und legte sein Strafmaß fest. Für viele Schüler wurde „Der Schwarze Kanal“ zur Pflicht, da sie benotete Referate zur Sendung anfertigen mussten. In einer überzogenen Hetzkampagne wetterte, in dieser Sendung, Karl Eduard von Schnitzler über den Kapitalismus in der BRD und den USA. Es gab aber auch Standards, die beim Zuschauer beliebt waren, wie der Montagsfilm (alte Filme / 30er Jahren), „Willy Schwabes Rumpelkammer“ (Ausschnitte aus alten Filmen) und „Außenseiter Spitzenreiter“, mit unterhaltsamen Beiträgen über Kurioses oder Skurriles.
Das Wochenendprogramm war von Unterhaltungssendungen geprägt. Beliebt war „Klock achtern Strom“ einer Mischung aus humorvollen Plaudereien und einer breiten Musikpalette in einer Studiohafenbar. Neben Seemannslieder ertönten Jazz, Pop und Schlager. Dauergast war die schwedische Schlagersängerin Nina Lizell und wurde zum Star in der DDR. Häufig dabei war das Golden Gate Quartett und die noch unbekannte Band ABBA trat dort auf.
„Mit Lutz und Liebe“ präsentierte Lutz Jahoda eine Art Musikcomedy und der Gag, mit den Onkel Stanislaus Jazzopas wurde überraschend sehr populär. Das absolute Highlight war die Revuesendung „Ein Kessel Buntes“. In den Anfangsjahren hatten die Drei Dialektiker einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Sendungen. Das Trio Manfred Uhlig, Lutz Stückrath und Horst Köbbert vertraten die drei populärsten Dialekte in der DDR, die nicht nur moderierten, sondern durfte sich zeitnah satirisch über die Gesellschaft lustig machen. Mit zweideutigen Seitenhieben wagten sie sogar staatspolitische Kritik, deren Anspielungen von DDR Bürger sofort verstanden wurden.
Zähneknirschen tolerierte das SED-Regime den Kabaretthumor und kam auch ansonsten dem Wunsch nach Unterhaltung nach. Familienkomödien mit Rolf Herricht, Agnes Kraus und Marianne Wünsche wurden produ-ziert, die frei von ideologischen Zwischentönen waren. Ein Serienhit wurde die Komödie „Aber Vati“ und als Pendant zum „Tatort“ schuf der DFF die Krimireihe „Polizeiruf 110“.
Im Fokus stand hier die Motivation für eine Straftat und die Regisseure orientierten sich oftmals an reale Fälle. Für die Jugend war die Musiksendung „Rund“ gedacht. Überwiegend bestand die Sendung aus politisch gefärbten Agitationsbeiträgen. Wer aushaarte, konnte mit Auftritten westlicher Bands belohnt werden oder zumindest mit Rock- und Popmusik aus Ungarn, Polen oder dem eigenen Land. Ohne große Vorankündigung, traten beispielsweise Gruppen wie Slade, Middle of the Road, Mud oder Susi Quatro auf. Stets dabei war ein Beitrag aus der Sowjetunion. Meistens handelte es sich um folkloristische Chöre, Ballett oder Konzertgesänge. Sehr oft war der US-Protestsänger Dean Reed zu sehen, den die Funktionäre gern als Vorzeigestar vermarkteten.
Zum Jahresende setzten sich Formate durch, die sich traditionell einbürgerten. Im weihnacht-lichen Glanz brachte das Fernsehen, am ersten Weihnachtsfeiertag „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ (zur Mittagszeit). Ein weiterer Fernsehknüller waren die Silvestersendungen, mit einem gelungenem Mix aus Humor, Partymusik und etwas Erotik. Im Gegenzug zur ARD-Zirkusshow „Stars in der Manege“ präsentierte das DDR-Fernsehen die „Nacht der Prominenten“, mit Sportlern und Schauspielern in der Zirkusmanege.

Sportsendungen: In beiden deutschen Staaten nahmen Übertragungen von Sportereignissen einen breiten Rahmen ein. Beherrschend bestimmte Olympiade, Fußball-EM und -WM das Fernsehprogramm, allerdings je nach nationalem Interesse. So übertrug der DFF von der Fußball EM 1972 lediglich das Endspiel, da sich die DDR-Nationalelf nicht qualifiziert hatte. Übrigens, in der „ARD Sportschau“ dominierte noch nicht der Fußball, aus kostengründen wurden lediglich einige Spiele der Bundesliga in Ausschnitten gezeigt, zu den anderen Spielen wurden lediglich Informationstafeln eingeblendet.

Zusätze nach 1975

Ein reger Kulturaustausch zwischen der BRD und der DDR wurde möglich und es durften namhafte Künstler der DDR in die Bundesrepublik (Theaterregisseure, Liedermacher, Pop-gruppen, Autoren). Zu einem Wendepunkt wurde die Biermann-Affäre, die einen Künstlerprotest auslöste. Die DDR-Regierung lockerte geringfügig den Kurs und beendete die Künstlerrevolte. Einige Künstler stellten daraufhin einen Ausreiseantrag oder kamen von ihrem Auslandsgastspiel nicht mehr wieder, wodurch der Kulturaustausch gebremst wurde.
1978 wurden die Drei Dialektiker aus der DDR-Showsendung „Ein Kessel Buntes“ genommen und zukünftig sollten Prominente die Show moderieren. Hintergrund war, dass den Funktionären die kritischen Kabarettisten zu weit gingen. Dennoch, in fast allen Showformaten des DDR-Fernsehens wagten Künstler staatskritische Seitenhiebe, die mehrdeutig verpackt waren und vom Bürger eindeutig verstanden wurden. Selbst die beliebte TV-Theaterserie „Max Baumann“ wagte neben dem Alltagshumor auch kritische Töne. Die Regisseure der DDR schafften es zudem, trotz staatlicher Zensur, eine Reihe von preisgekrönten Spielfilme zu produzieren. Beliebt waren hierbei historische Themen oder Märchen, die durch das Genre bedingt, größere Freiheiten erlaubten.
Märchen- und Fantasy-Romane hatten nach 1975 Hochkonjunktur. Einen besonderen Reiz hatten die tschechischen Produktionen, die Märchenwelt und Gegenwart humorvoll ver-mischten. Bereits 1972 begeisterte die „Hexe auf dem Besenstil“ nicht nur Kinder. Mit „Arabella, die Märchenbraut“ (1979-1981, s. Bild) wurde eine Serie geschaffen, die ein großes Publikum, von jung bis alt vor dem Fernseher versammelte. Erst 1983 wurde die Serie auch im DDR-Fernsehen gesendet.
„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, ein tschechische Co-Produktion mit der DEFA etablierte sich langsam zum Kultmärchen zur Weihnachtszeit.

Kino-International: Mit seinem Debütfilm „Der Weiße Hai“, gelang Steven Spielberg (USA) als Regisseur ein Klassiker des Horrorfilms. Einen Science Fiction Kult löste die Weltraumsaga „Star Wars“ aus. In dieser Science-Fiction Euphorie wurden ebenso „Kampfstern Galactica“ und „Star Trek“ (Raumschiff Enterprise, der Film) zum Kinohit. Die Herzen der Mädchen waren eher von den Discotanzfilmen entflammt. „Saturday Night fever“, „Stayin Alive“ und „Grease“ begeisterten und wurden zu Kultfilmen, die maßgeblich den Discotrend anheizten. Ein breites Publikum fanden auch die „Rocky“- Filme, in denen Sylvester Stallone einen Boxer spielte und zum Idol wurde. Stets ein Kinohit war die James Bond - Reihe, einem Actionspektakel um den Agent 007, der wieder Mal die Welt rettete.

Im BRD-Fernsehen wurde aus dem „Musikladen“ die populärste Discoshow, wodurch die Kultsendung „Disco“ ins Abseits geriet. Am Samstagabend waren „Am laufenden Band“ und „Musik ist Trumpf“ die dominierenden Shows. Für Kinder wurden die Zeichentrickfilme „Vicki und die starken Männer“, „Die Biene Maja“ und „Heidi“ zum TV-Erlebnis. Die US-Familiengeschichten „Unsere kleine Farm“ und „Die Waltons“ waren sehr beliebt und die Westernserie „Rauchende Colts“ löst im Prinzip „Bonanza“ ab (letzte Folge 1977).
Zur Weihnachtszeit gab es die traditionellen Mehrteiler, wie „Lockruf des Goldes“ (nach Jack London), „Michael Strogoff, der Kurier des Zaren“, „Sandokan, der Tiger von Malaysia“, „Die Abenteuer des David Balfour und natürlich „Timm Taler“.
Weiterhin begeisterte die Augsburger Puppenkiste mit dem humorvollen Marionettenspiel Jung und Alt (z.B.: Urmel aus dem Eis; Blechbüchsenarmee).  Zwei Filmreihen sorgten für reichlich Gesprächsstoff in der Öffentlichkeit. Eindrucksvoll und ungeschminkt wurden jeweils historische Tatsachen beleuchtet und der US-Rassismus und der deutsche Nationalsozialismus angeklagt. Die Serie „Roots“, zeichnete dabei den Weg einer Familie nach, die als Sklaven in die USA kamen. Es wurde ihr Schicksal durch die Zeitepochen bis zur Gegenwart beleuchtet. Die zweite Serie „Holocaust“, befasste sich mit der Judenverfolgung im Hitlerdeutschland. Auch hier wurde ein Familienschicksal nachgestellt und die Vernichtungspolitik der Nazis mit beklemmenden Originalbildern beleuchtet.

Zu einem besonderen Film wurde „Fleisch“. Dem Regisseur Rainer Erler gelang hierbei ein Thriller, der ohne anheizende Action auskommt, sondern den Zuschauer zur fieberhaften Betroffenheit zwingt. Die Zuschauer begleiten Monica auf der Suche nach Mike, bis das Unfassbare zur Gewissheit wird. Mike wurde zum Opfer von Organpiraten, wo skrupellose Ärzte für Millionäre illegal lebenswichtige Organe für Reiche besorgten. Der Film schockierte 1979 zahlreiche Zuschauer wegen der aktuellen Brisanz, des Themas Organhandel. Es gab daraufhin mehrere Gründe und Proteste gegen den Film (psychische Wirkung, Ärzteprotest). Das Original wurde deshalb nicht mehr im Fernsehen gesendet, dennoch bleibt dieser Film ein ergreifender Thriller. In Folgezeit entstanden Versionen zum Original, die allesamt nicht mehr die Betroffenheit des Originals erreichten.

Holocaust (1978) Poster

 

 

 

 

Technik und Medien in Stichpunkten

Trotzdem der Schallplattenverkauf in der Bundesrepublik erheblich anstieg, bremsten Kassettenrecorder den Umsatz, da es für die Jugend kostengünstiger war, ihre Lieblingshits vom Stereo-Radio aufzunehmen. In der DDR war es ohnehin die einzige Möglichkeit an westliche Popsongs zu gelangen (es gab nur Schallplatten von ausgesuchten Künstlern).

Spulentonbandgeräte kamen auf dem Markt und boten bessere technische Möglichkeiten und alle Radiorecorder waren mit UKW Frequenzen in Stereoqualität und mit der AFC-Taste (verhinderte Senderschwankungen) ausgestattet. Die modernen Geräte verfügten über einen Anschluss für ein Diodenkabel, dass ein Kopieren, Überspielen oder Übertragen von Musik möglich machte. Angemerkt sei, dass die Rundfunksender damals noch alle Lieder ausspielten und der tragbare Radiorekorder das Standgerät (Radio) ersetzte.

Radiolandschaft in der DDR: Aus der Berliner Welle und dem Deutschlandsender wurde der Radiosender Stimme der DDR und sendete für die Jugend zwischen 19.10 bis 21 Uhr „Hallo, das Jugendjournal“. Zuvor lief auf dem Berliner Rundfunk „DT 64“ (von 17 bis 19 Uhr). Beliebt war auch noch die „Musikalische Luftfracht“ von Radio DDR 1 (Donnerstag 20-21 Uhr), die sich als internationale Hitparade verstand. Allerdings waren in der Regel nur Popbands aus den Niederlanden, Österreich, Dänemark und Schweden zu hören. 1971 wurde der Soldatensender 904 (Burg bei Magdeburg) eingestellt. Der Propagandasender sollte BRD Soldaten agitieren und erreichte überwiegend DDR-Jugendliche. Neben den politischen Beiträgen, bot der Sender ein breites Spektrum von Rock-und Popmusik.   

Radiolandschaft Westberlin (Betrachtung für die gesamte BRD würde ausufern): Alle Radiostationen der ARD sendeten ein Jugendprogramm, im Berliner Raum brachte der SFB den „SF Beat“ (18-19 Uhr) und „Hey Musik“ (Hitparade, Do ab 20 Uhr). Der unabhängige RIAS, sah sich als gesamtdeutscher Sender und war deshalb in der DDR sehr beliebt, da die kurzweiligen Programme alle Altersgruppen ansprachen. Für die Jugend wurde der RIAS-Treffpunkt (16.30 - 18 Uhr) zur wichtigsten Kontaktquelle. Ebenfalls sehr beliebt war die RIAS-Parade (Hitparade, Mo & Fr ab 20 Uhr). Der landesübergreifenden Mittelwellensender Radio Luxemburg wurde trotz erheblicher Schwankungen und Störungen im Empfang wegen seinem Nonstop Musik gern gehört. Von den Nichtberliner Sender wurde der Deutschlandfunk (MW) mit seiner „Derby“ – Hitparade (Internationale Hits und mitunter Schlager) gern gehört.

Fernsehen in der DDR wurde überwiegend in Schwarz/Weiß gesehen, da Farbfernseher etwa 4 Monatsgehälter ausmachten, zudem konnten mit dem Secam Farbsystem die Farb-sendungen des BRD-Fernsehens nur in schlechter Farbqualität empfangen werden. In der BRD stand ein Farbfernseher (Pal-Farbsystem) fast in jeden Haushalt und zum Standard gehörten 6-8 Programmtasten am Fernseher, somit konnten Fernsehsender voreingestellt werden (statt Drehknopf). Die 3. Programme der BRD waren Kulturprogramme mit regionaler Ausrichtung und daher war die beliebte NDR-Sendung „Aktuelle Schaubude“, nicht im Berliner Raum zu sehen. Gleiches galt für die Schweizer Musikshow „Hits a Go Go“, die bei Fans, als beste Popsendung im Fernsehen galt, aber leider nur im NDR Programm angeboten wurde.

Das Angebot an Zeitschriften und Zeitungen in der DDR war sehr übersichtlich und häufig wurden die wenigen Angebote nur wegen spezifischer Inhalte (Wetter, Sport, Vermischtes) gekauft. Es war typisch, dass mindestens 50% vom Pressemedium nicht gelesen wurde. Die führende Tages-Zeitung war „Neues Deutschland“ (ND) und für die Jugend wurde die „Junge Welt“ gedruckt. Oft vergriffen waren die einzige Illustrierte „NBI“ und erst recht „Das Magazin“, die als einziger Presseartikel Aktfotos veröffentlichen durfte. Das Jugendmagazin „Neues Leben“ war relativ beliebt und auch die Musikzeitschrift „Melodie & Rhythmus“ war ebenfalls schnell vergriffen (mit Beiträgen über westliche Gruppen). Was in der DDR fehlte war ein konkurrierender Markt.
Demgegenüber waren die Kioske der BRD mit Presserzeugnissen überschwemmt. Von der Vielfalt der BRD Zeitschriften und Zeitungen dominierte auf dem Zeitungsmarkt besonders die „Bild“ Zeitung: Im kurzweiligen Stil prägte sie entscheidend den Sensationsjournalismus. Der politisch Interessierte kaufte sich das Magazin „Der Spiegel“ und wer lieber in die bunte Welt des Lebens eintauchen wollte, wurde mit den Illustrierten „Quick“ und „Stern“ bestens unterhalten. Fast zur Pflichtlektüre für die Jugend wurde die Zeitschrift „Bravo“, in deren Mittelpunkt die Popstars standen, mit Starposter und der Lebensberatung von Dr. Sommer. Später kam die Zeitschrift „Popcorn“ hinzu.

Sport in Deutschland
Die sportlichen Prioritäten in beiden deutschen Staaten standen im Zusammenhang mit dem internationalen Erfolg. Der steigende Erfolg der DDR bei den Olympischen Spielen setzte den Enthusiasmus frei in allen olympischen Disziplinen dominieren zu wollen. Dagegen feierte die Bundesrepublik mit dem Fußball große Erfolge. Der olympische Sport tendierte zur Nebensache, obwohl man ebenfalls eine große Sportnation sein wollte. In der DDR träumte man dagegen, zur Fußballnation aufzusteigen. So begehrte jeder nach dem, was man nicht hatte.

Olympiade

WO - 1972 - Sapporo SO - 1972 - München WO - 1976 - Innsbruck SO - 1976 - Montreal
1. Sowjetunion            8 - 5 - 3 1. Sowjetunion     50 - 27 - 22 1. Sowjetunion           13 - 6 - 8 1. Sowjetunion     49 - 41 - 35
2. DDR                        4 - 3 - 7 2. USA                 33 - 31 - 30 2. DDR                         7 - 5 - 7 2. DDR                 40 - 25 - 25
3. Schweiz                  4 - 3 - 3 3. DDR                20 - 23 - 23 3. USA                         3 - 3 - 4 3. USA                 34 - 35 - 25
6. BRD                        3 - 1 - 1 4. BRD                13 - 11 - 16 5. BRD                         2 - 5 - 3 4. BRD                 10 - 12 - 17

 

Bei der Winterolympiade 1972 in Sapporo (Japan) belegte die DDR in der Medaillenwertung Platz 2 hinter der Sowjetunion. Acht Medaillen gewannen allein die Rennrodler. Die BRD holte seine Medaillen im Eisschnelllauf und im Bob.
In München 1972 hätten die deutschen Staaten zusammen, die USA vom zweiten Platz der Medaillenwertung verdrängen können. Die DDR wurde schließlich Dritter, gefolgte von der BRD. Die Frauen der DDR dominierten dabei in der Leichtathletik und im Turnen.
Die Männer konnten besonders im Rudersport überzeugen und zusammen mit den Frauen holten sie alle Goldmedaillen im Kanuslalom. Namen wie Renate Stecher (Kurzstreckenlauf), Roland Matthes (Schwimmen) und Karin Janz (Turnen) wurden Berühmtheiten. Für die BRD machten sich Ulrike Meyfahrt (Hochsprung) und Heide Rosendahl (Weitsprung) einen Namen. Eine Domäne des BRD-Sport war das Reiten und Feldhockey.
Der Triumph des DDR-Sports löste eine Hetzkampagne in den BRD Medien aus und unter-stellte den DDR-Sportlern Doping und unmenschliche Trainingsmethoden. Heute weiß man, dass es keine Nation gab und gibt, die keine schwarzen Schafe hatte (auch nicht die BRD). In der DDR gab es aber zweifelsohne Funktionäre, die bewusst einigen Sportlern verbotene Substanzen ins Essen mischten. In der Regel aber, wurden die Leistungen durch ein konsequentes Training und eine gezielte Lebensweise erreicht. Dazu legten die Trainer einen Ernährungsplan und Tagesablauf fest, und sie mischten sich mitunter auch in persönliche Dinge ein. Sportler die jedoch ganz oben stehen wollten, akzeptierten den Drill und ließen sich ihr Leben vorschreiben.
Bei der Winterolympiade in Innsbruck (1976)  holten die Rennrodler der DDR fünf Gold-medaillen und dominierten im Schanzenspringen. Rosie Mittermaier holte im Abfahrtslauf die beiden einzigen Goldmedaillen für die BRD.
Den großen Erfolg bei der Sommerolympiade in Montreal (1976) hatte die DDR seinen Frauen zu verdanken. In der Leichtathletik (9 x Gold) und im Schwimmen (11 x Gold) dominierten sie klar. Die Schwimmerin Kornelia Eder holte allein 4 Gold- und eine Silbermedaille für die DDR. Das Rudern war eine weitere Paradedisziplin des DDR-Sports. Zudem gewann die DDR das olympische Fußballturnier, wobei der Sieg relativiert werden muss. Zum Turnier waren nur Amateurteams und keine Profis zugelassen, und regulär galten die Nationalspieler der sozialistischen Staaten als Amateure. Somit dominierten stets die sozialistischen Saaten beim olympischen Fußballturnier. 
Die BRD holte seine Medaillen in Montreal vor allem im Segeln (2x Gold) und Reiten (2 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze). Hervorzuheben ist der Reiter Alwin Schockemöhle und der Fechter Alexander Pusch vom bundesdeutschen Team.
Bis zum Ende der 70er Jahre war die DDR eine sportliche Weltmacht und dominierte mit der Sowjetunion und den USA bei den Olympischen Spielen. Neidisch zogen die Medien der BRD über die DDR Sportler her und bezeichneten sie als hoch gezüchtete Sportmonster. Die Erfolge der Bundesrepublik bei Olympischen Spielen blieben durchwachsen, dennoch zählten sie zur 2. Garde der Sportnationen in der Welt.

Fußball

FC Bayern München  ( EC- I : Sieger 1974, 1975 1976)
Die bedeutendsten Spieler der drei Erfolgsjahre:  Paul Breitner ; Bernd Dürrenberger ; Georg Schwarzenbeck ; Franz Beckenbauer ;  Franz Roth ; Rainer Zobel, Uli Hoeneß ; Hans Josef „Jupp“ Kapellmann , Gerd Müller ; Conny Torstensson und im Tor: Sepp Maier
Erfolgstrainer einschließlich 1974:  Udo Lattek ;  ab 1975:  Dettmar Kramer
Erfolge in den 70er Jahren: Sieger im

Europapokal der Landesmeister 1974, 1975, 1976 
Weltpokalsieger 1976 
Landesmeister 1972, 1973, 1974 
Landespokal (DFB) 1971


Als Gegenreaktion auf die bundesdeutsche Hetzkampagne gegen den DDR-Sport wetterten die DDR-Medien gegen den Profifußball und sprachen von Menschenhandel, dem Spieler als Handelsware. Tatsächlich ließen sich Fußballspieler von ihrem Lohn blenden und waren vom Klub verkäuflich oder wurden mit einem Knebelvertrag gelinkt. Fußballspieler sahen oftmals nicht die Gefahren, die durch ein plötzliches Karriereende eintreten konnte. Profispieler, deren Vertrag ersatzlos auslief, konnten plötzlich mittellos dastehen und nicht selten setzte dies einen sozialen Abstieg in Gang. Besonders tragisch war das Schicksal von Spielern mit dauerhaften Verletzungen, wodurch sich eine berufliche Alternative für sie einschränkte. Möglicherweise förderte dieser Umstand illegale Machenschaften von Spielern heraus, die sich 1971 zum Skandal entwickelten.
Seit 1966 gehörte die BRD zu den großen Fußballnationen, umso heftiger reagierten die Fußballfans auf die Spielmanipulationen in der Bundesliga. Im Kampf um den Abstieg versuchten Kickers Offenbach und Arminia Bielefeld mit illegalen Mitteln in der Liga zu bleiben. Der Skandal schädigte nachhaltig das Ansehen des Fußball-Sports. Aus Protest gingen die Zuschauerzahlen zurück und der Einsatz der Fußballspieler auf dem Spielfeld wurde genauer analysiert. Der Druck auf die Spieler stieg enorm, da sie sich nun für jeden Fehler und Schwächen rechtfertigen mussten.
Versöhnlich wirkten sich allerdings die sportlichen Erfolge aus. 1972 wurde die BRD souverän Europameister und den Europapokal der Landesmeister gewann Bayern München drei Mal in Folge. Die Krönung war der WM-Titel 1974, obwohl die Nationalelf spielerisch nicht überzeugte. Dennoch sonnte sich Fußballdeutschland im Erfolg und ihre Helden hießen Sepp Meier (Tor), Franz Beckenbauer (Mittelfeld) und Gerd Müller (Stürmer).
Einziger Makel war die Niederlage im Prestigespiel gegen die DDR (0:1). In der DDR wurde der Sieg euphorisch gefeiert und wertete den nationalen Fußball auf. Einige Funktionäre versuchten dem Erfolg eine politische Note zu geben. In der BRD schmälerten die Medien den DDR-Erfolg, indem sie von einer taktischen Niederlage sprachen, um der schwereren Final-gruppe, mit den Niederlanden, Argentinien und Brasilien zu entgehen. Tatsächlich hatte die BRD mit Jugoslawien, Schweden und Polen die nominell schwächeren Gegner. Sie mühten sich dennoch durch die Finalgruppenphase und schossen in der regnerischen Wasserschlacht von Frankfurt gegen Polen ein Glückstor. Im Finale traft die BRD auf die gleichstarken Niederländer und zeigten einen unattraktiven Taktik-Fußball. Die Freude über den WM-Titel überwog zunächst, bevor heftige Kritik gegen die Spielweise von Bundestrainer Helmut Schön geübt wurde. Die Stimmen wurden lauter, die einen Trainerwechsel forderten.
Spielerisch besser als die Nationalelf waren die Klubmannschaften. Im Pokalsiegercup erreichten jeweils drei Bundesligaclubs das Halbfinale und im UEFA-Cup stand Mönchengladbach 1973 im Finale und verlor gegen den FC Liverpool. Die Bilanz des bundesdeutschen Fußballs in der ersten Hälfte der 70er Jahre konnte sich sehen lassen und auch Fußballzwerg DDR verschaffte sich internationale Anerkennung.
1974 erreichte der 1. FC Magdeburg das Finale im Pokal der Pokalsieger und besiegte dort den AC Mailand. Im selben Jahr kam es zum legendären Spiel zwischen Bayern München
und Dynamo Dresden. In einer spannenden und abwechslungsreichen Partie siegte Bayern in Dresden mit 4:3 und konnte in München mit Mühe ein 3:3 bis zum Schluss halten. Ebenso schrieb 1974 der 1. FC Lok Leipzig im UEFA-Cup Geschichte und warf überraschend zwei englische Teams aus dem Rennen und scheiterte im Halbfinale an Tottenham Hotspurs. Leider verblasste die Euphorie von 1974 und der DDR Fußball war nicht mehr so erfolgreich.
Einen wesentlichen Anteil am Niedergang des DDR Fußballs, hatten erneut die Funktionäre. Sie wollte unbedingt den BFC Dynamo Berlin zum Superklub aufbauen und zerstörten dabei die positiven Entwicklungen und Strukturen im Vereinssport, dass sich demotivierend auswirkte. Unbelehrbar ließen sich die Funktionäre nicht von ihren Kurs abbringen. In der Konsequenz daraus, verspielte das Nationalteam der DDR, die Qualifikation zur EM 1976 gegen Island zugunsten Belgiens. Für die Qualifikation zur WM 1978, fiel ein peinliches Unentschieden gegen die Türkei ins Gewicht und Österreich durfte nach Argentinien. Die Bilanz der Klubmannschaften in den Europa-Cupwettbewerben war ebenso dürftig. Lediglich Sachsenring Zwickau erreichte 1976 das Halbfinale im Pokalsiegercup.
Der amtierende Weltmeister BRD enttäuschte aber ebenso bei der Qualifikation zur EM 1976. Obwohl das Team Gruppensieger wurde, konnten sie spielerisch nicht überzeugen. Über das mittelmäßige Spanien qualifizierte sich das Nationalteam, zur letzten EM mit vier Teilnehmern (danach 16 Teams). Alle Spiele in Jugoslawien gingen in die Verlängerung und am Ende standen die CSSR und die BRD im Finale. In der 90. Minute erzwang Hölzenbein für das bundesdeutsche Team die Verlängerung, aber das Elfmeterschießen ging gegen die Tschechoslowakei doch verloren.
Als amtierender Weltmeister war die BRD bei der WM 1978 in Argentinien gesetzt. Mühsam quälte sich das Team durch die Gruppenphase und schaffte gegen den Nobody Tunesien nur ein dürftiges 0:0. In der Finalrunde gelang dem Team nur ein Unentschieden gegen Italien und den Niederlanden. Unerwartet und peinlich, war dann die Niederlage gegen Österreich (in Cordoba). Diese Schmach brachte das Fass zum Überlaufen und eine Reihe von Kritiker forderte Konsequenzen. Helmut Schön trat als Bundestrainer zurück und Jupp Derwall folgte, zunächst erfolgreich.
Im Gegensatz zur Nationalelf waren die Klubmannschaften in Europa zu einer Macht geworden. Der FC Bayern München holte schon 3 x den Landesmeistercup (1974, 1975, 1976). Borussia Mönchengladbach stand 1977 im Finale und scheiterte 1978 im Halbfinale, jeweils gegen den FC Liverpool (Cupsieger 1977 & 1978). Der 1. FC Köln musste sich im Halbfinale 1979 dem späteren Cupsieger Nottingham Forest geschlagen geben. Den Pokal-siegercup holte sich der Hamburger SV 1977 und Fortuna Düsseldorf stand 1979 im Finale. Den UEFA-Pokal holte sich 2 x Borussia Mönchengladbach (1975, 1979), wobei 1979 gleich drei Bundesligateams im Halbfinale standen. Neben M’Gladbach, waren noch der MSV Duisburg und Hertha BSC vertreten. Der UEFA Supercup und auch der FIFA Weltpokal, waren leider eine Randerscheinungen und wurden von den Teams als lästiges Übel gesehen.
1974 wurde das Spiel Bayern München gegen 1.FC Magdeburg ausgesetzt und 1975 verlor Bayern gegen Dynamo Kiew und 1976 gegen den RSC Anderlecht. Nur 1976 trat Bayern München im Weltpokal an und siegte gegen Cruzeiro Belo Horitzonte (BRA). 1977 spielte mit Bor. M’gladbach ein weiteres deutsches Team im Weltpokal, die jedoch gegen CA Boca Juniors (ARG) verloren.

 

WM 1970

EM  1972

WM 1974

EM  1976

WM 1978

EM  1980

BRD

Platz 3

EM-Titel

WM-Titel

Platz 2

Platz 6

EM-Titel

DDR

2. Q.-Gr

3. Q.-Gr.

Platz 6

2. Q.-Gr.

2. Q.-Gr.

3. Q.-Gr.

 

Die größten Erfolge der BRD im Europacup
Landesmeisterpokal = 3 x Cupsieger, 2 x Finalist 
1974: Bayern München - Atletico Madrid (ESP) 4:0 (WS)      // 1975: Bayern München -  Leeds United  (ENG)  2:0
1976: Bayern München  - AS St. Etienne  (FRA) 1:0               //1977: FC Liverpool (ENG) - Bor. Mönchengladbach   3:1
1980: Nottingham Forrest (ENG) – Hamburger SV  1:0

UEFA- Cup = 3 x Cupsieger, 1 x Finalist
1973: FC Liverpool (ENG) - Bor. Mönchengladbach 3:0 ; 0:2 // 1975: Bor. Mönchengladb. - Twente Enschede (NDL) 0:0 ; 5:1 //
1979: Bor. Mönchengladb. - R. Stern Belgrad (YUG)  1:1 ; 1:0 //  1980: Eintracht Frankfurt
Borussia Mönchengladbach  2:3 ; 1:0

Pokalsiegercup (PSC) = 1 x Cupsieger, 1 x Finalist
1977:  Hamburger SV - RSC Anderlecht (BEL) 2:0 // 1979:  FC Barcelona (ESP) - Fortuna Düsseldorf  4:3 n.V.

Die größten Erfolge der DDR im Europacup
1974 - Pokalsiegercup: 1. FC Magdeburg – AC Mailand (ITA)  2:0
½ Finale:  1. FC Lok Leipzig (1974- UEFA- Cup) // BFC Dynamo (1972- PSC) Sachsenring Zwickau (1976-PSC)