7.3. Leviticus bis Deuteronomium

https://endzeitinfo.files.wordpress.com/2015/05/shavuot-marriage-pfingsten.jpg7.3. Leviticus bis Deuteronomium (3. bis 5. Buch Moses) 

4. Leviticus (3. Buch Moses)

Das Buch enthält eine Reihe von Opfergesetzen und viele Vorschriften sowie der Darbietung von Opfer und Speisen.
Wesentlich sind auch die Richtlinien zum Priesterdienst und den Reinheitsvorschriften. Es wird auf Jom Kippur, den Versöhnungstag eingegangen und befasst sich dann umfassend mit den Heiligkeitsgesetzen. Insgesamt diktiert dieses Buch wichtige Regeln für den Alltag und den Gottesdienst für die Gläubigen, die ihre Bedeutung durch die Personen Moses und Aaron, sowie deren Söhnen erhalten.

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Opfergaben (Leviticus 1–7)
1. Brandopfer       (Verfahrensweise mit Rindern und Turteltauben)
2. Speiseopfer       (das Verwenden von Öl und Mehl)
3. Dankopfer         (spezifische Verfahrensweisen für Rind und Ziege)
4. Sündopfer         (Opferzeremonie bei einer versehentlichen Sünde)
5. Schuldopfer       (Zahlung eines Schuldgeldes an den Betroffenen)
6. Zusätze zu Brand-, Speis- und Sühneopfer
7. Zusätze zu Schuld- und Dankopfer

Aarons Priesterweihe (Leviticus 8–10)
  8. Mose weiht Aaron und seine Söhne zum Priesteramt (Beschreibung der Zeremonie)
  9. Aaron und seine Söhnen danken Gott für das Vertrauen (Sünd-, Brand-, Dankopfer)
10. Doch Aarons Söhne Nadab und Abihu verstießen gegen die Opfervorschriften, worüber Gott erzürnte und sie tötet, denn sie waren geweiht
     Gottes Priester zu sein (das heißt,
Nadab und Abihu durften sich keinen Fehler bei der Opferung erlauben).

Rituelle Reinheitsgebote (Leviticus 11–15)
11. Reine und unreine Tiere  (Erkennungsmerkmale und Umgang mit den Tieren)
12. Bestimmungen über Wöchnerinnen (Umgang mit schwangeren Frauen bei der Geburt)
13. Umgang mit Aussätzigen (Leprakranken) und Verfahrensweise mit deren Kleidung
14. Reinigung von Aussätzigen (Hautkrankheiten) und Verfahrensweise mit Wohnräumen in denen unreine Personen lebten oder das Mauerwerk
      (z.B.: Schimmelpilze) befallen ist.

15. Zur Abwehr von Geschlechtskrankheiten, bei Mann und Frau, werden Anzeichen der Unreinheit beschrieben und deren Maßnahmen dagegen
      erläutert.

Jom Kippur (Leviticus 16)
Gott ist bereit den anderen Söhnen von Aaron zu vergeben, aber auch gleichzeitig den Sünden des Volkes Israels. Gott wird sich daher einen Ziegenbock aussuchen, den sie ihm Opfern sollen, der alle Sünden in sich vereint (Sündenbock). Die Juden feiern somit den Versöhnungstag (Jom Kippur) jedes Jahr im September bzw. Oktober (10. Tischri, im 7. Monat des jüdischen Kalenders) und gilt als höchster Feiertag.

Heiligkeitsgesetz (Leviticus 17–26)
17. Grundsätzliches zu der Opferstätte und das Verbot blutiges oder verendetes zu Essen
18. Verbot geschlechtlicher Verirrungen (Inzest, Homosexualität, Sex in der Schwangerschaft)
19. Achtung des täglichen Leben (Respekt vor den Eltern, dem Alter, den Feiertagen)
20. Strafen für schwere Sünden (wer Unzucht treibt, Geister beschwört, Eltern verflucht)
21. Vorschriften für Priester (dürfen nur eine Jungfrau heiraten, Bart wachsen lassen)
22. Bestimmungen für den Genuss von Opfergaben und Opfer sollen ohne Mängel sein
23. Feste (Sabbat, Passah-Fest, Pfingst-Fest, Erntedank, Neujahrstag, Laubenhüttenfest)
24. Über Lampen Öl und Schaubrote, sowie Strafen für Gotteslästerung und Gewalt
25. Sabbatjahr (Ruhejahr für Felder), Erlassjahr (Schuldenbegleichung innerhalb eines Jahres ohne zusätzliche Auflagen), Regeln über den
      Verkauf von Grundbesitz, Das Verbot des 
Zinns-Nehmens unter Glaubensbrüdern, Verbot von Sklaverei unter Glaubensbrüdern
26. Segen und Fluch (Götzenanbetung, Gebotsmissachtung oder wenn das Volk Gottes den Weg/ Bund verlässt) und die Zusage von Gottes 
      Treue, wenn verirrte Menschen / Volk 
vom ihrem falschen Weg umkehren.
27. Das Ablösen (realisieren) von Gelübden und Weihegaben

http://www.cgg-online.de/GebaerdenlexikonNeu/images/Namen/Bileam.jpg5. Numeri (4. Buch Moses)

Die Eroberung des Ostjordanlandes
Nach den Vorbereitungen zur Eroberung Kanaans, kommt es zuvor zu mehreren Konflikten zwischen Gott und seinem Volk. Nachdem der Aufstand von Korach niedergeschlagen wurde und Aaron starb, war das Volk bereit Gott zu folgen. Militärische Siege über die Könige von Sihon und Og folgten, worauf sich die Moabiter ängstigten und den Propheten Bileam um Hilfe baten, der das Volk Israel verfluchen sollte. Doch Bileam weigerte sich und die Moabiter ergaben sich daraufhin. Das Volk Israel ließ sich jedoch dort von Baal-Kult verführen und Gott bestrafte das Volk Israel dafür.
Nachdem Josua zu Moses Nachfolger bestimmt wurde, stand die Eroberung des Kernlandes von Kanaan bevor und wurde mit dem Massaker gegen die Midianiter eingeleitet. Eingebettet in der Geschichte sind weitere Gesetze und Anordnungen, speziell über die Leviten (auserkorenes Priestervolk).

Bildquelle: Bileam und der störrische Esel - www.cgg-online.de

Vorbereitung der Wanderung (Numeri 1-4)
1. Zählung der wehrfähigen Männer (Zahlenangaben sind symbolisch zu werten)
2. Lagerordnung zum optimalen Schutz des Lagers (Einteilung in Banner/Großeinheiten)
3. Leviten werden zum Priesterstamm: Der Stamm der Leviten wird vom Militärdienst ausgenommen und untersteht fortan Aaron, der sie
    zur Priesterschaft leitet. 
Es folgt das Namensregister des Geschlechts Aaron und der Leviten. Mit der Festlegung der Leviten zur
    Priesterschaft, entfällt (gewisser Weise) der Anspruch Gottes auf die 
Erstgeboren, der andern Stämme Israels (sind somit ausgelöst).
4. Dienstanordnung für die Leviten und deren Funktion vor dem Aufbruch zur Wüstenwanderung

Weitere Gesetze (Numeri 5+6)
5. Verfahrensweise bei Unreinheit, bei Versündigungen und beim Verdacht von Ehebruch
6. Gesetz über die Gottgeweihten und der priesterliche Segen

Weihung des priesterlichen Zeltes (Numeri 7-9)
7. Weihegaben der Stammesfürsten zur Einweihung der Stiftshütte (Tempelersatz, Kirche)
8. Handhabung des geweihten Leuchters // Weihe der Leviten // Dienstalter der Leviten
9. Vorschriften für das Passah-Fest. Wolken- und Feuersäule über der Stiftshütte, zeigte an, ob das Volk lagern oder weiterziehen soll
    (Gott ist sozusagen ins Tempelzelt eingezogen)

Aufbruch zum Zug ins gelobte Land (Numeri 10-12)
10. Anweisungen über das Blasen von Trompeten. Beginn der Wanderung von Sinai.
11. Das Volk begann wieder zu murren und sehnte sich nach den Annehmlichkeiten in Ägypten zurück. Gottes Zorn über das wankelmütige
      Volk war groß, dennoch ließ er es 
Wachteln regnen, damit sein Volk Fleisch hatte. Viele vom Volk verschlangen gierig die Tiere und
      gaben sich der Lüsternheit hin. Gott bestrafte ihre Gier und ihre Lüsternheit, so 
dass die Sünder starben. Der Ort wurde deshalb Kibrot-
      Taawa (= „Lustgräber“ bzw. 
„Giergräber“ genannt.
12. Mirjam, Aarons Frau redete schlecht über Moses, worauf sie Gott mit einem Aussatz  (Hautkrankheit) bestrafte. Moses fand das Urteil
      zu hart und wollte Gott umstimmen, 
der seine Strafe für Mirjam auf 7 Tage begrenzte.

Die Angst davor gegen Kanaan zu ziehen (Numeri 13-15)
13. Kundschafter wurden ausgesandt, um die militärische Stärke der Kanaaniter herauszufinden. Massive Zweifel regten sich daraufhin,
      eine Invasion zu wagen.

14. Vehement weigert sich das Volk gegen Kanaan zu ziehen. Gott war darüber stark erbost und wollte sein Volk mit der Pest bestrafen,
      aber Moses redete abmildernd auf ihn ein. 
Gott wendete sich ab und wollte sie zurück zum Schilfmeer schicken (durch die Wüste nach
      Ägypten). Noch einmal durch die Wüste wollte sie aber nicht gehen. So versuchten 
sie den Kampf und wurden vom Gegner geschlagen,
     
weil Gott nicht bei ihnen war.
15. Anordnung zu Speis- und Trankopfern // über die Sünden aus Versehen und aus Vorsatz // Steinigungs-Exempel wegen eines Verstoßes
      gegen das Sabbat-Gebot (Arbeit) // über das An
bringen von Quasten (hängendes Bündel von Fäden oder Kordeln) an Kleidungsstücken.

Der Aufstand von Korach (Numeri 16+17)
16. Korach, vom Stamme Levi zettelte eine Aufstand an und nachdem er sich nicht beschwichtigen ließ, tötete Gott alle Aufrührer.
17. Gott setzte ein Mahnzeichen, doch das Volk zürnte und richteten ihre Wut gegen Aaron und Moses, sodass Gott eine tödliche Plage
      schickte. Moses verhandelte erneut mit Gott 
und stimmte ihn gnädig, doch viele Israeliten waren bereits gestorben. Gott ließ 12 Stäbe
      (Führungssymbole) für die Stämme verteilen, wobei der Stamm Levi weiterhin Aaron unterstehen sollte (Priesterschaft).
      Das Volk aber fürchtete ängstlich seinen Untergang.

Weitere Vorschriften für Priester (Numeri 18+19)
18. Festlegungen für das Amt und Anrecht der Priester und Leviten
19. Vom Reinigungswasser für Kleidung und Leib (von Verfehlungen frei waschen)

Aarons Tod und erste Eroberungen (Numeri 20-21)
20. Mirjam war gestorben. Das Volk beklagte sich erneut und Moses erkannte ihr schwaches Gottvertrauen, dennoch verhalf er ihnen zu
      Wasser (Haderwasser genannt). Schließlich 
wollte das Volk durch Edom ziehen, doch der König verweigerte es ihnen.
      Am Berg Hor ließ Gott Aaron sterben und verfügte Eleasar zu dessen Nachfolger. 
21. Mit Gottes Hilfe gelang ein Sieg gegen König Arad. Doch wieder murrte das Volk gegen Gott und er schickte eine Giftschlangen-
      Plage. Er gab Moses einen ehernen (unbeugsam, 
fest) Schlangenstab, womit Moses Gläubige retten konnte. Nachdem viel gestorben
      waren, 
zog das ehrfürchtige Volk weiter und kamen ins Land der Amoriter. Auch König Sihon verweigerten ihnen das Durchziehen.
      Es entbrannte ein Kampf und Gott verhalf Israel 
zum Sieg. Sie besetzten Heschbon, die Hauptstadt von König Sihon und vertrieben
      dort 
die Amoriter. Einige siedelten in Heschbon, aber der größte Teil wanderte weiter und ihnen stellte sich das Heer von König
      Baschan (Og) entgegen. Mit Gottes Hilfe besiegten 
die Kämpfer Israels auch diese Armee.

Bileam und die Moabiter (Numeri 22-24)
22. Der Zug der Israeliten näherten sich den Moabitern und der König fürchtete eine Niederlage und bat Bileam (ein bedeutender Prophet,
      der am Euphrat wohnte
) um Hilfe und 
sollte Israel verfluchen. Ihm aber erschien Gott und sagte ihm, dass er das Volk segnen sollte.
      Trotzdem machte sich Bileam auf den Weg zu den Moabitern. Auf dem Weg 
stoppte ihn Gott (die Geschichte von der störrischen
      Eselin) und erinnerte Bileam daran, 
sein Volk Israel nicht zu verfluchen.
23. Als Bileam bei Balak (König der Moabiter) war, sollte der König Altäre und Opfergaben vorbereiten. Bileam weigerte sich jedoch 
      Israel zu verfluchen, worüber der König erbost 
war. Mit der Berufung auf Gott argumentiert Bileam, dass er das Volk Israel nur segnen
      könne. Darauf versuchte König Balak ihn umzustimmen und zeigt ihm die Bedrohung durch Israel.
24. Enttäuscht über Bileam schickte er ihn fort, doch zuvor prophezeite er Israels Aufstieg und betonte besonders den Untergang des
      stolzen Volkes Amalek.

Israels Sünden bei den Moabitern (Numeri 25+26)
25. Das Volk trieb Unzucht bei den Moabitern und begann die Götze Baal-Peor zu verehren. Gott erzürnte und verlangte, dass die
      Verleiteten zu hängen sind. Pinhas, der Nachfolge-
Priester Eleasars, erschlug ein sündhaftes Pärchen. Gott sah wohlwollend, wie der
      Priester die
Sünder strafte und stoppte sein Strafgericht gegenüber dem Volk Israel. Für den Priester stand fest, dass die Midianiter das
      Volk Israel zur Sünde verführten und ließ das Volk 
der Midianiter verfolgen (töten).
26. Auf Gottes Anweisung wurde das Volk Israel gezählt und bestimmt nach seiner Stammeszugehörigkeit. Das Geschlecht der Leviten
      wurde extra aufgelistet.

Nachfolge von Moses und Opferreglungen (Numeri 27-30)
27. Das besondere Erbrecht der Töchter Zelofhads wird benannt. Josua wird von Gott zum Nachfolger von Moses bestimmt, mit der
      selbigen Funktion, von Gottes Vertreter auf Erden.

28. Gesetze über die regelmäßigen Opfer im Jahr (Durchführungsgebot)
29. Fortsetzung der Opferregeln, mit spezifischen Anordnungen zu Versammlungen zu ehren Gottes (Gottesdienst) und Ablauf der 8-tägigen
      Opferfeier (Passah-Fest)

30. Gesetz über die Verbindlichkeit von Gelübden (Eid, Schwur, Bekenntnis)

Vor der Eroberung Kanaans (Numeri 31-36)
31. Vernichtungskrieg gegen die Midianiter (verführten Israel zur Sünde). Moses befahl seinen Feldherren sogar ein Massaker (Ermordung
      Wehrloser) an Frauen und Kinder 
(ließ nur Jungfrauen/Mädchen verschonen). Nach der Bluttat ließ Moses an die Kämpfer einen Anteil
      der Kriegsbeute verteilen.

32. Nach den Eroberungen östlich vom Jordanland, wollten sich der Stamm Ruben und Dan dort ansiedeln. Erst durch Gottes Zorn, waren
      sie bereit ihren militärischen Beitrag zu 
leisten, um ihren Brüdern bei der Eroberung Kanaans zu unterstützen. In dem Zusammenhang
      werden weitere Gebiete an israelische Stämme verteilt.

33. Moses zeichnet den Weg der Wüstenwanderung (Orte) nach, damit sich das Volk an den langen Marsch erinnern sollte. Vor dem Angriff
      auf das Kernland der Kanaaniter 
(westlich vom Fluss Jordan), ermahnt Gott Moses, dass sie dort alle Kanaaniter vertreiben und alle ihre
      Götzen vernichten sollen.

34. Gott konkretisiert die Grenzen des Landes, was er für sein Volk Israel vorgesehen hat (geografische Begrenzungen des Reiches).
      Zugleich legt Gott fest, unter wem das Reich 
aufgeteilt werden soll.
35. Gott legt fest, dass in jedem Teilreich den Leviten eine Residenzstadt zusteht und das sechs Städte zu Freistädten (heilige Zufluchtsorte) e
      rnannt werden. Es folgen nun noch 
Gesetze über die Täter von Mord und Todschlag, in Bezug auf die Freistädte, wo sie Schutz vor der
      Gerichtsbarkeit besitzen.

36. Abschließend wird festgelegt, dass die Töchter nur innerhalb ihres Stammes heiraten dürfen, aber auf keinen Fall einen, der nicht zu den
      Stämmen Israels zählt.

Datei:12 staemme israels.png6. Deuteronomium (5. Buch Moses)

Das 5. Buch Mose besteht im Wesentlichen aus drei Reden, die Moses kurz vor seinem Tode hielt. Der Ort der Handlung ist die Ebene von Moab.

Erste Rede (1–4): Rückblick auf bedeutende Ereignisse der Wüstenwanderung. Dabei wird der Gehorsam, gegenüber den Geboten Gottes, als grundlegend herausgestellt. Zudem wird vor den Gefahren (Strafen) gewarnt, Gottes Gesetze und den Bund zu verletzen.

Zweite Rede (5–26): Der Hauptteil des Buches und unterteilt sich in zwei Abschnitte. Abschnitt 1 (5-11) wiederholt die „10 Gebote“ (leicht geändert). Abschnitt 2, (12-26) befasst sich mit Regeln, die das zukünftige Leben im verheißenen Land Kanaan betreffen. Kapitel 20 enthält dazu die Kriegsgesetze. Zwischendurch wiederholen sich viele Aussagen und Verpflichtungen, nur den einen Gott zu verehren.

Dritte Rede (27–30): Die letzte Rede befasst sich mit den Konsequenzen, die aus dem Übertreten der Gebote folgen, sowie dem Lohn des Gehorsams (Fluch & Segen). Mit der Erneuerung des Bundes zwischen Gott und den Israeliten und der Benennung Josuas zu seinem Nachfolger schließt das Buch. Das Deuteronomium schließt mit Moses Lied, der Segnung der 12 Stämme und dem Tod von Moses.

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Moses erste Rede (1,1 - 4,43)

Dtn. 1: Rückblick auf die Wüstenwanderung von Horeb bis Kadesch. Moses berichtete davon, dass das Volk Gott nicht traute, worauf Gott zornig wurde und verfügte, dass kein Vater (des ursprünglichen Volkes) ins gelobte Land ziehen durfte. Und so waren die Väter gestorben, als sie nach 40 Jahren Wüstenwanderung, ins Jordanland kamen. Nur beim getreuen Kaleb machte Gott eine Ausnahme.

Dtn. 2: Der Zug durch die Wüste bis zum Sieg über Sihon. Der Text berichtet noch einmal über die großen Siege gegen die Heere von Sihon und Og. Zudem wird erwähnt, warum die Moabiter verschont wurden und das Land lediglich besetzt wurde.

Dtn. 3: Nachdem auch Og zerschlagen war, gehörte Israel das Ostjordanland und sie teilten es sich auf. Da Moses sich immer wieder vor Gott für das sündige Volk einsetzte und Gottes Gnade erreichte, hielt er Moses für den falschen Mann, dass Kernland Kanaans zu sehen. Von einem Berg aus durfte er lediglich das gelobte Land sehen, aber nach Kanaan soll Josua das Volk Israel führen.

Dtn. 4: Moses ermahnte eindringlich zum gehorsam, damit das Volk Israel sich an die Gesetze halte. Das Volk soll die Rechtsvorschriften befolgen und vor allem, sollen sie keine Götzen besiegter Völker anbeten und heidnische Kulte frönen. Die Städte Bezer, Ramot und Golan erklärt Moses zu Freistädten (Zufluchtstatus). Auf der Basis der historischen Ereignisse der Wüstenwanderung verfügt Moses die folgenden Gesetze.

Die Verkündigung des Gesetzes (4,44 – 28,68)

Abschnitt 1: Rund um die Gebote des Herrn (5 – 11)

Dtn. 5: Veränderte Wiederholung der „10 Gebote“ und Rechtfertigung, dass Gott Moses als Vermittler seiner Worte und Taten an das Volk ausgesucht hatte.

Dtn. 6: Ermahnung zur Liebe und zum Gehorsam gegenüber Gott. Das Volk soll sich stets daran erinnern, woher es kam und soll sich nicht vom Wohlstand verleiten lassen ihn zu vergessen. Das Volk Israel hat mit Gott einen Bund geschlossen, also ist es Gottes Volk.

Dtn. 7: Warnung vor der Gemeinschaft mit Heiden ⇒ es werden ausdrücklich die entsprechenden die Völker im Jordanland genannt. Moses betont, dass es Israel nicht nötig hat, sich mit jemanden zu verbinden, weil Gott ihr Bündnispartner ist. Demzufolge ist ihnen der Segen Gottes sicher, selbst wenn andere Mächte größer sein werden und Israel drohen, so verspricht Gott sie vor diesen Mächten zu schützen.

Dtn. 8: Ermahnung zur Dankbarkeit gegenüber Gott. Moses warnt davor die Gesetze von Gott zu missachten, Gott zu vergessen oder gar fremde Götter anzubeten, denn dann wäre der Bund gebrochen und statt Gottes Hilfe würde Gottes Zorn über sie kommen.

Dtn. 9: Ermahnung zur Demut und die Erinnerung an Ereignisse von Israels Untreue. Israel soll sich bei allen zukünftigen Erfolgen bewusst darüber sein, dass ihnen stets Gott half, deshalb sollen sie nicht selbstsüchtig in sündhaftes Tun verfallen. Unter anderem, wird an die Sünde um das „Goldene Kalb“ erinnert.

Dtn. 10: Moses erinnerte daran, wie Gott die Gesetzestafeln erneuern musste, weil die Ersten zerbrochen waren durch Moses gerechtfertigte Wut. Moses gedenkt dann Aarons Tod und bekräftigt, dass die Leviten zum Priestervolk bestimmt wurden. Moses fast noch einmal zusammen, was Gott grundsätzlich von seinem Volk fordert. In Bezug zu den jüngsten Sünden, verlangt Moses mehr Gottvertrauen, weniger Zweifel und Aufsässigkeit, stattdessen mehr Bescheidenheit um Gott wahrhaft zu dienen.

Dtn. 11: Moses erinnert an Gottes Taten für sein Volk. Er erklärt den Unterschied zwischen Fluch und Segen Gottes für das Volk, die immer im Zusammenhang mit dem Befolgen oder Ignorieren seiner Gebote stehen.

Abschnitt 2: Moses verkündet die geltenden Gesetze (12-26)

Dtn. 12: Anweisungen über die Opferstätten für Gott und der Umgang mit heidnischen Opferstätten. Unter anderem warnt Moses davor Sitten fremder Völker zu übernehmen.

Dtn. 13: Strafe für falsche Propheten und Verführer zum Götzendienst. Selbst wenn dich ein Freund oder Bruder verführen will, verweigere dich und töte ihn oder lass ihn steinigen.

Dtn. 14: Verbot von der Übernahme heidnischer Trauergebräuche und das Unterscheiden von reinen und unreinen Speisen. Festlegungen über den Zehnten (Steuer/ Ertragsanteil).

Dtn. 15: Moses legt die Bestimmungen für ein Erlassjahr (Schuldenerlass) fest. Hebräer, die sich als Sklaven verkaufen, sollen höchstens 7 Jahre dienen und dann wieder frei sein. Gebot über die Heiligung der Erstgeborenen (Tier und Mensch) und ihrer Sonderrechte. Alle jene Bestimmungen gelten nur für Israeliten und klammern alle Nichthebräer aus.

Dtn. 16: Moses erinnert an die Festlegungen für die drei Hauptfeste der Hebräer (Israeliten). Er ermahnt Richter und Amtleute ihre Funktion nicht zu missbrauchen. Ausdrücklich weist er auf die Reinheit des Gottesdienstes hin und warnt vor den Zorn Gottes beim Götzendienst.

Dtn. 17: Ein Einschub zur Rechtsordnung relativiert ein Todesurteil, so soll keiner verurteilt werden, wenn nur ein Zeuge die Sünde belegt, wohl aber, wenn sich mehrere Zeugen finden. Grundsätzlich sollte bei schwerwiegenden Fällen ein Oberstes Gericht urteilen, dass in der Regel an heiliger Stätte durch die Leviten vertreten ist. Es folgen Festlegungen für einen künftigen König (muss ein Hebräer/Israelit sein).

Dtn. 18: Die Rechte von Priester und Leviten werden festgelegt und Moses erklärt den Unterschied zwischen wahrer und falscher Prophetie (Wahrsagerei, Hexerei, Hellseherei).

Dtn. 19: Festlegungen und Bestimmungen über die Freistädte (heilige Schutzorte). Das Volk wird angehalten die festgelegten Grenzen (Num. 34) einzuhalten und keine Raubzüge zu begehen. Ferner soll niemand Falsch Zeugnis (Lügen) reden, denn wird so jemand enttarnt, soll er die Strafe des Beschuldigten erhalten (Auge um Auge, Zahn um Zahn).

Dtn. 20: Kriegsgesetze: An den Kämpfen sollen alle männlichen Hebräer teilnehmen, bis auf einige Ausnahmen (Männer die gerade etwas aufgebaut haben oder verlobt sind oder sich nicht eignen). Nach dem antiken Ehrenkodex soll jedem Feind eine friedliche Übernahme angeboten werden. Gegner, die sich aber nicht ergeben, sind im Kampf gnadenlos zu vernichten, lediglich Frauen und Kinder sind zu verschonen. Falls Israel männliche Sklaven benötigt, so sind diese von anderen Völkern zu holen, die nicht als Erzfeinde Israels gelten.

Dtn. 21: Zur Sühnung eines Mordes ohne Täter, soll eine Kuh geschlachtet werden und der Ältestenrat soll über dem Rind seine Hände waschen, symbolisch für unschuldig vergossenes Blut. // Richtlinien, falls sich ein Hebräer in eine Kriegsgefangene Frau verliebt (Test, ob man sich nur in ihr Aussehen verliebt hat). //  Festlegung zum Streitfall des Erstgeborenrechts zwischen bevorzugter Frau und Nebenfrau. // Eltern können ihren Sohn steinigen lassen, wenn er die Kriterien eines missratenen Sohns erfüllt. // Verfahrensweise mit Gehängten.

Dtn. 22: Spezifische Vorschriften zum Alltag, wie Schutzmaßnahmen, Fürsorge, Nachbarschaftshilfe, aber auch einem strikten Kleidungsgebot (Frauen nicht in Männersachen und umgekehrt). Beim Gesetz zum Schutz der Verleumdeten und Vergewaltigten ist die Rechtssprechung nötig, auf der Grundlage von Beweisen. Grundsätzlich droht bei Unzucht (Fremdgehen, Verlobungsbruch) die Steinigung, so auch für einen Vergewaltiger.

Dtn. 23. Anordnung über jene, die nicht in eine israelische Gemeinde aufgenommen werden sollen (Unbeschnittene, Ammoniter usw.). // Reinhaltung des Kriegslagers (z.B.: Notdurft). // Allgemeine Gebote zum Alltag: über Zinsen, Gelübde, den Frevel von Tempeldirnen und dem Sättigungsrecht (z.B.: erlaubt ist das Essen von Trauben von einem Weinberg, der jemanden gehört, aber sofern man ein Gefäß befüllt ist es Diebstahl).

Dtn. 24: Das Scheidungsrecht verbietet bei mehreren Scheidungspapieren, die Rückkehr zu einem Partner, mit dem man schon mal verheiratet war. Es folgen die Rechte für Arme und Schwache, wie der Schuldenerlass oder die Order gegen Menschenräuber vorzugehen, die arme Brüder versklaven wollen. Wichtig ist, dass kein Sohn die Sünden des Vaters übernehmen kann, sowie umgekehrt. Jeder hat sich für seine eigenen Sünden zu verantworten.

Dtn. 25: Erneut folgen spezielle Vorschriften im alltäglichen Umgang und widmet sich Rechtsstreitigkeiten unter Brüdern und dem Zweierlei Maß (sowohl beim realen abwiegen, als auch im Beurteilen eines Faktes). Anschließend erinnert Moses an Amalek, der Israel in der Wüste überfallen hatte und fordert, dass alle Amalekiter zu vernichten sind. 

Dtn. 26: Richtlinien über das Ernten und Darbieten der geernteten Früchte (Erntedankfest), sowie der Lobpreisung und der Gabe des Zehnten (Steuer). Moses erinnert noch einmal, an Gottes Bundeszusage und ermahnt das Volk sich ebenso daran zu halten.

Abschnitt 3: Zusammenfassung des Bundesschluss (27-28)

Dtn. 27: Moses fasst die Grundlagen des Bundesschlusses noch einmal zurückblickend und zukunftsweisend zusammen. Er gibt Anweisungen für einen Altar und ein Opfermahl, worauf die Leviten froh bekunden, das Israel Gottes Volk ist. Als Bekenntnis der Leviten folgen die 12 Fluchworte, die sich inhaltlich an die „10 Gebote“ orientieren.  

Dtn. 28: Ankündigung von Fluch und Segen, je nachdem, ob das Volk den Bund mit Gott einhält oder in Sünde verfällt und dem Herrn nicht gehorcht. Ab Vers 69 beginnt die Einleitung zur dritten Rede Moses

Dritte Rede: Die letzten Verfügungen des Mose (28,69–32,52)

Dtn. 29: Moses fasst noch einmal Gottes Taten zusammen und erinnert an die gemeinsamen Vorfahren (Abraham, Isaak, Jakob) und den Bund mit Gott. Er mahnt vor Gottes Zorn, falls das Volk den Bund und die Gesetze brechen sollte und erinnert dabei an die Strafgerichte der Urgeschichte (z. B: Sodom & Gomorra).

Dtn. 30: Moses referiert über Leben und Tod. Die Menschen seines Volkes haben es selbst in der Hand, Gottes Segen oder Fluch zu spüren. Bei Gefahren wird er den Gerechten helfen und seine Feinde bestrafen (vertilgen).

Dtn. 31: Moses bestimmt Josua zu seinem Nachfolger, der das Volk Gottes ins gelobte Land (Kanaan) führen soll. Alle 7 Jahre sollen die Gesetze öffentlich verlesen werden, damit das Volk sie nicht vergisst. Gott beruft Moses in die Stiftshütte, dass er ein Lied schreiben soll, dass Israel zum Gedenken singen soll, bevor Moses sterben wird. Moses verfügt, dass die Gesetzesbücher (Schriftrollen) in der Bundeslade aufbewahrt werden sollen. Schließlich trat er noch einmal vor das Volk und sang sein Lied.

Dtn. 32: Das Lied des Moses ist noch einmal eine lyrische Zusammenfassung und ein klares Bekenntnis zu Gott. Nach einer letzten Mahnung an das Volk, macht sich Moses auf, um auf den Berg Nebo, im Abarim-Gebirge, zu sterben (im Lande Moab).

Schlussakkord (33 – 34)

Dtn. 33: Nachträglich eingefügte Segnung der 12 Stämme durch Moses.

Dtn. 34:  Mose starb auf den Berg Nebo, dessen Leichnam/Grab nie gefunden wurde. Das Volk beweinte seinen Tod 30 Tage lang. Moses war der Einzige, der Gottes Antlitz jemals gegenüberstand und doch Gott niemals konkret sah.
Nach der Trauer, machten sich die Hebräer (Israel) auf nach Kanaan, unter der Führung von Josua.